Mit Vergnügen Berlin http://mitvergnuegen.com Das digitale Stadtmagazin für Berlin Thu, 29 Jan 2015 00:00:07 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=307 Donnerstag, 29.01. TR/ST – SchwuZ http://mitvergnuegen.com/2015/donnerstag-29-01-trst-schwuz/ http://mitvergnuegen.com/2015/donnerstag-29-01-trst-schwuz/#comments Mon, 26 Jan 2015 23:01:22 +0000 http://mitvergnuegen.com/?p=64736 TR/ST, Duo, Band


Es scheint, als haben TR/ST irgendwo auf dem Weg ihrer Namensgebung das “U” vergessen. Das tut ihrer Musik aber keinen Abbruch. Das Duo aus Toronto zaubert schöne Synthie-Pop-Melodien, die entfernt an die Crystal Castles erinnern.

Das Konzert heute Abend im SchwuZ solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Wird bestimmt toll, denn: In TR/ST we trust.

Wenn euch nicht nur ein “U”, sondern auch das Geld fehlt: Keine Sorge, wir verlosen 2×2 Tickets. Um an der Verlosung teilzunehmen, schreibt uns einfach in die Kommentare, was ihr sonst noch gut gebrauchen könntet.

 

TR/ST | 29.01.2015 | Schwuz | Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr | Tickets 17,20 €

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TR/ST, Duo, Band

Es scheint, als haben TR/ST irgendwo auf dem Weg ihrer Namensgebung das “U” vergessen. Das tut ihrer Musik aber keinen Abbruch. Das Duo aus Toronto zaubert schöne Synthie-Pop-Melodien, die entfernt an die Crystal Castles erinnern.

Das Konzert heute Abend im SchwuZ solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Wird bestimmt toll, denn: In TR/ST we trust.

Wenn euch nicht nur ein “U”, sondern auch das Geld fehlt: Keine Sorge, wir verlosen 2×2 Tickets. Um an der Verlosung teilzunehmen, schreibt uns einfach in die Kommentare, was ihr sonst noch gut gebrauchen könntet.

 

TR/ST | 29.01.2015 | Schwuz | Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr | Tickets 17,20 €

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Samstag, 31.01. Stil vor Talent “Villa Kunterbunt” – Ritter Butzke http://mitvergnuegen.com/2015/samstag-31-01-stil-vor-talent-villa-kunterbunt-ritter-butzke/ http://mitvergnuegen.com/2015/samstag-31-01-stil-vor-talent-villa-kunterbunt-ritter-butzke/#comments Wed, 28 Jan 2015 23:05:00 +0000 http://mitvergnuegen.com/?p=65060 rapper, party


Heute übernimmt Oliver Koletzkis Erfolgslabel “Stil vor Talent” wieder den Stadtteil Kreuzberg und zeigt den kleinen und großen Ravern, wie man so richtig lange und ausschweifend feiert (wie zuletzt mit uns bei den 100 allerallerallerschönsten DJs im Gretchen). Wie auch im letzten Jahr feiert er im Ritter Butzke beziehungsweise der extra für diesen Abend umbenannten “Villa Kunterbunt”, bekannt aus den Pippi Langstrumpf-Filmen.

Ein sehr verheissungsvoller Spielplatz mit viel Konfetti, Schnaps und einem sehr bunten Musikmix. Neben Großmeister Koletzki sind heute Abend auch viele Labelkollegen und -kolleginnen am Start, aber auch Freunde des Hauses, die Pippi sicher auch zu einem ihrer Feste reingelassen hätte.

butzke

Also nehmt den Affen und und das Pferd an die Hand und vergesst die Tanzschuhe nicht. Ihr werdet es sonst bereuen! Wir haben sogar noch 2 Freikarten für die fast ausverkaufte Veranstaltung. Sagt uns dafür einfach, was Pippi Langstrumpfs Vater von Beruf ist. Vielleicht habt ihr ja Glück!

 

Stil vor Talent – Villa Kunterbunt | 31.01.2015 | Ritter Butzke | Beginn: 23.00 Uhr | Nur noch Abendkasse


Titelfoto: © Franziska Taffelt

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rapper, party

Heute übernimmt Oliver Koletzkis Erfolgslabel “Stil vor Talent” wieder den Stadtteil Kreuzberg und zeigt den kleinen und großen Ravern, wie man so richtig lange und ausschweifend feiert (wie zuletzt mit uns bei den 100 allerallerallerschönsten DJs im Gretchen). Wie auch im letzten Jahr feiert er im Ritter Butzke beziehungsweise der extra für diesen Abend umbenannten “Villa Kunterbunt”, bekannt aus den Pippi Langstrumpf-Filmen.

Ein sehr verheissungsvoller Spielplatz mit viel Konfetti, Schnaps und einem sehr bunten Musikmix. Neben Großmeister Koletzki sind heute Abend auch viele Labelkollegen und -kolleginnen am Start, aber auch Freunde des Hauses, die Pippi sicher auch zu einem ihrer Feste reingelassen hätte.

butzke

Also nehmt den Affen und und das Pferd an die Hand und vergesst die Tanzschuhe nicht. Ihr werdet es sonst bereuen! Wir haben sogar noch 2 Freikarten für die fast ausverkaufte Veranstaltung. Sagt uns dafür einfach, was Pippi Langstrumpfs Vater von Beruf ist. Vielleicht habt ihr ja Glück!

 

Stil vor Talent – Villa Kunterbunt | 31.01.2015 | Ritter Butzke | Beginn: 23.00 Uhr | Nur noch Abendkasse


Titelfoto: © Franziska Taffelt

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40 DAYS OF EATING 2015 #17 – Probier Mahl http://mitvergnuegen.com/40-days-of-eating/40-days-eating-2015-17-probier-mahl/ http://mitvergnuegen.com/40-days-of-eating/40-days-eating-2015-17-probier-mahl/#comments Wed, 28 Jan 2015 13:00:34 +0000 http://mitvergnuegen.com/?post_type=mv_40daysofeating&p=65165 ProbierMahl


Das “Probier Mahl” in Moabit heißt nicht umsonst so. Hier sollte man wirklich alle Mahle mal probieren. So wie die Zwillinge, die nach dem Essen glücklich und vollgefuttert auf der Couch lagen.

probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-34

1. Maria, erzähl von deinem Tag.

Katzenweckmodus heute: beißen. Um mir wirklich wirklich wirklich klar zu machen, wie akut der Hunger des, meiner Meinung nach wohlgenährten, seiner Meinung nach halb verhungerten, Viehs ist, werde ich konsequent aus dem Schlaf gebissen. Finger, Nase, Augenlid – alles ist einmal dran. Ich werfe Kissen, aber das Miststück ist verdammt flink. Als das Fellknäuel mir meinen Zopfgummi aus dem Haar zerrt, erbarme ich mich endlich und puste dem Fratz erst ins Gesicht – entsetztes Mauzen – und schlurfe dann in die Küche. Katze bekommt Futter, jetzt ist Mutti dran: Ich schmiere mir ein Leberwurstbrot, Katze interessiert sich nicht mehr für den eigenen Napf, sondern schlawenzelt mir um die Füße und wirft mir liebevolle Blicke zu. Keine Reaktion: Katze springt auf den Teller, ich fauche, sie faucht, will sie fangen, sie entwischt mir wie ein Fisch. Brot fällt bei dem Gerangel auf den Boden, natürlich mit der Leberwurstseite nach unten. Als ich es aufhebe, kleben einige Krümel Katzenstreu daran. Mmhh, Neuköllner Krokant – das Brot landet im Napf, Katze freut sich, ich mache mir einen Smoothie.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Es geht Richtung Flughafen (URLAUB?). Moabit ist Beste! Heute geht’s ins Probier Mahl.
probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-27

3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Hallo, das ist mein neuer Freund und er heißt Grog! Ich süffele mir eine angenehme Hitze mit einem eierpunschartigen Getränk an und bekomme sofort gute Laune. Beim Essen gilt heute die Devise: Viel hilft viel! Und hier gibt es vor allem viel Abwechslung. Idee des Probier Mahl: Viele tolle Gerichte in kleinen Portionen (deutsche Tapas?). Wieso nur eine Vorspeise bestellen, wenn man alle haben kann?! Wir bekommen tatsächlich alle Tapas, die es auf der Karte zu finden gibt, weil wir uns einfach nicht entscheiden können. Kaum sind die winzigen Kunstwerke auf den Tisch gepuzzelt, flitzen auch schon unsere Gabeln kreuz und quer durch die Leckereien und entlocken uns Laute der Wonne. Und was gab es nun?

Geräucherte Entenbrust auf Rotkrautsalat (schmeckt nach Weihnachten), gebratener Balsamico-Kräuterseitling mit Honiglinsen (lecker), gebratene Garnele auf sizilianischer Tomatensoße (schön scharf), Spinatsalat mit Himbeervinaigrette und karamellisierten Walnüssen (so gut!), Parmaschinken-Mousse mit Grissini (so gut, dass es nachbestellt wird), Pilz-Risotto mit frischen Kräutern (Sophia ist Fan), Blutwurst-Lolli im Pancettamantel auf Apfelkompott (hahahahaha, aber lecker), Quiche Lorraine mit Kräuterschmand (okay), gebratener Wachtelbrustspieß mit Rote-Zwiebel-Apfelmarmelade (unbedingt bestellen!), gebratener Ziegenkäse auf Mangochutney (noch mal in groß nachbestellt). Wir sind – zugegebenermaßen – ernsthaft überrascht von der Schmackhaftigkeit der Gerichte und putzen alles innerhalb weniger Minuten weg. Das ist ja so gut hier!

4. Wie ist der Service dort?

Angenehm. Jugendliche, blonde Zopffrisur trifft auf klassisches Restaurant. Es gibt neben kleinen Speisen auch kleine Witze serviert. Das finden wir urst gut.
ProbierMahl, 40 Days of Eating, Christoph Wehrer

5. Was gefällt dir an dem Laden besonders, was nicht?

Der Laden ist total verwinkelt und brechend voll!. Habe mich direkt erst mal verlaufen und bin in einem Art Séparée gelandet, das ebenfalls total voll ist. Die Kronleuchter schaffen eine angenehme Atmosphäre. Offensichtlich war hier jemand mit Lampenfimmel am Werk. Hier ist es richtig schön gemütlich, man kann an der Bar und deren Polstermöbel gut abgammeln oder eben fein an den dafür vorgesehenen, elegant eingedeckten Tischen essen. Wir kuscheln uns in ein gemütlichen Sofa und sind im Futtermodus. Der recht kleine Tisch biegt sich, aber wir werden erfinderisch und stellen einfach die Hälfte auf den Boden.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Laden beschreiben?

Was letzte Staffel Friedrichshain war, ist diese Staffel Moabit. Da Moabit, meiner Meinung nach, nicht im Kommen ist, müssen wir da hin. In dem Laden tummeln sich ein paar ältere Semester, viele Paare und einige Freunde mittleren Alters, die sich mal ‘nen Gemütlichen machen und es sich vor allem gutgehen lassen.

7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierherkommen und warum?

Mit Menschen ohne Auto. Ganz ehrlich: Dit is schon ‘n bisschen weit draußen. Als man kommt zwar mit dem Bus hin, muss dann aber noch ein gutes Stück laufen. Wir heute nicht (DANKE Knie und Christoph!).
probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-21

8. Worüber habt ihr gesprochen?

Über Arbeitsvermeidung, Autos, große Autos, kleine Autos. Teppiche – Knie, die Frau unseres Fotografen Christoph (ja, die heißt “Knie”) klöppelt gerade einen –, über Hunde, Katzen, ganz viel über das Essen und dann wurde Christoph haaaaart um die Zwillingsfingerchen gewickelt, mit großen Glotzaugen angestarrt, bezirzt und geherzt. Der Typ ist fast immun dagegen, weil glücklich verheiratet, aber wir haben es geschafft – er fährt uns nach Hause!

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Sophia mag Blutwurst?! Echt?!

10. Das Beste an diesem Essen…

Dass die Portionen so klein sind und man alles probieren kann. Wirklich. Es gab NICHTS zu beanstanden. Öde, ich weiß, aber lecker.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Blutwurstlolly… hahaha.

probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-4

1. Sophia, erzähl von deinem Tag.

Angeblich kann man Schlaf ja nicht nachholen, aber ich gebe trotzdem mein bestes: Ich schlafe den ganzen Tag. Einfach mal pennen, an nichts denken müssen und weit und breit kein Wecker, der klingelt. Diesen Luxus habe ich mir schon lange nicht mehr gegönnt und auch wenn immer alle sagen, dass es Luxus ist, jeden Tag Essen zu gehen – Entspannung und dieses “mal nichts machen müssen” ist ein viel größerer Luxus! Ich stehe erst gegen 16 Uhr auf und auch wenn ich weiß, dass das jetzt viel zu viel Rumgeschlaumel war, verspüre ich kein schlechtes Gewissen. Heute ist Samstag und der Samstag gehört mir! Ich fahre zu Maria, weil wir noch Texte schreiben wollen, aber dann schnattern wir lieber die ganze Zeit und machen Quatsch. Zumindest bis 19 Uhr. Dann muss ich mit Maria nach JWD (janz weit draußen). Als wir auf einer zugigen Autobahnbrücke irgendwo im Nirgendwo auf den Bus warten, kommen Zweifel auf, ob wir das jetzt echt durchziehen wollen. Der stundenlange (leichte Übertreibung) Weg durch die Pampa ist auch nicht gerade hilfreich für die gute Laune. Und plötzlich wird alles voll gut.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Heute geht’s wirklich sehr weit raus ins Probier Mahl (Tipp: Mit dem Auto supergut und schnell zu erreichen und gar nicht so JWD!)
probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-42

3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Huch, mein Drink brennt. Wie das aufwändige Mixgetränk genau heißt, weiß ich nicht, allerdings heizt es uns ganz schön ein! Nach der Vorspeisenorgie ist allerdings noch nicht Schluss, ganz im Gegenteil, wir haben uns gerade mal warmgegessen. Nicht umsonst wurde heute die Gummizughose aus dem Schrank gekramt! Weil es so schön war, bestellen wir den Ziegenkäse noch mal in groß. Warmer Ziegenkäse geht ja immer. Dann gibt es noch Coq au vin mit Tagliatelle, geschwenkt in Rahm und geschmolzenen Cherrytomaten (mein Liebling. So unfassbar gut! Ich kann nicht ohne Nudeln. Low Carb is nicht!), einen perfekten Bacon-Cheeseburger (perfekter Burger. Und diese Fritten! Aaaaaah!), Kabeljaufilet auf Blattspinat in Rieslingsoße serviert mit Chorizo-Knödel (ganz gut) und Rinderhüftsteak auf Perlzwiebeljus mit tournierten Kartoffeln (okay). Wer hätte gedacht, dass es in einer Tapas-Bar so einen Burger gibt? Am Ende der zweiten Runde liegen wir wie vollgefressene Käfer auf dem Rücken und halten uns die Bäuche. Was für ein Irrsinn! Und was für eine Überraschung! Manchmal ist es eben doch gut, wenn man absolut gar nichts erwartet.

4. Wie ist der Service dort?

Zum Anfang sind die lieben Leute vom “Probier Mahl” ein bisschen aufgeregt, wir auch. Aber der Service hier ist wirklich super, nett, lieb und lustig und neben dem guten Essen könnte auch das ein Grund dafür sein, wieso hier ausnahmslos jeder Tisch besetzt ist. Guter Service ist eben King!
probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-48

5. Was gefällt dir an dem Restaurant besonders, was nicht?

Neben dem eher schlicht-rustikalen Restaurantbereich mit Holztischen gibt es noch den eher aufgeplüschten Barbereich. Irgendwie ist uns heute nach gemütlich, also kuscheln wir uns auf die barocken Polstermöbel und mümmeln unser Essen. Ich bin ernsthaft Fan von der Tapete. Irgendwie schön kitschig und 3D. Das könnte allerdings auch am Feuertrunk liegen. Auch wenn ich in meinem Zuhause niemals eine solche Tapete dulden würde, so finde ich sie doch hier sehr passend. Auch toll: die gefühlten 50 Lampenschirme.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Restaurant beschreiben?

Krass viele Leute hier! Das Publikum ist wie das Essen: bunt gemischt und vielseitig. Sehen so Moabiter aus? Jedenfalls finden sich hier Familien, aber auch Genießer mittleren Alters. Es wird auffallend viel geschnattert.

7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierherkommen und warum?

Standardantwort, wenn wir Tapas essen gehen: Teilen muss sein! Also entweder genug bestellen, um Futterneid entgegenzuwirken, oder nicht hierherkommen. Allerdings ist das hier der perfekte Ort für ein Date: Die abenteuerliche Reise nach Moabit (hihi), die Gespräche darüber, was genau man jetzt alles probieren soll, und dann der Moment, an dem sich die Gabeln zufällig am Bluwurstlolli kreuzen. So sieht Romantik aus!
probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-29

8. Worüber habt ihr gesprochen?

“Was ist das da? Wonach schmeckt das? Hast du das schon probiert?” Natürlich reden wir viel über das Essen und quetschen uns gegenseitig aus, wie es denn so schmeckt. Vorlieben werden abgeglichen und wir stellen fest, dass wir alle superkompatibel sind. Wussten wir vorher schon! Fotograf Christoph bringt ja immer seine Frau mit. Die ist ungefähr so toll wie ‘ne ganze Wagenladung voll Glitzer, also freuen wir uns natürlich sehr und es wird aufs Heftigste geschnattert. Wir reden über Arbeit, Krankheiten und Autos.

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Wenn Maria etwas will, dann bekommt sie das auch.

