11 Dinge, die ihr tun solltet, wenn ihr neu in Berlin seid

Neu in eine Stadt zu ziehen, bedeutet meistens vor allem eines: Überforderung. Alles ist neu. Die Wohnung, die Mitbewohner*innen, die Stadt, der Supermarkt, die Leute, die ihr trefft. Und natürlich wirft das auch einige Fragen auf: Warum verabreden sich Leute sonntags zum Feiern? Wo gibt es die beste Currywurst? Welcher Stadtteil passt zu mir? Und was machen Berliner*innen eigentlich, wenn sie mal ihre Ruhe brauchen?

Aber no worries, wir haben auf (fast) alle Fragen eine Antwort und deshalb unsere 11 liebsten Tipps für Neu-Berliner*innen zusammengestellt, die auch (Wahl-)Berliner*innen gerne machen. Spoiler: Billige Cocktails in der Simon-Dach-Straße trinken gehört nicht dazu.

1

© Wiebke Jann Hummus und Shakshuka essen im Café Mugrabi

Wenn man an einem sonnigen Sommertag im Café Mugrabi am Görli sitzt, Kaffee trinkt und eine Portion Hummus oder Sabich verputzt, könnte man fast denken, in einem Tel Aviver Café zu sitzen. Die Atmosphäre ist locker und nett, das Essen authentisch und richtig lecker. Was wir hier am liebsten essen: Hamshuka, das ist Shakshuka mit Hummus. Jetzt mal ehrlich, gibt es etwas Besseres?!

2

© Insa Grüning Mitten auf dem Tempelhofer Feld die Freiheit genießen

Das Tempelhofer Feld ist im Sommer der Treffpunkt für ganz Berlin. Hier werden nicht nur diverse Sportarten ausgeführt, sondern auch gegrillt, gechillt und gegärtnert. Von Neuköllner Seite ist es nicht weit, am Grillplatz vorbei einfach ab durch die Mitte unter den nächsten Baum. Ideal ist natürlich neben schönem Wetter ein Picknick, eine Decke und ein kühles Getränk – so viel Himmel siehst du sonst nirgendwo in Berlin.

3

© Wiebke Jann Auf dem Nowkoelln Flowmarkt nach Schätzen stöbern

Der Flowmarkt Nowkoelln ist nicht nur toll, weil man hier neben privaten Secondhand-Sachen auch viele verschiedene Handmade-Shops findet, sondern auch, weil der Standort direkt am Kanal bei Sonnenschein ein Idyll ist. Außerdem gibt's immer Musik und viele Naschereien, die einem das Stöbern durch die verschiedenen Stände noch versüßen. Und wer seine akute Kauflust befriedigt hat, der setzt sich einfach ans Wasser und genießt den Sonnenschein. Herrlich!

4

© Insa Grüning 60er Jahre Charme im Kino International

Im Kino International feierten seit den frühen 1960ern zahlreiche internationale Filme ihre DDR-Premiere. Zu Erstaufführungen von heimischen Filmproduktionen ließen sich auch Mitglieder des Politbüros blicken. Da es nur einen einzigen Kinosaal gibt, ist die Filmauswahl sehr begrenzt. Dafür lohnt sich ein Besuch allein schon, um bei einem Drink das 60er-Jahre-Flair des Foyers und die Aussicht durch die riesigen Panoramafenster zu genießen. Dank seiner Architektur wurde das Kino International auch schon selbst zum Drehort: In der erfolgreichen Netflix-Serie "The Queen's Gambit" diente die Panorama-Bar im oberen Stockwerk des Kinos als Restaurant in dem Hotel, in dem Protagonistin Beth bei ihrer Reise nach Moskau übernachtet.

5

© Daliah Hoffmann Von der S-Halensee über den Ku'damm bis zum KaDeWe spazieren

Über den Ku'damm zu flanieren macht natürlich auch tagsüber Spaß, denn dann kann man wunderbar beobachten, wer heute bei Moncler, Chanel, Rolex und Co. mal wieder ein Vermögen im Wert einer Eigentumswohnung lässt. Nachts, wenn die Schickeria verschwunden ist, bietet sich aber eine fast noch bessere Gelegenheit zum Spazieren, denn dann ist alles beleuchtet, man ist quasi alleine und kann all the way up mit Blick aufs KaDeWe den Berliner Westen genießen. Absolutes Highlight: Wenn die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt wird und alle Bäume leuchten.

