11 Läden, in denen ihr in Berlin leckere, vegane Schnitzel essen könnt

Wer an klassische Fleischgerichte denkt, kommt ziemlich sicher sehr schnell zum panierten Glück, dem Schnitzel. Das Schnitzel hat in den verschiedensten Varianten nicht nur in der deutschen, sondern vor allem auch in der österreichischen Küche eine lange Tradition. Entsprechend viele Läden gibt es in Berlin, in denen ihr fantastische Schnitzel essen könnt.

Aber wir wären nicht in Berlin, wenn es den Klassiker mit Pommes oder Bratkartoffeln nicht auch in einigen Läden vegan geben würde. Egal ob Soja, Seitan, Portobello-Pilz oder Sellerie: Die Berliner Köch*innen haben sich so einiges einfallen lassen, um leckere, vegane Schnitzel auf die Teller zu bringen. Und darunter sind nicht nur hippe Neueröffnungen, sondern auch Berliner Institutionen wie das Borchardt, das Jolesch oder auch das österreichische Ottenthal, in denen ihr vegan schnitzeln könnt.

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© Daliah Hoffmann-Konieczka Schnitzeln im Borchardt

Beim Borchardt denken wir unweigerlich an Promis, Politiker*innen und ans Wiener Schnitzel. Obwohl die Teller wirklich groß sind, ragt das panierte Kalbfleisch manchmal über den Rand. Stört uns gar nicht. Die Qualität des Schnitzels ist wirklich schnitzelmäßig, da gibt es nichts Besseres. An warmen Sommerabenden wollen wir uns eigentlich nur an dem Gurkensalat satt essen und auch der Kartoffelsalat schmeckt richtig gut. Was am Schnitzel etwas stört, ist der hohe Preis und die Tatsache, dass man die Beilagen extra dazu bestellen muss. Ist eben das Borchardt, da zahlt man auch für den Namen.

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© Wiebke Jann Feine österreichische Küche und (veganes) Schnitzel im Jolesch futtern

Wenn es euch so geht wie uns und die österreichische Küche euch irgendwie ein Gefühl von Gemütlichkeit und Wohlbefinden vermittelt, dann probiert doch mal das Jolesch aus. Ein bisschen Österreich-Feeling mitten in Kreuzberg. Auf der Karte gibt es Klassiker und moderne Kreationen wie etwa die vegane Version des Wiener Schnitzels (aus Tempeh) mit Erdäpfelsalat. In dem mit dunkelgrünen Wänden und viel Holz versehenen Raum kann man bei gedimmten Licht ungestört über (unglaublich gutes) Wiener Schnitzel, Tafelspitz, Käsespätzle und natürlich Kaiserschmarrn herfallen. Besonders cool: Auf Wunsch kann das Schnitzel auch glutenfrei zubereitet werden. Wenn es kälter wird, sitzt man drinnen und lauscht dem Knistern des Kamins, bei den sommerlichen Temperaturen ist es auf der Straßenterrasse unschlagbar schön.

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Josefine S. | flickr CC BY-NC-ND 2.0 Veganes Soulfood bei Försters schnabulieren

Wenn die meisten Leute an veganes Essen denken, schweben in ihren Köpfen gesunde Quinoa-Bowls und Gemüsechips rum. Dass eine pflanzenbasierte Ernährung aber nicht unbedingt super healthy sein muss, zeigt ab sofort das Försters in Prenzlauer Berg, hier wird nämlich richtig deftig gekocht: Von Kohlrouladen über gefüllte Paprika und Steaks bis hin zu Schnitzel mit Kartoffelsalat und Königsberger Klopse gibt's hier ehrlichste Küche – und das ganz vegan. Vielleicht kennt ihr die vegane Hausmannskost auch schon aus dem Bistro im Veganz im Prenzlauer Berg, im November 2019 hat Gründerin Annett Förster ihr erstes Restaurant in Prenzlauer Berg eröffnet.

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© Hella Wittenberg Traditionelle Schnitzel essen in der Schnitzelei in Mitte

Die wohl besten Schnitzel Berlins bekommt man in der Schnitzelei. Nach der ersten Filiale in Charlottenburg hat sich vor einigen Jahren eine zweite Location in Mitte dazugesellt. Das Restaurant in Mitte versteckt sich in einem schönen Hinterhof auf der Chausseestraße. Auch hier lautet das Motto weiterhin: kreative Klassiker. Darauf kann man nur ganz traditionell antworten: guten Appetit!

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© Kerstin Musl Vegane Foodieliebe verteilen im yoyo Foodworld

Bei yoyo Foodworld in Friedrichshain gibt es alles, was das vegane Herz begehrt: Pizza, Wraps, Gyros, Currywurst, Salate, Burger, Smoothies, vegane Käsespätzle und Schnitzel. Unter den veganen Restaurants ist das yoyo ein echter Oldie. 2008 wurde der Laden eröffnet und ist somit das älteste vegane Fast-Food Restaurants Deutschlands. Burgerfans werden hier besonders glücklich: Auf der Karte stehen über 15 verschiedene Burger. Einige der Burger können auch glutenfrei zubereitet werde.

