11 Dinge, die du tun solltest, wenn du neu in Berlin bist

Neu in eine Stadt zu ziehen bedeutet meistens vor allem eines: Überforderung. Alles ist neu. Die Wohnung, die Mitbewohner*innen, die Straße, die Stadt, der Supermarkt, die Leute, die du triffst. Und natürlich wirft das auch einige Fragen auf: Wieso tragen alle Schwarz? Warum verabreden sich Leute sonntags zum Feiern? Wieso liebt einen hier die BVG? Wo gibt es den besten Döner? Welcher Stadtteil passt zu mir? Wie werde ich als Kreative*r hier bezahlt? Und was machen Berliner*innen eigentlich? Aber no worries, wir haben auf (fast) alle Fragen eine Antwort.

Wir haben unsere 11 liebsten Tipps für Neu-Berliner*innen zusammengestellt, die auch (Wahl-)Berliner*innen gerne machen. Spoiler: Billige Cocktails in der Simon-Dach-Straße trinken gehört nicht dazu.

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© Daliah Hoffmann Auf Frühstückskurs im A Never Ever Ending Love Story

Wer gut aussehendes Essen liebt, wird sich in dem kleinen und wirklich feinen Café von Giacomo und Ritchie, die uns auch schon das "What do you fancy love?" gebracht haben, wie auf Wolke Sieben fühlen. Mag auch daran liegen, dass es hier so rosa ist, als würde man durch eine rosa-rote Brille schauen. Wir haben uns direkt in die Pancakes verguckt. Egal ob mit unverschämt leckerer Dulce de Leche und Banane, mit Vanille-Quark und Beeren oder klassisch mit Butter und Ahornsirup. Wer es lieber herzhaft mag, der kann zwischen Guacamole-Stulle, Rührei oder Mexican Bowl wählen.

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Picknick

© Matze Hielscher Grillen auf dem Tempelhofer Feld

Das Tempelhofer Feld ist im Sommer der Treffpunkt für ganz Berlin. Hier werden nicht nur diverse Sportarten ausgeführt, sondern auch gegrillt, was der Rost hält. Die ausgewiesenen Flächen weisen euch den Weg zum Grillplatz, damit nicht das ganze Feld geräuchert wird.

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© Wiebke Jann Auf dem Nowkoelln Flowmarkt nach Schätzen stöbern

Der Flowmarkt Nowkoelln ist nicht nur toll, weil man hier neben privaten Second-Hand-Sachen auch viele verschiedene Hand-Made-Shops findet, sondern auch weil der Standort direkt am Kanal bei Sonnenschein ein Idyll ist. Außerdem gibt's immer Musik und viele Naschereien, die einem das Stöbern durch die verschiedenen Stände noch versüßen. Und wer seine akute Kauflust befriedigt hat, der setzt sich einfach ans Wasser und genießt den Sonnenschein.

4

Courtesy König Galerie Moderne Kunst in der Galerie von Johann König anschauen

Die König Galerie wurde 2002 von Galerist Johann König, dem Sohn des bekannten Kurators Kasper König, gegründet und ist inzwischen zu einer festen Institution in der Berliner Kunstlandschaft geworden. 2011 ist Johann König mit seiner Galerie in die Räumlichkeiten der St. Agnes-Kirche in Kreuzberg gezogen. Der brutalistische Bau, der früher als katholisches Kirchengebäude genutzt wurde, dient mit seinen großzügigen Räumen heute primär der Ausstellung von Kunstwerken, manchmal finden hier aber auch anderweitige Events statt. Johann König vertritt aktuell 39 lokale Künstler und Künstlerinnen, darunter Größen wie Jeppe Hein, Katharina Grosse oder Michael Sailstorfer. Zudem ist er permanent auf internationalen Kunstmessen wie der Art Basel, Art Fair London oder Art Basel Miami dabei.
5

© Paul's Boutique Im Sneakerhimmel bei Paul's Boutique auf Wolke 7 schweben

Ein Traumland für Sneakerliebhaber. In Paul’s Boutique stapeln sich Turnschuhe verschiedenster Marken. Wer hier nach einem passenden Paar sucht, sollte etwas Zeit und Geduld mitbringen. Der Laden besticht weniger durch seine Organisation als durch seine große Auswahl auf kleinem Raum. Und wer genug Durchhaltevermögen hat, kann nebenan zu Goo gehen, denn der Inhaber hat anscheinend Geschmack am Verkauf von cooler Vintage-Mode gefunden und betreibt mittlerweile mehrere Stores (Paul’s Boutique, Goo, Torstrasse und Repeater), in denen es Marken von Cheap Monday über Fred Perry bis Dior gibt.

