21 ziemlich gute Tipps für den Winter 2025/26 in Berlin

Man sagt ja immer, Berlin sollte nicht im Winter besucht werden. Totaler Quatsch, schließlich lässt sich nirgendwo anders so schön gemeinsam essen, ins Kino gehen, Kunst gucken oder saunieren. Deshalb – und weil wir als Berliner*innen sowieso keine andere Wahl haben – verraten wir euch, auf welche winterlichen Erlebnisse ihr auf keinen Fall verzichten solltet.

Two Trick Pony, Kreuzberg, Frühstück, Bergmannkiez
© Wiebke Jann

1
Ausgefallene Frühstücksgerichte schlemmen im Two Trick Pony frühstücken

Gemütlich draußen oder im Warmen sitzen, das Treiben beobachten und die Karte einmal hoch und runter bestellen – so stellen wir uns ein tolles Frühstück vor. Im Two Trick Pony im Bergmannkiez ist das auch unbedingt zu empfehlen. Alle Leckereien vom cremigen Tahini-Porridge mit Rosinen, über das geröstete Kokosnuss-Brot, bis zu saisonalen Gerichten wie dem Spargel-Brot mit pochierten Eiern sind unverschämt gut. Lecker ist auch der Kaffee, mit dem man es hier ewig aushält.

© Dark Matter, Eric Bauermeister

2
Das auf den Kopf gestellte Winterwunderland bei Dark Matter Winterlights bestaunen

Die atemberaubenden Licht- und Klanginstallation des Künstlers Christopher Bauder verwandeln Dark Matter bis zum 15. März 2026 in ein richtiges Spektakel für Groß und Klein: Unter einem glitzernden Wald aus 200 hängenden Weihnachtsbäumen entsteht ein auf den Kopf gestelltes Winterwunderland, für das sich der Besuch wirklich lohnt. Dieses Jahr könnt ihr dort zudem das erste Mal Runden auf einer Eislaufbahn drehen – unwirklich und wunderschön!

  • DARK MATTER Köpenicker Chaussee 46, 10317 Berlin
  • Eintritt: Mittwoch & Donnerstag: 14–21 Uhr, Freitag: 12–22 Uhr, Samstag: 11–22 Uhr, Sonntag: 11–21 Uhr
  • Onlineticket: ab 12 Euro | Eisbahn: 5 Euro
© Laura Plank

3
Rodeln auf dem Teufelsberg und im Viktoriapark

Berlin hat tatsächlich Berge zum Rodeln! Der Teufelsberg ist sogar 120m hoch und bietet verschneit die steilste und somit schnellste Rodelpiste Berlins. Der Aufstieg dauert zwar etwa 15 Minuten, aber man wird mit einer tollen Aussicht und ordentlich Wind um den Ohren bei der Abfahrt belohnt. Kreisch! Wer es etwas gemütlicher und zentraler mag, dem sei die Rodelbahn im Viktoriapark in Kreuzberg ans Herz gelegt. Sie ist deutlich kürzer und gemütlicher als die des Teufelsbergs, aber hier ist immer eine sehr lebhafte und romantische Winterstimmung.

© Marina Beuerle

4
Eine private Schwitzeinheit auf dem Saunafloß MS Aufguss genießen

Wer kein Bock hat auf prall gefüllte Saunas beim Aufguss, der kann sich eine kleine, ganz private Schwitzeinheit auf der MS Aufguss gönnen. Das Saunafloß bietet Platz für bis zu sechs Personen und ankert für euch in der Rummelsburger Bucht. Ihr könnt es ab zwei Stunden mieten und in Ruhe saunieren, im Innenbereich chillen, auf den Open-Air-Liegen auslüften oder im Wasser abkühlen (für Mutige). Das exklusive Vergnügen gibt's ab 150 Euro. Handtücher, Bademäntel, Wasser und Obst könnt ihr für etwas Geld dazubuchen. Na dann: Aufguss!

5
Herzhafte Heimatgefühle bei der Dicken Wirtin

Gut möglich, dass ihr nach einem Besuch in der Dicken Wirtin mit offenem Hosenknopf aus dem Restaurant rollt. Der Name ist Programm: Riesenportionen, heiß und fettig. Die Dicke Wirtin ist teils Kneipe, teils Restaurant und eine echte Berliner Institution. Besonders bei Tourist*innen mittleren Alters ist der Laden am Savignyplatz sehr beliebt. Wer auf bodenständige Hausmannskost steht, egal ob Zugezogene*r oder Echt-Berliner*in, wird hier glücklich und mehr als satt. In dem Restaurant mit vertäfelten Wänden und viel Schnickschnack werden Erinnerungen an früher wach, dazu gibt’s eine Prise Berliner Schnauze.