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© Vaust Vegane Brauhausküche mitten in Charlottenburg im Vaust

Wer an zünftige Brauhausküche denkt, dem*der fällt wohl zunächst – abgesehen von Brezeln und Pommes vielleicht – kein veganes Gericht ein. Das Vaust hingegen liefert seit 2012 die vegane Antwort auf all die zünftigen Gaststuben, denn hier bekommt ihr ehrliche Brauhausküche komplett vegan. Von Maultaschen und Currywurst über Vesperplatten, Frikassee, Schnitzel und Spätzle kommt hier alles ohne tierische Produkte aus. Zur Spargelzeit könnt ihr euch zum Tempeh-Schnitzel mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln zudem Beelitzer Spargel dazu bestellen. Ansonsten können wir euch auch die Miso-Spätzle mit Röstzwiebeln, Petersilie und getrockneten Tomaten empfehlen. Wenn am Ende noch Platz ist, solltet ihr euch auf Karamell-Flammerie und Schokokuchen stürzen.

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© Ottenthal Österreichische Küche und Weine im Ottenthal

In diesem klassischen österreichischen Restaurant gibt es nicht nur klassisches Wiener Schnitzel vom Bio-Kalb mit leckerem Erdäpfel-Vogerlsalat, sondern auch das Wiegner Schnitzel, eine vegane Alternative, die ebenfalls mit Erdäpfel-Vogerlsalat serviert wird und ohne Soja und Seitan auskommt. Wer keine Lust auf Schnitzel hat, sollte sich das Cordon bleu vom Bio-Kalbsrücken gefüllt mit Voralberger Bergkäse und edlem Rosmarin-Kochschinken nicht entgehen lassen. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Und weil man nie genug Schnitzel haben kann, gibt es im Ottenthal auch die "Schnitzelliebe" zum Mitnehmen. Zweimal Wiener Schnitzel mit Salat und einer gekühlten Flasche "Liebedich" Grüner Veltliner 2013 direkt importiert von der Wachau.

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© Daliah Hoffmann Vegane Burger bei Swing Kitchen essen

Bei Swing Kitchen wird nur mit pflanzlichen, regionalen, gentechnikfreien und nachhaltigen Produkten gekocht und gearbeitet, so sind zum Beispiel alle Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Pattys sind auf Sojabasis, eine Eigenkreation von Irene und Charly Schillinger, den Gründer*innen der Fast-Food-Kette. Das Sojapatty kommt zwischen zwei Hälften knusprig-weichen Ciabatta-Brots, dazu gibt es veganen Käse, verschiedene Dips, Toppings wie Gerwüzgurken, Salat oder Gemüse, frittierte Zwiebelringe oder verschiedene Pommes. Weil die Gründer*innen aus Österreich stammen, gibt es hier natürlich auch einen kleinen Swing in die Heimat und zwar in Form des Wiener Burgers, der mit Schnitzel (von LikeMeat) daherkommt. Das absolute Highlight: Die "Chicken Wings", die wir noch nirgends besser gegessen haben.

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© Jonas Illigman Vegan-orientalisches Essen bei Vegano Flavors

Am Helmholtzplatz hat im Januar 2020 das Vegano Flavors eröffnet. Der Name verrät es schon: Hier wird vegan gekocht. Auf dem Menü finden sich klassische orientalische Gerichte wie Fattoush, Hummus und veganer Kebap. Ein Highlight auf der Karte ist dabei das Fatteh mit Schnitzel – also geröstetes, zerpflücktes Brot, auf dem Kichererbsen, Soja-Joghurt, Knoblauch, Zitrone, Tahini und ein Soja-Schnitzel gebettet sind. Außerdem gibt es verschiedene syrische Brotgerichte wie Manakish und Fataer. Hier treffen frische Zutaten auf orientalische Gewürze und Gastfreundschaft.

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© Luisa Brimble | Unsplash Frische Salate, leckeres Frühstück und Pizza bei Kiez Vegan

Bei Kiez Vegan ist, wie der Name schon vermuten lässt, alles vegan – und das ohne großes Chichi, sondern in ganz angenehmer Atmosphäre eines Nachbarschaftscafés. In der wunderschönen Körtstraße könnt ihr vor dem Laden an Tischen sitzen und frühstücken, lunchen und zu Abend essen. Morgens gibt es veganes Omelette oder Menemen. Den Rest des Tages könnt ihr euch auf frische Salate, Pizza und Burger, aber auch ein Sellerieschnitzel mit Salat freuen. Besonders cool: Die veganen Pizzen kommen alle mit leckerem veganen Käse daher. Kiez Vegan hat übrigens auch eine Schwester, direkt auf der Warschauer Straße, kiezig fühlt es sich da zwar nicht an, das Essen schmeckt aber genauso lecker.

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© Pexels Vegan-vegetarische Köstlichkeiten bei Bleib V futtern

Seit über 15 Jahren setzt das unscheinbare Bleib V in Charlottenburg auf eine vegan-vegetarische Karte und das schmeckt man. Statt auf ausgefallene, "extra" vegan konzipierte Gerichte – die nicht selten mit Acai anfangen und Quinoa aufhören –, kommen hier ehrliche Klassiker mit veganem Twist auf den Teller: Omelette auf Kicherersbenbasis, Züricher Geschnetzeltes mit Sojafleisch, oder Schnitzel mit Remoulade und wahlweise Basmati-Reis, Pommes oder sautierten Kartoffeln, um nur ein paar der Highlights zu nennen. Wer Lust auf Eier hat, wird aber auch nicht enttäuscht, ein klassisches Bauernfrühstück mit Kartoffeln und Eiern gibt es nämlich auch. Unser Tipp: Kommt am besten sehr hungrig, die Portionen sind ziemlich üppig.

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