11 Tipps für einen schönen Sonntag im September
Sonntage im September sind kleine Alleskönner: Mal fühlen sie sich noch nach Sommer an, mal schon nach Tee und Übergangsjacke. Zum Glück liefert Berlin für jede Wetter- und Stimmungslage das passende Programm. Ob ihr Kultur entdecken, euch durch die Stadt futtern, draußen unterwegs sein oder das Wochenende entspannt ausklingen lassen wollt – hier kommen unsere besten Tipps für jeden Sonntag im September.
1 Süße & herzhafte Brunch-Platten teilen bei Petit Brunch
Direkt an der Schönhauser Allee könnt ihr im bei Petit Brunch drinnen und draußen richtig ausgiebig brunchen – am besten gemeinsam, dann könnt ihr euch nämlich die Sharing Plates teilen. Herzhaft wird’s zum Beispiel bei der Frühstücksplatte mit Spiegeleiern, Grillgemüse, Avocado, Käse, hausgemachtem Hummus und verschiedenen Aufstrichen. Und alle Süßmäuse kommen bei der Pancake und Waffle Sharing Platte auf ihre Kosten, wo ihr mit Mini-Pancakes, Waffeln und frischen Früchte in Schoko- und Pistaziencreme tunkt. Next level lecker!
*barrierefrei
2 Auf stillgelegten Gleisen radeln beim Erlebnisbahnhof Zossen
In Zossen, mit der RE8 nur 40 Minuten vom Ostkreuz entfernt, findet ihr direkt neben dem regulären Bahnhof den Erlebnisbahnhof. Auf den Schienen hier fahren schon seit Ende der 1980er Jahre keine Züge mehr, dafür könnt ihr auf den stillgelegten Gleisen mit der Draisine langradeln! Das sind quasi Fahrräder auf Schienen, auf denen ihr zu zweit nebeneinander in die Pedale tretet, dazwischen gibt's noch eine Bank für Fauli-Mitfahrer*innen – oder Platz für einen Picknickkorb, den ihr gleich mitbuchen könnt. Durch Wälder und Felder geht's zum nächsten Erlebnisbahnhof Mellensee, wo ein Biergarten sowie ein Minigolfplatz auf euch wartet. Mellensee hat aber auch ein tolles Strandbad und das Eiscafé Angela mit XXL-Eisbechern – der perfekte Wochenendausflug.
3 Berliner Schnack und kuriose Schätze in der Antik- & Trödelhalle Spandau
Wer braucht schon einen durchgestylten Concept Store, wenn er sich durch eine ganze Halle voller Einzelstücke wühlen kann? In der Antik- & Trödelhalle Spandau findet ihr gebrauchte Möbel, Lampen, Hausrat, Antiquitäten und jede Menge Dinge mit ordentlich Leben auf dem Buckel. Ganz besonders empfehlen wir die mittlere Halle 2! Denn neben den Kuriositäten und geliebten alten Schätzen könnt ihr hier auch hervorragend mit den Ur-Berliner Händlern plauschen. Ihr solltet also ein bisschen Zeit und Entdeckergeist mitbringen, denn wer gründlich stöbert, wird fündig und nimmt vielleicht sogar ein neues Lieblingsteil mit ganz viel Geschichte mit. Nachhaltiger als Neukaufen ist die Schatzsuche obendrein.
4 Im Friedhofscafé Nonna tschechische Hausmannskost probieren
Wenn euch Berlin mal wieder zu laut wird, solltet ihr euch das Nonna Café vormerken. Versteckt auf dem Georgen-Parochial-Friedhof in Prenzlauer Berg findet ihr in dem ehemaligen Blumenladen eine kleine grüne Oase mit Vogelgezwitscher unter alten Bäumen. Serviert werden hier tschechische Familienrezepte von Besitzerin Anna – von fluffigen Buchteln gefüllt mit Pflaumenmus über cremige Honigtorte bis hin zu eingelegten Hermelinkäse. Absolute Empfehlung für den Sommer: die kalte Gurkensuppe mit extra viel Dill, richtig lecker und erfrischend!
*nicht barrierefrei (kleine Stufe am Eingang)
5 In die Welt des Absurden eintauchen im Design Panoptikum
Im Design Panoptikum sind über 3000 skurrile und höchst eigentümliche Artefakte versammelt. Altertümliche medizinische Apparate, surreale Industrieobjekte oder merkwürdige Alltagsgegenstände von anno dazumal – hier kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Aus dem Rätseln auch nicht mehr, denn Schilder mit Objektbeschreibungen gibt es mit voller Absicht nicht. Die Wunderkammer mit Schleudersitz, Katzen-U-Boot, Zahnarztstuhl und Co. bildet ein ganz eigenes begehbares Kunstwerk. Herrlich kurios!
6 Im Biergarten Eiswerder Insel-Vibes und Pinsa genießen
Für ein bisschen Inselfeeling müsst ihr Berlin nicht verlassen: Seit April 2026 gibt es auf der Spandauer Havelinsel Eiswerder einen neuen Biergarten – direkt am Wasser und auf dem Gelände einer ehemaligen Pulverfabrik. Hinter dem Biergarten Eiswerder steckt das gleiche Team wie beim Naumann’s in Schöneberg, entsprechend gibt’s auch hier frisch gebackene Pinsa aus dem Ofen – auch in veggie oder vegan. Dazu ein kühles Bierchen und wer noch etwas Action braucht, leiht sich nebenan ein SUP und dreht eine Runde um die Insel. Ziemlich guter Plan für einen Sommertag in Spandau.
