Obdachlos in Zeiten von Corona: Wenn ein Virus das Leben zusätzlich erschwert

© Debora Ruppert

Corona hat unser aller Leben verändert, gerade und besonders in zwischenmenschlicher Hinsicht. Unser Alltag findet seit Monaten verstärkt zu Hause statt, wohin man sich zurückzieht, sich einigelt, die Tür hinter sich schließt und die Außenwelt aussperrt. Doch wie machen das Menschen, die nicht das Glück einer eigenen Wohnung haben. Obdachlose, Menschen, deren Leben – oft bei Wind und Wetter – auf der Straße stattfindet?

Natürlich gibt es in Berlin Angebote für die Ärmsten der Armen. Stellen, an die sie sich wenden können. Bei denen sie Essen und ein Lächeln erhalten, im besten Fall sogar ein Bett. Aber diese Angebote stehen wegen der Infektionsgefahr unter besonderer Beobachtung, leichter ist es für sie durch Corona sicher nicht geworden. Für Obdachlose so oder so nicht.

Die Fotografin Debora Ruppert begleitet und portraitiert die Obdachlosenszene der Hauptstadt seit über zehn Jahren. Sie hat sich in dieser schwierigen Zeit allerdings nicht in der eigenen Wohnung verkrochen, sondern wollte wissen, wie Obdachlose mit ihr umgehen und hat das dokumentiert:

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Was sofort auffällt, ist ihr Umgang mit den Obdachlosen. Debora nimmt die Menschen, wie sie sind, begegnet ihnen auf Augenhöhe. Sie zeichnet ein Bild der Armut, gibt den Betroffenen ein Gesicht. Sie macht etwas, was auch ohne Abstandsregeln selbstverständlich sein sollte: Sie hört zu und gibt Obdachlosen somit die Wertschätzung, die sie verdient haben. Und dafür gibt es nur ein Wort: Klasse!

Ob Corona-Einschränkungen oder Normalität: Bedürftige und Arme werden immer unsere Hilfe brauchen. Geld- und Sachspenden sind dabei ebenso willkommen wie tatkräftige Unterstützung, zum Beispiel bei der Essensverteilung.

Falls ihr nicht wisst, wie ihr helfen könnt, findet ihr in den folgenden Guides viele Vorschläge, wie und wo ihr mit anpacken könnt. Bitte erkundigt euch bei den jeweiligen Stellen und habt Verständnis dafür, falls einer unserer Tipps nicht aktuell sein sollte – gerade ist es eben schwer, alles auf dem neuesten Stand zu halten.

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