11 schöne Winterspaziergänge in und um Berlin

Im Winter in Berlin nur zu Hause bleiben? Spätestens nach dem ersten Berliner Winter wissen ihr es besser, denn: er dauert mindestens vier Monate. Und so lange möchte nun wirklich niemand öde zu Hause rumsitzen – so viel Material hat Netflix auch gar nicht zu bieten. Also raus mit euch – am besten natürlich in die Natur. Dick eingepackt mit festem Schuhwerk an der frischen Luft, ein wenig Kraft (und wenn möglich auch Sonne) tanken.

Hier sind 11 schöne Ideen für einen Winterspaziergang durch Berlin und die Umgebung.

Bucher Forst
© Xenia Beitz

1
Durch den lichtdurchfluteten Bucher Forst spazieren

Wer Ruhe in Pankow sucht, wird sie im Bucher Forst, der in Teilen auch unter dem Namen Hobrechtswald bekannt ist, finden. Der halboffene Hochwald ist lichtdurchflutet und vielfältig gestaltet. Es gibt Weiden, Rieselfelder oder auch Hochstaudenflure zu genießen. Einen Halt solltet ihr am Kunstpfad "Steine ohne Grenzen" einlegen. Hier könnt ihr richtig waldbaden, je nach Jahreszeit Pilze sammeln oder einfach die Ruhe genießen und eine große Runde drehen.

© Kerstin Musl

2
Den Schlachtensee umrunden und im historischen Gasthaus Fischerhütte einen Stopp einlegen

Wer Fan von langen Spaziergängen ist, der ist am Schlachtensee genau richtig. 5,5 Kilometer abwechslungsreicher Uferweg warten auf euch, was die Rundstrecke perfekt für ein Date macht. Kulinarische Freuden bietet einem dann natürlich die Einkehr in der Fischerhütte. Kaum zu glauben, aber wahr: Seit 1723 wird im historischen Gasthaus geschmaust. Die direkt anliegende Weinhandlung mag zwar nicht ganz so alt sein, ist dafür aber sehr zu empfehlen.

© Wiebke Jann

3
In Reichenow um kleine Seen schlendern und die preisgekrönte Schlossküche genießen

Rund eine Stunde östlich von Berlin wartet das hübsche Örtchen Reichenow-Möglin auf euren Besuch, dessen Mittelpunkt das gleichnamige Romantikhotel ausmacht. Von dort aus könnt ihr fabelhaft um die anliegenden kleinen Seen spazieren, die frische Luft einatmen und die angenehme – für Großstädter*innen fast schon beängstigende – Stille genießen. Im Sommer kann man hier im Langen See fabelhaft planschen oder einfach nur auf einer der ufernahen Holzbänke entspannen, im Winter lohnt es sich auf jeden Fall im Schloss Reichenow einzukehren: Das Restaurant wurde wiederholt von "Gault&Millau" ausgezeichnet.

© Wiebke Jann

4
In Bad Freienwalde um den Baa-See spazieren und die ungewöhnliche Waldschänke erleben

Rund um Bad Freienwalde könnt ihr herrliche Spaziergänge durch den dichten Wald machen. Es gibt zwar verschiedene Wanderrouten, wir empfehlen euch allerdings die blaue, die zum wunderschön verwunschenen Baa-See führt. Tiefe Nebelschwaden hängen hier abends über dem Gewässer, an dessen Ufer sich einer der verrücktesten Orte Brandenburgs befindet: die Waldschenke am Baa-See. Getäfelt mit signierten "Wir waren hier"-Holzscheiben mit allerhand Nippes verziert, könnt ihr euch hier am offenen Feuer wärmen, Heiss- wie Kaltgetränke genießen, frischen Kuchen schnabulieren und hausgemachtes Wildschweingulasch futtern. Außerdem gibt es Wanderschnaps-Runden, gemeinsame Gesangseinlagen und der Wirt erzählt gelegentlich Schauergeschichten über das Gelände. Ein wahnsinnig wunderbar unwirklicher Ort. Und vielleicht der einzige, an dem diese "Wir waren hier"-Holzscheiben Sinn ergeben.

© Insa Grüning

5
Um den Beetzer See spazieren und im Hotel & Spa Sommerfeld einkehren

In knapp einer Stunde könnt ihr dem Berliner Trubel entfliehen und am Beetzer See mitten in der Ruppiner Schweiz einfach abschalten. Am Bahnhof "Beetz-Sommerfeld" angekommen, dauert es ca. 10-15 Minuten zu Fuß, bis ihr am See seid, begegnen werdet ihr auf dem Weg vermutlich niemandem, und dann könnt ihr rund drei Kilometer um den ruhigen, von Schilf umgebenen See spazieren, dem Rascheln des Laubes unter euren Schritten lauschen und die vielen kleinen Buchten entdecken. Den Wellness-Fans empfehlen wir das nahegelegene Hotel & Spa Sommerfeld, ein wirklich gemütliches Hotel, in dem die Zeit ein bisschen stehen geblieben ist – der perfekte Ort zum Erholen.

