11 Clubs und Open-Air-Locations, in denen ihr jetzt wieder tanzen könnt

Wart ihr dieses Jahr schon tanzen? Draußen unter freiem Himmel, mit Abstand? Oder vielleicht sogar IN einem Club? Für die meisten von uns in der Redaktion liegt das letzte Mal auf einer dunklen Tanzfläche, dicht gedrängt mit vielen schwitzenden Menschen, inzwischen wirklich lange zurück. Deshalb konnten wir es ehrlich gesagt auch nicht so ganz glauben, als wir letzte Woche lasen, dass das jetzt wieder möglich ist: Das Tanzverbot in geschlossenen Räumen wurde für Geimpfte und Genesene aufgehoben, neben Open Airs sollen also auch Veranstaltungen in Innenräumen demnächst wieder stattfinden.

Wie genau das aussehen soll, ist allerdings noch unklar – eine Strategie wie beim "Club Culture Reboot", wo alle Besucher*innen vorab einen PCR-Test machen konnten, ist für regelmäßige Veranstaltungen schwer umsetzbar, die Dinger sind schließlich echt teuer. Ein bisschen dauert es also wohl noch, bis wir alle wieder wirklich unbeschwert in Innenräumen feiern können. Aber bis es soweit ist, können wir bei vielen Berliner Clubs zum Glück in den Open-Air-Bereichen tanzen, sofern wir die drei großen Gs beachten und genügend Abstand halten. Wir wollen also hoffen, dass der Sommer uns doch noch ein paar Wochen erhalten bleibt und wir noch einige schöne sonnige Samstage und Sonntage vor uns haben – und selbst wenn nicht, beim Tanzen wird einem ja sowieso warm.

Anmerkung: Wenn wir in anderthalb Jahren Pandemie eins gelernt haben, dann, dass sich die Situation rasend schnell verändern kann. Bevor ihr euren nächsten Partyabend (oder -tag) plant, checkt deshalb unbedingt nochmal die aktuell geltenden Bestimmungen sowie die Websites der jeweiligen Locations, um sicherzugehen, dass ihr über alles Notwendige informiert seid.

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© Kerstin Musl Am Sisyphos-Strand Livemusik lauschen und das Club-Feeling genießen

So langsam verbessert sich die Situation auch für die Clubs – endlich! Veranstaltungen mit begrenzter Besucher*innenanzahl dürfen in den Außenbereichen wieder stattfinden. Das bedeutet, es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir auf den Außentanzflächen unserer Lieblingsläden wieder in den Sonnenaufgang tanzen können, und wir können es wirklich kaum erwarten. Am Sisyphos-Strand gab es im vergangenen Sommer keine Partys, dafür Pizza, Drinks und Biergartenfeeling. Aktuell finden jeden Donnerstag Konzerte und Veranstaltungen mit Livemusik statt und inzwischen darf am Wochenende sogar wieder getanzt werden, juhu! Wann und was genau stattfindet, erfahrt ihr immer auf der Website oder im monatlichen Newsletter.

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© Marit Blossey Im Salon zur Wilden Renate tanzen

Die Wilde Renate gehört zu den Clubs, mit denen man bei seinem Berlinbesuch angeben kann. Von außen sieht der Club aus wie ein normales altes Wohnhaus. Drinnen fühlt man sich wie auf einer extra verrückten WG-Party, auf der man sich selbst nach einem zwölfstündigen Tanzmarathon durchs Haus noch nicht richtig orientieren kann. Egal, denn dadurch findet man immer mal eine neue dunkle Ecke zum Füße hochlegen oder, ähm, Knutschen. Und wenn man im Inneren alles gesehen hat, kann man raus in den nicht weniger aufregenden Garten und nachschauen, ob es schon hell ist. In den letzten (Pandemie-)Monaten ist der Garten zu einem hübschen Biergarten geworden, in dem es sich hervorragend abhängen, Sekt trinken und ja, auch ein bisschen tanzen lässt.

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© Anomalie Art Club | Facebook Im Anomalie Art Club tagsüber tolle Kunstausstellungen besuchen und nachts tanzen

Im Anomalie Art & Beer Garden kann man die Realität und den Alltag schon mal vergessen. Genießt euer Feierabendbier zwischen Lichtinstallationen, beobachtet den Sonnenuntergang und tanzt bis die Sonne wieder aufgeht. Der Anomalie Art Club versteht sich als Lifestyle-Projekt, in dem alte Grenzen über Board geworfen werden und jeder sein kann wie er will. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Musik, Kunstausstellungen, Workshops und natürlich einem ausgedehntem Nachtleben. Unbedingt mal vorbei gehen, wenn ihr in der Nähe seid!

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© Birgit&Bier Club und Biergarten in einem bei Birgit & Bier

Die Birgit & Bier-Crew nennt ihr Baby den "Club unter den Biergärten" und bringt damit auf den Punkt, was man zu erwarten hat: Techno-Beats, aber auch 80s und Hip-Hop unter bunten Fähnchen und Diskokugeln. Auch der Grill wird regelmäßig angeschmissen. Spätestens, wenn der Club der Visionäre zu voll oder zu unentspannt ist, sollte man mal bei deren Nachbar*innen vom Birgit & Bier vorbeischauen.

