11 Tipps für einen wunderschönen Samstag im September
Der September schenkt uns die perfekte Mischung aus Spätsommer und erster Herbstvorfreude – und damit jede Menge Gründe, den Samstag nicht auf dem Sofa zu vertrödeln. In Berlin könnt ihr draußen feiern, durch Märkte und Ausstellungen schlendern, neue Lieblingsorte entdecken oder euch kulinarisch durch den Tag treiben lassen. Wir haben für jeden Samstag im September die besten Tipps gesammelt. Wochenendplanung: erledigt!
1 Im The Dawn mit Blick über Neukölln brunchen
Über den Dächern von Neukölln könnt ihr im neuen The Dawn vom ausgiebigen Brunch bis zum Drink bei Sonnenuntergang bleiben. Die riesige Frühstückskarte macht die Entscheidung nicht gerade leicht – unsere Highlights sind die ziemlich krassen Pancakes und die Egg Drop Sandwiches. Dazu gibt’s Snacks, zu denen die ersten Drinks auch schon verdächtig früh ziemlich gut schmecken. Das Beste ist aber die große Terrasse mit richtig schönem Blick über Berlin. So entspannt und ruhig erlebt man die Karl-Marx-Straße wirklich selten.
Barrierefrei
2 An der Badebar SUPS ausleihen und den Tag am Dämeritzsee ausklingen lassen
Wer bei gutem Wetter Lust auf eine Runde SUP oder eine Tour mit dem Kajak hat, sollte schnurstracks die etwas versteckte Badebar am Dämeritzsee anpeilen, die fußläufig von der S-Bahn-Station Erkner erreichbar ist. Hier könnt ihr euch im Sommer täglich das gesamte Equipment gegen eine Gebühr ausleihen und direkt die Gewässer um Erkner erkunden. Wenn ihr zurück seid, gibt's zur Belohnung auch ein kühles Getränk an der Bar, mit dem ihr euch entweder in die Sonnenliegen direkt am Ufer des Sees chillen oder aber auf der Dachterrasse niederlassen könnt, um den herrlichen Ausblick inklusive Sonnenuntergang über den See zu genießen. Snacks und Eis gibt's am Kiosk vor Ort natürlich auch. Geht's entspannter? Wir glauben nicht.
3 Fahrradtour zum Malchower See
Fahrrad fährt es sich zu keiner Jahreszeit besser als im Frühling und Sommer. Eine schöne Rundtour für Zwischendurch, besonders schön für abends, führt hoch zum Malchower See im Bezirk Lichtenberg. Vorbei an Hohenschönhausen, an den Karpfenteichen entlang und vorbei am Schlosspark Niederschönhausen, versprüht Berlin auf der Strecke Kleinstadtcharme und Ruhe. Ab Mitte braucht ihr für die Runde etwa eineinhalb Stunden.
4 Die Ruhe im Skulpturenpark am "Haus am Waldsee" genießen
Im Haus am Waldsee, einer Villa im englischen Landhausstil, findet ihr Gegenwartskunst von internationalen Künstler*innen, die in Berlin leben und arbeiten. Gezeigt werden Malerei, Zeichnung, Videokunst, Skulptur, Design, Architektur in wechselnden Ausstellungen. Ein nettes Café und einen Shop gibt’s obendrauf. Auch den Skulpturenpark im wunderschönen Garten am See solltet ihr euch unbedingt mal anschauen. Es ist so schön dort!
Teilweise barrierefrei zugänglich
5 Schlemmen und Bücher lesen in der Buchkantine
Die Buchkantine ist aus Moabit nicht mehr wegzudenken: Seit über 20 Jahren ist das Eckcafé ein richtiger Kieztreff mit Buchladen und riesiger Holzterrasse direkt am Bundesratsufer – bester Spot im Sommer, wo ihr auch wirklich immer noch ein Plätzchen findet. Drinnen wartet ein Buchladen mit großer Romanauswahl und ganz viel Platz für Sofas, Tische und Stühle mit Bistroflair zum Schmökern. Seit Anfang 2026 hat die Buchkantine neue Besitzer*innen und deshalb auch eine ganz neue Speisekarte: Neben Frühstück und Kuchen bekommt ihr hier jetzt auch Lunch und ab 14 Uhr Flammkuchen in ganz vielen Varianten.
