11 Bibliotheken, in denen ihr ungestört lesen, lernen oder arbeiten könnt

Das Semesterferien sind vorbei, auf geht's in eine neue Runde – und damit auch wieder an den Schreibtisch. Am Ende der Vorlesungszeit müssen schließlich Klausuren und Hausarbeiten bestanden werden. Wer sich am heimischen Schreibtisch zu schnell von den Staubschichten auf der Fensterbank, die jetzt dringend mal gesäubert werden müsste, oder der lauten Musik aus dem Nebenzimmer des Mitbewohners ablenken lässt, ist zum Lernen vielleicht besser in einer Bibliothek aufgehoben. Hier findet ihr alle Materialien, die ihr braucht und in der Regel ist es auch ruhig. In Berlin habt ihr die Qual der Wahl, denn es gibt tatsächlich ziemlich viele Bücherhallen.

Wir haben euch eine Liste derer zusammengestellt, die entweder richtig schön sind oder in denen man zumindest wirklich gut arbeiten kann. Das sind unsere Top 11:

1

© Jörg Zägel | Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 Bücher wälzen in der Amerikagedenk-Bibliothek

Die Amerika-Gedenkbibliothek ist ein Geschenk der Vereinigten Staaten, wurde 1954 im Zuge des Wiederaufbaus gestiftet und 1995 während der Wiedervereinigung mit der Berliner Stadtbibliothek in Ost-Berlin zur Zentral- und Landesbibliothek zusammengelegt. Ein historischer Ort also und obwohl die Bibliothek ziemlich riesig ist, fühlt man sich hier wirklich wohl, es ist gemütlich und überraschenderweise gibt es super nettes Personal. Außerdem kann man hier Bilder und Skulpturen in der Artothek für drei Monate ausleihen, was definitiv cool ist!

2

Lernen und quatschen in der Architektenbibliothek der TU

Wer kein Freund von riesigen Bibliotheken ist, in denen man mucksmäuschenstill sein und man schon fast Angst haben muss, wenn man zu laut umblättert oder tippt, schräg angeguckt zu werden, der sollte früh in die Bereichsbibliothek für Architektur und Kunstwissenschaft der TU gehen. Hier kann man sich nämlich im oberen Stockwerk ein kleines gläsernes Räumchen sichern, wodurch man nicht nur einen ganz netten Ausblick über den Ernst-Reuter-Platz hat, sondern auch die Tür schließen kann und zu zweit oder dritt auch ein bisschen plaudern kann, ohne mit Büchern attackiert zu werden.

3

© Marco Buch In der Philologischen Bibliothek der FU lernen

Selbst so mancher Student der FU hat diese außergewöhnliche Bibliothek noch nicht von innen gesehen. Und dabei sieht sie aus wie eine Art Raumschiff, absolut flashig! Sie ist das Werk des britischen Star-Architekten Norman Foster (zum Beispiel auch für die Reichstagskuppel verantwortlich), das erst 2005 vollendet wurde. Davor hatte die sogenannte Rost- und Silberlaube dem Auge wahrlich wenig zu bieten.

4

© Kunstbibliothek | Facebook Zwischen Büchern und Kunstwerken in der Kunstbibliothek sitzen

Alles, was sich hinter dem Potsdamer Platz befindet fühlt sich immer ein bisschen wie Brachland an. Zwar folgen sowohl die Staatsbibliothek als auch die Philharmonie und das Kulturforum, aber durch die fiese Potsdamer Straße zählt die Umgebung trotzdem nicht zu den Orten, an denen man gern verweilt. Wer sich vor jeglicher Ablenkung abschirmen und in Ruhe arbeiten will, der ist in der Kunstbibliothek aber genau richtig. Denn hier kann man an ziemlich großen Tischen mit riesigen Lampen und überraschend bequemen Holzstühlen ganz in Ruhe lernen. Ein Pluspunkt ist definitiv – zumindest für diejenigen, die etwas in die Richtung studieren – dass man sich hier die Zeit spart, selbst die Bücher in den Regalen zu suchen, denn man bestellt sie online und kann sie am Tresen einfach abholen. Und: Man kann sich echte Kunstwerke bestellen, mit Originalen arbeiten und tolle alte Bücher durchstöbern.