10. Das Beste an diesem Essen…

Der Blutwurstlolli. Komischer Name, schmeckt aber fantastisch!

11. Möchtest du noch etwas sagen?

“Christoph, hol schon mal den Wagen!”

“Aber der steht gleich hier um die Ecke.”

“Ick loof heut nich mehr!”

probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-12 probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-16 probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-19probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-26unnamed (1)probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-35ProbierMahl, 40 Days of Eating, Christoph Wehrerprobiermahl_christophwehrer_40daysofeating-10probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-11probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-39 probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-36 probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-37probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-45probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-41probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-44unnamedprobiermahl_christophwehrer_40daysofeating-51 probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-52probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-53ProbierMahl, 40 Days of EatingProbierMahl, 40 Days of Eating

Beim letzten Mal waren die Zwillinge bei Lucky Leek essen. Alle Folgen 40 DAYS OF EATING gibt es hier.


Location: Probier Mahl, Dortmunder Straße 9, 10555 Berlin
FotosChristoph Wehrer
Text: Maria und Sophia Giesecke

Mit freundlicher Unterstützung von Fissler

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ProbierMahl

Das “Probier Mahl” in Moabit heißt nicht umsonst so. Hier sollte man wirklich alle Mahle mal probieren. So wie die Zwillinge, die nach dem Essen glücklich und vollgefuttert auf der Couch lagen.

probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-34

1. Maria, erzähl von deinem Tag.

Katzenweckmodus heute: beißen. Um mir wirklich wirklich wirklich klar zu machen, wie akut der Hunger des, meiner Meinung nach wohlgenährten, seiner Meinung nach halb verhungerten, Viehs ist, werde ich konsequent aus dem Schlaf gebissen. Finger, Nase, Augenlid – alles ist einmal dran. Ich werfe Kissen, aber das Miststück ist verdammt flink. Als das Fellknäuel mir meinen Zopfgummi aus dem Haar zerrt, erbarme ich mich endlich und puste dem Fratz erst ins Gesicht – entsetztes Mauzen – und schlurfe dann in die Küche. Katze bekommt Futter, jetzt ist Mutti dran: Ich schmiere mir ein Leberwurstbrot, Katze interessiert sich nicht mehr für den eigenen Napf, sondern schlawenzelt mir um die Füße und wirft mir liebevolle Blicke zu. Keine Reaktion: Katze springt auf den Teller, ich fauche, sie faucht, will sie fangen, sie entwischt mir wie ein Fisch. Brot fällt bei dem Gerangel auf den Boden, natürlich mit der Leberwurstseite nach unten. Als ich es aufhebe, kleben einige Krümel Katzenstreu daran. Mmhh, Neuköllner Krokant – das Brot landet im Napf, Katze freut sich, ich mache mir einen Smoothie.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Es geht Richtung Flughafen (URLAUB?). Moabit ist Beste! Heute geht’s ins Probier Mahl.
probiermahl_christophwehrer_40daysofeating-27

3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Hallo, das ist mein neuer Freund und er heißt Grog! Ich süffele mir eine angenehme Hitze mit einem eierpunschartigen Getränk an und bekomme sofort gute Laune. Beim Essen gilt heute die Devise: Viel hilft viel! Und hier gibt es vor allem viel Abwechslung. Idee des Probier Mahl: Viele tolle Gerichte in kleinen Portionen (deutsche Tapas?). Wieso nur eine Vorspeise bestellen, wenn man alle haben kann?! Wir bekommen tatsächlich alle Tapas, die es auf der Karte zu finden gibt, weil wir uns einfach nicht entscheiden können. Kaum sind die winzigen Kunstwerke auf den Tisch gepuzzelt, flitzen auch schon unsere Gabeln kreuz und quer durch die Leckereien und entlocken uns Laute der Wonne. Und was gab es nun?
Geräucherte Entenbrust auf Rotkrautsalat (schmeckt nach Weihnachten), gebratener Balsamico-Kräuterseitling mit Honiglinsen (lecker), gebratene Garnele auf sizilianischer Tomatensoße (schön scharf), Spinatsalat mit Himbeervinaigrette und karamellisierten Walnüssen (so gut!), Parmaschinken-Mousse mit Grissini (so gut, dass es nachbestellt wird), Pilz-Risotto mit frischen Kräutern (Sophia ist Fan), Blutwurst-Lolli im Pancettamantel auf Apfelkompott (hahahahaha, aber lecker), Quiche Lorraine mit Kräuterschmand (okay), gebratener Wachtelbrustspieß mit Rote-Zwiebel-Apfelmarmelade (unbedingt bestellen!), gebratener Ziegenkäse auf Mangochutney (noch mal in groß nachbestellt). Wir sind – zugegebenermaßen – ernsthaft überrascht von der Schmackhaftigkeit der Gerichte und putzen alles innerhalb weniger Minuten weg. Das ist ja so gut hier!

4. Wie ist der Service dort?

Angenehm. Jugendliche, blonde Zopffrisur trifft auf klassisches Restaurant. Es gibt neben kleinen Speisen auch kleine Witze serviert. Das finden wir urst gut.
ProbierMahl, 40 Days of Eating, Christoph Wehrer

5. Was gefällt dir an dem Laden besonders, was nicht?

Der Laden ist total verwinkelt und brechend voll!. Habe mich direkt erst mal verlaufen und bin in einem Art Séparée gelandet, das ebenfalls total voll ist. Die Kronleuchter schaffen eine angenehme Atmosphäre. Offensichtlich war hier jemand mit Lampenfimmel am Werk. Hier ist es richtig schön gemütlich, man kann an der Bar und deren Polstermöbel gut abgammeln oder eben fein an den dafür vorgesehenen, elegant eingedeckten Tischen essen. Wir kuscheln uns in ein gemütlichen Sofa und sind im Futtermodus. Der recht kleine Tisch biegt sich, aber wir werden erfinderisch und stellen einfach die Hälfte auf den Boden.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Laden beschreiben?

Was letzte Staffel Friedrichshain war, ist diese Staffel Moabit. Da Moabit, meiner Meinung nach, nicht im Kommen ist, müssen wir da hin. In dem Laden tummeln sich ein paar ältere Semester, viele Paare und einige Freunde mittleren Alters, die sich mal ‘nen Gemütlichen machen und es sich vor allem gutgehen lassen.

7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierherkommen und warum?

Mit Menschen ohne Auto. Ganz ehrlich: Dit is schon ‘n bisschen weit draußen. Als man kommt zwar mit dem Bus hin, muss dann aber noch ein gutes Stück laufen. Wir heute nicht (DANKE Knie und Christoph!).
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8. Worüber habt ihr gesprochen?

Über Arbeitsvermeidung, Autos, große Autos, kleine Autos. Teppiche – Knie, die Frau unseres Fotografen Christoph (ja, die heißt “Knie”) klöppelt gerade einen –, über Hunde, Katzen, ganz viel über das Essen und dann wurde Christoph haaaaart um die Zwillingsfingerchen gewickelt, mit großen Glotzaugen angestarrt, bezirzt und geherzt. Der Typ ist fast immun dagegen, weil glücklich verheiratet, aber wir haben es geschafft – er fährt uns nach Hause!

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Sophia mag Blutwurst?! Echt?!

10. Das Beste an diesem Essen…

Dass die Portionen so klein sind und man alles probieren kann. Wirklich. Es gab NICHTS zu beanstanden. Öde, ich weiß, aber lecker.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Blutwurstlolly… hahaha.

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1. Sophia, erzähl von deinem Tag.

Angeblich kann man Schlaf ja nicht nachholen, aber ich gebe trotzdem mein bestes: Ich schlafe den ganzen Tag. Einfach mal pennen, an nichts denken müssen und weit und breit kein Wecker, der klingelt. Diesen Luxus habe ich mir schon lange nicht mehr gegönnt und auch wenn immer alle sagen, dass es Luxus ist, jeden Tag Essen zu gehen – Entspannung und dieses “mal nichts machen müssen” ist ein viel größerer Luxus! Ich stehe erst gegen 16 Uhr auf und auch wenn ich weiß, dass das jetzt viel zu viel Rumgeschlaumel war, verspüre ich kein schlechtes Gewissen. Heute ist Samstag und der Samstag gehört mir! Ich fahre zu Maria, weil wir noch Texte schreiben wollen, aber dann schnattern wir lieber die ganze Zeit und machen Quatsch. Zumindest bis 19 Uhr. Dann muss ich mit Maria nach JWD (janz weit draußen). Als wir auf einer zugigen Autobahnbrücke irgendwo im Nirgendwo auf den Bus warten, kommen Zweifel auf, ob wir das jetzt echt durchziehen wollen. Der stundenlange (leichte Übertreibung) Weg durch die Pampa ist auch nicht gerade hilfreich für die gute Laune. Und plötzlich wird alles voll gut.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Heute geht’s wirklich sehr weit raus ins Probier Mahl (Tipp: Mit dem Auto supergut und schnell zu erreichen und gar nicht so JWD!)
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Huch, mein Drink brennt. Wie das aufwändige Mixgetränk genau heißt, weiß ich nicht, allerdings heizt es uns ganz schön ein! Nach der Vorspeisenorgie ist allerdings noch nicht Schluss, ganz im Gegenteil, wir haben uns gerade mal warmgegessen. Nicht umsonst wurde heute die Gummizughose aus dem Schrank gekramt! Weil es so schön war, bestellen wir den Ziegenkäse noch mal in groß. Warmer Ziegenkäse geht ja immer. Dann gibt es noch Coq au vin mit Tagliatelle, geschwenkt in Rahm und geschmolzenen Cherrytomaten (mein Liebling. So unfassbar gut! Ich kann nicht ohne Nudeln. Low Carb is nicht!), einen perfekten Bacon-Cheeseburger (perfekter Burger. Und diese Fritten! Aaaaaah!), Kabeljaufilet auf Blattspinat in Rieslingsoße serviert mit Chorizo-Knödel (ganz gut) und Rinderhüftsteak auf Perlzwiebeljus mit tournierten Kartoffeln (okay). Wer hätte gedacht, dass es in einer Tapas-Bar so einen Burger gibt? Am Ende der zweiten Runde liegen wir wie vollgefressene Käfer auf dem Rücken und halten uns die Bäuche. Was für ein Irrsinn! Und was für eine Überraschung! Manchmal ist es eben doch gut, wenn man absolut gar nichts erwartet.

4. Wie ist der Service dort?

Zum Anfang sind die lieben Leute vom “Probier Mahl” ein bisschen aufgeregt, wir auch. Aber der Service hier ist wirklich super, nett, lieb und lustig und neben dem guten Essen könnte auch das ein Grund dafür sein, wieso hier ausnahmslos jeder Tisch besetzt ist. Guter Service ist eben King!
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5. Was gefällt dir an dem Restaurant besonders, was nicht?

Neben dem eher schlicht-rustikalen Restaurantbereich mit Holztischen gibt es noch den eher aufgeplüschten Barbereich. Irgendwie ist uns heute nach gemütlich, also kuscheln wir uns auf die barocken Polstermöbel und mümmeln unser Essen. Ich bin ernsthaft Fan von der Tapete. Irgendwie schön kitschig und 3D. Das könnte allerdings auch am Feuertrunk liegen. Auch wenn ich in meinem Zuhause niemals eine solche Tapete dulden würde, so finde ich sie doch hier sehr passend. Auch toll: die gefühlten 50 Lampenschirme.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Restaurant beschreiben?

Krass viele Leute hier! Das Publikum ist wie das Essen: bunt gemischt und vielseitig. Sehen so Moabiter aus? Jedenfalls finden sich hier Familien, aber auch Genießer mittleren Alters. Es wird auffallend viel geschnattert.

7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierherkommen und warum?

Standardantwort, wenn wir Tapas essen gehen: Teilen muss sein! Also entweder genug bestellen, um Futterneid entgegenzuwirken, oder nicht hierherkommen. Allerdings ist das hier der perfekte Ort für ein Date: Die abenteuerliche Reise nach Moabit (hihi), die Gespräche darüber, was genau man jetzt alles probieren soll, und dann der Moment, an dem sich die Gabeln zufällig am Bluwurstlolli kreuzen. So sieht Romantik aus!
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8. Worüber habt ihr gesprochen?

“Was ist das da? Wonach schmeckt das? Hast du das schon probiert?” Natürlich reden wir viel über das Essen und quetschen uns gegenseitig aus, wie es denn so schmeckt. Vorlieben werden abgeglichen und wir stellen fest, dass wir alle superkompatibel sind. Wussten wir vorher schon! Fotograf Christoph bringt ja immer seine Frau mit. Die ist ungefähr so toll wie ‘ne ganze Wagenladung voll Glitzer, also freuen wir uns natürlich sehr und es wird aufs Heftigste geschnattert. Wir reden über Arbeit, Krankheiten und Autos.

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Wenn Maria etwas will, dann bekommt sie das auch.

10. Das Beste an diesem Essen…

Der Blutwurstlolli. Komischer Name, schmeckt aber fantastisch!

11. Möchtest du noch etwas sagen?

“Christoph, hol schon mal den Wagen!”
“Aber der steht gleich hier um die Ecke.”
“Ick loof heut nich mehr!”

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Beim letzten Mal waren die Zwillinge bei Lucky Leek essen. Alle Folgen 40 DAYS OF EATING gibt es hier.


Location: Probier Mahl, Dortmunder Straße 9, 10555 Berlin
FotosChristoph Wehrer
Text: Maria und Sophia Giesecke

Mit freundlicher Unterstützung von Fissler

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Sternburg, Britney Spears und Knoblauchbaguette – Jule Müller erzählt, wie man 2004 WG-Partys feierte http://mitvergnuegen.com/2015/sternburg-britney-spears-und-knoblauchbaguette-jule-mueller-erzaehlt-wie-man-2004-wg-partys-feierte/ http://mitvergnuegen.com/2015/sternburg-britney-spears-und-knoblauchbaguette-jule-mueller-erzaehlt-wie-man-2004-wg-partys-feierte/#comments Wed, 28 Jan 2015 11:00:46 +0000 http://mitvergnuegen.com/?p=65170 Jule Ebert, Buch


Aus dem Buch: Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher

Kapitel 10: Geheimnis-Günther stellt sich vor

Berlin-Mitte | Alter: 22

Jasmin und ich stehen im Magnet-Club. „Guck mal, der da hinten ist süß!“, sage ich zu ihr und zeige auf einen Emo-Jungen, der an einer Säule lehnt. Sie geht zu ihm rüber, ich bleibe an der Bar stehen. Die beiden unterhalten sich kurz, dann drückt sie ihm einen grünen Zettel in die Hand, er lächelt. „Und? Kommt er?“, will ich wissen, als sie wieder vor mir steht. „Klar!“, brüllt Jasmin halb besoffen. Wir highfiven uns und exen zwei rote Schnäpse. Die Vorbereitungen für unsere große Einweihungsparty am Samstag in der Spaß-WG laufen auf Hochtouren. Schlau wie wir sind, verlassen wir uns nicht einzig auf unsere Freunde, sondern akquirieren noch zusätzliche Gäste. In Bars. Und Clubs. Hauptsächlich Männer. Den Text für unsere Flyer (in Comic Sans, klar) haben wir mit unserem Mitbewohner Martin entworfen und total businessmäßig unsere Adresse und Klarnamen samt Telefonnummern hinzugefügt. Damit die fremden Leute uns auch anrufen können, bevor sie kommen, um unser Mobiliar zu zerstören.

Der erste Anruf lässt nicht lange auf sich warten. Es ist Geheimnis-Günther, der wissen will, ob er Undercover-Uwe mitbringen darf. Wir kennen beide nicht, aber: Klar! Wer sich nicht scheut, extra für uns Alliterationen zu erfinden, der muss sogar kommen.

Am Tag der Party buckeln wir vom Edeka an der Ecke kistenweise Sternburg hoch in die WG. Warum viel Geld ausgeben, wenn man den halben Liter auch schon für 19 Cent bekommt? Außerdem verstecken wir alle unsere Wertsachen: die zwei Britney-Spears-Parfums, das Kleingeldglas und den großen Amethysten, der normalerweise von unserem Klavier aus Pressholz strahlt. Mit Alufolie funktionieren wir die unkaputtbaren Glasschälchen aus dem Osten zu topmodernen Aschenbechern um. Leider schaffen wir es nicht mehr, die Klotür zu reparieren. Aber abschließen ist eh was für prüde Kids, und es kann ja einfach immer jemand draußen aufpassen. Jasmin und ich stylen uns vor den altmodischen Spiegelfliesen an unserer Wohnzimmertür. Ich habe mein Lieblingsshirt an – es ist schwarz mit einem goldenen Aufdruck, dessen Inhalt völlig irrelevant ist. Meine blonden Haare trage ich heute offen, hab auch extra noch mal nachblondiert. Es klingelt. Oha. Jetzt geht es los.

Gut gemacht, endlich mal wieder was kaputt.

Ein paar Stunden später habe ich schon viel zu viel getrunken und irre über den Flur. Ganz schön voll. Wer sind die bloß alle? Ich schiebe mich grob durch die Leute, bis ich endlich in der Küche auf Jasmin stoße. Sie balanciert gerade eine Banane auf dem Kopf, während sie Schnaps aus dem Plastikbecher trinkt. Als sie mich sieht, fällt sie mir um den Hals und kreischt mir was ins Ohr. Die Banane fällt zu Boden, jemand tritt aus Versehen drauf, der Fruchtbrei verteilt sich über das Linoleum. Wir lachen, wir sind jung und in der Spaß-WG. Ich fühle mich warm. Innerlich. Ich liebe jeden, sogar die Hässlichen. Ich möchte Leuten simsen, Leute fotografieren, eine rauchen, Fleisch berühren. In meinem Kopf surrt es, meine Füße spüre ich kaum noch. Martin reicht mir eine Flasche Erdbeersekt. Ich bin glücklich.

