11 Kinos in Berlin, die euer zweites Wohnzimmer werden könnten

Wenn die Tage länger werden, laden Berlins Indie-Kinos dazu ein, sich in den Sesseln ihrer Säle einzukuscheln wie im eigenen Wohnzimmer. Die handverlesene und liebevolle Auswahl der Filme lockt selbst den größten Kinomuffel aus seiner eigenen Höhle. Und in den oft angeschlossenen Cafés und Bars kann man davor oder danach bestens über die Filme und Gott und die Welt quatschen.

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© Il Kino Il Kino

Das Il Kino kurz vor dem Landwehrkanal in Neukölln hat nicht nur einen kleinen gemütlichen Kinosaal, in dem man sich sofort so entspannt wie Zuhause fühlt, sondern auch eine lauschige Bar im Nebenraum. Dort kann man bei Kerzenschein zu kleinen italienischen Gerichten und einem Wein in Kino-Zeitschriften blättern oder den grade gesehenen Film besprechen. Im Programm sind Independent-Filme (meist OmU / OmeU), Dokus und Filme von Berliner Filmemachern.

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b-ware! ladenkino

Der Filmauswahl des Kinos kann man fast blind vertrauen. Im Programm sind prämierte Filme der Berlinale oder Cannes, die im Trubel etwas unter gegangen, aber nicht minder sehenswert sind. Aber auch japanische Animés und Filme für Kinder sind im Programm. Die Café-Bar des kleinen Kinos ist so flauschig, dass man in Gefahr läuft, in den Polstermöbeln tagelang zu versacken. Auch die niedrigen Preise von 4 bis 6 Euro pro Vorführung laden dazu ein, ganze Tage hier in filmbegeisterter Gesellschaft zu verbringen. So viel besser, als zu Hause vor sich hin zu streamen!

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© Zukunft am Ostkreuz Zukunft am Ostkreuz

Das Gelände des kleinen Programmkinos mit seinem Garten, dem Bretterzaun und dem Gras, das aus den Ritzen der Betonplatten kommt, erinnert an die typische Berliner Verfallsromantik der 90er Jahre. Neben der gemütlichen Bar, in der man selbstgebrautes Bier trinken kann und dem Kino mit einer feinen Auswahl an Off-Filmen, bietet das Zukunft ein wechselndes Kulturprogramm mit Ausstellungen, Lesungen, Musik und Theater. Echt handgemacht.

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© Tilsiter Lichtspiele/Facebook Tilsiter Lichtspiele

Das Tilsiter im ruhigen Teil von Friedrichshain gibt es schon über 100 Jahre. Schon der alte Schriftzug über dem Eingang lässt Nostalgikerherzen höher schlagen und im kleineren der beiden Kinosäle mit nur 26 Plätzen hat man wirklich das Gefühl, im eigenen Wohnzimmer zu sitzen. Wären da nicht die Geschichten, die auf der Leinwand vorbei flimmern und die anderen Leute, die mit Popcorn rascheln. Auch hier wird Wert auf internationale Filmkunst abseits vom Hollywood-Einheitsbrei gelegt und in der Bar kann man abends richtig versacken und das ein oder andere Kiezoriginal treffen.

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© Lichtblick Lichtblick Kino

Aktuelle Arthausfilme, Dokus und politische Filme werden in diesem Kino gezeigt, das im Kollektiv betriebenen wird. Auch kleinere Filmproduktionen made in Berlin werden oft in Anwesenheit der Regisseure gezeigt. Im winzigen Saal bröckelt der Putz schon etwas von den Wänden und die Reihen bestehen nur aus 4 Stühlen – wirklich kuschelig!

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© Eiszeit Kino Eiszeit

Im "Wohnzimmer der Filmkunst" geht es alles andere als frostig zu. Das rote und gemütliche Interieur der Bar lädt zum Verweilen ein und das Kinoprogramm erfreut neben den gängigeren alternativen Filmen immer wieder mit Überraschungen und modernen Klassikern (z.B. Blair Witch Project) auf großer Leinwand.

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Sputnik Kino

Hier trifft man sich vor oder nach der Vorstellung mit Aussicht vom 5. Stock über die Dächer und Hinterhöfe Berlins. Besonders sind auch die Sitzgelegenheiten in den 3 Sälen: Man schaut sich die Arthausfilme von bunt zusammen gewürfelten Sessel und Sofas an und in einem der Kinos gibt es sogar Pärchensitze in den Reihen. Filmfestivals und Special Screenings ergänzen das Programm.

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© Kulturfabrik Moabit Kultur und Kino in der Kulturfabrik

Das einzige Kino in Moabit findet ihr in der Kulturfabrik. Im Filmrauschpalast werden größtenteils tolle Independent-Filme gezeigt. Die Kulturfabrik beheimatet außerdem den Slaughterhouse-Club und das Fabriktheater, wo auch regelmäßig Ausstellungen stattfinden. Außerdem könnt ihr hier jeden Sonntag auf Großbildleinwand und kuscheligen Sofas den Tatort-Kommissaren beim Ermitteln zusehen.

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© Acud Kunsthaus Acud

Das Acud Kulturhaus gibt es schon seit Ewigkeiten. Es ist eine der letzten alternativen Bastionen in Mitte. Auch das Programm ist engagiert und vielfältig: Neben ausgezeichneten Filmen, die man auf den Festivals verpasst hat oder die nur kurz in größeren Kinos zu sehen waren, werden hier auch großartige Filme aus eher exotischen Ländern gezeigt, auf die man niemals selbst gestoßen wäre. Die schönen Kopfreisen aus dem Kinosaal kann man dann in der Bar das Kulturhauses ausklingen lassen oder sich noch für eine Lesung oder ein Konzert begeistern.

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Z-inema

Wirklich ausgefallene Filme wie z.B. 80er Italo-SciFi-Action zeigt diese kleine Filmbar. Wer Besonderes oder Absurdes sucht, wird hier fündig. Die Bar lädt zu angeregten Gesprächen (auch mit dem Barpersonal) und viel Wein ein, falls man sich nicht in den roten Vorhängen des Saals festgekuschelt hat.

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Brotfabrik Kino

Das Neuste aus der alternativen Filmszene wird im Kino des Brotfabrik Kulturzentrums gezeigt. Im Programm sind Erstaufführungen von größeren und kleineren Produktionen, Filmklassiker und Filmreihen wie z.B. von Filmen, die in Berlin spielen, oder ausgefalleneren Themen wie z.B. zum Thema „Verwandlung“. Der Kinosaal ist in der ehemaligen Kuchenherstellung der Fabrik! Den dadurch entstehenden Appetit auf Kuchen kann man nach der Vorstellung im hellen Café des Kulturzentrums stillen.

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