24 Stunden in Berlin: 11 Orte, die ihr gesehen haben solltet

Berlin wirklich zu entdecken und kennenzulernen, dauert vermutlich ein ganzes Leben. Für alle, die sich der Stadt aber nicht für immer versprechen, sondern lediglich einen kleinen Besuch abstatten wollen, gibt es natürlich trotzdem Mittel und Wege, den Hauptstadtflair in nur 24 Stunden zu genießen.

Wenn auch ihr nur einen Tag in Berlin verbringen könnt, empfehlen wir euch, diesen in Kreuzkölln zu starten – und zwar bei Mugrabi. Hier gibt's den besten Hummus der Stadt, den ihr am besten in Form von Hamshuka oder Hummus Sabich ordert. Anschließend solltet ihr eine Runde am Landwehrkanal drehen, wo alles, was in Berlin etwas auf sich hält, die Nase in die Sonne hält. Drüben in Neukölln könnt ihr dann durch die zahlreichen Vintage-Läden stöbern, bevor es weiter nach Charlottenburg zum besten Döner der Stadt geht. Im Tiergarten könnt ihr nicht nur die Siegessäule erklimmen und einen Wahnsinnsausblick genießen, sondern auch Boot fahren oder einfach rumschlendern.

Und falls ihr euch fragt, weshalb hier keine Clubs auftauchen: Wer einmal in den zauberhaften Fängen des Berliner Nachtlebens gelandet ist, schafft es wohl kaum frühzeitig wieder aus ihnen heraus. Wenn ihr aber ein Feierwochenende in Berlin plant, werdet ihr mit dieser Liste glücklich.

Vormittags: Hummus futtern und Vintage Shopping in Kreuzkölln

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© Wiebke Jann Hummus Sabich, Hamshuka und Co. essen im Café Mugrabi

Wenn man an einem sonnigen Sommertag im Café Mugrabi am Görli sitzt, Kaffee trinkt und eine Portion Hummus oder Sabich verputzt, könnte man fast denken, in einem Tel Aviver Café zu sitzen. Die Atmosphäre ist locker und nett, das Essen authentisch und richtig lecker. Was wir hier am liebsten essen: Hamshuka, das ist Shakshuka mit Hummus. Jetzt mal ehrlich, gibt es etwas Besseres?!

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© Marit Blossey Am Landwehrkanal die Seele baumeln lassen

Am Landwehrkanal kann man wunderschön spazieren gehen und wir sind uns sicher, dass die Umgebung zu den schönsten Gegenden Berlins zählt. Wenn die Sonne scheint und man sich ein Eis oder ein leckeres Limobier als Proviant mitnimmt, lässt man hier an den Ufern den Feierabend einfach am besten ausklingen.

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© Marit Blossey In Neukölln gemütlich bummeln und Vintage-Klamotten shoppen

Wenn Berlin etwas kann, dann sind es Vintage-Läden. Vor allem in Neukölln rund um Weser- und Pannierstraße tummeln sich Orte, an denen ihr schönes Gebrauchtes zu fairen Preisen bekommt. Wenn ihr auf der Suche nach preiswerten Klamotten seid, empfehlen wir euch, einen Stopp bei Loppis Vintage Clothing und Repeater zu machen, wenn ihr Designer-Klamotten secondhand liebt, werdet ihr sicher im Neuzwei und The Good Store fündig. Wenn es euch eher nach neuen Vinyls gelüstet, solltet ihr unbedingt bei Oye Records vorbeischauen.

Mittags: Dönner futtern und gute Aussichten genießen

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© Daliah Hoffmann Bei Rüya den leckersten Chicken Döner essen

Für alle Eltern, die meinen, Döner schmecke nicht und sei keine vollwertige Mahlzeit: Sorry, aber da liegt ihr komplett daneben und kennt das Rüya noch nicht. Hier gibt’s nämlich den besten Chicken-Döner Berlins. Das Hähnchenfleisch ist super saftig, das eingelegte und geröstete Gemüse mal etwas anderes und selbst beim Brot habt ihr die Wahl zwischen drei Sorten. Unvergesslich und unglaublich lecker – eure Eltern werden staunen (und zurück zu Hause schwärmen). Der Gemüse-Döner schmeckt natürlich auch hervorragend!

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@ Daliah Hoffmann Vom Neuen See bis zur Siegessäule durch den Tiergarten laufen

München hat den Englischen Garten, wir haben den Tiergarten. Der liegt nicht nur inmitten der Stadt, er ist ein echtes Naherholungsgebiet. Unser Spaziergang beginnt an der S-Bahnstation Tiergarten. Von hier aus passieren wir die Tiergarten-Quelle, die Unterschleuse im Landwehrkanal und kommen am Gaslaternen-Freilichtmuseum Berlin an. Wem nicht nach Kultur zumute ist, kann direkt weiter zum Neuen See spazieren, eine kleine Oase, die ihr gesehen haben müsst. Sehr empfehlenswert ist das Café am Neuen See, wo ihr eine gemütliche Pause direkt am Wasser einlegen könnt. Danach geht's vorbei am Roon-Denkmal bis zur Siegessäule, dem Ziel unserer Tour. Zurück zum Ausgangspunkt schlendert ihr parallel zur Straße des 17. Juni entlang. Ohne Pause solltet ihr für den Walk ungefähr eine Stunde Zeit einplanen.

