Artvergnügen: 11 Ausstellungen, die ihr euch im Mai 2022 anschauen solltet

Mit dem Gallery Weekend wurde vergangene Woche quasi der diesjährige Kunstsommer mit einem lauten Gong eingeläutet – und das ziemlich erfolgreich: Die erste Bilanz sagt, dass rund 30.000 Besucher*innen und 1.500 Sammler*innen, Galerist*innen sowie Kurator*innen durch die Galerien und Museen der Stadt gezogen sind. Nicht schlecht! Darüber hinaus laufen natürlich bereits die Vorbereitungen für die nächsten Openings. Welche elf Ausstellungen ihr im Mai auf eurem Kunstradar haben solltet, verraten wir euch hier:

1. Conny Maier: "Feels Like Rabies"

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Die junge Berliner Künstlerin Conny Maier wird vielen euch bestimmt ein Begriff sein, denn sie hat ihre großformatigen Ölgemälde, auf denen sie auch immer wieder das Thema Body Politics verhandelt, schon regelmäßig auf diversen Gruppenausstellungen präsentiert. Aktuell zeigt die Galerie Sociéte ihre erste große Soloschau mit dem Titel "Feels Like Rabies", die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Conny Maier: "Feels Like Rabies" | bis 03.06.2022 | Sociéte | Wielandstr. 26, Charlottenburg | Mehr Infos

2. Tape Art Convention

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Am 07. Mai eröffnet die Tape Art Convention auf dem großen Areal des Napoleon Komplex in Friedrichshain. Über 30 Künstler*innen aus insgesamt zehn Ländern – darunter auch die Stars der Szene wie Damien Gilley aus den USA oder R1 aus Südafrika – sind der Einladung des Berliner Künstler*innenkollektivs Tape That gefolgt, um uns die Vielfalt dieser Kunstform zu präsentieren. Coole Nummer!

Tape Art Convention | 08.–21.05.2022 | Napoleon Komplex | Modersohnstraße 35-45, 10245 Berlin-Friedrichshain | Tickets: 5 Euro (Basic); 10 Euro (Supporter), Eintritt inkl. Führung 15 Euro | Mehr Infos

3. Lauren Lee McCarthy: "I Heard Talking Is Dangerous"

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Wir müssen an dieser Stelle eine ganz große Empfehlung für die Ausstellung "I Heard Talking Is Dangerous" aussprechen, die nur noch kurz Zeit im EIGEN + ART Lab zu sehen ist. Lauren Lee McCarthys Arbeiten (Performances, Web Pieces, Installationen) beschäftigen sich im weitesten Sinne mit digitaler Kommunikation, die sich aber auch in unsere physische Welt und Wahrnehmung drängt. Eine der großen Fragen, die sie immer wieder stellt: Wie kommt es eigentlich dazu, dass wir Menschen uns verbunden fühlen? Wie sieht der Code von Intimität aus? Spannend!

Lauren Lee McCarthy: "I Heard Talking Is Dangerous" | bis 14.05.2022 | EIGEN +ART Lab | Torstraße 220, 10115 Berlin | Mehr Infos

4. Martin Groß: "Hi {first name}, I hope this finds you well"

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"Hi {first name}, I hope this finds you well". Tja, wer bekommt Begrüßungsfloskeln wie diese nicht zig Mal pro Tag per Mail geschickt? Was wir alle vermutlich inzwischen als "normal" oder "ganz nett" betrachten, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung dann doch als ziemlich unpersönlich und austauschbar. Mit eben solch merkwürdigen Phänomenen, die das Internet hervorgebracht hat, beschäftigt sich Martin Groß in seinen überdimensionalen Schriftzügen und Bildern, die zur Zeit bei EIGEN + ART in Mitte zu sehen sind.

Martin Groß: "Hi {first name}, I hope this finds you well" | bis 14.05.2022 | Galerie EIGEN + ART | Auguststraße 26,  10117 Berlin | Mehr Infos

5. Xenia Hausner: "Unintended Beauty“

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Die König Galerie präsentiert aktuell Werke der Wiener Künstlerin Xenia Hausner. Unter dem Ausstellungstitel "Unintended Beauty" versammelt sie ihre penibel arrangierten und farbstarken Gemälde, die meistens Frauen zeigen. Hausners Methode: Sie fotografiert ihre Modelle zunächst vor selbstgebauten Kulissen, übersetzt die Fotos dann malerisch auf Leinwand und transformiert die Frauen somit in einen Raum, der sich irgendwo zwischen Realität und Fiktion befindet.

Xenia Hausner: "Unintended Beauty" | bis 19.06.2022 | König Galerie | Alexandrinenstr. 118–121, Kreuzberg | Mehr Infos

6. "Stühle. Dieckmann! Der vergessene Bauhäusler Erich Dieckmann"

Erich Dieckmann, Drei Stühle, 1925-1935, Blei- und Farbstift auf Papier, © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Dietmar Katz

Das Kunstgewerbemuseum würdigt den Möbelgestalter und Bauhäusler Erich Dieckmann mit einer ersten großen Einzelausstellung nach über 30 Jahren in Berlin. In "Stühle. Dieckmann! Der vergessene Bauhäusler Erich Dieckmann" könnt ihr euch neben von ihm entworfenen Möbelstücken auch Grafiken, Zeichnungen und viele zeitgenössische Reaktionen anschauen, die sich mit den gestalterischen Arbeiten von Dieckmann auseinandersetzen. Klingt spannend!