Im Flur höre ich jemanden kreischen. Ich gehe gucken. Ein Mädchen liegt manisch lachend auf dem Boden zwischen lauter Schuhen. In einer Hand hält sie einen Drink in die Höhe, der droht, jede Sekunde vergossen zu werden. Unter ihr ist das komplette Schuhregal zusammengebrochen. Die anderen jubeln ihr zu. Gut gemacht, endlich mal wieder was kaputt. In der Küche geht Glas zu Bruch. Durchatmen, Jule, durchatmen. Ich quetsche mich auf den Balkon. Es sind so viele Leute so dicht gedrängt hier, dass ich Angst habe, dass wir gleich samt Mauerwerk einen Abgang machen. Können Balkone abbrechen? Jemand pinkelt vor meinen Augen über die Brüstung direkt in den Hinterhof. „Ey, sag mal, geht’s noch?“, motze ich ihn an. Er pinkelt noch gemütlich zu Ende und lässt seinen Schniedel dann wieder in der Hose verschwinden.

Ich setze mich auf den Boden im Flur, um kurz mal zu verschnaufen. Dabei fällt eine der Abschlussleisten um, die wir nie angeklebt, sondern nur lose gegen die Wand gelehnt hatten. Es klingelt an der Tür. Jasmin grölt in die Sprechanlage, um dann zu merken, dass der Besuch schon oben sein muss. Schwungvoll öffnet sie die Wohnungstür. Draußen stehen zwei Männer und eine Frau, sie tragen Uniformen und Schlagstöcke. Wahrscheinlich eher keine Stripper.

Och nö.

Draußen stehen zwei Männer und eine Frau, sie tragen Uniformen und Schlagstöcke. Wahrscheinlich eher keine Stripper.

Unauffällig moonwalke ich in Martins Zimmer rüber. Jasmin wird das schon regeln. Mir stellen sich zwei Fremde vor. Es sind Geheimnis-Günther und Undercover-Uwe! Und sie haben sogar einen ganzen Kasten Bier mitgebracht! Ich falle ihnen in die Arme. Inzwischen sind die Stripper wieder verschwunden, dafür ist die Klotür ausgehakt. Ich weiß nicht, ob das mit jemand Weisungsbefugtem abgesprochen war, aber macht eigentlich Sinn – geht ja eh nicht zu. Und so kann man vom Pott aus dem Breakdance-Battle im Flur beiwohnen. Martin macht den Robot Dance erstaunlich gut. Ich schließe mich mit einem kleinen Propeller-Versuch an – die Fliesen im Flur bieten den perfekten Untergrund dafür. Ziemlich wenig Grip. Jasmin steht neben mir und feuert mich an. Als ich wieder aufstehe, knalle ich erst gegen die Wand und rutsche dann noch mal auf etwas Bananenmus aus. Dann muss ich mich übergeben. Welcher Idiot hat bloß die Badtür ausgehängt?

Mein Kopf wummert, als wäre er die ganze Nacht zwischen zwei Asphaltplatten gequetscht gewesen. Mein Magen rumort. Wie spät es wohl ist? Irgendwas schnarcht. Langsam öffne ich die verkrusteten Augen und drehe mich um. Suki und Hannes liegen neben mir. Das ist okay, die beiden kenne ich schon lange. Sukis haariges Bein ruht auf meinem. Das wiederum ist nicht okay. Ich drehe mich wieder zurück. Mein Blick fällt auf etwas auf meinem neu verlegten Laminatboden. Ich lasse meinen Arm aus dem Bett plumpsen, um es zu berühren. Es ist ein schwarzer Aufkleber, auf dem ein weißer Penis prangt. Mir wird wieder schlecht. Ich renne ins Badezimmer – bei jedem Schritt bleiben meine Füße am Boden kleben – und übergebe mich in ein Klo voller Zigarettenstummel. Bin ich ja schon gewohnt.

Als ich wieder im Flur bin, sehe ich Jasmin im Wohnzimmer zwischen Bierflaschen und Erdnussflipstüten liegen. Ihre Augen hat sie geöffnet, sprechen will aber noch nicht so recht klappen. Martins Tür ist zu. Ich schleiche zurück in mein Zimmer, nehme mein Kissen und gehe zu Jasmin. Auf SAT.1 läuft gerade eine Wiederholung von O.C. California. Ich schiebe Klamotten, Zigarettenschachteln und eine halbvolle Flasche Rum vom Sofa und lege mich hin. Ich würde Jasmin gerne fragen, wie es ihr geht, stöhne aber nur leise. Sie nickt, ohne mich anzugucken. Martin kommt viel zu gut gelaunt aus seinem Zimmer zu uns auf die Couch. „Na, jemand Bock auf n Bierchen?“ Ich werfe ihm zur Strafe ein Stück Baguette an den Kopf.

Was für ein geiler Abend!


Auszug aus Jule Müllers Buch “Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher“, das am 2.2.2015 im Knaur Verlag erscheint

Übrigens liest Jule morgen im 25hours Hotel. 19.30 Uhr geht’s los. Hin da!

Früher-war-ich-unentschlossen_Cover

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Jule Ebert, Buch

Aus dem Buch: Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher
Kapitel 10: Geheimnis-Günther stellt sich vor

Berlin-Mitte | Alter: 22

Jasmin und ich stehen im Magnet-Club. „Guck mal, der da hinten ist süß!“, sage ich zu ihr und zeige auf einen Emo-Jungen, der an einer Säule lehnt. Sie geht zu ihm rüber, ich bleibe an der Bar stehen. Die beiden unterhalten sich kurz, dann drückt sie ihm einen grünen Zettel in die Hand, er lächelt. „Und? Kommt er?“, will ich wissen, als sie wieder vor mir steht. „Klar!“, brüllt Jasmin halb besoffen. Wir highfiven uns und exen zwei rote Schnäpse. Die Vorbereitungen für unsere große Einweihungsparty am Samstag in der Spaß-WG laufen auf Hochtouren. Schlau wie wir sind, verlassen wir uns nicht einzig auf unsere Freunde, sondern akquirieren noch zusätzliche Gäste. In Bars. Und Clubs. Hauptsächlich Männer. Den Text für unsere Flyer (in Comic Sans, klar) haben wir mit unserem Mitbewohner Martin entworfen und total businessmäßig unsere Adresse und Klarnamen samt Telefonnummern hinzugefügt. Damit die fremden Leute uns auch anrufen können, bevor sie kommen, um unser Mobiliar zu zerstören.

Der erste Anruf lässt nicht lange auf sich warten. Es ist Geheimnis-Günther, der wissen will, ob er Undercover-Uwe mitbringen darf. Wir kennen beide nicht, aber: Klar! Wer sich nicht scheut, extra für uns Alliterationen zu erfinden, der muss sogar kommen.

Am Tag der Party buckeln wir vom Edeka an der Ecke kistenweise Sternburg hoch in die WG. Warum viel Geld ausgeben, wenn man den halben Liter auch schon für 19 Cent bekommt? Außerdem verstecken wir alle unsere Wertsachen: die zwei Britney-Spears-Parfums, das Kleingeldglas und den großen Amethysten, der normalerweise von unserem Klavier aus Pressholz strahlt. Mit Alufolie funktionieren wir die unkaputtbaren Glasschälchen aus dem Osten zu topmodernen Aschenbechern um. Leider schaffen wir es nicht mehr, die Klotür zu reparieren. Aber abschließen ist eh was für prüde Kids, und es kann ja einfach immer jemand draußen aufpassen. Jasmin und ich stylen uns vor den altmodischen Spiegelfliesen an unserer Wohnzimmertür. Ich habe mein Lieblingsshirt an – es ist schwarz mit einem goldenen Aufdruck, dessen Inhalt völlig irrelevant ist. Meine blonden Haare trage ich heute offen, hab auch extra noch mal nachblondiert. Es klingelt. Oha. Jetzt geht es los.

Gut gemacht, endlich mal wieder was kaputt.

Ein paar Stunden später habe ich schon viel zu viel getrunken und irre über den Flur. Ganz schön voll. Wer sind die bloß alle? Ich schiebe mich grob durch die Leute, bis ich endlich in der Küche auf Jasmin stoße. Sie balanciert gerade eine Banane auf dem Kopf, während sie Schnaps aus dem Plastikbecher trinkt. Als sie mich sieht, fällt sie mir um den Hals und kreischt mir was ins Ohr. Die Banane fällt zu Boden, jemand tritt aus Versehen drauf, der Fruchtbrei verteilt sich über das Linoleum. Wir lachen, wir sind jung und in der Spaß-WG. Ich fühle mich warm. Innerlich. Ich liebe jeden, sogar die Hässlichen. Ich möchte Leuten simsen, Leute fotografieren, eine rauchen, Fleisch berühren. In meinem Kopf surrt es, meine Füße spüre ich kaum noch. Martin reicht mir eine Flasche Erdbeersekt. Ich bin glücklich.

Im Flur höre ich jemanden kreischen. Ich gehe gucken. Ein Mädchen liegt manisch lachend auf dem Boden zwischen lauter Schuhen. In einer Hand hält sie einen Drink in die Höhe, der droht, jede Sekunde vergossen zu werden. Unter ihr ist das komplette Schuhregal zusammengebrochen. Die anderen jubeln ihr zu. Gut gemacht, endlich mal wieder was kaputt. In der Küche geht Glas zu Bruch. Durchatmen, Jule, durchatmen. Ich quetsche mich auf den Balkon. Es sind so viele Leute so dicht gedrängt hier, dass ich Angst habe, dass wir gleich samt Mauerwerk einen Abgang machen. Können Balkone abbrechen? Jemand pinkelt vor meinen Augen über die Brüstung direkt in den Hinterhof. „Ey, sag mal, geht’s noch?“, motze ich ihn an. Er pinkelt noch gemütlich zu Ende und lässt seinen Schniedel dann wieder in der Hose verschwinden.

Ich setze mich auf den Boden im Flur, um kurz mal zu verschnaufen. Dabei fällt eine der Abschlussleisten um, die wir nie angeklebt, sondern nur lose gegen die Wand gelehnt hatten. Es klingelt an der Tür. Jasmin grölt in die Sprechanlage, um dann zu merken, dass der Besuch schon oben sein muss. Schwungvoll öffnet sie die Wohnungstür. Draußen stehen zwei Männer und eine Frau, sie tragen Uniformen und Schlagstöcke. Wahrscheinlich eher keine Stripper.
Och nö.

Draußen stehen zwei Männer und eine Frau, sie tragen Uniformen und Schlagstöcke. Wahrscheinlich eher keine Stripper.

Unauffällig moonwalke ich in Martins Zimmer rüber. Jasmin wird das schon regeln. Mir stellen sich zwei Fremde vor. Es sind Geheimnis-Günther und Undercover-Uwe! Und sie haben sogar einen ganzen Kasten Bier mitgebracht! Ich falle ihnen in die Arme. Inzwischen sind die Stripper wieder verschwunden, dafür ist die Klotür ausgehakt. Ich weiß nicht, ob das mit jemand Weisungsbefugtem abgesprochen war, aber macht eigentlich Sinn – geht ja eh nicht zu. Und so kann man vom Pott aus dem Breakdance-Battle im Flur beiwohnen. Martin macht den Robot Dance erstaunlich gut. Ich schließe mich mit einem kleinen Propeller-Versuch an – die Fliesen im Flur bieten den perfekten Untergrund dafür. Ziemlich wenig Grip. Jasmin steht neben mir und feuert mich an. Als ich wieder aufstehe, knalle ich erst gegen die Wand und rutsche dann noch mal auf etwas Bananenmus aus. Dann muss ich mich übergeben. Welcher Idiot hat bloß die Badtür ausgehängt?

Mein Kopf wummert, als wäre er die ganze Nacht zwischen zwei Asphaltplatten gequetscht gewesen. Mein Magen rumort. Wie spät es wohl ist? Irgendwas schnarcht. Langsam öffne ich die verkrusteten Augen und drehe mich um. Suki und Hannes liegen neben mir. Das ist okay, die beiden kenne ich schon lange. Sukis haariges Bein ruht auf meinem. Das wiederum ist nicht okay. Ich drehe mich wieder zurück. Mein Blick fällt auf etwas auf meinem neu verlegten Laminatboden. Ich lasse meinen Arm aus dem Bett plumpsen, um es zu berühren. Es ist ein schwarzer Aufkleber, auf dem ein weißer Penis prangt. Mir wird wieder schlecht. Ich renne ins Badezimmer – bei jedem Schritt bleiben meine Füße am Boden kleben – und übergebe mich in ein Klo voller Zigarettenstummel. Bin ich ja schon gewohnt.

Als ich wieder im Flur bin, sehe ich Jasmin im Wohnzimmer zwischen Bierflaschen und Erdnussflipstüten liegen. Ihre Augen hat sie geöffnet, sprechen will aber noch nicht so recht klappen. Martins Tür ist zu. Ich schleiche zurück in mein Zimmer, nehme mein Kissen und gehe zu Jasmin. Auf SAT.1 läuft gerade eine Wiederholung von O.C. California. Ich schiebe Klamotten, Zigarettenschachteln und eine halbvolle Flasche Rum vom Sofa und lege mich hin. Ich würde Jasmin gerne fragen, wie es ihr geht, stöhne aber nur leise. Sie nickt, ohne mich anzugucken. Martin kommt viel zu gut gelaunt aus seinem Zimmer zu uns auf die Couch. „Na, jemand Bock auf n Bierchen?“ Ich werfe ihm zur Strafe ein Stück Baguette an den Kopf.

Was für ein geiler Abend!


Auszug aus Jule Müllers Buch “Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher“, das am 2.2.2015 im Knaur Verlag erscheint

Übrigens liest Jule morgen im 25hours Hotel. 19.30 Uhr geht’s los. Hin da!

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Mittwoch, 28.01. transmediale – Haus der Kulturen der Welt http://mitvergnuegen.com/2015/mittwoch-28-01-transmediale-haus-der-kulturen-der-welt/ http://mitvergnuegen.com/2015/mittwoch-28-01-transmediale-haus-der-kulturen-der-welt/#comments Sun, 25 Jan 2015 23:01:43 +0000 http://mitvergnuegen.com/?p=64632 transmediale, Berlin


Die transmediale, das Festival für Kunst und digitale Kultur, steht in diesem Jahr unter dem Thema “Capture All” und beschäftigt sich mit der zunehmenden Quantifizierung der eigenen Daten – von Schrittanzahl bis hin zu Kommunikationsflüssen und dem damit verbundenen Wunsch nach fortwährender Optimierung.

Neben einer dazu passenden Ausstellung wird es wieder ein breit gefächertes Programm geben: mit Screenings, Konferenzen, Workshops und vielen, weiteren Events, die sich den Fragen unserer Beziehung zur Technologisierung des Alltags annehmen. Auch die Gefahren, die im Zuge des Tracking-Wahns zunehmen, und eine mögliche Überdenkung des eigenen Verhaltens in der Datensammellandschaft werden thematisiert.

transmediale | 28.01.–01.02.2015 | Haus der Kulturen der Welt | Eröffnung ab 17.30 Uhr | Ticketinfo hier


Titelbild: © Lena Vasilkuva / transmediale

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transmediale, Berlin

Die transmediale, das Festival für Kunst und digitale Kultur, steht in diesem Jahr unter dem Thema “Capture All” und beschäftigt sich mit der zunehmenden Quantifizierung der eigenen Daten – von Schrittanzahl bis hin zu Kommunikationsflüssen und dem damit verbundenen Wunsch nach fortwährender Optimierung.

Neben einer dazu passenden Ausstellung wird es wieder ein breit gefächertes Programm geben: mit Screenings, Konferenzen, Workshops und vielen, weiteren Events, die sich den Fragen unserer Beziehung zur Technologisierung des Alltags annehmen. Auch die Gefahren, die im Zuge des Tracking-Wahns zunehmen, und eine mögliche Überdenkung des eigenen Verhaltens in der Datensammellandschaft werden thematisiert.

transmediale | 28.01.–01.02.2015 | Haus der Kulturen der Welt | Eröffnung ab 17.30 Uhr | Ticketinfo hier


Titelbild: © Lena Vasilkuva / transmediale

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Freitag, 30.01. Tricky – Yaam http://mitvergnuegen.com/2015/freitag-30-01-tricky-yaam/ http://mitvergnuegen.com/2015/freitag-30-01-tricky-yaam/#comments Tue, 27 Jan 2015 23:01:37 +0000 http://mitvergnuegen.com/?p=65055 tricky


Wer Tricky noch nicht kennt, sollte das ganz schnell nachholen. Mit Massive Attack (die hoffentlich jeder kennt) prägte er mit der Erfindung des Trip Hops maßgeblich die europäische Musikszene der 90er. Die Mischung aus Hip Hop, vertrackten, elektronischen Samples und melodischem Gesang entstand im englischen Bristol und brachte einige der besten und wichtigsten Bands der 90/00er Jahre hervor (Portishead, Faithless, Lamb, Moloko).

Mittlerweile ist Trickys 10. Studioalbum “Adrian Thaws” erschienen, dass er heute bei seinem einzigen Deutschlandkonzert in Berlin vorstellt. Wir verlosen noch 2×2 Tickets, wenn ihr uns verratet, wie ihr euch gemeinhin aus einer tricky Situation rettet.

