11 Dinge, die ihr in Köpenick immer machen könnt

Von den Stadtkindern manchmal etwas vorschnell als idyllisch-monotoner Familienbezirk abgestempelt, findet man in Köpenick neben der schönen Natur jede Menge Kiezfeeling, Kunst und Kultur. Besonders lohnt sich ein gemütlicher Wochenendausflug in den vielfältigen Ortsteil Friedrichshagen, um sämtliche Floh- und Wochenmärkte rund um den Marktplatz abzubummeln. Am Ostkreuz flux in die S3 gesprungen, seid ihr bereits in einer Viertelstunde am S Friedrichshagen. Hier kommt der Beweis, dass Berlin auch außerhalb des S-Bahnrings so einiges zu bieten hat.

1

Frühstücken im Milchkaffee

Das Milchkaffee in der Köpenicker Altstadt ist eins von den Frühstückscafés, über denen man am liebsten wohnen möchte, um sonntags im Pyjama gemächlich an seinen Stammtisch zu schlurfen. Vom leckeren Obstsalat mit Joghurt bis zum herzhaften Käsefrühstück mit hausgemachten Brotaufstrichen und selbstgebackenen Brötchen gibt es hier alles, was das morgendlich-verschlafene Herz begehrt. Die Betreiber setzen auf regionale Zutaten, Bio-Lebensmittel und sind immer bester Laune. Außerdem zaubern sie himmlischen Streuselkirschkuchen und allerhand andere Leckereien.

2

© Lena Mempel Spazieren auf der Schlossinsel

Die Schlossinsel mitten in der Köpenicker Altstadt ist ein traumhaftes Plätzchen. Die Geschichtsaffinen unter euch können im märchenhaften Barockschloss Teile der Sammlung des Kunstgewerbemuseums bewundern, für alle anderen ist die umliegende Gartenanlage am Ufer der Dahme immer ein schöner Ort für romantische Spaziergänge, Joggingrunden und Picknicks. An lauen Sommerabenden treten im Hof Bands auf oder man kann bei Klassik-Open-Airs Mozartmelodien lauschen. Klingt gut, kostet nix.

3

Dinieren im Deftig Berlin

Ein Gläschen Wein mit Freunden, dazu eine herzhafte Brotzeit oder ein knuspriger Flammkuchen – klingt für euch nach einem erstklassigen Abend? Dann auf ins Deftig. Der Name ist Programm und bei rustikalem Flair kommen hier neben erlesenen Weinen und Bieren aus Hahn und Flasche die sogenannten “Defties” auf den Tisch. Die Häppchen sind Miniaturausgaben deutscher Küche und werden immer frisch und saisonal zubereitet. Na dann Prost Mahlzeit!

4

© Schlossplatztheater/Facebook Theaterabend im Schlossplatztheater

Neben dem Rathaus Köpenick befindet sich das kleine, feine Schlossplatztheater, dessen Ensemble vor allem für seine Opernbearbeitungen bekannt ist. Mit viel Kreativität und Detailliebe werden klassische Stücke modern adaptiert – wie zum Beispiel grade das Stück “fastFAUST”, in dem zwei Schauspieler in 57 verschiedenen Rollen eine verkürzte Fassung von Goethes “Faust” erzählen. Da halten sogar Kulturmuffel durch.

5

Kunst gucken in der Galerie Alte Schule

Die kommunale Galerie stellt zeitgenössische Arbeiten regionaler und überregionaler Künstler aus. In den weitläufigen Räumen lassen sich von Plastiken über Malerei, Grafik sowie Film- und Videoinstallationen einige interessante, manchmal skurrile Werke bestaunen. Besonders empfehlenswert sind die Vernissagen, da die Künstler häufig selbst anwesend und zu einem Plausch bereit sind. Dazu gibt’s Konzerte und Gespräche mit Kunstschaffenden und der Eintritt ist frei.

6

© Lena Mempel Brauereiführung bei Berliner Bürgerbräu

Sozusagen als Vorgänger sämtlicher Mikrobrauereien war Berliner Bürgerbräu bis zur Stilllegung 2010 die älteste, unabhängige Brauerei Berlins. Inzwischen ist ein Teil des Geländes in ein Museum umfunktioniert worden, in dem man hinter die Kulissen des Berliner Traditionsunternehmens blicken kann. Super für alle Bierinteressierten und Menschen mit einer architektonischen Vorliebe für die Finessen industrieller Bauwerke, insbesondere Schornsteine.