"Stühle. Dieckmann! Der vergessene Bauhäusler Erich Dieckmann" | 07.05.–14.08.2022 | Kunstgewerbemuseum | Matthäikirchplatz, 10785 Berlin | Mehr Infos

7. "Seen By #17: Profiling"

Dana Rabea Jäger, Notes IOU (6), 2022, Inkjetprint, 80x120 cm, © Dana Rabea Jäger

In der neuen Ausgabe der Ausstellungsreihe "Seen By #17: Profiling" geht es wieder um ein spannendes Thema – nämlich um das Profil in den Sozialen Medien. Einerseits sind unsere Social-Media-Profile ja längst zu einem zentralen Motiv heutiger Beziehungen geworden. Andererseits stoßen sie aber auch Prozesse an, die man kritisch hinterfragen kann, wie etwa die Erstellung von Verbraucher*innen- oder Polizeiprofilen, die sich durch technologisches Tracking unseres Verhaltens anfertigen lassen. Spooky, findet ihr nicht auch?

"Seen By #17: Profiling" | bis 19.06.2022 | Museum für Fotografie | Jebensstraße 2, 10623 Berlin | Mehr Infos

8. "Schliemanns Welten. Sein Leben. Seine Entdeckungen. Sein Mythos."

Ausgrabungen in Troja, 1890er-Jahre, © bpk

Anlässlich seines 200. Geburtstages widmet das Museum für Vor- und Frühgeschichte dem berühmten, deutschen Archäologen Heinrich Schliemann die große Sonderausstellung "Schliemanns Welten. Sein Leben. Seine Entdeckungen. Sein Mythos." in der James-Simon-Galerie. Dort könnt ihr rund 700 Objekte, darunter auch internationale Leihgaben, entdecken oder euch mit aktuellen Forschungsergebnissen auseinandersetzen, die Schliemanns damalige Forschungsmethoden durchaus auch kritisch einordnen..

"Schliemanns Welten Sein Leben. Seine Entdeckungen. Sein Mythos." | 13.05.2022 bis 06.11.2022 | James-Simon-Galerie | Bodestraße, 10178 Berlin | Mehr Infos

9. "Studio Tolerance"

Mexico, Tolerance Poster, 2017 © Alejandro Magallanes | Kanada, Tolerance Poster, 2017, © Marian Bantjes

In der Kunstbibliothek am Kulturforum sind unter dem Motto "The Tolerance Project" ab Mitte Mai die Ergebnisse einer tollen Plakataktion zu sehen, die bereits 2017 von Mirko Ilić in New York ins Leben gerufen wurde. Die einzige Vorgabe lautete damals: Auf jedem Plakat soll das Wort "Toleranz" zu lesen sein. Nachdem die Plakate von über 190 Grafiker*innen aus 55 Ländern auf Welttournee waren, sind sie jetzt auch in Berlin zu sehen. Finally!

Studio Tolerance | 17.05.2022 bis 17.07.2022 | Kunstbibliothek | Matthäikirchplatz
10785 Berlin | Mehr Infos

10. "SHATTERED – transformations of cubism"

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Die SEXAUER Gallery in Weißensee zeigt aktuell die Schau "SHATTERED – transformations of cubism". Wie der Titel schon anklingen lässt, geht es um die Auseinandersetzung mit einer der wegweisenden Kunstströmungen des frühen 20. Jahrhunderts, dem Kubismus. Allerdings stehen hier eher aktuelle Bezugnahmen und künstlerische Auseinandersetzungen mit diversen Spielarten Elementen des Kubismus' im Fokus – insbesondere geht es um die menschliche Figur im Kontext der Malerei.

"SHATTERED – transformations of cubism" | bis 11.06.2022 | SEXAUER Gallery | Streustr. 90, 13086 Berlin | Mehr Infos

11. Nina Canell: "Tectonic Tender"

Ausstellungsansicht „Nina Canell. Tectonic Tender“, Berlinische Galerie, Foto: © Nick Ash

Solltet ihr demnächst einen Besuch der Berlinischen Galerie planen, müsst ihr die Ausstellung "Tectonic Tender" von Nina Canell sehen. Canell setzt sich mit Themen wie Dauer und Zirkulation auseinander, für die Schau hat sie eigens eine begehbare Installation konzipiert, die sich mit dem mineralischen Material Kalzit beschäftigt. Unter dem Gewicht der Besucher*innen lässt sie sieben Tonnen Muschelschalen (einem wesentlichen Bestandteil von Beton) zerbröckeln und so zum Material einer neuen Skulptur werden. Hier ist mitmachen und wahrnehmen gefragt!

Nina Canell: "Tectonic Tender" | bis 22.08.2022 | Berlinische Galerie | Alte Jakobstraße 124 – 128, 10969 Berlin | Mehr Infos

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