 

Tricky | 30.01.2015 | Yaam | Beginn: 20:30 Uhr | Tickets: 30,50 Euro

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tricky

Wer Tricky noch nicht kennt, sollte das ganz schnell nachholen. Mit Massive Attack (die hoffentlich jeder kennt) prägte er mit der Erfindung des Trip Hops maßgeblich die europäische Musikszene der 90er. Die Mischung aus Hip Hop, vertrackten, elektronischen Samples und melodischem Gesang entstand im englischen Bristol und brachte einige der besten und wichtigsten Bands der 90/00er Jahre hervor (Portishead, Faithless, Lamb, Moloko).

Mittlerweile ist Trickys 10. Studioalbum “Adrian Thaws” erschienen, dass er heute bei seinem einzigen Deutschlandkonzert in Berlin vorstellt. Wir verlosen noch 2×2 Tickets, wenn ihr uns verratet, wie ihr euch gemeinhin aus einer tricky Situation rettet.

 

Tricky | 30.01.2015 | Yaam | Beginn: 20:30 Uhr | Tickets: 30,50 Euro

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“Religion ist Intimsphäre und Privatsache.” Herbert Grönemeyers Rede in Dresden http://mitvergnuegen.com/2015/herbert-groenemeyers-rede-aus-dresden/ http://mitvergnuegen.com/2015/herbert-groenemeyers-rede-aus-dresden/#comments Tue, 27 Jan 2015 20:35:36 +0000 http://mitvergnuegen.com/?p=65150 Grönemeyer, promo


Gestern fand vor der Frauenkirche in Dresden ein Konzert für Toleranz und Weltoffenheit statt. Unter der Fahne “Offen und bunt” versammelten sich zehntausende Menschen. Herbert Grönemeyer hat gespielt und eine Rede gehalten, die er gerade auf seinem Facebook- Profil veröffentlicht hat. Wir sind so frei und zeigen sie hier einfach, weil diese Rede gelesen werden muss. Herbert spricht so klar und deutlich, mitfühlend, aber nicht überheblich, wie es bisher niemand geschafft hat.


“Es ist erschreckend, was sich im Moment auf den Straßen und in den Köpfen abspielt. Es ist eine klamme, sehr hysterische Atmosphäre.

Dass Menschen sich in Deutschland übergangen und politisch nicht mehr wahrgenommen fühlen, kann ich gut nachvollziehen.

Dass sie sich als nur noch ausgeschlossen, verwaltet und abgestellt fühlen, auch. Dass sie sich Gehör verschaffen und in ihren berechtigten Ängsten und Forderungen ernstgenommen werden wollen, ist demokratisch, für eine öffentliche Debatte in der Gesellschaft fruchtbar und hilfreich. Dass eine Auseinandersetzung dadurch angeregt wird über einen stark von der Bevölkerung abgehobenen Politik- und Politikerstil ebenso.

Wenn aber wieder einmal eine religiöse Gruppe für vielschichtigste, teilweise diffuse Befürchtungen als Sündenbock, Projektion und Zielscheibe ausgemacht wird, ist das eine Katastrophe. Es ist absurd, gemein, zutiefst undemokratisch und Unrecht und geht gar nicht! Es kann nicht gewollt sein, damit dem dumpfen Stammtischgeist und Zorn mitverantwortlich Tür und Tor zu öffnen. Wir müssen fein-nervigst aufpassen. Auf der reaktionären Seite verbietet sich jedes Zündeln.

Dort waren wir schon mal und dort wollen wir nicht mehr hin.

Wir müssen uns als Gemeinschaft gegenseitig vor uns selber warnen, Schranken einbauen und vor uns schützen und als sehr junges Land gehört das zum Erwachsenwerden und zur demokratischen Pflicht dazu. Es geht um die Politik, das Zusammenleben, nicht um die Religion. Religion ist Intimsphäre und Privatsache. Was uns alle verbindet, ist die Angst vor jedem politischen wie religiösen Extremismus.

Vor 70 Jahren haben die Alliierten Deutschland aufgeteilt, auch um den rechten Geist von Abermillionen Deutschen zu brechen und nicht wieder aufkommen zu lassen. Wenn jetzt 25 Jahre nach der Wiedervereinigung diese schnell verrohende Stimmung erneut wieder aufflammt, wäre und ist das erschreckend, falsch und furchtbar.

Ich weiß, dass Pegida in ihrem Grundsatzpapier sich von jeder extremistischen Idee distanziert, das habe ich gelesen. Wir müssen alle zusammen Anstrengungen unternehmen, dass Menschen mit ihren gut gemeinten Anliegen hinten rum nicht für zynische politische Absichten missbraucht werden und sich missbrauchen lassen. Deshalb sind wir hier. 4 Millionen Menschen islamischen Glaubens haben in Deutschland in den letzten 50 Jahren genauso zum Wirtschaftswunder beigetragen wie Protestanten, Juden, Katholiken, Buddhisten, Hindus und viele andere Religionen mehr. Und sie haben den Solidaritätszuschlag bezahlt als ihren Einsatz und Beweis ihrer Zuneigung für das wiedervereinigte Land.

Es ist die Vielfalt die Deutschland ausmacht, stärkt und die es eint. Und wir brauchen sie, sie ist unsere Zukunftsgarantie. Bestes Beispiel ist unsere Fußballnationalmannschaft.

Wir sind uns auch alle einig, dass wir ein Einwanderungsland sind und dass Flüchtlingen, Menschen, deren Leben bedroht sind von Verfolgung, Folter, Hunger, Krieg und Tod, hier bei uns Schutz geboten wird, sich um sie gekümmert wird, und dass sie gegen jede Art von tumber, hohler Anfeindung verteidigt werden.

Jedes Gestammel von Überfremdung ist kalte verbale Brandstiftung und ignorante Verblendung.
Die Welt ist geöffnet und jeder hat Zugang, nicht nur wir. Der, dem die Nächstenliebe fremd ist, der sollte auch kein Verständnis für sich selber einfordern. Man könnte vielleicht den Namen Pegida in „Demokratischer Aufbruch am Montag gegen Rechts“ umbenennen. Das wäre präziser und unmissverständlicher. Man würde besser gehört, ernster genommen und grenzt sich eindeutig von jedwedem Geist von rechtsaußen ab und man gibt Dresden seinen Stolz und seine Würde zurück.
Es soll demonstriert, viel gemeinsam geredet, endlich zugehört und gefordert werden, dabei müssen wir aber auf allen Seiten auf leichtfertige, fahrlässige Stimmungsbrandstiftung aufpassen.
Dass endlich ein Dialog stattfindet, ist sehr gut. Dies ist unser aller Land, wir sind alle für dieses verantwortlich und wir wollen gemeinsam, welcher Meinung, Wahrheit und Religion auch immer, dafür einstehen, dass es für jeden lebens- und liebenswert ist, egal welcher Herkunft und dass jeder die gleichen Grundrechte genießt.

Alle für jeden, das ist Deutschland! Und das bleibt so!
Danke fürs Zuhören!”

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Grönemeyer, promo

Gestern fand vor der Frauenkirche in Dresden ein Konzert für Toleranz und Weltoffenheit statt. Unter der Fahne “Offen und bunt” versammelten sich zehntausende Menschen. Herbert Grönemeyer hat gespielt und eine Rede gehalten, die er gerade auf seinem Facebook- Profil veröffentlicht hat. Wir sind so frei und zeigen sie hier einfach, weil diese Rede gelesen werden muss. Herbert spricht so klar und deutlich, mitfühlend, aber nicht überheblich, wie es bisher niemand geschafft hat.


“Es ist erschreckend, was sich im Moment auf den Straßen und in den Köpfen abspielt. Es ist eine klamme, sehr hysterische Atmosphäre.

Dass Menschen sich in Deutschland übergangen und politisch nicht mehr wahrgenommen fühlen, kann ich gut nachvollziehen.

Dass sie sich als nur noch ausgeschlossen, verwaltet und abgestellt fühlen, auch. Dass sie sich Gehör verschaffen und in ihren berechtigten Ängsten und Forderungen ernstgenommen werden wollen, ist demokratisch, für eine öffentliche Debatte in der Gesellschaft fruchtbar und hilfreich. Dass eine Auseinandersetzung dadurch angeregt wird über einen stark von der Bevölkerung abgehobenen Politik- und Politikerstil ebenso.

Wenn aber wieder einmal eine religiöse Gruppe für vielschichtigste, teilweise diffuse Befürchtungen als Sündenbock, Projektion und Zielscheibe ausgemacht wird, ist das eine Katastrophe. Es ist absurd, gemein, zutiefst undemokratisch und Unrecht und geht gar nicht! Es kann nicht gewollt sein, damit dem dumpfen Stammtischgeist und Zorn mitverantwortlich Tür und Tor zu öffnen. Wir müssen fein-nervigst aufpassen. Auf der reaktionären Seite verbietet sich jedes Zündeln.

Dort waren wir schon mal und dort wollen wir nicht mehr hin.

Wir müssen uns als Gemeinschaft gegenseitig vor uns selber warnen, Schranken einbauen und vor uns schützen und als sehr junges Land gehört das zum Erwachsenwerden und zur demokratischen Pflicht dazu. Es geht um die Politik, das Zusammenleben, nicht um die Religion. Religion ist Intimsphäre und Privatsache. Was uns alle verbindet, ist die Angst vor jedem politischen wie religiösen Extremismus.

Vor 70 Jahren haben die Alliierten Deutschland aufgeteilt, auch um den rechten Geist von Abermillionen Deutschen zu brechen und nicht wieder aufkommen zu lassen. Wenn jetzt 25 Jahre nach der Wiedervereinigung diese schnell verrohende Stimmung erneut wieder aufflammt, wäre und ist das erschreckend, falsch und furchtbar.

Ich weiß, dass Pegida in ihrem Grundsatzpapier sich von jeder extremistischen Idee distanziert, das habe ich gelesen. Wir müssen alle zusammen Anstrengungen unternehmen, dass Menschen mit ihren gut gemeinten Anliegen hinten rum nicht für zynische politische Absichten missbraucht werden und sich missbrauchen lassen. Deshalb sind wir hier. 4 Millionen Menschen islamischen Glaubens haben in Deutschland in den letzten 50 Jahren genauso zum Wirtschaftswunder beigetragen wie Protestanten, Juden, Katholiken, Buddhisten, Hindus und viele andere Religionen mehr. Und sie haben den Solidaritätszuschlag bezahlt als ihren Einsatz und Beweis ihrer Zuneigung für das wiedervereinigte Land.

Es ist die Vielfalt die Deutschland ausmacht, stärkt und die es eint. Und wir brauchen sie, sie ist unsere Zukunftsgarantie. Bestes Beispiel ist unsere Fußballnationalmannschaft.

Wir sind uns auch alle einig, dass wir ein Einwanderungsland sind und dass Flüchtlingen, Menschen, deren Leben bedroht sind von Verfolgung, Folter, Hunger, Krieg und Tod, hier bei uns Schutz geboten wird, sich um sie gekümmert wird, und dass sie gegen jede Art von tumber, hohler Anfeindung verteidigt werden.

Jedes Gestammel von Überfremdung ist kalte verbale Brandstiftung und ignorante Verblendung.
Die Welt ist geöffnet und jeder hat Zugang, nicht nur wir. Der, dem die Nächstenliebe fremd ist, der sollte auch kein Verständnis für sich selber einfordern. Man könnte vielleicht den Namen Pegida in „Demokratischer Aufbruch am Montag gegen Rechts“ umbenennen. Das wäre präziser und unmissverständlicher. Man würde besser gehört, ernster genommen und grenzt sich eindeutig von jedwedem Geist von rechtsaußen ab und man gibt Dresden seinen Stolz und seine Würde zurück.
Es soll demonstriert, viel gemeinsam geredet, endlich zugehört und gefordert werden, dabei müssen wir aber auf allen Seiten auf leichtfertige, fahrlässige Stimmungsbrandstiftung aufpassen.
Dass endlich ein Dialog stattfindet, ist sehr gut. Dies ist unser aller Land, wir sind alle für dieses verantwortlich und wir wollen gemeinsam, welcher Meinung, Wahrheit und Religion auch immer, dafür einstehen, dass es für jeden lebens- und liebenswert ist, egal welcher Herkunft und dass jeder die gleichen Grundrechte genießt.

Alle für jeden, das ist Deutschland! Und das bleibt so!
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Männer und Pornos http://mitvergnuegen.com/podcast-beste-freundinnen/maenner-und-pornos/ http://mitvergnuegen.com/podcast-beste-freundinnen/maenner-und-pornos/#comments Tue, 27 Jan 2015 17:00:30 +0000 http://mitvergnuegen.com/?post_type=mv_podcastbestefreun&p=65118 Podcast, Beste Freundinnen, Martina Hoffmann


Und weiter geht es mit unserem ultrasexuellen Podcast “Beste Freundinnen”. In dieser Folge unterhalten sich Max und Jakob über das meist gegoogelte Thema im Internet: Pornos. Wie oft sie selbst schauen und welche Auswirkungen das auf ihr eigenes Sexual- und Sozialleben hat, könnt ihr hier nachhören.

Letzte Woche ging es um das Thema Traumfrau. Hier könnt ihr euch die Folge anhören.


Illustration: Martina Hoffmann

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Podcast, Beste Freundinnen, Martina Hoffmann

Und weiter geht es mit unserem ultrasexuellen Podcast “Beste Freundinnen”. In dieser Folge unterhalten sich Max und Jakob über das meist gegoogelte Thema im Internet: Pornos. Wie oft sie selbst schauen und welche Auswirkungen das auf ihr eigenes Sexual- und Sozialleben hat, könnt ihr hier nachhören.

Letzte Woche ging es um das Thema Traumfrau. Hier könnt ihr euch die Folge anhören.


Illustration: Martina Hoffmann

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40 DAYS OF EATING 2015 #16 – Long March Canteen http://mitvergnuegen.com/40-days-of-eating/40-days-eating-2015-16-long-march-canteen/ http://mitvergnuegen.com/40-days-of-eating/40-days-eating-2015-16-long-march-canteen/#comments Tue, 27 Jan 2015 13:00:09 +0000 http://mitvergnuegen.com/?post_type=mv_40daysofeating&p=65050 Long March Canteen, 40 Days of Eating


Für Maria und Sophia geht es heute auf eine lange Reise nach China, äh Kreuzberg. In der Long March Canteen kann man richtig gut und original südchinesisch essen, also alles andere als Reis mit Scheiß und Bratnudeln gibt.

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1. Maria, erzähl von deinem Tag.

Da ich offensichtlich dumm bin, habe ich von der heutigen Location in Kreuzberg tatsächlich noch nie gehört. Der Kopp ist voll, die Beine schwer, die Arbeit zieht sich in die Länge: Ich schaffe es nicht rechtzeitig und bitte Sophia und Fotografin Caro, schon mal vorzuglühen. Die beiden nehmen dieses Angebot dankend an. Im Laden angekommen, kullern mir fast die Augen raus: “Ach, hiiiier ist das! Hä? Was machst du denn hier?” Es begrüßt mich freudestrahlend: Ero. Mit dem alten Gauner habe ich vor vier Jahren schon im King Size auf den Tischen/Tresen getanzt, als er im Grill Royal gearbeitet hat und ich im King Size hinter der Bar stand und den Alkoholpegel in Mitte konstant hochgehalten habe.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Irgendwo zwischen Südchina und Japan: Long March Canteen.
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Ich kann kaum schreiben, ohne wässrige Augen zu bekommen. Heute ist einfach nur genial (können wir eventuell auch mal 40 Days of March Canteen machen?). Die südchinesische Küche hebt sich deutlich von den üblichen chinesischen Restaurants mit Drehtisch ab: Das Prinzip “Da waren die Augen wieder größer als der Magen” wird hier total ausgenutzt. Die Vorspeisen kommen auf einem Wägelchen und präsentieren ausnahmslos alle der hier angebotenen südchinesischen Spezialitäten. Um uns ein umfangreiches Urteil über die gigantische Karte bilden zu können, nehmen wir – richtig – viel. Das Auge wählt aus: Ochsenbäckchen (sehr fest gegart, fester Biss. Erinnert mich sehr an Knorpel, wovon ich nicht so Fan bin). Todesmutig wird außerdem noch Qualle ins Mäulchen gestopft (schmeckt voll gut!), gefolgt von Entenzungen (Achtung, es gibt ein Knöchelchen in der Mitte) sowie schleimige Okraschoten mit geraspeltem Uralt-Steinfisch (genau so steht es auf der Karte, nicht!) und Bonito-Flocken oben drauf, die Sophia genussvoll verzehrt. Ich finde die oll. Sophia: “Jaja, ‘ne Qualle essen, aber ‘ne Schote ekelhaft finden.” Es folgt: die Weinbegleitung durch unsere liiieeebreizende Servicekraft. Sophia ist sofort schockverknallt und nur noch am Grinsen. Ich nutze ihren Zustand aus und stopfe derweil mit der einen Hand Dumplings in mich rein, mit der anderen Hand fülle ich die Kellnerin mit dem Weißwein ab.

4. Wie ist der Service dort?

Ich muss zugeben: Heute bin ich total gestresst, meine Kreativität hat sich von meinem Körper gelöst und ich ziehe sie mehr wie eine Schleppe hinter mir her. Nichts geht mehr, aus die Maus. Ende Gelände. Ich schlurfe mehr in das Restaurant, werde aber am Eingang nicht nur außerordentlich freundlich und persönlich begrüßt, sondern auch direkt von Ero umarmt. Wir und die Tische neben uns werden äußerst flink mit Nahrung und Getränken versorgt. Plus: Wir freunden uns mit der Hälfte der Belegschaft, die wir noch nicht kennen, an.
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5. Was gefällt dir an dem Restaurant besonders, was nicht?