Teilweise barrierefrei

© Marina Beuerle

6
Bücher für 2,50 erstöbern und lecker essen im Café Tasso

Das Café Tasso lockt nicht nur mit leckerem Frühstück und einem guten Lunch-Angebot, sondern vor allem mit einer riesigen Auswahl an Bücherschnäppchen. Die Bücher stammen aus Sachspenden, kosten jeweils 2,50 Euro und unterstützen das inklusive Konzept. Alles wird hier selbst gekocht und gebacken – und das mit Bio-Zutaten. Die Menschen sind furchtbar nett, der Vibe herrlich unaufgeregt. Außerdem finden in dem kleinen Café regelmäßig Lesungen von bekannten und weniger bekannten Autor*innen sowie Konzerte statt. Es lohnt sich also, das Programm immer mal wieder auszuchecken.

Nicht barrierefrei (Stufe am Eingang).

© Marina Beuerle

7
Ausgezeichnete Filme aus fernen Ländern im ACUDkino sehen

Das ACUDkino gibt es schon seit Ewigkeiten. Es ist eine der letzten alternativen Bastionen in Mitte. Auch das Programm ist engagiert und vielfältig: Neben ausgezeichneten Filmen, die man auf den Festivals verpasst hat oder die nur kurz in größeren Kinos zu sehen waren, werden hier auch großartige Streifen aus verschiedensten Ländern gezeigt, auf die man niemals selbst gestoßen wäre. Die schönen Kopfreisen aus dem Kinosaal kann man dann in der Bar des Hauses ausklingen lassen oder man lässt sich noch vor Ort für eine Lesung oder ein Konzert begeistern.

Ballhaus Naunynstraße
© Ballhaus Naunynstraße

8
Postmigrantisches Theater schauen im Ballhaus Naunynstraße

Im Ballhaus Naunynstraße mitten in Kreuzberg seht ihr Geschichten auf der Bühne, in denen die Perspektiven von People of Color und queerer Menschen im Vordergrund stehen. Ob Theater, Lesungen oder Tanzperformances: Hier bekommen gerade junge Künstler*innen die Chance, ihre ganz eigenen Erfahrungen von strukturellem Rassismus, Ausgrenzung und Selbstbestimmung in Kunst zu verpacken. Zuschauen lohnt sich!

  • Ballhaus Naunynstraße , Naunynstr. 27, 10997 Berlin
© Rea Mahrous

9
Deftige Wohlfühl-Ramen schlürfen bei Hage Ramen

Wenn ihr an kalten Tagen etwas braucht, das euch sofort wärmt, solltet ihr bei Hage Ramen in Wilmersdorf vorbeischauen. Die Brühen köcheln hier bis zu zehn Stunden lang, was man bei jedem Löffel schmeckt – ob cremige Miso-, würzige Shoyu- oder die reichhaltige Tori-Paitan-Variante. Dazu kommen original Ramen-Nudeln aus Hokkaido und frische Toppings wie Pak Choi, Ei, Chicken-Chashu oder knusprige Ente. Auch Veganer*innen bekommen hier mit plant-based Tantan-Men, Miso- oder Shoyu-Ramen richtig gute Optionen. Serviert wird in einem gemütlichen, unaufgeregten Laden, der so unauffällig ist, dass ihr ihn schnell übersehen könnt. Der perfekte Spot für eine schnelle Mittagspause oder ein entspanntes Dinner: Wer authentische, ehrliche Ramen sucht, kommt an Hage nicht vorbei.

 

*nicht barrierefrei

Zweierlei Baumkuchen und heiße Schokolade mit Sahne in der Buchwald Konditorei Café in Moabit
© Daliah Hoffmann-Konieczka

10
Das ganze Jahr über Baumkuchen und Torten essen im Café Buchwald

Das Konditorei-Café Buchwald liegt in einer der wohl schönsten Ecken Berlins. Die Spree direkt vor der Nase, das Hansaviertel auf der einen, Moabit auf der anderen Seite. Der Klassiker im Buchwald, Berlins ältester Konditorei, ist der Baumkuchen! Den gibt es hier ganzjährig, in verschiedenen Varianten und neben den Klassikern mit Schoko-Glasur und dünnem Fondant auch als Torten und Baumkuchendesserts. Die Konditorei wird bereits in fünfter Generation geführt, wurde 1852 von Namensgeber Gustav Buchwald gegründet und befindet sich seit 1904 am Spreeufer. Der Baumkuchen schmeckt hier wirklich himmlisch und auch die anderen Torten sehen zum Anbeißen aus. Überzeugt euch selbst!