Nachmittags: Kuchenpause und einen Wasserfall in Berlin entdecken

6

© Kerstin Musl Chillen und Sport machen im Park am Gleisdreieck

Ein Muss bei jeder Jahreszeit, am besten mit Sonne! Der Park ist eine gigantische Erholungsanlage mit sieben Spiel-, Fitness- und Sportbereichen. Haufenweise Wiese, Sand, Beton und Gummiböden sind zu erkunden. Es gibt einen Skatebereich mit BMX-Bowl zum Mitmachen oder Staunen, Streetball-Körbe, einen Fußballkäfig, Trampoline, Wasserspiele, jede Menge befahrbare Wege und sogar einen naturbelassenen Spielgarten, um auf Bäume zu klettern. Das Beste? Es ist nirgendwo zu voll, denn all das verteilt sich auf sagenhafte 31,5 Hektar, unterteilt in drei Parkteile.

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Kaffee und vegane Kuchen im jules Geisberg in Schöneberg

© Daliah Hoffmann Specialty Coffee, Kuchen und Berliner Bier im jules Geisberg

Viele von euch kennen das jules im Gleisdreieckpark bestimmt schon. Hier findet seit Juli 2020 wöchentlich der Bite Club statt. Anfang September 2020 hat die Crew außerdem ein sehr hübsches Café in Schöneberg eröffnet. Im jules Geisberg bekommt ihr Specialty Coffee mit Kaffee von North Star und Vote, hausgemachte Kuchen (vegan und glutenfrei) und zum Abend hin auch Berliner Bier. Bald soll es auch Naturweine und Cocktails geben.

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Viktoriapark, Kreuzberg, Aussicht

© Marit Blossey Aussicht genießen am Wasserfall im Viktoriapark

Deckt euch mit türkischen Köstlichkeiten und Getränken am Mehringdamm ein und macht euch auf in Richtung Viktoriapark und spaziert zum Wasserfall. Auf dem Kreuzberg habt ihr eine tolle Aussicht über Mitte, Kreuzberg, die ehemalige Schultheiss-Brauerei und die Relikte des Flughafens Tempelhof. Wer sich die volle Ladung geben will: Schaut euch von hier aus den Sonnenuntergang an. Auch im Winter funktioniert das wunderbar mit heißem Tee oder Glühwein aus der Thermoskanne. Das nächste Mal vergessen wir vor lauter Staunen auch nicht, ein Foto davon zu machen.

Abends: Ausgefallene Drinks schlürfen und eine Nachtwanderung machen

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© Wiebke Jann Japanisch und buddhistisch inspirierte, vegane Küche im Restaurant Oukan

Das Oukan Tea, das im Januar 2022 wieder eröffnen soll, hat im Hinterhof eine feine, große Schwester bekommen, denn: Betreiber Huy Thong Tran Mai (er steckt auch hinter dem Ryong und Con Th) hat im November gemeinsam mit Geschäftsführer Trung Le, Culinary Director Martin Müller sowie Unternehmer Dr. Erik Spickschen das Oukan Restaurant eröffnet. Serviert werden Speisen, die buddhistisch und japanisch inspiriert sind – und alle von Mönchen approved werden. Auf den Teller kommen Gerichte, die so aufregend und schön zusammenspielen, dass wir uns hier definitiv auf Fine-Dining-Niveau bewegen. Unsere Favoriten: Kartoffel & Trüffel und Cheesecake Quitte. Aber nicht nur auf das Essen wird großen Wert gelegt, sondern auch auf die Wein- und Tee-Begleitung. Ihr könnt hier entweder à la carte futtern oder euch für 79 Euro ein 7-Gänge-Menü gönnen. Wir empfehlen euch, eure*n Liebste*n ins Oukan zu entführen. Das Essen, die schöne Location – mitten im Laden steht ein riesiger Bonsai – und die intime Atmosphäre schreien geradezu nach einer fancy Date Night!

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Bellboy Berlin

© Insa Grüning Extravagante Cocktails und hyperästhetische Fusionsküche im Bellboy Berlin

Ein Besuch der neueröffneten Bellboy Bar in Mitte ist ein Erlebnis, denn hier werden euch extravagante Cocktail-Kreationen nicht "nur" in Gläsern, sondern in kleinen Badewannen, Köpfen oder dampfenden Steinen serviert. Überhaupt: Am Tresen dampft es hier sehr viel! Dazu wird euch passende Fusionsküche gereicht, die den Drinks aus ästhetischer Sicht in nichts nachsteht. Auf der Karte stehen Gerichte wie roher Thunfisch mit hausgemachtem Ponzo, Tempura Nuri und Chili oder Weißfisch-Tartar mit gebranntem Gurkensaft, Mascarpone, Jalapeño und Olivenöl. Wenn ihr euch einen extravaganten Abend mit gehobenem Trinkvergnügen in Berlin gönnen wollt, solltet ihr hier mal vorbeischauen. Unser Tipp: Reserviert zur Sicherheit vorher!

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© Marit Blossey Über die Museumsinsel und Unter den Linden flanieren

Unter den Linden und die Museumsinsel sind voll gepackt mit Berliner Sehenswürdigkeiten, schon klar, dass es hier viel zu gucken gibt. Das Schöne an einer kleinen Nachtwanderung über die Museumsinsel ist aber viel mehr, dass sie so wunderbar beleuchtet ist. Wenn ihr vom Hackeschen Markt kommend am Spreeufer entlang lauft, tanzen die Lichter auf dem Wasser, die Kolonnaden des Alten Museums sind ebenfalls beleuchtet und hinten thront der Dom. Vorbei am Alten Museum, durch den Lustgarten oder über die kleine Brücke zum Historischen Museum, egal, welchen Weg ihr wählt, er ist immer mit schönen Lichtern, viel Wasser, toll inszenierten Gebäuden und Ruhe gepflastert.

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