Hier ist alles offen: Küche, Dampfküche, Service. Nicht nur die Dumplings werden gesteamt, sondern auch die Gäste. Es herrschen subtropische Zustände. Die Einrichtung ist sehr düster und erinnert an eine verwinkelte Gasse. Den Alltag lässt man hier definitiv draußen und wir vergessen volle Kanne die Zeit. Eine willkommene Abwechslung zu Felix, der ollen Butterbirne.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Restaurant beschreiben?

Eher jung und weltoffen als konservativ.

7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierher kommen und warum?

Mit Personen in den Wechseljahren. Es ist doch schon sehr warm hier.
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8. Worüber habt ihr gesprochen?

Es gibt wildes Geschnatter. Mit Caro, mit Ero und mit Nathalie, unserer Kellnerin. Wir reden über Vergangenes und Weinausbildung, Über das Essen natürlich, über Kinder, Ochsenbäckchen, Quallen, Wein und so weiter. Es wird viel geredet und viel getrunken und noch mehr gegessen.

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Sophia hat irgendeinen Fimmel mit Coladosen.

10. Das Beste an diesem Essen…

Die Dumplings.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Natürlich ist so ein Abend immer extrem von allen möglichen Faktoren abhängig: Laune, Laune und Laune und auch die Laune ist entscheidend. Wir hatten denkbar günstige Vorraussetzungen und einen fantastischen Abend.

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1. Sophia, erzähl von deinem Tag.

Heute fällt mir ein Stein vom Herzen, der so groß ist wie der Mond! Der riesige Batzen Arbeit, der mich in den letzten zwei Wochen so auf Trapp gehalten hat, ist endlich weg. Ich kann es kaum fassen und bin unfassbar glücklich und stolz auf unser Team. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich die besten Kollegen der Welt habe? Nicht? Also, ich habe ja die besten Kollegen der Welt! Die sind nicht nur schlau und kreativ, sondern ich bin mir ziemlich sicher, dass die auch mit Abstand die schönsten Kollegen sind, die man sich vorstellen kann. Danke ihr Lieben, es war mir wie immer ein Fest, mit euch zu arbeiten! Auf dem Weg ins Restaurant verlaufe ich mich erst einmal in Kreuzberg. Ja, richtig gelesen: Ich verlaufe mich! Peinlich! Man könnte es auf das halbe Bier schieben, das ich mir zur Feier des Tages mit meinen Kollegen reingezwitschert habe. Oder ich gebe einfach zu, dass mein Orientierungssinn quasi nicht vorhanden ist.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

In der Long March Canteen in Kreuzberg. Kenn ich schon, denn hier haben meine Kollegen und ich bereits Weihnachten gefeiert.
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Hier wird südchinesische Küche geboten. Die Vorspeisen suchen wir nach einem einzigen Kriterium aus: Was die Bloggerin nicht kennt, wird gefuttert. Und plötzlich essen wir also Ochsenbäckchen (nicht so meins) und Qualle. Außerdem gibt es noch Okraschoten mit Bonito-Flocken. Okra hat ja immer ein bisschen was Schleimiges, aber eigentlich sind die echt super. Uns wird gesagt, dass wir unbedingt die Entenzungen probieren sollen. Wollen die uns verarschen?! Nö, also gibt es Entenzungen. Wenn man schon Tiere isst, dann kann man ja wenigsten alles essen, oder nicht? Weiter geht die kulinarische Fahrt: Es gibt Dumplings mit Schrimp-Füllung, wir basteln Wraps mit Ente (neues Lieblingsessen!) und essen Speck mit Minze. Heute gilt wieder: Viel hilft viel. Also gibt es noch schwarze Beef-Dumplings und die wohl besten Teigtaschen der Welt: Wasserkastanie, Schwein und Lachskaviar. Zum Glück ist Maria schon satt, also kann ich die kleinen Racker ganz alleine essen. Unfassbar lecker! Fotografin Caro ist beeindruckt von meinen Dumpling-Ess-Skills und ich mache dumme Coladosenwitze. Und natürlich gibt es viel viel viel Wein. Die Stimmung steigt und beim Dessert sind wir bereits ziemlich lustig unterwegs. Allerdings erfordert die Nachspeise ein kleines bisschen Fingerspitzengefühl: Gezuckerte Bananen-Dumplings werden in kaltes Wasser geworfen, woraufhin die Zuckerschicht hart wird und man ein außen knackiges, innen weiches Bananen-Dumpling-Dingsbums erhält. Im Prinzip kein Problem, nur stellen wir uns irgendwie ziemlich doof an und die Dinger landen überall, nur nicht in unseren Mündern.

4. Wie ist der Service dort?

Ich werde direkt abgeknutscht. Volle Möhre und ohne Vorwarnung. “Nett hier”, denke ich mir. Der Herr hat mich allerdings mit Maria verwechselt. Macht ja nichts, ich freue mich trotzdem über die überaus freundliche Behandlung. Wer denkt, dass das aber schon alles war, der irrt! Der Service hier ist echt nett und unsere liebreizende Kellnerin übertrifft sich heute selbst! Mit ihrer lockeren und doch professionellen Art gewinnt sie sofort unser Herz und wir wollen, dass sie unsere neue beste Freundin wird. Sie kennt sich aus mit Wein, mit Essen und ist superlustig! Außerdem empfiehlt sie uns den wohl besten Haselnussschnaps der Welt. Ok, vielleicht soll sie doch nicht unsere beste Freundin werden, vielleicht heirate ich sie einfach gleich.
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5. Was gefällt dir an dem Restaurant besonders, was nicht?

Die Deko ist ja schon echt der Hammer hier, allerdings empfiehlt es sich, eher im Bikini statt im Wollpulli herzukommen, denn es ist verdammt warm. Liegt wohl an der offenen Küche und an der Dumpling-Dampfstation mitten im Gastraum. Schön anzusehen, aber eben auch schön warm.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Restaurant beschreiben?

Eher junge Grüppchen und Pärchen, die sich gerne mal was gönnen und mit neuen Geschmäckern experimentieren.

7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierher kommen und warum?

Mit Menschen, die eher schnell schwitzen. Könnte unappetitlich werden.

8. Worüber habt ihr gesprochen?

Viel über Wein, guten Service und die liebe Familie. Wir quetschen Caro ja immer gerne über ihr Familienleben aus. Und überhaupt haben wir heute einfach nur eine richtig gute Zeit. Worüber redet man an einem tollen Weiberabend? Über alles und nichts.

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Maria kennt ja wirklich jeden.

10. Das Beste an diesem Essen…

Die letzten Dumplings mit der Füllung aus Wasserkastanien, Schwein und Lachskaviar.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Das ist echt der perfekte Abschluss für so eine anstrengende Woche! Maria, Caro und ich haben so einen Spaß, wir hängen sogar noch ewig vor dem Restaurant auf der Straße ab und albern rum. Irgendwann merke ich auch gar nicht mehr, wie fertig ich eigentlich bin.

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Beim letzten Mal waren die Zwillinge bei Lucky Leek essen. Alle Folgen 40 DAYS OF EATING gibt es hier.


Location: Long March Canteen, Wrangelstraße 20, 10997 Berlin
FotosCarolin Weinkopf
Text: Maria und Sophia Giesecke

Mit freundlicher Unterstützung von Fissler

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Long March Canteen, 40 Days of Eating

Für Maria und Sophia geht es heute auf eine lange Reise nach China, äh Kreuzberg. In der Long March Canteen kann man richtig gut und original südchinesisch essen, also alles andere als Reis mit Scheiß und Bratnudeln gibt.

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1. Maria, erzähl von deinem Tag.

Da ich offensichtlich dumm bin, habe ich von der heutigen Location in Kreuzberg tatsächlich noch nie gehört. Der Kopp ist voll, die Beine schwer, die Arbeit zieht sich in die Länge: Ich schaffe es nicht rechtzeitig und bitte Sophia und Fotografin Caro, schon mal vorzuglühen. Die beiden nehmen dieses Angebot dankend an. Im Laden angekommen, kullern mir fast die Augen raus: “Ach, hiiiier ist das! Hä? Was machst du denn hier?” Es begrüßt mich freudestrahlend: Ero. Mit dem alten Gauner habe ich vor vier Jahren schon im King Size auf den Tischen/Tresen getanzt, als er im Grill Royal gearbeitet hat und ich im King Size hinter der Bar stand und den Alkoholpegel in Mitte konstant hochgehalten habe.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Irgendwo zwischen Südchina und Japan: Long March Canteen.
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Ich kann kaum schreiben, ohne wässrige Augen zu bekommen. Heute ist einfach nur genial (können wir eventuell auch mal 40 Days of March Canteen machen?). Die südchinesische Küche hebt sich deutlich von den üblichen chinesischen Restaurants mit Drehtisch ab: Das Prinzip “Da waren die Augen wieder größer als der Magen” wird hier total ausgenutzt. Die Vorspeisen kommen auf einem Wägelchen und präsentieren ausnahmslos alle der hier angebotenen südchinesischen Spezialitäten. Um uns ein umfangreiches Urteil über die gigantische Karte bilden zu können, nehmen wir – richtig – viel. Das Auge wählt aus: Ochsenbäckchen (sehr fest gegart, fester Biss. Erinnert mich sehr an Knorpel, wovon ich nicht so Fan bin). Todesmutig wird außerdem noch Qualle ins Mäulchen gestopft (schmeckt voll gut!), gefolgt von Entenzungen (Achtung, es gibt ein Knöchelchen in der Mitte) sowie schleimige Okraschoten mit geraspeltem Uralt-Steinfisch (genau so steht es auf der Karte, nicht!) und Bonito-Flocken oben drauf, die Sophia genussvoll verzehrt. Ich finde die oll. Sophia: “Jaja, ‘ne Qualle essen, aber ‘ne Schote ekelhaft finden.” Es folgt: die Weinbegleitung durch unsere liiieeebreizende Servicekraft. Sophia ist sofort schockverknallt und nur noch am Grinsen. Ich nutze ihren Zustand aus und stopfe derweil mit der einen Hand Dumplings in mich rein, mit der anderen Hand fülle ich die Kellnerin mit dem Weißwein ab.

4. Wie ist der Service dort?

Ich muss zugeben: Heute bin ich total gestresst, meine Kreativität hat sich von meinem Körper gelöst und ich ziehe sie mehr wie eine Schleppe hinter mir her. Nichts geht mehr, aus die Maus. Ende Gelände. Ich schlurfe mehr in das Restaurant, werde aber am Eingang nicht nur außerordentlich freundlich und persönlich begrüßt, sondern auch direkt von Ero umarmt. Wir und die Tische neben uns werden äußerst flink mit Nahrung und Getränken versorgt. Plus: Wir freunden uns mit der Hälfte der Belegschaft, die wir noch nicht kennen, an.
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5. Was gefällt dir an dem Restaurant besonders, was nicht?

Hier ist alles offen: Küche, Dampfküche, Service. Nicht nur die Dumplings werden gesteamt, sondern auch die Gäste. Es herrschen subtropische Zustände. Die Einrichtung ist sehr düster und erinnert an eine verwinkelte Gasse. Den Alltag lässt man hier definitiv draußen und wir vergessen volle Kanne die Zeit. Eine willkommene Abwechslung zu Felix, der ollen Butterbirne.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Restaurant beschreiben?

Eher jung und weltoffen als konservativ.

7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierher kommen und warum?

Mit Personen in den Wechseljahren. Es ist doch schon sehr warm hier.
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8. Worüber habt ihr gesprochen?

Es gibt wildes Geschnatter. Mit Caro, mit Ero und mit Nathalie, unserer Kellnerin. Wir reden über Vergangenes und Weinausbildung, Über das Essen natürlich, über Kinder, Ochsenbäckchen, Quallen, Wein und so weiter. Es wird viel geredet und viel getrunken und noch mehr gegessen.

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Sophia hat irgendeinen Fimmel mit Coladosen.

10. Das Beste an diesem Essen…

Die Dumplings.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Natürlich ist so ein Abend immer extrem von allen möglichen Faktoren abhängig: Laune, Laune und Laune und auch die Laune ist entscheidend. Wir hatten denkbar günstige Vorraussetzungen und einen fantastischen Abend.

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Heute fällt mir ein Stein vom Herzen, der so groß ist wie der Mond! Der riesige Batzen Arbeit, der mich in den letzten zwei Wochen so auf Trapp gehalten hat, ist endlich weg. Ich kann es kaum fassen und bin unfassbar glücklich und stolz auf unser Team. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich die besten Kollegen der Welt habe? Nicht? Also, ich habe ja die besten Kollegen der Welt! Die sind nicht nur schlau und kreativ, sondern ich bin mir ziemlich sicher, dass die auch mit Abstand die schönsten Kollegen sind, die man sich vorstellen kann. Danke ihr Lieben, es war mir wie immer ein Fest, mit euch zu arbeiten! Auf dem Weg ins Restaurant verlaufe ich mich erst einmal in Kreuzberg. Ja, richtig gelesen: Ich verlaufe mich! Peinlich! Man könnte es auf das halbe Bier schieben, das ich mir zur Feier des Tages mit meinen Kollegen reingezwitschert habe. Oder ich gebe einfach zu, dass mein Orientierungssinn quasi nicht vorhanden ist.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

In der Long March Canteen in Kreuzberg. Kenn ich schon, denn hier haben meine Kollegen und ich bereits Weihnachten gefeiert.
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Hier wird südchinesische Küche geboten. Die Vorspeisen suchen wir nach einem einzigen Kriterium aus: Was die Bloggerin nicht kennt, wird gefuttert. Und plötzlich essen wir also Ochsenbäckchen (nicht so meins) und Qualle. Außerdem gibt es noch Okraschoten mit Bonito-Flocken. Okra hat ja immer ein bisschen was Schleimiges, aber eigentlich sind die echt super. Uns wird gesagt, dass wir unbedingt die Entenzungen probieren sollen. Wollen die uns verarschen?! Nö, also gibt es Entenzungen. Wenn man schon Tiere isst, dann kann man ja wenigsten alles essen, oder nicht? Weiter geht die kulinarische Fahrt: Es gibt Dumplings mit Schrimp-Füllung, wir basteln Wraps mit Ente (neues Lieblingsessen!) und essen Speck mit Minze. Heute gilt wieder: Viel hilft viel. Also gibt es noch schwarze Beef-Dumplings und die wohl besten Teigtaschen der Welt: Wasserkastanie, Schwein und Lachskaviar. Zum Glück ist Maria schon satt, also kann ich die kleinen Racker ganz alleine essen. Unfassbar lecker! Fotografin Caro ist beeindruckt von meinen Dumpling-Ess-Skills und ich mache dumme Coladosenwitze. Und natürlich gibt es viel viel viel Wein. Die Stimmung steigt und beim Dessert sind wir bereits ziemlich lustig unterwegs. Allerdings erfordert die Nachspeise ein kleines bisschen Fingerspitzengefühl: Gezuckerte Bananen-Dumplings werden in kaltes Wasser geworfen, woraufhin die Zuckerschicht hart wird und man ein außen knackiges, innen weiches Bananen-Dumpling-Dingsbums erhält. Im Prinzip kein Problem, nur stellen wir uns irgendwie ziemlich doof an und die Dinger landen überall, nur nicht in unseren Mündern.

4. Wie ist der Service dort?

Ich werde direkt abgeknutscht. Volle Möhre und ohne Vorwarnung. “Nett hier”, denke ich mir. Der Herr hat mich allerdings mit Maria verwechselt. Macht ja nichts, ich freue mich trotzdem über die überaus freundliche Behandlung. Wer denkt, dass das aber schon alles war, der irrt! Der Service hier ist echt nett und unsere liebreizende Kellnerin übertrifft sich heute selbst! Mit ihrer lockeren und doch professionellen Art gewinnt sie sofort unser Herz und wir wollen, dass sie unsere neue beste Freundin wird. Sie kennt sich aus mit Wein, mit Essen und ist superlustig! Außerdem empfiehlt sie uns den wohl besten Haselnussschnaps der Welt. Ok, vielleicht soll sie doch nicht unsere beste Freundin werden, vielleicht heirate ich sie einfach gleich.
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5. Was gefällt dir an dem Restaurant besonders, was nicht?

Die Deko ist ja schon echt der Hammer hier, allerdings empfiehlt es sich, eher im Bikini statt im Wollpulli herzukommen, denn es ist verdammt warm. Liegt wohl an der offenen Küche und an der Dumpling-Dampfstation mitten im Gastraum. Schön anzusehen, aber eben auch schön warm.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Restaurant beschreiben?

Eher junge Grüppchen und Pärchen, die sich gerne mal was gönnen und mit neuen Geschmäckern experimentieren.

7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierher kommen und warum?

Mit Menschen, die eher schnell schwitzen. Könnte unappetitlich werden.

8. Worüber habt ihr gesprochen?

Viel über Wein, guten Service und die liebe Familie. Wir quetschen Caro ja immer gerne über ihr Familienleben aus. Und überhaupt haben wir heute einfach nur eine richtig gute Zeit. Worüber redet man an einem tollen Weiberabend? Über alles und nichts.

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Maria kennt ja wirklich jeden.

10. Das Beste an diesem Essen…

Die letzten Dumplings mit der Füllung aus Wasserkastanien, Schwein und Lachskaviar.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Das ist echt der perfekte Abschluss für so eine anstrengende Woche! Maria, Caro und ich haben so einen Spaß, wir hängen sogar noch ewig vor dem Restaurant auf der Straße ab und albern rum. Irgendwann merke ich auch gar nicht mehr, wie fertig ich eigentlich bin.

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Beim letzten Mal waren die Zwillinge bei Lucky Leek essen. Alle Folgen 40 DAYS OF EATING gibt es hier.