© Anna Stolzke

11
Die Reset Taste drücken mit Eisbad- und Sauna-Flows bei RITE

In einem Loft in Mitte ist gerade eine neue Form von Wellness entstanden: ein "Social Wellness Spa". Bei RITE nehmt ihr an geführten Gruppenkursen teil, bei denen ihr gemeinsam durch einen Sauna-Eisbad-Flow geleitet werdet. In 60 Minuten startet ihr mit Atemübungen, bevor Saunagänge mit Aufguss und anschließende Eisbäder folgen. Das Ganze fühlt sich an wie ein Turbo-Recharge für Körper und Kopf: Es stärkt das Herz-Kreislauf- und Immunsystem, unterstützt die Muskelregeneration und hebt durch den Wechsel aus Hitze und Kälte spürbar die Stimmung. Perfekt also für alle, die an einem busy Berliner Wintertag kurz auf Reset drücken wollen.

Nicht barrierefrei

 

© Maraike Rosanski

12
Snacks, Drinks und Gilmore Girls Vibes im Mausi

Upcycled Interior, cozy Licht und ein garantiert uriger Flair erwarten euch im Mausi. Hinzu kommt noch eine einmalig mausige Community, denn die Inhaberin Romy hat mit dem Mausi einen Ort für die Fans vom Stueck geschaffen. Vom morgendlichen Kaffee bis hin zum Drink am Abend hält dieser Ort alles für euch bereit. Also schnappt euch euer Lieblingsbuch und fühlt euch wie ein Main Character. Das Menü wechselt immer wieder und bietet dabei vorwiegend vegetarische und vegane Gerichte an. Besonders cool: Ihr könnt alle Gerichte auch in einem großen Pott bestellen und mit euren Freund*innen teilen. Und die Drinks danach – zum Dahinschmelzen. Unser Favorit war definitiv der Matcho (kaum zu glauben, dass wir das mal sagen werden)!

© Marina Beuerle | © Tinanya Mendy

13
Leckere Germknödel in süß oder salzig mampfen bei häppies

Wer hat gesagt, Germknödel kann man nur im Skiurlaub auf der verschneiten Hütte essen?! Niemand. Wäre auch zu schade, auf die leckeren Knödel von häppies zu verzichten. In dem kleinen Café im Helmholtzkiez gibt es herzhafte und süße Dampfnudeln. Und weil die Buns etwas kleiner sind, passen davon locker zwei rein. Wie wär's also zuerst mit "Bärbel", die mit Ziegenkäsefüllung und Cashew-Rucola Pesto, oder "Maria", der mexikanischen Interpretation mit Sojahack – und danach den Klassiker mit Zwetschgenmus, Mohn und brauner Butter? Wir sagen wie es ist: Eure häppie faces sind garantiert!

Barrierefreier Zugang

© Marina Beuerle

14
Den Schlachtensee umrunden und im historischen Gasthaus Fischerhütte einen Stopp einlegen

Wer Fan von langen Spaziergängen ist, der ist am Schlachtensee genau richtig. 5,5 Kilometer abwechslungsreicher Uferweg warten auf euch, was die Rundstrecke perfekt für ein Date macht. Kulinarische Freuden bietet einem dann natürlich die Einkehr in der Fischerhütte. Kaum zu glauben, aber wahr: Seit 1723 wird im historischen Gasthaus geschmaust. Die direkt anliegende Weinhandlung mag zwar nicht ganz so alt sein, ist dafür aber sehr zu empfehlen.

Nicht barrierefrei

© Szuliko Wendt

15
Im VEB Orange gutes DDR-Design shoppen

Wenn ihr auf Vintage-Schätze und DDR-Nostalgie steht, müsst ihr unbedingt bei VEB Orange in Prenzlauer Berg vorbeischauen! In diesem charmanten Laden findet ihr originale Haushaltswaren, Accessoires und Kleidung aus den 60er und 70er Jahren. Perfekt für Retro-Fans, Design-Lover und alle, die ein einzigartiges Geschenk suchen. Schlendert durch die engen Gänge und entdeckt echte Ost-Klassiker – eine kleine Zeitreise mitten in Berlin!

© Wiebke Jann

16
Ausgefallene Pflanzen shoppen bei The Botanical Room

Im The Botanical Room könnt ihr tolle Pflanzen shoppen – 2018 eröffnete das erste Geschäft in Kreuzberg in der Nähe des Görlitzer Bahnhof. Dort bekommt ihr nicht nur ausgefallene Grünpflanzen, Kakteen und Sukkulenten, sondern auch alles, was ihr für euren eigenen Urban Jungle braucht: hübsche Übertöpfe, Gießkannen, Pflanzenhänger und sonstiges Zubehör.

