11 Tipps für einen Ausflug nach Bernau und Umgebung

Nur eine halbe Autostunde von Berlin entfernt liegt die Kleinstadt Bernau mitten im wunderschönen Barnimer Land. Bernau ist für seinen mittelalterlichen Charme, die alten Stadtmauern und das spätgotische Steintor bekannt, ebenso aber auch für seine Plattenbauten, die sie einst zur Modellstadt der DDR machten. Durch die Bauhaus Bundesschule, die inzwischen sogar zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde, erlangte die Stadt überregionale Bekanntheit. Aber auch rund ums Stadtzentrum gibt es hier viel zu entdecken. Die Schönower Heide, der nicht weit entfernte Liepnitzsee und das Biesenthaler Becken laden zu ausgiebigen Spaziergängen in der Natur ein. Hier kommen unsere 11 Tipps für einen Ausflug nach Bernau und Umgebung:

Steintor Bernau
© Insa Grüning

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Das Heimatmuseum Bernau am Steintor besuchen

Das sogenannte Steintor gehört zur ehemaligen Bernauer Befestigungsanlage und ist das einzige erhaltene von ehemals drei Stadttoren am östlichen Ende der Stadt. Erbaut wurde das Tor, das heute als Wahrzeichen der Stadt gilt, in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im spätgotischen Stil aus Backstein. Seit 1882 befindet sich hier außerdem das Heimatmuseum. Über die steilen Stufen und einen engen Gang gelangt ihr ins Innere des Museums, in dem ihr mehr über die Bernauer Geschichte des Mittelalters erfahrt. Den krönenden Abschluss bildet der Hungerturm, von dem ihr eine tolle Aussicht über Bernau habt. Lohnt sich!

Galerie Bernau
© Insa Grüning

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In der kommunalen Galerie Bernau zeitgenössische Kunst anschauen

Zentral im historischen Stadtkern gelegen befindet sich die Galerie Bernau, in der pro Jahr bis zu sieben Ausstellungen gezeigt werden. Die kommunale Galerie versteht sich als "Freiraum für regionale sowie internationale Künstler*innen", deren Arbeit hier zusätzlich mit begleitenden Veranstaltungen gefördert und dem Publikum vermittelt werden soll. Der Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Kunst. Solltet ihr in Bernau sein, werft unbedingt einen Blick rein und kommt mit den Mitarbeiter*innen ins Gespräch, alle sind hier sehr offen und kommunikativ.

© Insa Grüning

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Im Biesenthaler Becken wandern, Kraniche beobachten und Pilze sammeln

Etwa 12 Kilometer von Bernau entfernt liegt das Biesenthaler Becken, ein Brandenburger Naturschutzgebiet, das mit seinen vielen Wanderwegen und Seen bei Naturliebhaber*innen sehr beliebt ist. Das Gebiet ist vor allem für seine unterschiedlichen Waldökosysteme bekannt, denn hier befinden sich sowohl wachsende Moorflächen, weite Feuchtwiesen, dichte Wälder und kleine Fließgewässer. Mit etwas Glück könnt ihr hier im Frühjahr sogar Kraniche beobachten, im Herbst wiederum tifft man vermehrt auf Pilzsammler*innen.

Casa Vicina
© Insa Grüning

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Italienische Klassiker in der gemütlichen Casa Vicina essen

Wer in Bernau auf der Suche nach authentischer italienischer Küche ist, der*dem sei die Casa Vicina empfohlen. In dem urig-gemütlichen Restaurant widmet sich Chefkoch Dante Tag für Tag den echten italienischen Klassikern. Auf der Karte stehen fantastische Antipasti-Vorspeisen wie Carpaccio, Vitello Tonnato, Minestrone und natürlich diverse Salate. Bei den Hauptspeisen könnt ihr zwischen leckeren Pasta-Gerichten, knusprigen Steinofen-Pizzen und verschiedenen Fleischgerichten wählen. Wer dann noch Appetit auf Pannacotta oder Tiramisu hat, sollte unbedingt zugreifen!

