11 schöne Frühlingsspaziergänge in und um Berlin

Der Frühling 2020 wird uns allen als ein ganz besonderer in Erinnerung bleiben, und als einer, in dem wir so selten wie nie zuvor draußen waren. Seit fast zwei Monaten leben wir nun schon mit Corona und den damit verbundenen, einschneidenden Kontaktbeschränkungen. Aber immerhin, Bewegung an der frischen Luft (wenn auch nur zu zweit) ist und bleibt erlaubt und ist selbstverständlich enorm wichtig, damit wir gesund bleiben. Wenn ihr die abendliche Runde um den Block im eigenen Kiez so langsam, aber sicher auch Leid seid, dann haben wir hier ein bisschen Abwechslung für euch. 11 tolle Frühlingsspaziergänge in und um Berlin, damit ihr mal etwas anderes seht und den Frühling zumindest ein bisschen genießen könnt. Gönnt euch!

© Kerstin Musl Spaziergang zum Sowjetischen Ehrenmal, zur Insel der Jugend und zum Plänterwald

Die Strecke durch den Treptower Park, rund um den Spreepark und zum beeindruckenden Sowjetischen Ehrenmal bildet eine der schönsten Spazierrouten in Berlin. Auf der Insel der Jugend könnt ihr euch zwischendrin oder am Ende noch einen Kaffee oder ein Kaltgetränk gönnen. Dort könnt ihr übrigens auch gut joggen.

© Kerstin Musl Durch den Fischerkietz und entlang der Dahme flanieren

Einer der kleinsten und – auch wenn es anders aussieht – vielleicht einer der jüngsten Kieze Berlins, ist der Fischerkietz in Köpenick. Der galt bis zum 19. Jahrhundert nämlich als autarkes Fischerdorf. Inzwischen gehört die zauberhafte Gegend mit den kleinen Fischerhütten und gepflasterten Gassen zu Berlin, den eigentümlichen Charme hat sich die Siedlung entlang der Dahme aber bewahrt. Für Hungrige finden sich einige nette Restaurants und Cafés in der Umgebung, wie etwa das Mutter Lustig.

© Bruno D'Amicis/Stadtentwicklung Berlin Um den Hundekehle- und den Grunewaldsee spazieren

Wenn ihr Lust habt, einen etwas längeren Ausflug in die City West zu machen, um euch die Beine zu vertreten, dann möchten wir euch einen Spaziergang im Grunewald ans Herz legen. Den S-Bahnhof Grunewald erreicht ihr super mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, von da aus geht es entlang des Hundekehlesees zum wunderschönen Grunewaldsee. Unterwegs kommt ihr zunächst an der Badestelle Bullenwinkel vorbei, am Forsthaus Paulsborn und dann könnt ihr das wunderschöne Jagdschloss Grunewald bestaunen, um anschließend den See weiter zu umrunden. Wer einen Hund dabei hat, kann ihn in einer extra eingerichteten Hundebadestelle ins Nass schicken. Etwa zwei Stunden und sieben Kilometer später kommt ihr wieder am Bahnhof Grunewald an. Ein ausgiebiger Spaziergang, der sich wirklich lohnt und ihr vergesst garantiert für einen Moment, dass ihr eigentlich in Berlin seid.

© Wiebke Jann Einen Streifzug durch Rixdorf machen

Mitten im trubeligen Neukölln befindet sich die Keimzelle dieses Stadtteils, das versteckt liegende Rixdorf. Wie bei einer Zeitreise entdeckt der aufmerksame Beobachter das alte Dorf mit seinen Fachwerkhäusern, Kirche und alter Schmiede, die noch immer in Betrieb ist. Die Entdeckungstour lohnt sich ab dem Alfred-Scholtz-Platz über verschlungene Pfade bis zum Richardplatz. 

© Hella Wittenberg Zeit vergessen am Bohlensteg in Blankensee

Rund um den See lohnen sich ausgedehnte Fahrrad- und Lauftouren. Dazwischen solltet ihr aber unbedingt auch an diesem Steg Halt machen und die Beine für eine Weile hochlegen. Wenn das Wetter mitspielt, hat man einen top Blick auf die Umgebung – und speziell auf die Vielfalt der dort ansässigen Vogelwelt. Freunde des Gefiederten können hier auch geführte Vogelbeobachtungstouren buchen.