7

© Lena Mempel Film ab im Kino Union

Die Betreiber des Filmtheaters haben ein wirklich gutes Händchen, was die Programmgestaltung betrifft, und zeigen sowohl kleine Independent-Produktionen und Reportagen als auch ausgewählte Blockbuster, oft lange nach Kinostart – immer im kleinen, gemütlichen Kinosaal mit Kuschelfaktor und Wohnzimmercharme. Dazu kann man sich zum Film frische Säfte oder Smoothies und allerhand leckeres Gebäck gönnen. Im Sommer betreibt das Union zusätzlich das Freiluftkino Friedrichshagen, wo ihr bei Klassikern wie “Dirty Dancing” heimlich mitsingen könnt.

8

© ppsberlin | FlickrCC BY-NC 2.0 Fußballfieber in der Alten Försterei

Alle überzeugten Hertha-Fans überlesen das hier besser, aber für die Köpenicker ist ihr geliebter 1. FC Union wohl der einzig wahre Berliner Fußballverein. An Spieltagen verwandelt sich der ganze Bezirk in eine rot-weiße Gemeinschaft von Union-Unterstützern – selbst die Bäckereiverkäuferin begrüßt einen morgens strahlend mit Fanschal. Groß und klein pilgern dann stolz ins Heim-Stadion, die Alte Försterei. Wer bei leidenschaftlichem Fußball mitfiebern und echte Fanliebe inklusive kehlig-kreativer Stadiongesänge und ansteckendem Torjubel mal vor Ort erleben möchte, kann beim Ticketoffice am Stadion oder im Onlineshop Karten kaufen. Aber aufgepasst, denn wie heißt es so schön: “Einmal Unioner, immer Unioner!”

9

Die Bölschestraße entlang flanieren

Die Bölschestraße bildet das lebendige Herzstück Friedrichshagens. Hier reihen sich kleine Boutiquen, Buchläden und Künstlerateliers aneinander, in denen es sich ausgezeichnet nach schönen Geschenken und Mitbringseln stöbern lässt. Für Naschkatzen ist der Schoko-Laden Chocolat Pflicht, in dessen kleinem Café man einen gepflegten Nachmittagskakao in den verrücktesten Geschmacksrichtungen trinken kann (Minze-Zitrone, anyone?). Gegenüber vom Chocolat befindet sich ein großartiger kleiner Regionalladen, in dem ihr Naturkosmetik, frisches Obst und Gemüse und echte berliner-brandenburgerische Spezialitäten erwerben könnt. Alle Produkte sind nachhaltig und handwerklich hergestellt.

10

© Nicola Holtkamp | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Wassersport am Müggelsee

Das berühmte Gewässer aus Leander Haußmanns Komödie “Haialarm am Müggelsee” ist der größte Berliner See und ein Paradies für Wassersportler – ganz ohne bissige Raubfische. Er eignet sich hervorragend zum Surfen, Segeln und Schwimmen. Ringsum gibt es einige Bootsverleihe, bei denen verschiedenste Wasserfahrzeuge wie Kanus, Solar- oder Tretboote angeboten werden. Auch Segel- und Surfkurse kann man hier absolvieren oder seine Stand-Up-Paddling-Skills verbessern. Wem das alles zu viel des Sportes ist, legt sich im Seebad Friedrichshagen an den Strand, tankt Sonne und isst ein Eis. Fast wie Ostseeurlaub. Aber auch im Winter wissen die Friedrichshagener ihren Müggelsee zu nutzen und haben bis Ende Februar 2016 eine eigene kleine Eislaufbahn eröffnet.

11

Waldspaziergang in den Müggelbergen

Wer mal wieder raus ins Grüne möchte und ein bisschen Erholung vom Stadtleben sucht, fährt in die Müggelberge. Mit ihren 114 Metern sind sie zwar noch lange kein Hochgebirge, aber trotzdem kann man hier hervorragend wandern, klettern und, Geheimtipp, super rodeln gehen! Wer hoch hinaus möchte, läuft bis zum Müggelturm. Nach 126 Stufen bekommt ihr einen Rundumblick über den Südosten Berlins und könnt bei guter Sicht sogar bis zum Alexanderplatz schauen.

Sags deinen Freunden:

Entdecke die besten Restaurants, Bars und Plätze in deiner Nähe.

Zur neuen Karte!