11 Orte in Berlin zum Abkühlen an heißen Tagen
Draußen brutzelt die Sonne und alle finden den Sommer richtig geil. Am See liegen, im Wasser plantschen, Eis essen… Wenn aber die nächste Hitzewelle um die Ecke kommt, ist es gar nicht immer die beste Idee, sich der blanken Sonne auszusetzen. Nun ist Berlin nicht gerade bekannt für seine vielen Klimaanlagen. Mancherorts bleibt es aber auch bei 30 Grad plus schön kühl: Wir haben 11 schattige Orte für euch, an denen ihr euch an heißen Tagen abkühlen könnt.
1 Die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe besuchen
Die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe gehört nicht nur zu den beeindruckendsten architektonischen Gebäuden Berlins, sondern beherbergt auch eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Moderne. Die Sockelplattform, die schweren Stahlträger und großen Fensterfassaden des Museumsbaus gelten als typische Stilelemente des Stararchitekten und sind wirklich beeindruckend. Seit Juli 2021 ist die Neue Nationalgalerie nach einer fünfjährigen Sanierungszeit endlich wieder für Publikum geöffnet und lockt von nun an regelmäßig mit tollen Sonderausstellungen – und sollte deshalb sowohl bei (Wahl)Berliner*innen als auch Hinzugezogenen unbedingt ganz weit oben auf der Bucketlist stehen.
2 Anspruchsvolles Kino und kühles Bier im Filmtheater am Friedrichshain genießen
Direkt am Volkspark Friedrichshain gelegen, gibt es im Filmtheater in fünf Sälen jederzeit starkes Programmkino. Hinter der klassizistischen Fassade verstecken sich aber nicht nur tolle Streifen aus aller Welt, sondern im Sommer auch ein Biergarten, in dem man nach der Vorstellung wunderbar sitzen und über das eben Gesehene quatschen kann. Das "FaF" ist wirklich immer einen Besuch wert.
3 Surfen auf der größten Indoor-Welle im Wellenwerk
In Berlin-Lichtenberg findet ihr seit 2020 die erste Indoor-Surfhalle Berlins, das Wellenwerk. Mit rund 1,6o Metern ist die Welle sogar die höchste künstlich erzeugte im Indoor-Bereich weltweit. Echte Pros und Surf-Anfänger*innen sind hier gleichermaßen willkommen, denn sowohl die Höhe der Welle als auch die Geschwindigkeit des Wasserstroms lassen sich individuell einstellen. Also schnappt euch eine Suit, klemmt euch ein Brett unter den Arm und ab nach Lichtenberg. Fühlt sich fast so schön an wie im Surfurlaub, aber nur fast!
4 Ungewöhnliche Führungen durch die Berliner Unterwelten
Menschen, die keine klaustrophobischen Anflüge kennen, sollten über die Teilnahme an einer Berliner Unterwelten-Führung nachdenken. Unterirdische Bauten wie Bunkeranlagen, Brauerei-Relikte, unvollendete U-Bahnhöfe oder Fluchttunnelsysteme werden im Rahmen der Touren besichtigt. Spätestens beim Anblick der eng aneinander gestellten Vierstockbetten in einem Atomschutzbunker bekommt man dann aber doch Beklemmungen. Aber immerhin: Den oberirdischen Trubel der Stadt könnt ihr für einen Moment hinter euch lassen und so voll auf das Abenteuer konzentrieren!
5 Bücher ausleihen und im Lesegarten sitzen in der Hansabibliothek
Den denkmalgeschützten Glaskasten der Hansabibliothek seht ihr schon direkt, wenn ihr am U-Bahnhof Hansaplatz aussteigt. Drinnen findet ihr eine kleine, aber feine Auswahl an Romanen, Sachbüchern und Comics. Herzstück der städtischen Bücherei ist aber der Lesegarten im Innenhof, wo ihr es euch mit neuem Lesestoff in der grünen Oase gemütlich machen könnt.
*barrierefrei
6 Fische gucken im Aquarium Berlin
Während es im Zoo selbst wahrscheinlich sogar den Löwen zu warm ist, herrscht im Aquarium immer angenehme Betriebstemperatur. Hier könnt ihr im wahrsten Sinne des Wortes vor der Hitze abtauchen.
7 Moderne Kunst in der König Galerie anschauen
8 Den T-Rex im Naturkundemuseum bestaunen
Yeah, Berlin hat nach 65 Millionen Jahren seinen eigenen T-Rex. Tristan heißt der Riese und ist dauerhaft im Museum für Naturkunde zu sehen. Es gibt wohl kaum jemanden, der*die hier nicht wieder zum staunenden Kind wird und sich auf 6.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche von den Wundern der Natur beeindrucken lässt. Evolution, Kosmos, Kontinentenwanderung und Vulkane – all das lässt sich hier wieder neu lernen und die Zeit vergeht dabei wie im Flug. Um nicht ewig an der Kasse anzustehen, solltet ihr die Karten aber vorher online kaufen.
9 Die Füße im Wasser baumeln lassen am Märchenbrunnen
An der Spitze des Volksparks Friedrichshain befindet sich der Märchenbrunnen. Unter den Steinskulpturen an der Brunnenanlage werdet ihr unter anderem Hänsel und Gretel, den Gestiefelten Kater, Hans im Glück, Aschenbrödel, Rotkäppchen, Schneewittchen und die 7 Zwerge und Dornröschen wiedererkennen. Drumherum gibt es jede Menge hübsche Sitzmöglichkeiten, die im Sommer zum Verweilen einladen. Perfekt zum Lesen und Leute beobachten.
10 Über Fluchterfahrungen lernen im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung direkt am Anhalter Bahnhof beleuchtet die Dimensionen von (Zwangs-)Migration in Europa und darüber hinaus. Schautafeln, Audioausschnitte und persönliche Gegenständen erzählen über Fluchterfahrungen und Heimatverlust von Geflüchteten, beispielsweise aus Armenien, Syrien und Vietnam. Im zweiten Stockwerk wird das Thema Flucht und Vertreibung in Deutschland im Zweiten Weltkrieg behandelt.
Ein mitunter emotional aufwühlender Museumsbesuch, der neben den Ursachen von Vertreibungen auf anschauliche und eindrückliche Weise mit über 700 gesammelten Ausstellungsstücken die Auswirkungen auf Geflüchtete und ihre Nachkommen zeigt.
11 Führung im Flughafen Tempelhof
Im Sommer hängen wir auf dem Tempelhofer Feld ab, im Herbst joggen wir drüber oder lassen auf der ehemaligen Landebahn einen Drachen steigen – aber wart ihr auch schon mal im Gebäude des ehemaligen Flughafens? Im Flughafen Tempelhof werden mehrmals die Woche zwei verschiedene Führungen angeboten: Bei der Tour "Mythos Tempelhof" könnt ihr die Geschichte des Flughafens zwischen nationalsozialistischer Ideologie und Symbol der Freiheit während der deutschen Teilung kennenlernen. Die zweistündige Führung begleitet euch einmal kreuz und quer durch die Geschichte des Ortes, von der Bauzeit bis hin zur Schließung im Jahr 2008. Und wem das noch nicht reicht, der*die kann sich bei der zweiten Tour namens "Verborgene Orte" auch noch ein paar spannende, versteckte Orte des Flughafens zeigen lassen.
Redaktion