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© Kerstin Musl Im ://about blank tanzen

Dass der Garten vom "blank" der schönste Clubgarten der Stadt ist, darüber sind wir uns hoffentlich alle einig. Dank Ziehwagen, Zelt und Liegemöglichkeiten will man gar nicht nach Hause und dann ist da noch das ambitionierte Programm. Hier finden kleine Konzerte, Kinderdiscos und die legendären Staub-Nächte statt – zur Zeit lockt der "Sektgarten" jedes Wochenende zahlreiche Besucher*innen an, bei dem ihr auch das Tanzbein schwingen könnt.

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© Kerstin Musl Auf dem Holzsteg des Club der Visionäre tanzen

Wenn man über die Brücke des Flutgrabens fährt, sieht man schon das bunte Treiben am Club der Visionäre. Am Nachmittag ist es eher gemütlich entspannt und man kann auf dem Holzsteg sitzen und die Füße ins Wasser hängen lassen. Wenn die Musik lauter und die Menschen mehr werden, tanzt man dann unter Lichterketten und großen silbernen Schüsseln.

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© Ritter Butzke Konfetti werfen im Ritter Butzke

Man weiß, dass man in der Butzke war, wenn man am nächsten Morgen Konfetti in jeder Körperritze findet und Ohrensausen hat – die Butzke dreht immer ordentlich auf. Seit Corona gibt es den Kulturgarten der Butzke: Hier könnt ihr jedes Wochenende zu Acts wie Super Flu, Jan Oberlaender, Victor Ruiz oder Mollono.Bass draußen tanzen.

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© Matze Hielscher Im Klubgarten vom Berghain den Sonntag verbringen

Der Sonntag ist heilig, ja, aber bis wir ihn wieder in den Innenräumen des alten Heizkraftwerks am Wriezener Bahnhof zelebrieren können, dauert es wohl noch ein bisschen – immerhin residiert gerade immer noch die Ausstellung "Studio Berlin" in den heiligen Hallen. Dafür hat der Klubgarten des Berghains inzwischen wieder regelmäßig geöffnet und verspricht mindestens einen Teil der klassischen Berghain-Experience: Die Schlangen sind schon wieder so lang als wäre nie etwas gewesen.

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@ Ken Schluchtmann Cocktails schlürfen am Sage Beach Club

Der Sage Beach Club ist Restaurant, Strandbar, Eventlocation und Kulturstandort in einem und vor allem im Sommer bekannt für spontane Open Airs am Sonntag. Es gibt alles, was man so erwartet von einem Beach-Club. Hier lässt es sich super entspannen, aber an guten Tagen auch super raven: Zur Zeit finden hier fast jedes Wochenende Partys mit starkem Line-up statt, es lohnt sich also, hier immer mal wieder vorbeizuschauen.

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© Vadim Morozov | Unsplash Im H13 Kulturpark Haselhorst den Tag und die Nacht durchfeiern

Ja, ihr könnt euren Augen trauen: Diese Location befindet sich nicht in Ost-Berlin, sondern tief im Westen, ja, in Spandau! Die halbe Weltreise mit der U7 lohnt sich allerdings sehr, denn der Kulturpark in der Nähe der Haltestelle Haselhorst ist ein wunderbarer Spielplatz für alle Freund*innen von elektronischer Musik und verfeierten Wochenenden. Wer hier rausfährt, bleibt erstmal und kommt mit größter Wahrscheinlichkeit irgendwann mit wackligen Knien und vielen neuen Bekanntschaften von diesem Ausflug in die "neuen urbanen Welten" von Spandau zurück.

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© Marit Blossey DJ-Sets, Kunst und Performance auf der Lohmühleninsel im ÆDEN

Das New Kid On The Block, also, auf der Lohmühleninsel: Im Juni hat mit dem ÆDEN (ausgesprochen: Eden) am Schleusenufer, direkt neben dem Birgit & Bier und dem Freischwimmer, ein neuer Spot für gepflegte Raves unter freiem Himmel eröffnet. Hier gibt es gerade jedes Wochenende DJ-Sets und Kunstausstellungen. Egal, ob ihr am Freitag, Samstag oder Sonntag im ÆDEN vorbeischaut – ihr werdet sicherlich eine gute Zeit haben.

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© Wiebke Jann Abhängen und wilde Partys feiern im Funkhaus

Das ehemalige Rundfunkhaus der DDR ist nicht nur ein historisch spannendes Gebäude, sondern auch ziemlich imposant. Wo früher fürs Fernsehen und Radio gesendet wurde, sind heute Studios, Ateliers und Konzertsäle, einer schöner und größer als der andere. Wir haben uns außerdem sagen lassen, dass auf dem Funkhaus-Gelände zur Zeit das eine oder andere wunderbare Open Air stattfindet, bei denen ihr mit Blick über die Spree Richtung Plänterwald vor schönster Kulisse in den Sonnenuntergang tanzen könnt. Na, sehen wir uns demnächst beim Ufer Sunday?

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