6

© Daliah Hoffmann Bei Rüya den leckersten Chicken Döner essen

Für alle Eltern, die meinen, Döner schmecke nicht und sei keine vollwertige Mahlzeit: Sorry, aber da liegt ihr komplett daneben und kennt das Rüya noch nicht. Hier gibt’s nämlich den besten Chicken-Döner Berlins. Das Hähnchenfleisch ist super saftig, das eingelegte und geröstete Gemüse mal was anderes und selbst beim Brot habt ihr die Wahl zwischen drei Sorten. Unvergesslich und unglaublich lecker – eure Eltern werden staunen (und zurück zu Hause schwärmen).

7

© Wiebke Jann Mit dem Schlauchboot über den Landwehrkanal schippern

Wieso sollte man Berlin nur auf dem Land erkunden, wenn Berlin doch sogar mehr Brücken als Venedig (ja, Hamburg hat sogar noch mehr, wissen wir) und natürlich auch dementsprechend viele Wasserwege hat, auf denen wir die Stadt immer (neu)erkunden können. Wem das nötige Kleingeld zum Bootmieten fehlt, für den haben wir eine etwas günstigere Alternative in petto: mit dem Schlauchboot über den Landwehrkanal schippern. Der hat nämlich ziemlich viele Möglichkeiten, um sich gepflegt mit dem Schlauchboot ins Wasser gleiten zu lassen.  Schnappt euch einfach eure Liebsten, Snacks und Drinks, vielleicht ein Buch oder Musik – und los geht's!

8

© Wiebke Jann Leckere Burger und Chili-Cheese-Fries im Burgermeister

Der Burgermeister ist eine Legende in Berlin, er lieferte schon für so einige Filme die Kulisse und auch wenn man mitunter ewig warten muss, lohnt sich ein Besuch immer. Denn nicht nur die Burger sind ein Gedicht, sondern auch die Pommes sind mit ihren eigenwilligen Kreationen wie Cheese-Fries mit Zwiebeln und Bacon oder Chili-Cheese-Fries mit Käse, Jalapenos und Rindfleisch, fantastisch.

9

© Hella Wittenberg Das Gefühl für Raum und Zeit im Schwarzen Café verlieren

Sollte es euch eines Abends nach Charlottenburg verschlagen und ihr etwas mehr Zeit haben, müsst ihr unbedingt im Schwarzen Café vorbei schauen. Das Restaurant war früher mal ein Bordell und ist mittlerweile eine Institution, besonders weil es wirklich rund um die Uhr geöffnet hat. Ihr könnt hier also zu jeder Tageszeit absteigen und dem Tag oder der Nacht Hallo sagen. Käsefrühstück nachts um halb 4? Kein Problem! Lust auf Tortellini morgens um 10 Uhr? Geht auch. Wir sitzen im Schwarzen Café am liebsten auf dem kleinen Balkon. Im Sommer ist der Hof auch sehr beliebt.

10

Das Wochenende im Sisyphos verbringen

Von Weitem qualmen schon die Türme, der Fahrer der Tram 21 schaut konzentriert nach vorn, nicht dass wieder einer der Club-Gäste auf den Bahnschienen eingeschlafen ist. Nach viel Ärger mit dem Bezirksamt darf nun auch offiziell in der ehemaligen Hundekuchenfabrik geravt werden. Ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene – Berlins Karneval der Tage und Nächte. Wer Montag nicht in die Uni will, findet hier die bestmögliche Entschuldigung.

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© Wiebke Jann Günstige Drinks schlürfen und Leute kennenlernen im Lerchen und Eulen

Ein Mix aus Kreuzberger Wohnzimmeratmosphäre und wunderschönen frischen Blumen macht den Charme des Lerchen und Eulens aus. Wer auf charmantes Second-Hand-Mobiliar, gute und günstige Drinks, nette Bedienung und Rauchen steht, ist hier genau richtig. Der Platz ist allerdings begrenzt, deshalb sollte man an Wochenenden frühzeitig aufkreuzen um einen gemütlichen Platz zu bekommen.

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