11 Dinge, die man in Moabit immer machen kann

Mittlerweile dürfte ja auch der Letzte wissen, dass Moabit nicht mehr das gefährliche Pflaster ist, dass es vielleicht mal war. Moabit überzeugt durch seinen alternativen Aufbau-Charme und ein deshalb immer jüngeres Publikum. Die kleine Insel im Westen Berlins ist nicht nur besuchens- sondern auch sehr lebenswert. Diese 11 Dinge sollten auf euer To-Do-Liste für Moabit ganz oben stehen.

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© Atelier Dupont Kunsthandwerk gucken bei Klaus Dupont

Klaus Duponts Wohnzimmergalerieraum lässt mich beim Vorbeigehen immer wieder kurz inne halten. Der Kunsthandwerker gestaltet und baut seine fantasievollen und obskuren Statuen selbst und verkauft sie an wohlhabende Käufer auf der ganzen Welt. Leisten wird man die sich wohl also nicht können (ab 2000 Euro!), aber gucken und schwelgen ist ja noch erlaubt.

2

© chuttersnap | Unsplash Fisch essen in Ergüns Fischhütte

Ergüns Fischhütte ist ein kleiner, unscheinbarer Insider, den ich auch erst dieses Jahr entdeckt habe. Direkt unter den S-Bahn-Gleisen befindet sich das heimelige Wohnzimmerrestaurant von Ergün, der hier frischen Fisch aus der Türkei brät, kocht und frittiert. Spontan vorbeizukommen wird schwierig, da das Restaurant aufgrund seiner “Größe” meistens voll. Reserviert!

3

© Charlott Tornow Bar, Kino und Lesebühne in einem: Kallasch&

Das Kallasch ist derzeit definitiv ein Lieblingsort in Moabit. Das schlichte Lokal ist Bar, Kino, Lesebühne und Konzertraum in einem und begeistert wöchentlich mit einem wechselndem Programm, das ziemlich indiependent und underground ist. Pluspunkt gibt’s außerdem für die Preise und das lockere Publikum.

4

Second-Hand-Kleidung und -Möbel shoppen

Auf der Birkenstraße befinden sich mittlerweile so einige schöne Lädchen und Caféchen. Im “Bahar Berlin edeltrash” gibt es Second-Hand-Kleidung und -Möbel für moderates Geld. Hübsche Möbel, Wohnaccessoirs wie Geschirr, Lampen oder Vasen, die aus den 50er bis 70er Jahren stammen, gibt es übrigens auch in der Einrichtungsmeisterei von Katja Homann.

5

© Charlott Tornow Trainspotting am S-Bahnhof Westhafen

Am S-Bahnhof Westhafen kann man den ganzen Tag lang den S-Bahnen, Regionalexpressen, ICEs und Güterzügen beim Rattern über die Schienen zuschauen. Auf der nach Osten gelegenen Straßenseite befindet sich auch das Deportationsmahnmal Putlitzbrücke, das 1987 eröffnet wurde und an die über 30.000 Berliner Juden erinnert, die vom benachbarten Moabiter Güterbahnhof aus deportiert wurden.

6

© Rhianon Lassila | Unsplash Trinken im George R

In Moabit gibt es zwar unzählige Eckkneipen, aber kaum eine richtige Bar. Mit dem George R hat 2014 in der Nähe der Birkenstraße endlich ein gemütlicher, reduziert eingerichteter Laden eröffnet, in dem man zusammen mit einem jungen Moabiter Publikum entspannt bei Kerzenschein die Kehle ölen kann. Auch wenn die Karte etwas zu voll ist, sind die Drinks immer genau richtig gemixt.

7

© Charlott Tornow Spazieren gehen am Spreeufer

Spreeufer geht immer, besonders das schöne in Moabit, das vom Hauptbahnhof über das Schloss Bellevue bis zum ehemaligen Bundesinnenministerium und… eigentlich einmal um Moabit herum führt. Denn Moabit ist eine Insel, umgeben von Wasser. Den schönsten Fotospot findet ihr direkt gegenüber des Bahnhofs Bellevue unter den Weiden.

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© Kulturfabrik Moabit Kultur und Kino in der Kulturfabrik

Das einzige Kino in Moabit findet ihr in der Kulturfabrik. Im Filmrauschpalast werden größtenteils tolle Independent-Filme gezeigt. Die Kulturfabrik beheimatet außerdem den Slaughterhouse-Club und das Fabriktheater, wo auch regelmäßig Ausstellungen stattfinden. Außerdem könnt ihr hier jeden Sonntag auf Großbildleinwand und kuscheligen Sofas den Tatort-Kommissaren beim Ermitteln zusehen.

9

© Charlott Tornow Abcornern in der Wilsnacker Straße

Die Wilsnacker Straße an sich ist recht unscheinbar, aber diese Statue von Bildhauer Albert Wolff, die vor einem recht unansehnlichem Neubau steht, ist doch sehenswert. Hier kämpft ein Löwe gegen eine Schlange, die ein Löwenjunges im Würgegriff hat. Für den Bildhauer ein Symbol des Kampfes der Justiz gegen Lüge und Verbrechen.

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Im Lichtblick essen gehen

Das Lichtblick auf der Birkenstraße ist kulinarisch eher der arabischen Küche zugewandt. Auf der Karte stehen Salate, Suppen, Burger und Klassiker wie Schnitzel oder Spätzle. Sonntags könnt ihr hier für 13 Euro ausgiebig, also wirklich unfassbar ausgiebig brunchen. Erst mit Herzhaftem wie Gemüse, Aufstrichen, Käse, Fleischbeilagen und, wenn dann immer noch was in den Bauch passt, etwas Obst und Süßspeisen.

11

© Charlott Tornow Sich wie Blumenwunderland fühlen

Im Blumenkunst fühlt man sich wie in einem kleinen, verwunschenen Blumenwunderland, so hübsch und bunt ist der Laden auf der Alt-Moabiter eingerichtet. Ihr müsst hier noch nicht mal Blumen und Pflanzen kaufen, um euch mal kurz vom Trubel auf der großen Hauptstraße zu erholen.

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