*rollstuhlgerecht
6 Zwischen schönem Nippes Kuchen essen beim Canapé Bäcker
Im schönen Kaskelkiez in Lichtenberg findet ihr den Canapé Bäcker. Schon beim Eintreten stolpert ihr in eine andere Zeit: Die Wände sind bis zur Decke mit alten Emaille-Werbeschildern gepflastert, ihr versinkt in alten Plüschsofas und überall gibt es netten Nippes und Antikes zu entdecken. Dazu bekommt ihr frische Backwaren von der Bio-Bäckerei Endorphina, selbstgemachte Kuchen und eine kleine Frühstücks- und Lunchauswahl. Hier könnt ihr einen oder zwei Gänge zurückschalten, während ihr Kaffee aus Oma-Blümchengeschirr schlüft – ganz zauberhaft!
nicht rollstuhlgeeignet (Stufen zum Eingang)
7 Bei Canoa eine Runde Kanu fahren und Drinks an der Beachbar bestellen
Mitten in Neukölln versteckt sich ein kleines bisschen Strandurlaub: Dort, wo früher die Griessmuehle war, bekommt ihr in der Canoa Beach Bar mit den Füßen im Sand und Blick aufs Wasser kühle Drinks und leckere Snacks. Wer nicht nur im Sitzen die Sonne genießen will, leiht sich direkt vor Ort ein Kanu und paddelt über den Kanal und das Dreiländereck bis auf die Spree zum Molecule Man. Wer lieber nicht selbst navigiert, kann sich auch einer geführten Tour anschließen. Ziemlich viel Urlaub für Neukölln.
Teilweise barrierefrei
8 Mit Kopfhörern Indiefilme gucken im Freiluftkino im FMP1
Das Freiluftkino am FMP1 liegt ganz versteckt beim Ostbahnhof in einem DDR-Bau aus den 70ern, in dem früher eine Zeitungsredaktion saß. Im Innenhof des Bürogebäudes findet ihr im Sommer ein kleines Open Air Kino – in Kooperation mit dem b-ware! Ladenkino und deshalb mit ausgewählten Programmfilmen neben großen Blockbustern. Das Hofkino ist ein Kopfhörerkino – ihr bekommt vor Ort Funkkopfhörer und könnt den Film ganz ohne störende Nebengeräusche oder Spoiler vom Nachbarsitz genießen. Getränke und Snacks für den Filmabend liefert das Lesecafé Babett im selben Gebäude, das könnt ihr euch auch tagsüber schön zum Schmökern auf die Terrasse setzen.
*nicht barrierefrei (Stufen zum Innenhof)
9 Tapas essen wie in Barcelona in der Bar Raval
Das Motto einer jeden Tapasbar, egal ob in Barcelona oder Berlin: 1. Es wird fettig. 2. Es wird geteilt! Darum sind die Teller zwar klein, aber in großen Mengen vorhanden. Direkt am Görli serviert die Bar Raval – die übrigens Schauspieler Daniel Brühl gehört – richtig gute spanische Tapas in entspannter Atmosphäre. Neben Klassikern wie Patatas Bravas und Pimientos solltet ihr unbedingt das warme Artischockenherz und die Kroketten probieren und zum Abschluss eine Crema Catalana bestellen.
*eingeschränkt barrierefrei (Stufe zum Eingang)
10 In der Migas Listening Bar einen schönen Abend bei guten Drinks und Vinyl-Sounds verbringen
In der Migas Listening Bar im Wedding ist Musik nicht bloß Hintergrundrauschen, sondern der eigentliche Grund, warum ihr kommt. Inspiriert von der japanischen Jazz-Kissa-Tradition treffen hier ein eigens abgestimmtes Soundsystem und durchdachte Akustik auf eine Musikauswahl, die sich quer durch Genres, Jahrzehnte und Länder bewegt. Statt typischer Club-Sounds hört ihr Obskures, Experimentelles, Bekanntes und immer wieder Neues – und könnt euch dabei trotzdem entspannt unterhalten. Dazu gibt’s unter anderem hauseigenen Vermouth und Oliven.
*barrierefrei zugänglich
11 Tanzen und dabei den Sonnenuntergang an der Spree erleben in der Else
Natürlich gibt es genügend Open-Air-Clubs in Berlin, aber die Else ist ein besonders schönes Exemplar. Am Wochenende lohnt es sich, früh dran zu sein, denn der Laden ist nicht gerade riesig und durch die Wassernähe, die entspannte Atmosphäre und die gute Musik sehr beliebt. Nice to know: Anders als in anderen Läden ist das Publikum alterstechnisch hier gut gemischt, sodass man sich hier mit 30 nicht fühlt, als wäre man der*die Betreuer*in der Kids.
Tinanya Mendy