Location: Long March Canteen, Wrangelstraße 20, 10997 Berlin
FotosCarolin Weinkopf
Text: Maria und Sophia Giesecke

Mit freundlicher Unterstützung von Fissler

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Dienstag, 27.01. Pure&Crafted Festival Kick Off – Lido http://mitvergnuegen.com/2015/dienstag-27-01-purecrafted-festival-kick-off-lido/ http://mitvergnuegen.com/2015/dienstag-27-01-purecrafted-festival-kick-off-lido/#comments Sat, 24 Jan 2015 23:01:54 +0000 http://mitvergnuegen.com/?p=64489 BRNS


Bis zur Festivalsaison ist es zwar noch ein paar Monate hin, aber aktuell wachsen die Line-ups ja schon kräftig in die Breite und Höhe. Und nicht nur altbekannte Lieblinge stehen dieses Jahr an, auf uns warten auch zig neue Festivals. Darunter ist unter anderem das Pure&Crafted Festival, von dem man bisher noch so gut wie gar nichts weiß. Dafür locken sie uns heute mit drei schönen Bands zum kostenlosen Kick Off ins Lido.

Mit dabei ist unter anderem Aydo Abay. Den kennt ihr wahrscheinlich noch von Blackmail, mittlerweile covert er mit seiner neuer Band ABAY unter anderem Scooter und ABBA. Ein bisschen gewagt ist das natürlich schon, aber gerade deshalb interessant, was bei ihm heute auf der Bühne passiert. Dazu kommen die Berliner von Suns of Thyme, die Fans von Tame Impala und Joy Division glücklich machen dürften und mein persönliches Highlight: BRNS aus Brüssel. Kannte ich vorher nicht, aber auf einmal tauchte  “Mexiko” immer häufiger in meiner Playlist auf.

Und jetzt die Kirsche auf der Sahne: Der Eintritt heute Abend ist kostenlos. Vorher müsst ihr euch lediglich hier für die Gästeliste anmelden.



Pure&Crafted Festival Kick Off
 | 27.01.2014 | Lido | Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr | Eintritt: kostenlos


Foto: © Gregoire Pleynet

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BRNS

Bis zur Festivalsaison ist es zwar noch ein paar Monate hin, aber aktuell wachsen die Line-ups ja schon kräftig in die Breite und Höhe. Und nicht nur altbekannte Lieblinge stehen dieses Jahr an, auf uns warten auch zig neue Festivals. Darunter ist unter anderem das Pure&Crafted Festival, von dem man bisher noch so gut wie gar nichts weiß. Dafür locken sie uns heute mit drei schönen Bands zum kostenlosen Kick Off ins Lido.

Mit dabei ist unter anderem Aydo Abay. Den kennt ihr wahrscheinlich noch von Blackmail, mittlerweile covert er mit seiner neuer Band ABAY unter anderem Scooter und ABBA. Ein bisschen gewagt ist das natürlich schon, aber gerade deshalb interessant, was bei ihm heute auf der Bühne passiert. Dazu kommen die Berliner von Suns of Thyme, die Fans von Tame Impala und Joy Division glücklich machen dürften und mein persönliches Highlight: BRNS aus Brüssel. Kannte ich vorher nicht, aber auf einmal tauchte  “Mexiko” immer häufiger in meiner Playlist auf.

Und jetzt die Kirsche auf der Sahne: Der Eintritt heute Abend ist kostenlos. Vorher müsst ihr euch lediglich hier für die Gästeliste anmelden.


Pure&Crafted Festival Kick Off
 | 27.01.2014 | Lido | Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr | Eintritt: kostenlos


Foto: © Gregoire Pleynet

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40 DAYS OF EATING 2015 #15 – Lucky Leek http://mitvergnuegen.com/40-days-of-eating/40-days-eating-2015-15-lucky-leek/ http://mitvergnuegen.com/40-days-of-eating/40-days-eating-2015-15-lucky-leek/#comments Mon, 26 Jan 2015 13:00:12 +0000 http://mitvergnuegen.com/?post_type=mv_40daysofeating&p=64971 Lucky Leek, 40 Days of Eating


Nach ihrer fast zweiwöchigen Tour de Fleisch satteln die Zwillinge heute auf veganes Essen um. Das Lucky Leek gibt es seit 2011 und serviert seitdem ausgefallene, vegane Küche.

luckyleek_40days_tabeamathern_DSC_2449

1. Maria, erzähl von deinem Tag.

Die Verwahrlosung setzt ein. Die Katze ist zum Glück nach wie vor ein halbwildes Tier und kann sich auch mal selbst durchs Leben schlagen. Ist es dem smarten Vieh doch gelungen, sämtliche Kindersicherungen, Verschlüsse und doppelwandigen Verpackungen zu öffnen oder durchzuknabbern (ich glaube, das Tier hat doch einen opponierbaren Daumen), sieht es bei mir nicht ganz so rosig aus. Das Säubern meiner Wohnung erfolgt nur noch nach dem “Mach ich später”-, “Schublade auf, Krempel rein”- oder “Häufchen bilden”-Prinzip und die Waschmaschine staubt auch so vor sich hin. Habe ich früher noch immer behauptet, dass es so etwas wie Multitasking nicht gibt, werde ich jetzt aufgrund meiner Lebensumstände volle Kanne dazu gezwungen: Telefonieren und Mailen gleichzeitig? Kein Problem! Das Telefon noch am Ohr geht es heute nach Prenzlauer Berg, endlich mal vegan! Wie gestern im Solar schon angemerkt, habe ich genug vom Tierverzehr.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Schickimickivegan im Lucky Leek.
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Wir bestellen grüne Smoothies als Vorspeise. In den Getränken ist viel grünes Zeug drin, sodass sie ziemlich frisch, wenn auch etwas süß schmecken – wurde wohl mit Rohrzucker nachgeholfen. Es folgt: der Gruß aus der Küche. Diesen nehmen Fotografin Tabea, die auch sonst vegan lebt, und ich, nur allzu gern entgegen. Sophia ist nicht da, die hat noch Agentur. Tabea und ich sind uns einig, dass der Gruß meeegagut ist: Tofu im leckeren Würzsaft auf Kimchigedöns und Rote-Beete-Mousse mit Walnuss oben drauf. Wirklich außergewöhnlich fein abgeschmeckt und sehr apart. Das alles kunstvoll in einem Porzellanlöffel angerichtet, trotzdem hätte ich es lieber in einem riesigen Napf serviert bekommen. Die Vorspeise ist vielmehr eine Vorspeisenplatte: Sellerie-Sashimi, Kürbiskern-Praline, Estragon-Mayonnaise und Pak Choi. Bis jetzt war alles kalt/lauwarm und sehr fein im Geschmack. Sophia trudelt ein und bekommt auch noch schnell den 1. Gang serviert. Sie schaufelt die zarten Gebilde in sich rein. Hunger, offensichtlich! Ich bin, ehrlich gesagt, total zufrieden, es folgt aber noch ein Hauptgang: Sophia nimmt irgendwas mit Blumenkohl (Blumenkohl scheint der neue Grünkohl zu sein) und ich bestelle was mit Seitan, das muss man hier mal probiert haben, wird mir gesagt. Ich bin, ehrlich gesagt, kein großer Fan von Fleischnachbildungen (vegane Wurst, etc. finde ich voll bäh) und leider gibt mir das hier auch wieder Recht: Der Seitanbatzen ist riesig und etwas trocken auf Dauer. Idee: Soße nachbestellen. Geschmacklich wurde hier nicht mit Kreuzkümmel gegeizt, muss man also mögen. Ich schaffe nicht alles, weil es einfach zu viel ist, klaue aber, zugegebenermaßen, auch viel Trüffelrisotto von Tabea. Das Dessert wird eingepackt (nicht ohne vorher ordentlich darin rumzupokeln) und mit nach Hause genommen.

4. Wie ist der Service dort?

Man will hier chic sein. Demnach übt sich der Service auch an der eher klassisch-konservativeren Variante, bricht aber ab und zu aus. Sätze wie “Das kannst du aber noch aufessen!” lassen einen leicht väterlichen Vibe durch den Raum schwirren und ich bin erst irritiert, dann entzückt. Der Mann versteht sein Handwerk, erklärt alles sehr ausführlich und als Cocktailkirsche obendrauf gibt es Berliner Schnauze (ganz wenig!).

5. Was gefällt dir an dem Restaurant besonders, was nicht?

Ich bin hart neidisch auf die riesigen Holzfenster – man ist ja in Berlin einiges an Prunkbau gewöhnt, aber die schießen den Sellerie echt ab. Ansonsten ist mir die Einrichtung etwas zu “deutsch”-bürgerlich. Die Stühle könnten auch gemütlicher sein, aber die Stimmung ist angenehm: sehr ruhig, alle reden leise, Klaviermusik füttert die Ohren. Ich finde es super, dass es hier nicht nur Tofu in 50 verschiedenen Aufstrichvariationen gibt, sondern wir hier eine echte Alternative zur spitzenmäßigen Fleischküche der letzten Folgen gefunden haben.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Restaurant beschreiben?

Watt älter, definitiv aus der Gegend, jedoch ohne Joggingoutfit, sondern eher in gemütlicher Bio-Baumwoll-Montur. Es sind nicht viele Tische besetzt. Das sollte sich durchaus mal ändern, es lohnt sich wirklich.
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7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierher kommen und warum?

Mit Ronny, der ohne Leberwurst nicht kann.

8. Worüber habt ihr gesprochen?

Wir alle vermissen die Sonne sehr. Heute höre ich (ausnahmsweise) auch mal viel zu und werde ein bisschen emotional bei den Geschichten, die heute so “angeschnitten” werden. Bisschen viel Essensmetaphern in letzter Zeit, wa? Berufskrankheit.

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Faszination veganer Feta: Während ich komisches Nachbauessen nicht so mag, hat Sophia oooordentlich rein. Und sieht dabei verdammt glücklich und niedlich aus.

10. Das Beste an diesem Essen…

Der Tofugruß aus der Küche. Bitte mehr. Bitte. Jetzt wäre super.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Sophia liebt Blumenkohl. Es könnte sein, dass sie, wenn ihr sie mal auf euren Geburtstag einladet, statt eines Straußes Blumen einen Blumenkohl mitbringt. Hat sie schon mal gemacht, ich schwöre. Und ich bin nicht süß! Ich bin wild und gefährlich.

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1. Sophia, erzähl von deinem Tag.

“Ich kann heute nicht kommen”, schreibe ich Maria zum gefühlt 10. Mal heute. Denn ich stecke im Büro fest, diese eine Sache will ich unbedingt noch zu Ende machen und deswegen schaffe ich es beim besten Willen nicht rechtzeitig ins Restaurant. Wie hat das damals vor einem Jahr bitte alles geklappt? Da hatte ich ja – verglichen mit diesem Jahr – so unfassbar viel Zeit. Und wie oft hatte ich bitte absolut kein Verständnis für Maria, als sie länger in der Agentur feststeckte und zu spät kam? Null Verständnis hatte ich. Schön doof war ich damals. Jedenfalls bin ich ganz plötzlich fertig mit der Arbeit. Uff, das habe ich nicht kommen sehen, also schwinge ich mich doch noch auf meinen fliegenden Besen und düse Richtung Prenzlauer Berg. Und jetzt habe ich eine Frage an euch: Woran merkt man, dass man im Prenzlauer Berg ist? An den tiptop ausgestatteten Joggergruppen, die hier zur Feierabendzeit durch die Straßen wetzen. Mit Lampen auf dem Kopf.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Heute wird’s vegan im Lucky Leek im sportlichen Prenzlauer Berg.
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Ich bin eine ganze Stunde zu spät! Als ich das Lucky Leek betrete, guckt mich eine zutiefst zufriedene Maria mümmelnd an und brüllt: “Komm sofort her, das ist ja so lecker!” Netterweise bekomme ich auch noch eine Vorspeise: Sellerie-Sashimi, Kürbiskern-Praline, Estragon-Mayonnaise und Pak Choi. Schmeckt wirklich sehr frisch und lecker und wird von mir geradezu weginhaliert. Ich muss ja aufholen! Die Hauptspeise ist dann auch wieder so irre vielseitig: Tandoori-Blumenkohl, schwarze Reisnudeln, Safran-Kürbis-Soße, Pak Choi und Feta-Päckchen. Wie jetzt? Veganer Feta? Ja, es gibt veganen Feta und er schmeckt fantabulös! Irgendwie salzig und cremig und käsig und doch neu. Maria und ich sind trotzdem beide ein bisschen neidisch auf das Risotto mit Trüffeln von Fotografin Tabea. Ich liebe Risotto und Trüffel! Zum Dessert gibt es eine kleine Schokopraline mit Schokokuchen und einen Löffel aus Biscuitteig. Irre! Also, auf so eine Idee muss man erst einmal kommen. 100 Punkte für den Kekslöffel. Der ist zwar nur Deko und eignet sich nicht als Kuchenschaufel, aber ich applaudiere trotzdem. Bisschen Lob muss ja auch mal sein.

4. Wie ist der Service dort?

Lockerflockig werden wir durch den Menü-Dschungel geleitet und Erklär-Bär wird nicht müde, uns die einzelnen Speisen genauestens zu erklären.
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5. Was gefällt dir an dem Restaurant besonders, was nicht?

Die große Bar in der Mitte des Raumes schafft eine lockere Atmosphäre und lässt das Lucky Leek nicht zu verstockt wirken. Ich mag es ja, wenn man gehobene und gute Küche in einer ungezwungenen Umgebung zu sich nimmt. Wenn es zu etepetete wird, dann fühle ich mich schnell etwas deplaziert. Besonders toll sind hier aber die Fenster! Riesengroß und alt und so wunderschön, nur leider hinter Vorhängen und einer riesigen Markise versteckt.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Restaurant beschreiben?

Pärchen um die 30 und eher kleinere Grüppchen, gerne auch bisschen älteres Semester.
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7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierher kommen und warum?

Mit passionierten Fleischessern. Dumme Gespräche darüber, ob das jetzt eine richtige Mahlzeit ist, obwohl ja gar kein Fleisch auf dem Teller liegt, braucht kein Mensch! Wenn ihr eurem veganen Lieblingsmenschen ein ganz tolles Geschenk machen wollt: ein 5-Gänge Menü gibt es für 49 Euro.

8. Worüber habt ihr gesprochen?

Kalifornien, immer wieder Kalifornien! Tabea, Maria und ich wollen zusammen abhauen. Die Idee geistert seit dem Käsefondue-Abend in unserem Köpfen rum und heute sprechen wir noch viel mehr darüber. Ist ja auch eine tolle Idee. Außerdem reden wir ein bisschen über Jungs, die Arbeit, veganes Essen (wir reden eh immer viel über das Essen. Ist ja auch irgendwie logisch, oder?) und diskutieren sehr ausgiebig über die Frage, ob Maria nun underdressed ist oder nicht. Ist sie nicht.

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Maria ist mitfühlender als eine Kiste voller Welpen. Und süßer. Und lieber. Irgendwie hatte ich es ja schon vorher geahnt.

10. Das Beste an diesem Essen…

Der Feta. Allein schon für den Überraschungsmoment.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Ich bin echt froh, dass ich es noch geschafft habe. Auch wenn der Abend für mich so eine ganze Stunde kürzer ausfällt als für die anderen beiden. Obwohl Maria wirklich die komplette Zeit noch vom Gruß aus der Küche schwärmt. Wirklich die ganze Zeit. Ein bisschen Strafe fürs Zuspätkommen muss wohl doch sein, ne?!

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luckyleek_40days_tabeamathern_DSC_2459luckyleek_40days_tabeamathern_DSC_2552luckyleek_40days_tabeamathern_DSC_2546

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Beim letzten Mal waren die Zwillinge bei Solar essen. Alle Folgen 40 DAYS OF EATING gibt es hier.


Location: Lucky Leek, Kollwitzstraße 54, 10405 Berlin
FotosTabea Mathern
Text: Maria und Sophia Giesecke

Mit freundlicher Unterstützung von Fissler

Der Beitrag 40 DAYS OF EATING 2015 #15 – Lucky Leek erschien zuerst auf Mit Vergnügen Berlin.

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Lucky Leek, 40 Days of Eating

Nach ihrer fast zweiwöchigen Tour de Fleisch satteln die Zwillinge heute auf veganes Essen um. Das Lucky Leek gibt es seit 2011 und serviert seitdem ausgefallene, vegane Küche.

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1. Maria, erzähl von deinem Tag.

