11 Tipps für einen schönen Samstag im Mai

Endlich Mai, endlich Wochenende, endlich Samstag. Insgeheim ist Samstag ja unser Lieblingstag der Woche. Man ist (mit etwas Glück) schon ausgeschlafen, kann in Ruhe dies und jenes erledigen, hat aber noch genügend freie Zeit vor sich, um etwas zu erleben. Hach, wär' doch nur jeden Tag Samstag. Falls ihr noch keine Pläne für heute habt, lasst euch von unseren 11 Tipps für einen schönen Samstag im Mai inspirieren:

© Marina Beuerle

1
Im Grünen sitzen und Kaffee trinken im Garten Mitte

Mitten in Mitte mal kurz durchatmen? Gar nicht so einfach – außer ihr kennt den Garten Mitte. Versteckt im Gipsdreieck liegt hier ein kleiner grüner Rückzugsort, den man von außen nicht vermutet. Hier gibt's selbstgebackene Brote, Kuchen und Cookies, dazu Kaffee oder Matcha. Ihr sitzt unter großen Bäumen zwischen Gemüsebeeten. Das, was dort wächst, landet auch in leckeren Lunch- und Brunchgerichten. Hinter dem Ganzen stecken Michael und Famke, die hier eine kleine Oase mitten im Trubel geschaffen haben

Nicht barrierefrei (Stufe am Eingang)

© Wiebke Jann

2
Regionale Stände bei der Dicken Linda

Die Dicke Linda hat nicht nur den schönsten Marktnamen in Berlin, auf dem Neuköllner Kranoldplatz versammeln sich samstags auch tolle Stände wie etwa der mit den leckeren Backwaren der Bio-Bäckerei Endorphina, von dem ihr unbedingt die Scones probieren müsst. Den Namen hat der Markt von einer ziemlich coolen Kartoffel bekommen, die vor einigen Jahren fast von den Tellern verschwunden wäre – und jetzt die Ursprünglichkeit und Regionalität des Markts symbolisieren soll. Bei Bauer Klaus bekommt ihr beispielsweise Bio-Obst und Bio-Gemüse sowie Kräuter und Eier vom eigenen Hof, Blumen Weyer versorgt euch mit hübschen Blumen und bei Traubenreich gibt's leckerste Weine. Hin da!

@ Daliah Hoffmann-Konieczka

3
Vom Neuen See bis zur Siegessäule durch den Tiergarten laufen

München hat den Englischen Garten, wir haben den Tiergarten. Der liegt nicht nur inmitten der Stadt, er ist ein echtes Naherholungsgebiet. Unser Spaziergang beginnt an der S-Bahnstation Tiergarten. Von hier aus passieren wir die Tiergarten-Quelle, die Unterschleuse im Landwehrkanal und kommen am Gaslaternen-Freilichtmuseum Berlin an. Wem nicht nach Kultur zumute ist, kann direkt weiter zum Neuen See spazieren, eine kleine Oase, die ihr gesehen haben müsst. Sehr empfehlenswert ist das Café am Neuen See, wo ihr eine gemütliche Pause direkt am Wasser einlegen könnt. Danach geht's vorbei am Roon-Denkmal bis zur Siegessäule, dem Ziel unserer Tour. 

© Tinanya Mendy

4
Fisch kaufen und Matjesbrötchen essen in Berlins ältestem Fischladen Fisch-Schmidt

Fisch-Schmidt ist der älteste Fischladen Berlins: Schon seit 1908 findet man das Traditionsgeschäft mitten in Kreuzberg in der Wrangelstraße. Genau wie damals kann man hier heute noch frischen und geräucherten Fisch kaufen. Inhaberin Ayşe führt seit den 90ern das alte Familienunternehmen mit ihrer eigenen Family weiter und seitdem gibt's drinnen auch einen Imbiss: Matjesbrötchen, Fischgulasch, Fischsuppe, Fischbuletten, Backfisch ... Ihr könnt euch auch einfach ein Stück Fisch aussuchen und direkt vor Ort auf den Grill legen lassen, absolute Empfehlung! Und vielleicht trefft ihr beim essen draußen auf den Bierbänken noch die Jungs von KIZ – die haben direkt um die Ecke ihr Tonstudio und sind eingefleischte Fisch-Schmidt-Fans.

*nicht barrierefrei (kleine Stufe zum Eingang)

  • Fisch-Schmidt Wrangelstraße 82, 10997 Berlin
  • Laden: Dienstag – Freitag, 10–18 Uhr
Märkte: Winterfeldtplatz: Mittwoch und Samstag, Preußenallee: Freitag, Karl-August-Platz: Samstag
© Marit Blossey

5
90er Looks shoppen bei Legends Vintage

Diesen kleinen Laden in der Falckensteinstraße übersieht man schnell mal, aber es lohnt sich, reinzuschauen und eine Weile zwischen den vollgestopften Kleiderstangen zu stöbern. Der Secondhand-Shop, der früher in Friedrichshain zu Hause war, versorgt seit einigen Jahren den Wrangelkiez mit handverlesenen Einzelstücken aus den 70ern, 80ern und 90ern. Wenn ihr also nach warmen Pullis, ausgefallenen Jacken oder günstigen Sneakern sucht, seid ihr im Legends Vintage genau richtig!