6
Konnopke

© Insa Grüning Currywurst bei Konnopke's Imbiß essen

Was wäre Berlin ohne Currywurst und ohne Konnopke's Imbiß? Max Konnopke und seine Frau Charlotte eröffneten 1930 ihren Bauchladen an der Ecke Schönhauser Allee/Danziger Straße, wo sie ihre Würstchen nachts verkauften. 1960 errichtete die Familie eine Imbissbude an heutiger Stelle und brachte damit die Currywurst nach Ost-Berlin. Man munkelt, dass Konnopke's die besten Currywürste der Stadt macht – und wenn ihr uns fragt, stimmt das auch. Übrigens gibt es hier auch eine verdammt leckere vegane Currywurst!

7

© Kerstin Musl Das ganze Wochenende im Sisyphos verbringen

Von Weitem qualmen schon die Türme, der*die Fahrer*in der Tram 21 schaut konzentriert nach vorn, nicht dass einer Gäste wieder auf den Bahnschienen eingeschlafen ist. Berlins Karneval der Tage und Nächte ist bei unseren Leser*innen der beliebteste Club der Stadt. Wer Montag nicht in die Uni will, findet hier endlich wieder die bestmögliche Entschuldigung. Aktuell kommt ihr nur mit 2G-Nachweis rein, aber dann dürft ihr raven, was das Zeug hält!

8

© Charlott Tornow Zum Sonnenaufgang auf den Drachenberg steigen

Der Drachenberg und der dazugehörige Ausblick machen natürlich in quasi allen Situationen eine richtig gute Figur, dafür ist der Blick von so weit oben einfach zu unverbaut und perfekt. Dennoch gibt es eine Tageszeit, zu der uns der Drachenberg am allerbesten gefällt: zum Sonnenaufgang. Unser Tipp: Macht euch eine schöne Kanne Kaffee, packt euch eine Jause ein und geht ganz früh morgens los, sodass ihr kurz vor Sonnenaufgang oben seid. Dort seid ihr dann fast ungestört, allein mit der Sonne, den Krähen und dem wunderschönen Berlin, das vor euch liegt. Schrecklich schön und wirklich unendlich romantisch.

9

© Insa Grüning Die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe besuchen

Die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe gehört nicht nur zu den beeindruckendsten architektonischen Gebäuden Berlins, sondern beherbergt auch eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Moderne. Die Sockelplattform, die schweren Stahlträger und großen Fensterfassaden des Museumsbaus gelten als typische Stilelemente des Stararchitekten und sind wirklich beeindruckend. Seit Juli 2021 ist die Neue Nationalgalerie nach einer fünfjährigen Sanierungszeit endlich wieder für Publikum geöffnet und lockt von nun an regelmäßig mit tollen Sonderausstellungen – und sollte deshalb sowohl bei (Wahl)Berliner*innen als auch Hinzugezogenen unbedingt ganz weit oben auf der Bucketlist stehen.

10

© Daliah Hoffmann Die Siegessäule erklimmen

Die Siegessäule, im Berliner Volksmund liebevoll Goldelse genannt, ist eines der Wahrzeichen Berlins, obwohl viele Berliner*innen das Denkmal selbst noch nie von innen gesehen haben. Dabei ist der Ausblick (gerade im Herbst) über Berlin von 67 Meter Höhe fantastisch und auch die Geschichte, die die Siegessäule erzählt, nämlich die drei Siege Preußens im Deutsch-Dänischen Krieg, im Krieg gegen Österreich sowie im Deutsch-Französischen Krieg sind mehr als spannend.

  • Siegessäule
  • Großer Stern, 10557 Berlin
  • April bis Oktober: Montag – Freitag: 9.30–18.30 Uhr, Samstag & Sonntag: 9.30–19 Uhr; November bis März: Montag – Freitag: 9.30–17.30 Uhr, Samstag & Sonntag: 9.30–17.30 Uhr; am 24. Dezember geschlossen
  • 3 Euro, ermäßigt 2,50 Euro
  • Mehr Info
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© Wiebke Jann Günstige Drinks schlürfen und Leute kennenlernen im Lerchen und Eulen

Ein Mix aus Kreuzberger Wohnzimmeratmosphäre und wunderschönen frischen Blumen macht den Charme des Lerchen und Eulen aus. Wer auf charmantes Secondhand-Mobiliar, gute und günstige Drinks, nette Bedienung und Rauchen steht, ist hier genau richtig. Der Platz ist allerdings begrenzt, deshalb sollte man an Wochenenden frühzeitig aufkreuzen, um einen gemütlichen Platz zu bekommen.

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