Die Verwahrlosung setzt ein. Die Katze ist zum Glück nach wie vor ein halbwildes Tier und kann sich auch mal selbst durchs Leben schlagen. Ist es dem smarten Vieh doch gelungen, sämtliche Kindersicherungen, Verschlüsse und doppelwandigen Verpackungen zu öffnen oder durchzuknabbern (ich glaube, das Tier hat doch einen opponierbaren Daumen), sieht es bei mir nicht ganz so rosig aus. Das Säubern meiner Wohnung erfolgt nur noch nach dem “Mach ich später”-, “Schublade auf, Krempel rein”- oder “Häufchen bilden”-Prinzip und die Waschmaschine staubt auch so vor sich hin. Habe ich früher noch immer behauptet, dass es so etwas wie Multitasking nicht gibt, werde ich jetzt aufgrund meiner Lebensumstände volle Kanne dazu gezwungen: Telefonieren und Mailen gleichzeitig? Kein Problem! Das Telefon noch am Ohr geht es heute nach Prenzlauer Berg, endlich mal vegan! Wie gestern im Solar schon angemerkt, habe ich genug vom Tierverzehr.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Schickimickivegan im Lucky Leek.
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Wir bestellen grüne Smoothies als Vorspeise. In den Getränken ist viel grünes Zeug drin, sodass sie ziemlich frisch, wenn auch etwas süß schmecken – wurde wohl mit Rohrzucker nachgeholfen. Es folgt: der Gruß aus der Küche. Diesen nehmen Fotografin Tabea, die auch sonst vegan lebt, und ich, nur allzu gern entgegen. Sophia ist nicht da, die hat noch Agentur. Tabea und ich sind uns einig, dass der Gruß meeegagut ist: Tofu im leckeren Würzsaft auf Kimchigedöns und Rote-Beete-Mousse mit Walnuss oben drauf. Wirklich außergewöhnlich fein abgeschmeckt und sehr apart. Das alles kunstvoll in einem Porzellanlöffel angerichtet, trotzdem hätte ich es lieber in einem riesigen Napf serviert bekommen. Die Vorspeise ist vielmehr eine Vorspeisenplatte: Sellerie-Sashimi, Kürbiskern-Praline, Estragon-Mayonnaise und Pak Choi. Bis jetzt war alles kalt/lauwarm und sehr fein im Geschmack. Sophia trudelt ein und bekommt auch noch schnell den 1. Gang serviert. Sie schaufelt die zarten Gebilde in sich rein. Hunger, offensichtlich! Ich bin, ehrlich gesagt, total zufrieden, es folgt aber noch ein Hauptgang: Sophia nimmt irgendwas mit Blumenkohl (Blumenkohl scheint der neue Grünkohl zu sein) und ich bestelle was mit Seitan, das muss man hier mal probiert haben, wird mir gesagt. Ich bin, ehrlich gesagt, kein großer Fan von Fleischnachbildungen (vegane Wurst, etc. finde ich voll bäh) und leider gibt mir das hier auch wieder Recht: Der Seitanbatzen ist riesig und etwas trocken auf Dauer. Idee: Soße nachbestellen. Geschmacklich wurde hier nicht mit Kreuzkümmel gegeizt, muss man also mögen. Ich schaffe nicht alles, weil es einfach zu viel ist, klaue aber, zugegebenermaßen, auch viel Trüffelrisotto von Tabea. Das Dessert wird eingepackt (nicht ohne vorher ordentlich darin rumzupokeln) und mit nach Hause genommen.

4. Wie ist der Service dort?

Man will hier chic sein. Demnach übt sich der Service auch an der eher klassisch-konservativeren Variante, bricht aber ab und zu aus. Sätze wie “Das kannst du aber noch aufessen!” lassen einen leicht väterlichen Vibe durch den Raum schwirren und ich bin erst irritiert, dann entzückt. Der Mann versteht sein Handwerk, erklärt alles sehr ausführlich und als Cocktailkirsche obendrauf gibt es Berliner Schnauze (ganz wenig!).

5. Was gefällt dir an dem Restaurant besonders, was nicht?

Ich bin hart neidisch auf die riesigen Holzfenster – man ist ja in Berlin einiges an Prunkbau gewöhnt, aber die schießen den Sellerie echt ab. Ansonsten ist mir die Einrichtung etwas zu “deutsch”-bürgerlich. Die Stühle könnten auch gemütlicher sein, aber die Stimmung ist angenehm: sehr ruhig, alle reden leise, Klaviermusik füttert die Ohren. Ich finde es super, dass es hier nicht nur Tofu in 50 verschiedenen Aufstrichvariationen gibt, sondern wir hier eine echte Alternative zur spitzenmäßigen Fleischküche der letzten Folgen gefunden haben.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Restaurant beschreiben?

Watt älter, definitiv aus der Gegend, jedoch ohne Joggingoutfit, sondern eher in gemütlicher Bio-Baumwoll-Montur. Es sind nicht viele Tische besetzt. Das sollte sich durchaus mal ändern, es lohnt sich wirklich.
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7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierher kommen und warum?

Mit Ronny, der ohne Leberwurst nicht kann.

8. Worüber habt ihr gesprochen?

Wir alle vermissen die Sonne sehr. Heute höre ich (ausnahmsweise) auch mal viel zu und werde ein bisschen emotional bei den Geschichten, die heute so “angeschnitten” werden. Bisschen viel Essensmetaphern in letzter Zeit, wa? Berufskrankheit.

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Faszination veganer Feta: Während ich komisches Nachbauessen nicht so mag, hat Sophia oooordentlich rein. Und sieht dabei verdammt glücklich und niedlich aus.

10. Das Beste an diesem Essen…

Der Tofugruß aus der Küche. Bitte mehr. Bitte. Jetzt wäre super.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Sophia liebt Blumenkohl. Es könnte sein, dass sie, wenn ihr sie mal auf euren Geburtstag einladet, statt eines Straußes Blumen einen Blumenkohl mitbringt. Hat sie schon mal gemacht, ich schwöre. Und ich bin nicht süß! Ich bin wild und gefährlich.

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1. Sophia, erzähl von deinem Tag.

“Ich kann heute nicht kommen”, schreibe ich Maria zum gefühlt 10. Mal heute. Denn ich stecke im Büro fest, diese eine Sache will ich unbedingt noch zu Ende machen und deswegen schaffe ich es beim besten Willen nicht rechtzeitig ins Restaurant. Wie hat das damals vor einem Jahr bitte alles geklappt? Da hatte ich ja – verglichen mit diesem Jahr – so unfassbar viel Zeit. Und wie oft hatte ich bitte absolut kein Verständnis für Maria, als sie länger in der Agentur feststeckte und zu spät kam? Null Verständnis hatte ich. Schön doof war ich damals. Jedenfalls bin ich ganz plötzlich fertig mit der Arbeit. Uff, das habe ich nicht kommen sehen, also schwinge ich mich doch noch auf meinen fliegenden Besen und düse Richtung Prenzlauer Berg. Und jetzt habe ich eine Frage an euch: Woran merkt man, dass man im Prenzlauer Berg ist? An den tiptop ausgestatteten Joggergruppen, die hier zur Feierabendzeit durch die Straßen wetzen. Mit Lampen auf dem Kopf.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Heute wird’s vegan im Lucky Leek im sportlichen Prenzlauer Berg.
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Ich bin eine ganze Stunde zu spät! Als ich das Lucky Leek betrete, guckt mich eine zutiefst zufriedene Maria mümmelnd an und brüllt: “Komm sofort her, das ist ja so lecker!” Netterweise bekomme ich auch noch eine Vorspeise: Sellerie-Sashimi, Kürbiskern-Praline, Estragon-Mayonnaise und Pak Choi. Schmeckt wirklich sehr frisch und lecker und wird von mir geradezu weginhaliert. Ich muss ja aufholen! Die Hauptspeise ist dann auch wieder so irre vielseitig: Tandoori-Blumenkohl, schwarze Reisnudeln, Safran-Kürbis-Soße, Pak Choi und Feta-Päckchen. Wie jetzt? Veganer Feta? Ja, es gibt veganen Feta und er schmeckt fantabulös! Irgendwie salzig und cremig und käsig und doch neu. Maria und ich sind trotzdem beide ein bisschen neidisch auf das Risotto mit Trüffeln von Fotografin Tabea. Ich liebe Risotto und Trüffel! Zum Dessert gibt es eine kleine Schokopraline mit Schokokuchen und einen Löffel aus Biscuitteig. Irre! Also, auf so eine Idee muss man erst einmal kommen. 100 Punkte für den Kekslöffel. Der ist zwar nur Deko und eignet sich nicht als Kuchenschaufel, aber ich applaudiere trotzdem. Bisschen Lob muss ja auch mal sein.

4. Wie ist der Service dort?

Lockerflockig werden wir durch den Menü-Dschungel geleitet und Erklär-Bär wird nicht müde, uns die einzelnen Speisen genauestens zu erklären.
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5. Was gefällt dir an dem Restaurant besonders, was nicht?

Die große Bar in der Mitte des Raumes schafft eine lockere Atmosphäre und lässt das Lucky Leek nicht zu verstockt wirken. Ich mag es ja, wenn man gehobene und gute Küche in einer ungezwungenen Umgebung zu sich nimmt. Wenn es zu etepetete wird, dann fühle ich mich schnell etwas deplaziert. Besonders toll sind hier aber die Fenster! Riesengroß und alt und so wunderschön, nur leider hinter Vorhängen und einer riesigen Markise versteckt.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Restaurant beschreiben?

Pärchen um die 30 und eher kleinere Grüppchen, gerne auch bisschen älteres Semester.
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7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierher kommen und warum?

Mit passionierten Fleischessern. Dumme Gespräche darüber, ob das jetzt eine richtige Mahlzeit ist, obwohl ja gar kein Fleisch auf dem Teller liegt, braucht kein Mensch! Wenn ihr eurem veganen Lieblingsmenschen ein ganz tolles Geschenk machen wollt: ein 5-Gänge Menü gibt es für 49 Euro.

8. Worüber habt ihr gesprochen?

Kalifornien, immer wieder Kalifornien! Tabea, Maria und ich wollen zusammen abhauen. Die Idee geistert seit dem Käsefondue-Abend in unserem Köpfen rum und heute sprechen wir noch viel mehr darüber. Ist ja auch eine tolle Idee. Außerdem reden wir ein bisschen über Jungs, die Arbeit, veganes Essen (wir reden eh immer viel über das Essen. Ist ja auch irgendwie logisch, oder?) und diskutieren sehr ausgiebig über die Frage, ob Maria nun underdressed ist oder nicht. Ist sie nicht.

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Maria ist mitfühlender als eine Kiste voller Welpen. Und süßer. Und lieber. Irgendwie hatte ich es ja schon vorher geahnt.

10. Das Beste an diesem Essen…

Der Feta. Allein schon für den Überraschungsmoment.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Ich bin echt froh, dass ich es noch geschafft habe. Auch wenn der Abend für mich so eine ganze Stunde kürzer ausfällt als für die anderen beiden. Obwohl Maria wirklich die komplette Zeit noch vom Gruß aus der Küche schwärmt. Wirklich die ganze Zeit. Ein bisschen Strafe fürs Zuspätkommen muss wohl doch sein, ne?!

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luckyleek_40days_tabeamathern_DSC_2459luckyleek_40days_tabeamathern_DSC_2552luckyleek_40days_tabeamathern_DSC_2546

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Beim letzten Mal waren die Zwillinge bei Solar essen. Alle Folgen 40 DAYS OF EATING gibt es hier.


Location: Lucky Leek, Kollwitzstraße 54, 10405 Berlin
FotosTabea Mathern
Text: Maria und Sophia Giesecke

Mit freundlicher Unterstützung von Fissler

Der Beitrag 40 DAYS OF EATING 2015 #15 – Lucky Leek erschien zuerst auf Mit Vergnügen Berlin.

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BIG IN BERLIN 19.01.–25.01.2015 – Die letzte Woche in großen Bildern http://mitvergnuegen.com/big-in-berlin/big-berlin-19-01-25-01-2015-die-letzte-woche-grossen-bildern/ http://mitvergnuegen.com/big-in-berlin/big-berlin-19-01-25-01-2015-die-letzte-woche-grossen-bildern/#comments Mon, 26 Jan 2015 10:56:03 +0000 http://mitvergnuegen.com/?post_type=mv_biginberlin&p=64973 Berlin, Katze


Es scheint, als nehme die Dichte an Ausstellungseröffnungen, Filmabenden und -festivals, Modewochen, etc. pp. mit dem Näherrücken des Februars exponentiell zu. Da kommt man ja gar nicht hinterher. Ein Glück haben wir unsere Fotografen, die uns wöchentlich zeigen, was in Berlin so los war.

Titelfoto: Dienstag, 20.01., 15:00 Uhr – Wedding, Sprengelkiez: Zu Gast bei Jonas, seiner Katze und ihrem neuen Mitbewohner aus Mali. Jonas ist der Mitgründer der Initiative Flüchtlinge Willkommen, die geflüchtete Menschen deutschlandweit an WGs vermittelt, um ihnen das Ankommen und Integrieren zu erleichtern. © Jule Müller

C/O Berlin, Berlin
Sonntag, 26.01., 17:27 Uhr – Charlottenburg, Hardenbergstraße: Reflektionen von heute und damals. © Charlott Tornow

Ipse, Berlin, Fotos, Bilder
Sonntag, 25.01., 02:35 Uhr – Kreuzberg, Ipse: Catman. © Milena Zwerenz

Berlin, Fotos, Berlin, Geburtstag
Sonntag, 25.01., 01:09 Uhr – Friedrichshain, Proskauer Straße: Partypläne schmieden. © Milena Zwerenz

Berlin, Party
Sonntag, 25.01., 00:30 Uhr – Kreuzberg, Flur: Party On. © Jens Oellermann

dachboden – (c) borkeberlin
Samstag, 24.01., 16:34 Uhr – Prenzlauer Berg, Kopenhagener Straße: Kohlenquelle Dachboden. © Borkeberlin

Markthalle Moabit, Berlin, Fotos, Bilder
Samstag, 24.01., 12:00 Uhr – Moabit, Markthalle: English Brunch Time. © Milena Zwerenz

Foto, Berlin, PartySamstag, 24.01., 02:00 Uhr – Kreuzberg, Wohnzimmer: Hammer Fett Bombe Krass. © Jens Oellermann

cocktail, berlin
Freitag, 23.01., 20:30 Uhr – Neukölln, Sonnenallee: Feierabend. Lasse die Woche im neu eröffneten Industry Standard ausklingen. © Andreas Bohlender

Berlin, Fotos, Bilder
Donnerstag, 22.01., 18:50 Uhr – Mitte, TZB Galerie: Zeitreise. © Eva Kejíková

Get Well Soon, Berlin
Mittwoch, 21.01., 22:50 Uhr – Neukölln, Heimathafen: Get Well Soon ganz groß. © Jens Oellermann

Ostbahnhof, Berlin
Mittwoch, 21.01., 12:24 Uhr – Friedrichshain, Ostbahnhof: Aus der Dunkelheit ins Licht. © Jörg Fockenberg

fashion week – (c) sibylle roessler (2)
Dienstag, 20.01., 21:45 Uhr – Mitte, Kronprinzenpalais: Dawid Tomaszewski Fashion Show FW15. © Sibylle Roessler

Weihnachtsbaum, Berlin
Dienstag, 20.01., 12:15 Uhr – Kreuzberg, Nähe Katzbachstraße: Weihnachtsbaum-Inventur mit Iris. © Jule Müller

schranktransport – (c) jörg fockenberg
Montag, 19.01., 18:48 Uhr – Friedrichshain, Warschauer Straße: Couchtransport Berliner Art. © Jörg Fockenberg


Vielen Dank an alle Fotografen für die schönen Bilder. Letzte Woche gab es auch große Bilder

Wenn ihr auch große Bilder von Berlin macht und hier mitmachen wollt, dann schreibt uns gern an [email protected]

Der Beitrag BIG IN BERLIN 19.01.–25.01.2015 – Die letzte Woche in großen Bildern erschien zuerst auf Mit Vergnügen Berlin.

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Berlin, Katze

Es scheint, als nehme die Dichte an Ausstellungseröffnungen, Filmabenden und -festivals, Modewochen, etc. pp. mit dem Näherrücken des Februars exponentiell zu. Da kommt man ja gar nicht hinterher. Ein Glück haben wir unsere Fotografen, die uns wöchentlich zeigen, was in Berlin so los war.

Titelfoto: Dienstag, 20.01., 15:00 Uhr – Wedding, Sprengelkiez: Zu Gast bei Jonas, seiner Katze und ihrem neuen Mitbewohner aus Mali. Jonas ist der Mitgründer der Initiative Flüchtlinge Willkommen, die geflüchtete Menschen deutschlandweit an WGs vermittelt, um ihnen das Ankommen und Integrieren zu erleichtern. © Jule Müller

C/O Berlin, Berlin
Sonntag, 26.01., 17:27 Uhr – Charlottenburg, Hardenbergstraße: Reflektionen von heute und damals. © Charlott Tornow

Ipse, Berlin, Fotos, Bilder
Sonntag, 25.01., 02:35 Uhr – Kreuzberg, Ipse: Catman. © Milena Zwerenz

Berlin, Fotos, Berlin, Geburtstag
Sonntag, 25.01., 01:09 Uhr – Friedrichshain, Proskauer Straße: Partypläne schmieden. © Milena Zwerenz

Berlin, Party
Sonntag, 25.01., 00:30 Uhr – Kreuzberg, Flur: Party On. © Jens Oellermann

dachboden – (c) borkeberlin
Samstag, 24.01., 16:34 Uhr – Prenzlauer Berg, Kopenhagener Straße: Kohlenquelle Dachboden. © Borkeberlin

Markthalle Moabit, Berlin, Fotos, Bilder
Samstag, 24.01., 12:00 Uhr – Moabit, Markthalle: English Brunch Time. © Milena Zwerenz

Foto, Berlin, PartySamstag, 24.01., 02:00 Uhr – Kreuzberg, Wohnzimmer: Hammer Fett Bombe Krass. © Jens Oellermann

cocktail, berlin
Freitag, 23.01., 20:30 Uhr – Neukölln, Sonnenallee: Feierabend. Lasse die Woche im neu eröffneten Industry Standard ausklingen. © Andreas Bohlender

Berlin, Fotos, Bilder
Donnerstag, 22.01., 18:50 Uhr – Mitte, TZB Galerie: Zeitreise. © Eva Kejíková

Get Well Soon, Berlin
Mittwoch, 21.01., 22:50 Uhr – Neukölln, Heimathafen: Get Well Soon ganz groß. © Jens Oellermann

Ostbahnhof, Berlin
Mittwoch, 21.01., 12:24 Uhr – Friedrichshain, Ostbahnhof: Aus der Dunkelheit ins Licht. © Jörg Fockenberg

fashion week – (c) sibylle roessler (2)
Dienstag, 20.01., 21:45 Uhr – Mitte, Kronprinzenpalais: Dawid Tomaszewski Fashion Show FW15. © Sibylle Roessler

Weihnachtsbaum, Berlin
Dienstag, 20.01., 12:15 Uhr – Kreuzberg, Nähe Katzbachstraße: Weihnachtsbaum-Inventur mit Iris. © Jule Müller

schranktransport – (c) jörg fockenberg
Montag, 19.01., 18:48 Uhr – Friedrichshain, Warschauer Straße: Couchtransport Berliner Art. © Jörg Fockenberg


Vielen Dank an alle Fotografen für die schönen Bilder. Letzte Woche gab es auch große Bilder

Wenn ihr auch große Bilder von Berlin macht und hier mitmachen wollt, dann schreibt uns gern an [email protected]

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Montag, 26.01. Clockwork Kubrick: Retrospektive – Babylon http://mitvergnuegen.com/2015/montag-26-01-clockwork-kubrick-retrospektive-babylon/ http://mitvergnuegen.com/2015/montag-26-01-clockwork-kubrick-retrospektive-babylon/#comments Fri, 23 Jan 2015 23:01:43 +0000 http://mitvergnuegen.com/?p=64624 A Clockwork Orange


Er gehört sicherlich zu den größten Filmschaffenden der Moderne: Stanley Kubrick. Egal, ob “A Clockwork Orange”, “Lolita”, “Dr. Strangelove” oder “The Shining” – fast all seine Werke sind aufwühlend, erschreckend, revolutionär, ganz schön krass und/oder einfach nur verdammt gut.