Viktoriapark, Kreuzberg, Aussicht
© Marit Blossey

6
Aussicht genießen am Wasserfall im Viktoriapark

Deckt euch mit türkischen Köstlichkeiten und Getränken am Mehringdamm ein und macht euch auf in Richtung Viktoriapark. Mit seinen verwinkelten Wegen und kleinen Brücken ist er der wahrscheinlich romantischste Park Berlins. Um noch einen drauf zu setzen, gibt es hier natürlich auch noch einen Wasserfall. Auf dem Kreuzberg habt ihr eine tolle Aussicht über Mitte, Kreuzberg, die ehemalige Schultheiss-Brauerei und die Relikte des Flughafens Tempelhof. Wer sich die volle Ladung geben will: Schaut euch von hier aus den Sonnenuntergang an.

© Martin's Place / Facebook

7
Allerlei Süßkram in Martin's Place Kuchenmanufaktur

Nach einem langen Spaziergang am Landwehrkanal helfen Kaffee und Kuchen dabei, die Kräfte aufzutanken. Martin's Place am Ende der Pannierstraße ist da genau der richtige Ort. Hier backt der Israeli Joseph Martin und rettet euch mit Torten, Gebäck und allerlei Süßkram den Tag. Dass er bei Le Norte gelernt hat, lässt sich beim Anblick der Kuchen erahnen. Das sind richtige kleine Meisterwerke, zum Anbeißen lecker. Bei der ersten Gabel zögert man, weil es zu schön aussieht. Wir sagen: Bloß nicht warten, sonst verpasst ihr das Beste!

Strandbad Wannsee
© Insa Grüning

8
Baden im Strandbad Wannsee

Zum schönen Strandbad Wannsee kommt man vom S-Bahnhof Nikolassee tatsächlich schneller als vom S-Bahnhof Wannsee. Dazu ist die S-Bahnstation auch noch hübscher und als solche auch ziemlich imposant im Vergleich zu den sonst recht einfachen Betonhaltestellen Berlins. Der Wannsee selbst ist zurecht einer der beliebtesten Seen in Berlin, wenn auch im Sommer ganz schön überfüllt. Ein entspanntes Plätzchen am Strand findet sich aber eigentlich immer. Freund*innen des Nacktbadens kommen im FKK-Bereich des Strandbads übrigens ebenfalls auf ihre Kosten.

  • Strandbad Wannsee , Wannseebadweg 25, 14129 Berlin
  • Täglich: 10–20 Uhr
  • Einzelticket: 5,50 Euro, Ermäßigt: 3,50 Euro
© Marina Beuerle

9
Freilaufende Rinder beobachten bei einer Wanderung in Buch

Mit der S-Bahn gelangt ihr mir nichts, dir nichts nach Buch, das tatsächlich noch zum Bezirk Pankow gehört. Dort ist es allerdings schon wesentlich grüner als in unmittelbarer Nähe zum Ring. Von hier aus könnt ihr eure Tour starten, in Richtung Bucher Forst spazieren und dann die Karpfenteiche ansteuern. Von dort marschiert ihr über saftig grüne Wiesen vorbei an mittelmäßig an euch interessierten, flauschigen Rindern –  sie zu streicheln, würden wir euch nicht empfehlen. Genießt doch stattdessen die Aussicht über die Karower Teiche.

© Marina Beuerle

10
Essen, trinken und den Ausblick genießen in der Orangerie am Körnerpark

Der Körnerpark in Neukölln ist eine hübsche grüne Oase zwischen Karl-Marx- und Hermannstraße. Wir fühlen uns hier ein bisschen wie in Paris und freuen uns sehr, dass Max und Simon die Orangerie mit einem neuen gastronomischen Konzept wiederbelebt haben. Die Orangerie Neukölln lädt euch morgens zu einem kleinen Frühstück im Grünen ein, tagsüber zu Kaffee und (veganem) Kuchen und serviert euch abends als Bar mit großer Terrasse Aperitivo und Snacks unter Palmen. Unter der Woche bekommt ihr außerdem wechselnde, saisonale Bio-Lunch-Gerichte. Abgerundet wird das vielfältige Angebot von regelmäßigen Events mit Livemusik oder Ausstellungen, die meistens freitags und samstags stattfinden.

© Insa Grüning

11
Tanzen und dabei den Sonnenuntergang an der Spree erleben in der Else

Natürlich gibt es genügend Open-Air-Clubs in Berlin, aber die Else ist ein besonders schönes Exemplar. Am Wochenende lohnt es sich, früh dran zu sein, denn der Laden ist nicht gerade riesig und durch die Wassernähe, die entspannte Atmosphäre und die gute Musik sehr beliebt. Nice to know: Anders als in anderen Läden ist das Publikum alterstechnisch hier gut gemischt, sodass man sich hier mit 30 nicht fühlt, als wäre man der*die Betreuer*in der Kids.

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