*barrierefrei
7 Natur entdecken in der versteckten grünen Oase der Floating University
Direkt am Tempelhofer Feld versteckt sich die Floating University. Eine echte Universität ist sie zwar nicht, dafür aber ein ziemlich besonderer Ort zum Lernen, Forschen, Zusammenkommen und Durchatmen. Entstanden ist die Floating University in einem ehemaligen Regenauffangbecken des Flughafens Tempelhof. Zwischen Kleingartenanlagen hat sich hier über die Jahre ein überraschendes Ökosystem entwickelt: In den großen Becken wird noch immer Regenwasser gesammelt, dazwischen wachsen jede Menge Pflanzen und es tummeln sich Frösche und Insekten. Mit Workshops, Ausstellungen, Veranstaltungen und anderen Formaten wird die Floating University immer wieder für Besucher*innen geöffnet.
*nicht barrierefrei
8 Im gläsernen Bravo abtauchen und die Welt drumrum vergessen
Nach der Arbeit kommt das Vergnügen und nach der Kunst der Kaffee mit Kuchen, so jedenfalls in den Kunst-Werken, kurz KW in Mitte. Im Innenhof versteckt liegt das Bravo im Dan Graham Glass Pavillion. Im Bravo, das von den lieben Menschen betrieben wird, die auch das Otto, das Trio und das Pluto führen, bekommt ihr den ganzen Tag die leckersten Brote, Lunchgerichte und süßen Treats plus passendes zum Anstoßen und Verweilen. Im Sommer sitzt ihr wunderschön im grünen Innenhof, an kalten Tagen macht man es sich besser im Café gemütlich. Einer der ruhigsten und tollsten Orte in Mitte!
Teilweise barrierefrei
9 Dinner zum Teilen mit den Mezze bei Fourty Years Kitchen
Wir glauben, wir können uns alle darauf einigen: Der Brunch im Forty Years Kitchen im Graefekiez ist längst kein Geheimtipp mehr. Was aber immer noch viel zu viele verpassen? Das Dinner! Denn das ist die eigentliche Hauptattraktion: Abends kommen hier anatolische Tapas auf den Tisch, die genau dafür gemacht sind, bestellt, geteilt und bis auf den letzten Krümel weggeputzt zu werden. Cremige Dips mit warmem, frischem Brot, hausgemachter Börek, Kebabi und viele weitere Gerichte, die schmecken, als hätte Oma den ganzen Nachmittag in der Küche gestanden. Dazu gibt's ausschließlich alkoholfreie Cocktails – und die sind so gut, dass wirklich niemand den Aperol vermisst. Wer also einen Ort für einen langen Abend mit Freund*innen sucht, an dem alle einmal quer über den Tisch probieren, wird hier ziemlich glücklich. Ein Tipp der von Herzen kommt: Unbedingt Platz für den Nachtisch lassen und das Soguk Irmik probieren – ein traditioneller warmer Grießkuchen mit Vanilleeis.
*barrierefrei
10 Im Monbijou Theater vor einer historischen Kulisse Kultur live erleben
Es gibt kaum etwas Schöneres, als an einem lauen Sommerabend im Herzen des Monbijou-Parks in einem gemütlichen Liegestuhl zu liegen oder am Spreeufer entlang zu spazieren und dabei den Blick über die Museumsinsel schweifen zu lassen. Inmitten dieses malerischen Ensembles liegt das Monbijou Theater, das zu einem großen Unterhaltungskomplex für Berliner*innen und Touris mit Pizzeria, Open-Air-Bar, Tanzfläche, Liegestühlen und eben dem Amphitheater gehört. In jeder Spielzeit gibt's zwei Stücke zu sehen. Außerdem finden hier auch regelmäßig Poetry Slams und Stand-up Comedy statt, also checkt unbedingt das Programm.
Barrierefreier Zugang zum Theater
11 Fine Drinking in schöner Hinterhofatmosphäre in der Pawn Dot Com Bar
Was Duc Ngo für die Kantstraße ist, ist Dustin Render für die Torstraße, denn die Pawn Dot Com Bar ist bereits die dritte Bar des Gastronoms. Das Besondere an dieser hier ist, neben dem wunderschönen Hinterhof, das Drink-Konzept: Zu jedem Signature Drink bekommt ihr einen passend darauf abgestimmten Mini-Drink gereicht, den ihr entweder parallel dazu trinken oder sogar zu eurem Hauptdrink dazugeben könnt. So wird aus einem Dry Martini ein Dirty Martini. Abgesehen davon enthalten die Drinks ausgefallene Spirituosen wie etwa Tonka-Gin oder Coffee-Vodka und sind definitiv trinkenswert. Natürlich zaubern Dustin und sein Team aber nicht nur alkoholische Drinks, sondern auch ebenso leckere non-alcoholic Drinks.
Tinanya Mendy