40 DAYS OF EATING #32 – Neue Heimat

Die Neue Heimat ist das neue Mekka der partyerprobten Streetfood-Enthusiasten. Genauso wie alle anderen futtern sich also auch die Zwillinge an einem sonnigen Sonntag durch das internationale Speisenangebot.

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1. Maria, erzähl von deinem Tag.

Heute ist das Rundum-Wohlfühlprogramm angesagt. Es ist Sonntag, alle haben richtig gute Laune, sogar die Sonne lacht. Erst gibt es einen kleinen Roadtrip zum Flughafen, später cornern wir im Beuster ab und kuscheln mit Freunden. Dabei essen wir gebackene Austern und Ceviche bei der heutigen hier residierenden Pop-Up-Cevichebar. Richtig genial: Bald werden die Boys vom Chicha Berlin auch ihr eigenes Restaurant eröffnen. Das Beuster ist voll mit Freunden von uns und die kredenzten Pisco Sour sorgen ziemlich schnell dafür, dass wir auch voll sind. Bis auf Sophia, die stopft nämlich so viele Leute wie geht – plus den nasenlosen Hund als krönende Cocktailkirsche auf den Freundinnenberg – in das Auto und wir fahren nach F'hain. Wir kommen dann auch ein wenig zu spät, weil wir klassenfahrtmäßig ständig irgendwo anhalten mussten ("Ich muss aufs Klo." "Ich will einen Kaffee." "Ich will aufs Klo und will einen Kaffee."), aber Fotograf Leif chillt hart vor der heutigen Location in der Sonne ab und sammelt ein paar Käsefonduemoleküle ein.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Im Rummel für den Gaumen, dem Entdeckerparadies für Freunde des gutes Geschmacks oder wie Leif sagt: dem Weihnachtsmarkt der Herzen, die Neue Heimat.
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Nachdem wir unsere Freunde mit Bier und Getier an einer Stehtischtonne geparkt haben, gehen wir auf Entdeckungsreise: Streetfood-Markt heißt naschen und entdecken! Wir starten mit dem hauseigenen Stand der Neuen Heimat und gönnen uns eine Runde Austern (richtig, das 2. Mal Austern heute. Big in Berlin!) und Flammkuchen. Die Austern sind lecker, aber der Flammkuchen ist der Hammer! So knusprig, gar nicht schwer oder labberig (bisschen teuer vielleicht). Wir sind megastolz auf unsere Beute und stopfen sie in die Münder unserer Freunde. Es folgt: Mogg & Melzer, eines meiner Highlights auf den Berliner Streetfood-Märkten. Die Jungs sind immer ganz vorne dabei, wenn es um die Umsetzung der neuesten Futtertrends geht. Es gibt ein herrlich saftiges, ja, vor Fett triefendes Pastramisandwich und ein noch fettigeres Reuben-Sandwich, welches uns augenblicklich in den kulinarischen Himmel katapultiert.

4. Wie ist der Service dort?

Hier ist es richtig voll. Also man muss sich selbst um einen Sitzplatz und sein Essen bemühen. Dadurch kommt man aber wahnsinnig schnell mit anderen Leuten ins Gespräch, was durchaus eine gute Sache ist. Alle Standbesitzer waren megagut drauf, sehr freundlich und sehr professionell. Vor allem der Typ am Flammkuchenstand hat seinen Job echt ernst genommen.
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5. Was gefällt dir an dem Laden besonders, was nicht?

Es gibt sowohl eine flippige Live-Band als auch Discomusik. Eat, drink, dance. Kannste hier alles haben. Haben wir auch. Im Sommer ist es hier noch viel schöner, denn dann ist der Markt nicht in einer riesigen Halle, die zugegebenermaßen schon sehr nach Essen riecht, sondern draußen. Generell gefällt mir bei diesem Streetfood-Markt besonders das Angebot: supergute Weinbar, dicht am Mittag, Snacks, Kuchen, Burger, Nudeln, Pizza – es gibt nichts, was es hier nicht gibt. Altbekanntes, aber auch viel Neues zu entdecken.

6. Wie würdest du die Menschen in dem Laden beschreiben?

Total divers. Familien, Punker, Partyäffchen und Streetfood-Markt-Fans. Viele, viele Kinder. Die toben auch ganz gerne mal alleine durch die Halle und klettern auf alles, was da so rumsteht.

7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierherkommen und warum?

Brauchste viel Platz im Leben und bist sonst auch eher der ruhige Typ? Dann ist das hier nix für dich. Es geht zu wie auf einem Markt, man muss manchmal etwas drängeln und ab und zu sein Essen eben im Stehen zu sich nehmen. Es ist defintiv ein Erlebnis und da Omi volle Kanne auf Weihnachtsmärkte abgeht, würde ich sie und Opi sogar hierher mitnehmen.
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8. Worüber habt ihr gesprochen?

"Ich will das, das, das und das." – "Wollen wir das auch noch bestellen?" – "Ich versteh die Frage nicht!"

