11 Tipps für einen tollen Sonntag im November
Wenn die Tage kürzer werden und die frische November-Brise durch die Straßen weht, entsteht immer eine besondere Atmosphäre in Berlin. Ein Sonntag im November ist daher die perfekte Gelegenheit, die Stadt nochmal ganz anders kennenzulernen: Geht raus und entdeckt all die vielen Nischen, Ecken und Kanten. Ein ausgiebiger Brunch, malerische Parks, historische Gebäude und gemütliche Cafés laden an jeder Ecke zum Schlendern und Verweilen ein. Wenn das Wetter mitspielt, könnt ihr euch auf einem der vielen Flohmärkte in und um Berlin auf Schatzsuche begeben oder euch bei Schlechtwetter in eine Sauna zurückziehen oder in einem der unzähligen Kinosäle der Stadt einen neuen oder alten Film schauen. In Berlin gibt es immer etwas zu erleben, und dieser November ist keine Ausnahme.
1 Griechisch inspirierte Brunch-Gerichte beim Geheimtipp Theros in Schöneberg entdecken
Schöneberg ist um einen richtig guten Brunch-Spot reicher! Erst im Juli hat das familiengeführte Café Théros eröffnet und bringt seitdem frischen Wind auf den Frühstückstisch. Hier wird viel Wert auf regionale und saisonale Zutaten gelegt, weshalb sich die Karte auch regelmäßig mit den Jahreszeiten verändert. Und wie der Name schon verrät, gibt’s das Ganze mit einem Hauch Griechenland. Sogar das Olivenöl stammt aus dem eigenen Familienanbau! Auf der Karte stehen kreative Brunchsgerichte wie French Toast mit Apple Crumble. Unser Tipp: Lasst unbedingt noch Platz für die selbstgebackenen Kuchen! Wer also Lust auf einen neuen Brunch-Spot abseits der üblichen Verdächtigen hat, sollte sich Théros merken.
Zugang: nicht barrierefrei
2 Antiquitäten und Schmuckes entdecken auf dem Flohmarkt in Lichterfelde
Wer es mit der Schnäppchensuche ernst meint, sollte früh aufstehen und sich auf den Weg nach Lichterfelde machen. Abgesehen von ein paar Händler*innenn, die für rostiges Werkzeug horrende Preise verlangen, stehen hier meist doch private Verkäufer*innen hinter den Ständen, die ihre Sachen einfach nur loswerden wollen. Der Markt ist groß und wird von vielen Familien besucht. Hier fängt wirklich der frühe Vogel den Wurm, denn viele Verkäufer*innen packen bereits zwei Stunden vor Ende wieder zusammen.
3 Für einen deftigen Aufguss in die Gewölbesauna
In der Gewölbesauna trifft Partykeller-Vibe auf Schrebergartenschick. Rund um die finnische Sauna fühlt ihr euch, als wenn ihr bei Bekannten zu Gast seid. Bekannte, die auf deftige Aufgüsse und Bier stehen. Richtig gelesen: An der Bar gibt es 25 Biersorten, die für die Flüssigkeitszufuhr sorgen – in Maßen versteht sich. Die Getränke könnt ihr im Ruheraum oder im 500 Quadratmeter großen Außenbereich süffeln und mitten im Prenzlauer Berg kurz den Kopf abschalten.
4 Eine Pilzexkursion in die Märkische Schweiz um Buckow machen
In der Märkischen Schweiz um Buckow könnt ihr geführte Pilz- und pflanzenkundliche Exkursionen in das Naturschutzgebiet Stobbertal machen. Dort wachsen viele Pilzsorten, die aufgrund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit in den meisten Regionen Brandenburgs sonst nicht vorkommen. Habt ihr zum Beispiel schon mal einen Specht-Tintling gefunden? Diese Pilzsorte kommt vor allem in mesophilen Buchenwäldern vor und ist ein relativ seltener Pilz, der von August bist Oktober zu finden ist.
5 In der Heinrich-Schulz-Bibliothek abtauchen und kurz die Welt vergessen
Bibliotheken sind ein kostbarer Ort, nicht nur in Berlin. Nur haben wir in der Hauptstadt das Glück, dass so gut wie jeder Ortsteil über eine eigene Stadtteilbibliothek verfügt und diese stehen allen offen. Die Heinrich-Schulz-Bibliothek in den Kellergewölben des Charlottenburger Rathauses ist eine der schönsten und gemütlichsten Bibliotheken Berlins. Sie verfügt über eine Abteilung für Kinder und Jugendliche, Musik- und Gaming-Ecken und eine extra Ecke mit Arbeitstischen nur für Schüler*innen und Studierende. Natürlich gibt es auch für alle anderen genügend Platz und Sitzgelegenheiten zum Lesen, Sitzen und Arbeiten. Wlan gibt es auch und so eignet sich dieser Ort nicht nur zum Ausleihen von Büchern – pssst, eine Jahresmitgliedschaft aller Öffentlichen Bibliotheken Berlins kostet für Erwachsene gerade mal 10 Euro im Jahr! –, sondern auch zum Lesen, Entspannen, Arbeiten und im Sommer auch zum Abkühlen, denn da ist es hier angenehm kühl!