Wer Kubricks Werke bisher noch nicht für sich entdeckt hat oder sie mal wieder auf großer Leinwand sehen will, hat noch bis morgen die Möglichkeit. Im Rahmen der Kurbik-Retrospektive “Clockwork Kubrick” zeigt das Kino Babylon eine Auswahl von 12 seiner besten Filme. Dazu gibt es ein Question & Answer (unterstützt von Kubricks Schwager und Produzenten Jan Harlan), eine wissenschaftliche Einführung zu “2001: A Space Odyssey” und Dokumentationen über die Regielegende selbst.

Heutiges Programm:

17.45 Uhr: The Killing (Die Rechnung ging nicht auf)

19.30 Uhr: Eyes Wide Shut

 

Clockwork Kubrick | 16.01.–27.01.2015 | Kino Babylon | Beginn: 17.00 Uhr | Tickets: 7–9 Euro


Titelfoto: © A Clockwork Orange

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A Clockwork Orange

Er gehört sicherlich zu den größten Filmschaffenden der Moderne: Stanley Kubrick. Egal, ob “A Clockwork Orange”, “Lolita”, “Dr. Strangelove” oder “The Shining” – fast all seine Werke sind aufwühlend, erschreckend, revolutionär, ganz schön krass und/oder einfach nur verdammt gut.

Wer Kubricks Werke bisher noch nicht für sich entdeckt hat oder sie mal wieder auf großer Leinwand sehen will, hat noch bis morgen die Möglichkeit. Im Rahmen der Kurbik-Retrospektive “Clockwork Kubrick” zeigt das Kino Babylon eine Auswahl von 12 seiner besten Filme. Dazu gibt es ein Question & Answer (unterstützt von Kubricks Schwager und Produzenten Jan Harlan), eine wissenschaftliche Einführung zu “2001: A Space Odyssey” und Dokumentationen über die Regielegende selbst.

Heutiges Programm:
17.45 Uhr: The Killing (Die Rechnung ging nicht auf)
19.30 Uhr: Eyes Wide Shut

 

Clockwork Kubrick | 16.01.–27.01.2015 | Kino Babylon | Beginn: 17.00 Uhr | Tickets: 7–9 Euro


Titelfoto: © A Clockwork Orange

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BACKVERGNÜGEN #24 – Himbeer-Pie http://mitvergnuegen.com/backvergnuegen/backvergnuegen-24-himbeer-pie/ http://mitvergnuegen.com/backvergnuegen/backvergnuegen-24-himbeer-pie/#comments Sun, 25 Jan 2015 13:40:54 +0000 http://mitvergnuegen.com/?post_type=mv_backvergnuegen&p=63735 foto by Isabelle Zucker-12


Der Januar und der Februar sind für mich die asozialsten Monate des Jahres. Und das meine ich so, wie es da steht. Klausuren, Projektabgaben und die letzten Wochen in der Uni fühlen sich so an, als würden drei dicke Kindern an meinen Beinen hängen und mich permanent voll schreien. Damit man zwischendurch wieder zur Ruhe kommt, sollte man sich nicht nur, so oft es geht, Zeit für ein paar Folgen “House of Cards” nehmen, sondern auch für ein Stück Himbeer-Pie. Dann werden aus den dicken Kindern ganz schnell kleine Katzenbabys.

Aber es gibt noch eine Sache, die mich in letzter Zeit immer wieder aufspringen lässt, wenn ich die Küche betrete. Seit Weihnachten bin ich nämlich stolze Besitzerin (wahrscheinlich die stolzeste in ganz Berlin) einer Artisan Kitchen Aid in einem pastellenen Pistazie. WAHNSINN. Sie ist einfach wunderwunderschön und der pure Mädchentraum. Meine Oma und meine Mama haben schon ihr Leben lang eine und ich jetzt endlich auch. Für die nächsten Jahre ist sie auf jeden Fall der beste Babykatzenersatz der Welt. Megalove.

Zutaten

250g Mehl | 1 EL Rohrzucker | 1 Prise Salz | 160g kalte Butter | 75 ml kaltes Wasser | 1 EL Milch | ein wenig Zucker und Zimt für auf die Kruste | 600g frische Himbeeren | 1/2 Zitrone | 150g Zucker | 1/2 TL Zimt | 1/2 TL Ingwer | 4 EL Speisestärke

1. Gebt das Mehl, das Salz und den Zucker in eure Schüssel und verrührt alles miteinander.

2. Gebt nach und nach die Butter hinzu.

3. Sobald der Teig schön klumpig ist, gebt ihr das kalte Wasser nach und nach hinzu.

4. Wenn euer Teig schön geschmeidig aussieht, halbiert ihr ihn, wickelt beide Hälften in Klarsichtfolie ein und legt ihn in den Kühlschrank für mindestens eine Stunde.

Tipp: Wenn ihr merkt, dass der Teig immer noch ziemlich trocken ist, gebt einfach schlückchenweise kaltes Wasser hinzu.

foto by Isabelle Zucker-6foto by Isabelle Zucker-8foto by Isabelle Zucker-10foto by Isabelle Zucker-11foto by Isabelle Zucker-15foto by Isabelle Zucker-16

5. Für die Füllung gebt ihr all eure Beeren in eine große Schüssel.

6. Presst den Saft eurer halben Zitrone aus und gebt diesen dazu (Vorsicht, Kerne!).

7. Der Zucker, der Zimt, der Ingwer und die Stärke können ebenfalls nach und nach untergerührt werden.

8. Zermatscht eure Himbeere anschließend so lange, bis ihr die Konsistenz mögt.

9. Heizt nun euren Ofen auf 180° Umluft vor.

Tipp: Probiert den Beerenmix unbedingt, bevor ihr ihn weiter verwendet. Sind eure Beeren sauer? Dann gebt noch ein wenig Zucker hinzu!

foto by Isabelle Zucker-18
foto by Isabelle Zucker-19
foto by Isabelle Zucker-20foto by Isabelle Zucker-21

10. Fettet eure Pie-Form ein.

11. Die erste Hälfte des Teigs könnt ihr nun ausrollen (mehlt hierfür dringend die Ausrollfläche ein), in die Form legen und überall gut andrücken.

12. Gebt nun die Füllung, Löffel für Löffel, in euren Pie (wenn sich Saft angesammelt hat, dann auch mit rein!).

13. Rollt anschließend den zweiten Teil des Teigs aus und legt ihn über euren Pie.

14. Drückt nun den Rand gut fest und verbindet den oberen mit dem unteren Teig.

15. Wenn ihr genug Teig habt, könnt ihr eine schöne Kruste formen und mit einem Messer, einem Löffel oder einer Gabel ein Muster in den Rand drücken.

16. Backt den Pie anschließend für 60 Minuten bei 180°.

Euer Pie sollte ein schöne, braune Farbe bekommen und unter seiner Decke blubbern. Bevor ihr euren Pie serviert, sollte er genug Zeit zum Abkühlen bekommen, ansonsten ist die Füllung noch sehr weich und zerfällt euch.

Tipp: Zerfallender, weicher und warmer Kuchen ist aber auch toll.

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Durch den sehr dünn ausgerollten Teig ist der Kuchen sehr angenehm zu essen und man fühlt sich nach einem Stück nicht so, als hätte man Steine gegessen. Der Pie ist sehr fruchtig und sauer und schmeckt unfassbar lecker zu Vanilleeis. Ihr könnt den Pie auch später mit der Mikrowelle erwärmen, funktioniert super! Probiert’s aus und habt viel Spaß damit. Und jetzt wird weiter gelernt. Over and out.

Frl. Zucker und die schönste Kitchen Aid der Welt.

foto by Isabelle Zucker-3

Das Rezept könnt ihr euch hier ausdrucken: Backvergnügen#24 – Raspberry Pie


(Nein, dieses Backvergnügen ist nicht in Kooperation mit Kitchen Aid entstanden. Die wissen gar nichts von meinem Glück.)

Dicken Dank an Maximilian!

Beim letzten BACKVERGNÜGEN gab es sehr leckere, selbst frittierte Donuts. Alle BACKVERGNÜGEN findet du hier. Viel Spaß beim Backen!

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foto by Isabelle Zucker-12

Der Januar und der Februar sind für mich die asozialsten Monate des Jahres. Und das meine ich so, wie es da steht. Klausuren, Projektabgaben und die letzten Wochen in der Uni fühlen sich so an, als würden drei dicke Kindern an meinen Beinen hängen und mich permanent voll schreien. Damit man zwischendurch wieder zur Ruhe kommt, sollte man sich nicht nur, so oft es geht, Zeit für ein paar Folgen “House of Cards” nehmen, sondern auch für ein Stück Himbeer-Pie. Dann werden aus den dicken Kindern ganz schnell kleine Katzenbabys.

Aber es gibt noch eine Sache, die mich in letzter Zeit immer wieder aufspringen lässt, wenn ich die Küche betrete. Seit Weihnachten bin ich nämlich stolze Besitzerin (wahrscheinlich die stolzeste in ganz Berlin) einer Artisan Kitchen Aid in einem pastellenen Pistazie. WAHNSINN. Sie ist einfach wunderwunderschön und der pure Mädchentraum. Meine Oma und meine Mama haben schon ihr Leben lang eine und ich jetzt endlich auch. Für die nächsten Jahre ist sie auf jeden Fall der beste Babykatzenersatz der Welt. Megalove.

Zutaten

250g Mehl | 1 EL Rohrzucker | 1 Prise Salz | 160g kalte Butter | 75 ml kaltes Wasser | 1 EL Milch | ein wenig Zucker und Zimt für auf die Kruste | 600g frische Himbeeren | 1/2 Zitrone | 150g Zucker | 1/2 TL Zimt | 1/2 TL Ingwer | 4 EL Speisestärke

1. Gebt das Mehl, das Salz und den Zucker in eure Schüssel und verrührt alles miteinander.
2. Gebt nach und nach die Butter hinzu.
3. Sobald der Teig schön klumpig ist, gebt ihr das kalte Wasser nach und nach hinzu.
4. Wenn euer Teig schön geschmeidig aussieht, halbiert ihr ihn, wickelt beide Hälften in Klarsichtfolie ein und legt ihn in den Kühlschrank für mindestens eine Stunde.

Tipp: Wenn ihr merkt, dass der Teig immer noch ziemlich trocken ist, gebt einfach schlückchenweise kaltes Wasser hinzu.

foto by Isabelle Zucker-6foto by Isabelle Zucker-8foto by Isabelle Zucker-10foto by Isabelle Zucker-11foto by Isabelle Zucker-15foto by Isabelle Zucker-16

5. Für die Füllung gebt ihr all eure Beeren in eine große Schüssel.
6. Presst den Saft eurer halben Zitrone aus und gebt diesen dazu (Vorsicht, Kerne!).
7. Der Zucker, der Zimt, der Ingwer und die Stärke können ebenfalls nach und nach untergerührt werden.
8. Zermatscht eure Himbeere anschließend so lange, bis ihr die Konsistenz mögt.
9. Heizt nun euren Ofen auf 180° Umluft vor.

Tipp: Probiert den Beerenmix unbedingt, bevor ihr ihn weiter verwendet. Sind eure Beeren sauer? Dann gebt noch ein wenig Zucker hinzu!

foto by Isabelle Zucker-18
foto by Isabelle Zucker-19
foto by Isabelle Zucker-20foto by Isabelle Zucker-21

10. Fettet eure Pie-Form ein.
11. Die erste Hälfte des Teigs könnt ihr nun ausrollen (mehlt hierfür dringend die Ausrollfläche ein), in die Form legen und überall gut andrücken.
12. Gebt nun die Füllung, Löffel für Löffel, in euren Pie (wenn sich Saft angesammelt hat, dann auch mit rein!).
13. Rollt anschließend den zweiten Teil des Teigs aus und legt ihn über euren Pie.
14. Drückt nun den Rand gut fest und verbindet den oberen mit dem unteren Teig.
15. Wenn ihr genug Teig habt, könnt ihr eine schöne Kruste formen und mit einem Messer, einem Löffel oder einer Gabel ein Muster in den Rand drücken.
16. Backt den Pie anschließend für 60 Minuten bei 180°.

Euer Pie sollte ein schöne, braune Farbe bekommen und unter seiner Decke blubbern. Bevor ihr euren Pie serviert, sollte er genug Zeit zum Abkühlen bekommen, ansonsten ist die Füllung noch sehr weich und zerfällt euch.

Tipp: Zerfallender, weicher und warmer Kuchen ist aber auch toll.

foto by Isabelle Zucker-22
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foto by Isabelle Zucker-30foto by Isabelle Zucker-6

Durch den sehr dünn ausgerollten Teig ist der Kuchen sehr angenehm zu essen und man fühlt sich nach einem Stück nicht so, als hätte man Steine gegessen. Der Pie ist sehr fruchtig und sauer und schmeckt unfassbar lecker zu Vanilleeis. Ihr könnt den Pie auch später mit der Mikrowelle erwärmen, funktioniert super! Probiert’s aus und habt viel Spaß damit. Und jetzt wird weiter gelernt. Over and out.

Frl. Zucker und die schönste Kitchen Aid der Welt.

foto by Isabelle Zucker-3

Das Rezept könnt ihr euch hier ausdrucken: Backvergnügen#24 – Raspberry Pie


(Nein, dieses Backvergnügen ist nicht in Kooperation mit Kitchen Aid entstanden. Die wissen gar nichts von meinem Glück.)

Dicken Dank an Maximilian!

Beim letzten BACKVERGNÜGEN gab es sehr leckere, selbst frittierte Donuts. Alle BACKVERGNÜGEN findet du hier. Viel Spaß beim Backen!

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Sonntag, 25.01. Schneeballschlacht – Sage Beach http://mitvergnuegen.com/2015/sonntag-25-01-schneeballschlacht-sage-beach/ http://mitvergnuegen.com/2015/sonntag-25-01-schneeballschlacht-sage-beach/#comments Thu, 22 Jan 2015 23:01:10 +0000 http://mitvergnuegen.com/?p=64709 spongebob, schnee


Schneeballschlacht und Schneemänner bauen? Jetzt noch? Es ist doch eigentlich schon fast Frühling. Falsch! Denn wer in diesem Winter noch nicht genug von den schönen weißen Flocken abbekommen hat, kann sich im Sage Beach bei der Schneeballschlacht nochmal so richtig austoben. Wenn denn noch echter Schnee fällt – wir hoffen es.

Wer sich nicht einseifen lassen will, kann neben den 1000 selbst gebastelten und gerollten Schneemännern auch einfach tanzen, denn musikalische Unterstützung gibt es von SoKooL, Johnny Allwess, Robin Drimalski und einigen anderen. Und damit auch der Letzte wieder in Winterstimmung kommt, gibt es natürlich auch noch Glühwein und Würstchen. Das Beste daran: der Eintritt ist frei.

 

Schneeballschlacht | 25.01.2015 | Sage Beach | Beginn: 14 Uhr | Eintritt frei


Titelbild: © Nikelodeon

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spongebob, schnee

Schneeballschlacht und Schneemänner bauen? Jetzt noch? Es ist doch eigentlich schon fast Frühling. Falsch! Denn wer in diesem Winter noch nicht genug von den schönen weißen Flocken abbekommen hat, kann sich im Sage Beach bei der Schneeballschlacht nochmal so richtig austoben. Wenn denn noch echter Schnee fällt – wir hoffen es.

Wer sich nicht einseifen lassen will, kann neben den 1000 selbst gebastelten und gerollten Schneemännern auch einfach tanzen, denn musikalische Unterstützung gibt es von SoKooL, Johnny Allwess, Robin Drimalski und einigen anderen. Und damit auch der Letzte wieder in Winterstimmung kommt, gibt es natürlich auch noch Glühwein und Würstchen. Das Beste daran: der Eintritt ist frei.

 

Schneeballschlacht | 25.01.2015 | Sage Beach | Beginn: 14 Uhr | Eintritt frei


Titelbild: © Nikelodeon

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