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Sophia kann krass gut que(e)r einparken. Manchmal.

10. Das Beste an diesem Essen...

Mogg & Melzer und der Flammkuchen.

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Das war der schönste Tag ever.

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1. Sophia, erzähl von deinem Tag.

"Du hättest ja wenigstens absagen können!" Ich bin erst einmal total perplex und weiß gar nicht, was los ist. Verdutzt reibe ich mir den Schlaf aus den Augen. Maria hat sich mal wieder in der Zeit geirrt und ich bin NICHT zu spät dran. Die Sonne lacht, der Hund pupst, alle haben gute Laune. Das ist hervorragend, denn heute haben wir viel vor. Zunächst einmal geht es zum Flughafen Tegel, einen Freund abholen. Wir hören Radio Paradiso und brettern über die Stadtautobahn. Das ist einer dieser wenigen Momente, an denen ich mir einen Selfie-Stick wünsche, um die lustige Autoatmo festzuhalten. Dann geht es weiter ins Beuster, denn da gibt es gerade ein Ceviche-Pop-Up-Restaurant, wo wir richtig abcornern! Als es an der Zeit ist, zur heutigen Location zu fahren, packen wir spontan noch zwei Freunde ein. Im vollgepackten Auto durch das sonnige Berlin fahren, ist, glaube ich, meine neue Lieblingsbeschäftigung.

2. Wo habt ihr heute gegessen?

Heute gibt es eine lustige Klassenfahrt in die Neue Heimat nach Friedrichshain.
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3. Was hast du bestellt und wie hat das geschmeckt?

Neben Altbekanntem sind solche Streetfood-Märkte ja perfekt dazu geeignet, um Neues zu entdecken. Also holen wir uns bei wirklich zuckersüßen Sizilianern unaussprechliche Leckereien. Wir probieren frittierte Reisbälle mit herzhafter Füllung (Arancini) und dazu eine frittierte Rolle mit süßer Creme. Cannoli nennt sich das dann; bei der Creme handelt es sich um süße Ricotta-Creme. Leute, ihr müsst das mal probiert haben! Neue Erfahrungen fetzen. Da die hungrige Meute noch nicht zufrieden ist, erjagen wir uns bei den wohl heißesten Bibimbap-Boys der Stadt eine Portion Bibimbap, welches wie seine Macher erstaunlich lecker ist. Also ich bin Fan (auch vom Essen).

4. Wie ist der Service dort?

Is' ja eher Self-Service hier, aber genau das macht so einen Markt ja aus. Obwohl superviel los ist, wirken die Leute hinter der Futtertheke fast immer entspannt. Wenn man will, dann gibt es ein (kurzes!) Pläuschchen. Die Sizilianer haben es mir besonders angetan, weil die echt mal so unfassbar gute Laune haben, Junge, ist das ansteckend. Ach ja, und von den heißen Bibimbap-Boys muss ich euch ja nichts mehr erzählen.
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5. Was gefällt dir an dem Laden besonders, was nicht?

Heute ist nur die kleine Halle geöffnet und die ist leider etwas dunkel. Aber die Hallendecke ist schon echt beeindruckend! Es ist schön hier, was neben dem guten Essen ein Grund für die fast schon überfüllte Halle sein dürfte. Leider mag ich keine Menschenansammlungen und deswegen ist das heute schon eine Challenge für mich. Bald soll es aber wieder draußen Stände geben und dann komme ich zurück. Versprochen!

6. Wie würdest du die Menschen in dem Laden beschreiben?

Friedrichshain brütet! Alles voller Familien und Krabbelgruppen hier. Neben den üblichen hippen Food-Huntern sind die Leute hier aber mal angenehm normal. So ein richtiger Querschnitt durch Berlin eben. Mag ich!

7. Mit wem würdest du definitiv nicht hierherkommen und warum?

Klaustrophobie? Dann lieber woanders hingehen! Menschenfreund? Dann immer schön in die Neue Heimat, denn wer es gerne gesellig mag, ist hier genau richtig.
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8. Worüber habt ihr gesprochen?

"Isst du das noch?"
"Ja!"
"Schade!"

9. Was hast du Neues über deine Schwester gelernt?

Maria hat zwar 'ne echt schöne Armbanduhr zum Geburtstag bekommen, diese kann sie aber offensichtlich gar nicht lesen.

10. Das Beste an diesem Essen...

Das Gesamtpaket. Tolles Erlebnis!

11. Möchtest du noch etwas sagen?

Meine Freunde sind spitze! Die neue Heimat ist spitze! Sonne ist spitze! Was für ein Spitzentag!

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Beim letzten Mal waren die Zwillinge im Fame essen. Alle Folgen 40 DAYS OF EATING gibt es hier.


Location: Neue Heimat, Dirschauer Straße, 10245 Berlin
Fotos: Leif Osthoff
Text: Maria und Sophia Giesecke

Mit freundlicher Unterstützung von Fissler

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