11 Orte in Berlin, die noch kein Berliner von innen gesehen hat

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Sie existieren tatsächlich mitten unter uns: Orte, die uns vertraut und trotzdem so fremd sind, weil wir sie einfach noch nie von innen gesehen haben oder uns generell kein Einlass gewährt wird. Wir haben 11 bekannte und teilweise auch tolle Orte ausgesucht, die fast alle Berliner noch nie von innen gesehen haben.

1. Hotel Adlon

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Hier haben sich schon alle Präsidenten, Könige und Hollywoodstars gebettet. Sogar Michael Jackson hat hier vor kreischenden Fans fast seinen Sohn aus dem Fenster geschmissen. Aber wir "armen Berliner" kennen den grandiosen Blick auf das Brandenburger Tor nur aus diversen RTL-Reportagen.

2. Madame Tussauds

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Das weltbekannte Wachsfigurenkabinett mit dem Charme eines Papptellers steht definitiv auf keiner To-Do-Liste der Berliner. Hier werden vor allem Schulklassen durchgejagt, um die lästige Tageszeit zu überbrücken, bis man sich endlich abends einen reinstellen kann. Übrigens, einer der wenigen Berliner, der mal dem Madame Tussauds einen Besuch abstattete, riss der 200.000 Euro teuren Hitlerfigur vor den Wachsaugen von Willi Brandt den Kopf ab. Das ist wohl auch Berlin.

Kleine Korrektur: "Etwa 1/3 der Besucher des Madame Tussauds Berlin sind Berliner.", heißt es in einer Mail an uns. Okay.

3. A&O Hostels

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Die Bettenburgen der Schulklassen und Easyjet-Touristen sind den meisten Berlinern zumindest von außen immerhin schon mal aufgefallen. Aber wie es wirklich ist, hier total hacke in eines der Doppelstockbetten zu kotzen, weiß kein Berliner.

4. Schloss Bellevue

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Der mittelprächtige Herrschaftssitz des Bundespräsidenten besticht vor allem durch seinen großzügigen Garten mit einem Rasen von Golfplatz-Qualität. Sofern man nicht mit einem hohem Verdienstorden wie dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wird, hat kein Berliner die Chance, eines der ca. 50 Zimmer jemals zu Gesicht zu bekommen. Aus Sicherheitsgründen. Roman Herzog war übrigens bis jetzt der einzige Bundespräsident, der auch im Schloss nächtigte. Alle anderen präferierten dann doch lieber eine bewachte Villa in Dahlem.

5. Matrix Club

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Seit über 20 Jahren heißt es Party, Party, Party in den Gewölben des U-Hochbahnhofes Warschauer Straße. Doch kaum ein Berliner außer der "Berlin Tag & Nacht"-Crew hat sich jemals auf einer der sieben Partys pro Woche verirrt. Wer doch einmal da war, kennt den Grund.

6. Spandau

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Die einen verfluchen diesen "unnötigen ICE-Halt", wenn sie mit dem Fernzug anreisen und die anderen sind das ständige Spandau-Bashing einfach leid. Aber wie man auch immer zu Spandau steht, da gewesen ist fast kaum ein Berliner. (Außer die lieben Spandauer natürlich.)

7. Reichstagsgebäude

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Spätestens seitdem die fancy Glaskuppel auf dem Dach montiert wurde, ist der Reichstag einer der großen Touristenmagneten unserer Hauptstadt. Doch die unfassbar langen Schlangen und eine Anmeldung vor Ort mit einem Vorlauf von bis zu zwei Stunden erstickt die meisten Besuche der Berliner Bürger schon im Keim.

8. Drehrestaurant "Sphere" im Berliner Fernsehturm

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207 Meter über der Stadt thront im Fernsehturm das Drehrestaurant Sphere. Wie der Name schon verrät, dreht sich das Ding und das um rasante 360 Grad in der Stunde. Es gibt freies W-Lan, frisch gepressten O-Saft für 4,50 Euro und eine Portion Nutella für 50 Cent. Da fragt man sich, warum kaum ein Berliner hier mal zwischendurch herrschaftlich frühstückt.

9. U55

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Die U55 wurde 2009 eröffnet und wird auch gerne als die Kanzler U-Bahn verspottet. Mit einer aberwinzigen Streckenlänge von 1,8km und gerade mal drei mickrigen Haltestationen ist sie aktuell der absolute Freak unter den U-Bahnlinien. Kaum ein Berliner hat diese U-Bahn jemals von außen oder gar von innen zu Gesicht bekommen. Bis ca. 2020 soll sich das kleine U-Bahnlinchen mit der U5 vereinen. Also wenn ihr in 55 Jahren sagen wollt, dass ihr als einer der wenigen Berliner mal mit dieser verrückten U55 gefahren seid, dann lasst euch keine 5 Jahre Zeit.

10. Sightseeing-Bus

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Eigentlich doch ganz geil: Ein Cabrio-Bus, der quer durch die Stadt fährt und einen per Lautsprecher mit Infos über die City füttert. Der Grund, warum das kein Berliner nutzt, ist klar. "Dit is doch nur wat für Touristen." Aber vielleicht sollten wir, anstatt auf den M29er zu warten, einfach mal mit dem Sightseeing-Bus im Stau stehen.

11. Der BND-Komplex

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Auf gewisse Weise schon verrückt, dass der größte Neubau seit Ewigkeiten niemals von den Berlinern bestaunt werden kann. Der Nordteil des Komplexes wird bereits seit 2013 genutzt und die restlichen der 4000 Mitarbeiter des Nachrichtendienstes werden im Laufe des Jahres einziehen. Wer doch irgendwann mal sehen möchte, wie dieses Monster von innen aussieht, muss wohl erstmal etwas üben mit dem Spionage-Kasten von den Drei ???.

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