6 Mit der Parkeisenbahn durch die Wuhlheide tuckern
Einmal einsteigen und zurück in die Kindheit reisen! Mit der Parkeisenbahn könnt ihr ganz gemütlich durch die Wuhlheide tuckern und dabei die Natur genießen. Die kleine Eisenbahn gibt es schon seit 1956 und sie wird bis heute größtenteils von Kindern und Jugendlichen betrieben. Auf der rund sieben Kilometer langen Strecke geht es vorbei an Wäldern, Wiesen und dem FEZ. Besonders schön ist die Fahrt im Herbst, wenn sich die Blätter bunt färben und ihr es euch in den kleinen Waggons gemütlich machen könnt. Ob mit Kids, als Date oder einfach für eine kleine Auszeit vom Großstadttrubel, eine Runde mit der Parkeisenbahn macht einfach Spaß! Schaut vor eurem Besuch unbedingt in den Fahrplan, denn die Züge fahren nicht täglich.
7 Rutschen, Schwimmen und Kind sein im Stadtbad Schöneberg
Packt die Badehose ein, denn das Stadtbad Schöneberg ist endlich zurück! Nach über zwei Jahren Sanierung könnt ihr hier wieder einen ganzen Tag im Wasser verbringen. Ob ein paar sportliche Bahnen im 25-Meter-Becken ziehen, die 53 Meter lange Wasserrutsche runtersausen oder mit den Kids im Kinderbecken planschen – hier kommen wirklich alle auf ihre Kosten. Dazu gibt's ein Außenbecken mit Strömungskanal, ein Solebecken und Whirlpools zum Entspannen. Und das Beste: Für den Hunger danach ist jetzt Risa Chicken direkt ins Schwimmbad eingezogen. Pommes und Fried Chicken mit Schwimmbad-Feeling? Lieben wir!
Barrierefrei
8 Bücher lesen und Bagels essen bei Shakespeare & Sons
Shakespeare & Sons auf der Warschauer bietet ein großes Sortiment an englischsprachigen Büchern, schöne Menschen aus aller Welt, leckere Bagels von Fine Bagels und jede Menge Platz, um zu lesen, Leute zu beobachten oder zum Tagträumen. Es ist ein bisschen wie in der Uni-Bibliothek, nur dass man hier zwischen den Büchern essen, krümeln und mit den Nachbar*innen reden darf. An den Tresen darf auch mit Laptops gearbeitet werden, allerdings nur wochentags und ohne Wlan.
9 Purer Umami-Genuss bei Raku Ramen in Charlottenburg
Wer auf der Suche nach einer richtig guten Schüssel Ramen ist, sollte bei Raku Ramen vorbeischauen. Ganz unauffällig in einer Seitenstraße vom Ku'damm vermutet man keine so guten Brühen, doch die haben es in sich! Besonders empfehlen können wir euch die Tantanmen Ramen mit Hackfleisch, deren Brühe genau die richtige Balance zwischen würzigem Umami und angenehmer Schärfe trifft. Wer es feuriger mag, bestellt sie einfach extra scharf. Mindestens genauso lecker sind die Beef Ramen mit einer klaren Hühner-Shiso-Brühe, die überraschend vollmundig und fast cremig schmeckt. Als Vorspeise solltet ihr euch unbedingt das Karaage gönnen, nicht die knusprigste Panade, dafür das saftigste Hähnchen, was wir seit langem probiert haben.
10 Preisgekrönte Fotos betrachten bei den Sony World Photography Awards im Willy-Brandt-Haus
Die Sony World Photography Awards werden bereits seit 16 Jahren verliehen und zeichnen internationale Fotograf*innen mit ihren Werken aus den verschiedensten Genres wie Architektur, Porträt und Natur aus. Noch bis zum 7. Februar 2027 könnt ihr euch die aktuelle Ausstellung kostenlos im Willy-Brandt-Haus ansehen und dabei gleichzeitig über das 25 Meter hohe verglaste Atrium staunen.
11 Internationale Filme gucken in den Tilsiter Lichtspielen
Die Tilsiter Lichtspiele gibt es schon seit über hundert Jahren. Schon der alte Schriftzug über dem Eingang lässt Nostalgie aufkommen. Im kleineren der beiden Kinosäle mit nur 26 Plätzen hat man dann auch noch das Gefühl, im eigenen Wohnzimmer zu sitzen. Wären da nicht die große Leinwand und die anderen Leute, die mit Popcorn rascheln. Im Programm liegt der Fokus auf Indiefilmen. In der dazugehörigen, schön-schummrigen Bar mit ihrem gemütlichen Mobiliar kann man abends richtig versacken und das ein oder andere Kiezoriginal treffen.
Redaktion