Steinpilz im Wald
© Marie Therese Freise

6
Durch den zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörenden Buchenwald Grumsin wandern

Der Buchenwald Grumsin ist so wunderschön und verwunschen, dass er als Schauplatz für jeden gruseligen Tatort genauso perfekt wäre, wie für romantische Liebesszenen in der Natur, in der die Frischverliebten nackig im Waldsee baden gehen. Insgesamt vier Wanderrouten führen durch den traumhaften, seit über 20 Jahren nicht genutzten Buchenwald, die jeweils mit roten, gelben, orangenen und grünen Buchenblättern markiert sind. Start der zwischen 2,5 und 8 Stunden langen Touren ist entweder das Infozentrum Altkünkendorf oder das Infozentrum Geopark Groß Ziethen. Packt euch Proviant ein und genießt die tolle Natur.

© Insa Grüning

7
Durch die Großwohnsiedlung Siemensstadt in Charlottenburg und Spandau laufen

Die Siemensstadt im Berliner Westen ist wie eine eigene Stadt mit allem, was man zum Leben braucht. Das Viertel ist ein Mix aus Industriebauten und Wohnsiedlungen, was der Gegend in Charlottenburg-Nord und Spandau einen ganz eigenen Charme verleiht. Die Ursprungsidee hinter dem groß angelegten Bauprogramm war, den Siemens-Arbeiter*innen kostengünstige Wohnungen in der Nähe ihrer Arbeit zur Verfügung zu stellen. 1929 wurde der Plan umgesetzt und heute gehört die Siemensstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein tolles Ausflugsziel für Architekturfans!

© Marie Therese Freise

8
Tiere beobachten im Wildgehege Glauer Tal

Holt die Ferngläser raus, denn hier gibt es was zu gucken. Wo sich früher mal ein Truppenübungsplatz befand, ist nun ein rund 160 Hektar großer Platz für Rothirsche, Damwild und Mufflons entstanden. Den Tieren könnt ihr jetzt völlig ungestört bei dem zuschauen, was sie den ganzen lieben Tag lang treiben. Echt besonders: Die Tiere mit den massiven Geweihen klingen ziemlich lustig, wenn sie ganz unvermittelt und langanhaltend losgrölen. Hört's euch an! Dazu gibt es auf den vorgesehenen Wanderwegen auch immer wieder Informationspunkte, die mehr zu den Tieren und dem Biotop, in dem sie leben, verraten.

© Kerstin Musl

9
Durch den Fischerkietz und entlang der Dahme flanieren

Einer der kleinsten und – auch wenn es anders aussieht – vielleicht einer der jüngsten Kieze Berlins, ist der Fischerkietz in Köpenick. Der galt bis zum 19. Jahrhundert nämlich als autarkes Fischerdorf. Inzwischen gehört die zauberhafte Gegend mit den kleinen Fischerhütten und gepflasterten Gassen zu Berlin, den eigentümlichen Charme hat sich die Siedlung entlang der Dahme aber bewahrt. Für Hungrige finden sich einige nette Restaurants und Cafés in der Umgebung, bei denen ihr einen Snack to go bekommt.

© Wiebke Jann

10
Gemütlich im Volkspark Rehberge spazieren

Ungestört spazieren und picknicken könnt ihr im Volkspark Rehberge im Wedding. Das Gelände ist so riesig und unterteilt in verwunschene Wald-, Wiesen-, Hügel- und Seenlandschaften, dass es hier nie wirklich voll ist. Und wer nicht genug vom Spazierengehen kriegen kann, der oder die kann im Anschluss den direkt angrenzenden Goethepark erkunden.

© Schlossgut Schwante

11
Herrschaftlich wohnen und spazieren im Schlosspark Schwante

Herrschaftlich mitten in Brandenburg übernachten. Das könnt ihr im in der Nähe von Oranienburg gelegenen Schloss Schwante. Im Schlosspark befinden sich verschiedene Apartments, die für fünf bis zehn Personen geeignet sind, alle über eine Küche und Zugang zu einer Sauna verfügen und teilweise sogar eine eigene Terrasse besitzen. Den Blick in den traumhaften Garten könnt ihr von allen Apartments aus genießen und wenn ihr eine größere Feier plant, stehen euch dafür auch einige Räumlichkeiten zur Verfügung. Im nahegelegenen Schlossrestaurant könnt ihr herrschaftlich und saisonal dinieren, außerdem gibt es regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, im Schlosspark könnt ihr spazieren oder auf der Apfelbaumwiese einen Apfel stibitzen, sodass sich auch schon ein Tagesausflug dorthin lohnt.

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