Zwei vegetarische Galette im Crêplala in Charlottenburg
© Daliah Hoffmann-Konieczka

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Crêpes und Galettes naschen und sich aufwärmen im Häuschen von Crêplala

Cafés in ehemaligen Bedürfnisanstalten sind in Berlin keine Seltenheit. Das Crêplala am Amtsgerichtsplatz in Charlottenburg ist eines davon. In dem Häuschen, das uns Hänsel und Gretel-Vibes gibt, bekommt ihr süße Crêpes und herzhafte Galettes aus Buchweizenmehl. Der Service ist freundlich und hilfsbereit, aus dem Lautsprecher kommen französische Chansons und zur kalten Jahreszeit wärmt der kleine Kamin den Raum ordentlich auf. Die Auswahl an Galettes und Crêpes ist riesig. Wir haben uns für die Galette "Colmar" mit gratiniertem Ziegenkäse, Tomaten, Honig und Thymian, die Galette "Jardin Miroir" mit frischem Blattspinat, Knoblauch, Käse und Spiegelei und die Crêpe "Citrón" mit Zucker und frischem Zitronensaft entschieden. Im Sommer könnt ihr auch auf der sonnigen Terrasse sitzen. Bringt in jedem Fall Bargeld mit, im Crêplala ist keine Kartenzahlung möglich.
Barrierefreiheit: nicht rollstuhlgerecht.
© Marina Beuerle

18
Klettern im Boulderklub Kreuzberg

Versteckt in einem Hinterhof in Kreuzberg liegt der Boulderklub, der zu den zentralsten Kletterspots in Berlin gehört. Je nach Profi-Grad könnt ihr in der 1300 Quadratmeter  großen Halle künstliche Berge namens "Renate" oder "Death Star" erklimmen. Wischt euch danach das Magnesium von den Fingern und chillt noch eine Runde auf gemütlichen Sitzkissen vor den großen Fenstern. Solltet ihr noch nicht so erfahren sein, könnt ihr eure Skills mit Kursen auch aufs nächste Level bringen. Es gibt sogar spezielle FLINTA*-Kurse und -Abende, damit sich alle wohl und sicher fühlen.

© BertaBerlin

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Zu Discohymnen auf 8 Rollen grooven in der Rollerdisco im SO36

Als entspannte Alternative zu durchzechten Nächten findet einmal im Monat das After-Work-Rollen im SO 36 statt. Bei Funk, Hip-Hop und Rollerboogie können Rollschuh-Cracks und -Neulinge auf dem Parkett lässig ihre Runden drehen und den Wochenbeginn sportlich ausklingen lassen. Und für diejenigen, die auf acht Rollen noch nicht allzu souverän grooven: Zu Beginn des Abends steht auch ein kleiner Rollschuh-Tanzkurs auf dem Programm.

© Emma Löwenbweg | © Marina Beuerle

20
Tacos, Ramen und peruanische Burger snacken in der Markthalle Pfefferberg

Direkt am Senefelder Platz, in den Gewölberäumen des Pfefferberg-Areals, ist mit der Markthalle Pfefferberg ein kleiner Hotspot mit innovativen Gastro-Konzepten, netten Leuten und guter Musik entstanden. Euch erwartet keine typische Markthalle, sondern eine bunte, abwechslungsreiche Foodie-Erlebniswelt: Die Taquería el Oso serviert Tacos vom Feinsten. Daneben bekommt ihr tolle Ramen von Kuma, Chicken Waffles bei Humble Pie und peruanisches Streetfood bei La Victoria, wie es das garantiert kein zweites Mal in Berlin gibt. Dazu könnt ihr Bier und Margaritas schlürfen. Ein Traum? Haben wir ja gesagt!

Nicht barrierefrei: Stufe am Eingang und im Innenraum

© Marit Blossey

21
Einen Spaziergang über die verregnete Museumsinsel machen

Die Museumsinsel ist vollgepackt mit Berliner Sehenswürdigkeiten, sodass es hier auch an verregneten Tagen genug zu gucken gibt. Schlechtes Wetter hat außerdem den großen Vorteil, dass ihr vermutlich relativ allein unterwegs seid. Am allerschönsten ist ein Spaziergang über die Museumsinsel in der Dunkelheit – auch und ganz besonders im Regen, denn die Museumsinsel ist wunderbar beleuchtet. Wenn sich die Lichter nicht nur in der Spree, sondern auch in den Pfützen spiegeln, fühlt es sich hier fast ein bisschen an wie Paris im Regen. Unsere liebste Route führt vom vom Hackeschen Markt am Spreeufer entlang – und wenn es zwischendurch mal wirklich nass wird, könnt ihr euch unter den Kolonnaden der Alten Nationalgalerie in Sicherheit bringen.

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