5

© Daliah Hoffmann Im Lesegarten der Philipp-Schaeffer-Bibliothek lernen

In der Philipp-Schaeffer-Bibliothek werden sicher alle glücklich. Hier gibt es nicht nur eine ziemlich süße Kinderecke, sondern die Bibliothek zählt auch zu den wenigen, die einen Lesegarten ihr Eigen nennen dürfen. Achso und außerdem kann man hier auch noch richtig oldschool DVDs ausleihen.

6

© Stadtbibliothek Berlin-Mitte Bücher wälzen in der gläsernen Schiller-Bibliothek

Die Schiller-Bibiothek wurde bereits 1920 gegründet und ist die älteste des Bezirks Mitte. Wer jetzt die romantische Vorstellung einer urigen, alten Bibliothek hat, den müssen wir enttäuschen, denn 2015 zog sie in einen wirklich fancy Neubau, der primär aus Glas und Beton besteht, lichtdurchflutet ist und einem viele Sitzplätze mit Blick über die Müllerstraße bietet.

7

© BA Treptow-Köpenick Arbeiten und Hörbücher hören in der Mittelpunktbibliothek Köpenick

Im Herzen der Köpenicker Altstadt setzt sich die Mittelpunktbibliothek aus einem alten Kern, einem innovativen Neubau sowie einer gläsernen Verbindung zusammen, die einem beim Arbeiten einen tollen Blick auf die Müggelspree ermöglichen. So kann man bei akuter Unlust zumindest ein bisschen aufs Wasser schauen, statt in überfüllte Bücherregale. Oder man fläzt sich einfach auf eines der Sofas im zweiten Stock und liest da weiter. Und für das obligatorische Feierabendbier gibt's mit dem Waschhaus Alt-Köpenick gegenüber auch wirklich gute Aussichten.

8

Mit Blick aufs Wasser in der Humboldt Bibliothek sitzen

Die Humboldt Bibliothek ist zwar ziemlich weit draußen, hat aber einen wirklich großartigen Vorteil: Sie liegt direkt am Tegeler See. Das bedeutet nicht nur, dass ihr eure Lernpausen auf der Terrasse mit Seeblick genießen könnt, sondern auch, dass ihr nach getaner Arbeit direkt ins kühle Nass hüpfen könnt. So ist es wenigstens nicht ganz so schlimm, im Sommer in der Bibliothek zu sitzen.

9

Arbeiten und futtern in der Zweigbibliothek Campus Nord

Zugegeben, so besonders ist die Zweigbibliothek der HU nicht unbedingt, aber der Außenbereich ist wirklich schön. Und dann gibt es dort ja auch nicht nur die Bereichsbibliotheken der Agrar- und Wirtschaftswissenschaften, sondern vor allem auch die Mensa Nord, die einem das Lernen mit leckerem Essen ein bisschen versüßt.

10

© it's time to get away | CC BY-NC-ND 2.0 Zwischen Künstlern und Wirtschaftsingenieuren in der VW Bibliothek lernen

Das Volkswagen-Haus vereint die Universitätsbibliotheken der TU und der UdK. Das sorgt nicht nur dafür, dass die Bibliothek offensichtlich riesig ist, sondern auch, dass herrlich unterschiedliche Menschen kommen und gehen. So sitzt man nicht, wie in mancher Bereichsbibliothek neben denjenigen, die dasselbe lernen müssen, sondern hat auch mal anderen Input, was wirklich erfrischend sein kann. Außerdem gibt es im Erdgeschoss ein nettes, kleines Café, in dem man auch draußen sitzen kann. Drinnen gibt es zudem auf jeder Etage ein paar Sofas und Sessel, auf denen man sich auch mal gemütlich ausruhen kann.

11

© Alexander Rentsch | CC BY-NC-ND 2.0 Die Nacht durchmachen im Grimm-Zentrum

Auch wenn das Grimm-Zentrum manchmal eher einem Show-Off-Laufen gleicht, und man sich dort ohne durchdachtes Outfit nicht unbedingt wohl fühlt, hat sie einen entscheidenden Vorteil gegenüber der ganzen anderen Bibliotheken: Sie hat unter der Woche bis Mitternacht auf. Und das kann einem schon mal den Arsch retten, wenn man nicht um 19 Uhr aus den Bücherregalen gezerrt wird, weil morgen eine wichtige Abgabe bevorsteht.

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