© Nora Tabel Durch den lichtdurchfluteten Bucher Forst spazieren

Wer Ruhe in Pankow sucht, wird sie im Bucher Forst, der auch unter dem Namen Hobrechtswald bekannt ist, finden. Der halboffene Hochwald ist lichtdurchflutet und vielgestaltig entwickelt. Es gibt Weiden, Rieselfelder oder auch Hochstaudenflure zu genießen. Einen Halt solltet ihr am Kunstpfad "Steine ohne Grenzen" einlegen.

© Wiebke Jann Gemütlich im Volkspark Rehberge spazieren

Ungestört spazieren und picknicken könnt ihr im Volkspark Rehberge. Das Gelände ist so riesig und unterteilt in verwunschene Wald-, Wiesen-, Hügel- und Seenlandschaften, dass es hier nie wirklich voll ist. Wer zwischendurch vor lauter Erholung noch nicht eingeschlafen ist, der kann den Abend im Sommer normalerweise im Freiluftkino Rehberge ausklingen lassen oder sich im nahegelegenen Freibad Plötzensee abkühlen. Mal sehen, was und ob das in diesem Sommer möglich sein wird. Zum Spazierengehen braucht es aber nicht viel mehr als bequemes Schuhwerk und eine Sonnenbrille.

© Andreas Steinhoff Spazieren gehen auf dem Berliner Balkon

Was war noch gleich das Berliner Urstromtal? Wer den Sachunterricht der vierten Klasse nicht mehr vor Augen hat, kann sich von der eiszeitlichen Landschaftsbildung selbst einen Eindruck verschaffen:  An der Grenze von Kaulsdorf zu Mahlsdorf trifft die Barnimhochfläche auf das Berliner Urstromtal, Berliner Balkon heißt diese leicht hügelige Grünanlage, die wunderbar idyllisch ist und sich perfekt für einen Spaziergang eignet.

© Nora Tabel Im Viktoriapark spazieren gehen

Spazierengehen mag etwas altbacken klingen, aber es ist eine unkomplizierte Unternehmung fürs erste Date. Man schlendert gemütlich am Wasserfall vorbei, unterhält sich oder schaut Menschen an. Wer einen Hund hat, sollte den auf jeden Fall mitbringen, um festzustellen, ob die zukünftige Liebe auch mit einem Haustier auskommt. 10 weitere schöne Spazierrouten findet ihr hier.

@ Daliah Hoffmann Vom Neuen See bis zur Siegessäule durch den Tiergarten laufen

München hat den Englischen Garten, wir haben den Tiergarten. Der liegt nicht nur inmitten der Stadt, er ist ein echtes Naherholungsgebiet. Unser Spaziergang beginnt an der S-Bahnstation Tiergarten. Von hier aus passieren wir die Tiergarten-Quelle, die Unterschleuse im Landwehrkanal und kommen am Gaslaternen-Freilichtmuseum Berlin an. Wem nicht nach Kultur zumute ist, kann direkt weiter zum Neuen See spazieren, eine kleine Oase, die ihr gesehen haben müsst. Sehr empfehlenswert ist das Café am Neuen See, wo ihr hoffentlich schon ganz bald wieder eine gemütliche Pause direkt am Wasser einlegen könnt. Danach geht's vorbei am Roon-Denkmal bis zur Siegessäule, dem Ziel unserer Tour. Zurück zum Ausgangspunkt schlendert ihr parallel zur Straße des 17. Juni entlang. Ohne Pause solltet ihr für den Walk ungefähr eine Stunde Zeit einplanen.

© Matze Hielscher Spaziergang durch das Dorf in Marzahn

Mit Marzahn verbindet man im ersten Moment Tante Cindy und Hochhäuser – dabei gibt dort auch ein richtiges Dorf. Zwischen den Plattenbauten befindet sich Alt-Marzahn, inklusive richtiger Dorfstraße, Kirche, Pfarrhaus und sogar einer Windmühle. Die Alt-Marzahner freuen sich über jeden Besuch aus der Stadt.

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