Liepnitzsee Berlin
© Insa Grüning

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Entspannen am Liepnitzsee

Der Liepnitzsee liegt nordöstlich von Berlin, in der Nähe von Wandlitz und bietet Naturliebhaber*innen alles, was man im Sommer braucht. Sandstrände, eine eigene Insel mit Fähre, viel Ruhe, aber auch Wassersportmöglichkeiten sowie ein Waldfreibad, in dem es salzige Pommes und ein kühles Radler gibt. Die Wasserqualität ist spitze und familienfreundlich ist der See obendrein. Von Berlin aus seid ihr mit dem Auto in rund 45 Minuten da, mit dem Bus oder der Bahn dauert es ein wenig länger. Nach einem kleinen Spaziergang durch den dichten Mischwald, erreicht ihr auch schon das Paradies. Allerdings ist der Liepnitzsee an heißen Sommertagen auch längst kein Geheimtipp mehr. Macht aber nichts, denn wunderschön ist es hier trotzdem.

Holland-Park
© Holland-Park

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Attraktionen für Groß und Klein im Holland-Park

Wer sich für Freizeitparks begeistern kann, sollte dem 2022 neu eröffneten Holland-Park einen Besuch abstatten. Während sich die Erwachsenen in dem 5000 Quadratmeter großen Pflanzen- und Gartencenter mit neuem Grünzeug eindecken oder in der Markthalle spezielle holländische Produkte shoppen können, werden die Kids in der Indoor-Spielhalle glücklich, wo es eine Kletterhalle, Riesenrutschen, Escape Rooms und noch viele weitere Attraktionen gibt. Das Highlight wartet aber draußen: der Rutschenturm. Nachdem ihr den 21 Meter hohen Turm erklommen habt, werdet ihr mit einer tollen Aussicht belohnt. Außerdem gibt es auf dem Gelände auch Alpakas und Zwergziegen. Ideal für einen Ausflug mit der ganzen Familie!

Wolf Kahlen Museum
© Insa Grüning

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Video-, Medien- und Performance-Kunst im Wolf Kahlen Museum sehen

Wolf Kahlen gilt als Videopionier, arbeitet aber auch als Performance-, Objekt- und Medienkünstler. Das Wolf Kahlen Museum - Intermedia Arts Museum im Zentrum Bernaus widmet sich dem Künstler und zeigt seine Medienkunstwerke von 1956 bis heute in einer Ausstellung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Videoskulpturen, Audio-Installationen, Filmen und Arbeiten aus Staub aus den 1960er und 1970er Jahren. Wenn ihr in Bernau seid, solltet ihr einen Besuch des kleinen Museums nicht verpassen.

Schönower Heide
© Insa Grüning

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Tiere beobachten in der Schönower Heide

Nicht weit von Berlin, ganz in der Nähe von Bernau, liegt die Schönower Heide. Wie der Name schon verrät, ist die Landschaft hier von weiten Heidewiesen geprägt. Mit dem sogenannten Wildtierbeweidungsprojekt hat man hier einen ganz besonderen Lebensraum geschaffen, der sich vor allem durch seine naturnahe Bewirtschaftung auszeichnet und in dem Dam-, Rot- und Muffelwild lebt. Es gibt zwei Rundwanderwege (einmal 1,6 und einmal 5 Kilometer), die ihr entlang spazieren könnt und nebenbei mehr über das Projekt erfahrt. Überall am Wegesrand sind Informations- und Schautafeln angebracht, mit denen ihr euer Wissen vertiefen oder testen könnt. Packt euren Picknickkorb, nehmt das Fernrohr mit und genießt die wunderschöne Landschaft. Herrlich!

Myanchi Restaurant, Bernau
© Insa Grüning

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Sushi, vietnamesische Phở, Sake Bowls und mehr bei Myanchi

Das vietnamesische Restaurant Myanchi im Stadtkern Bernaus genießt einen guten Ruf in der Kleinstadt. Neben der traditionellen Phở-Suppe steht natürlich noch eine Vielzahl anderer Gerichte der vietnamesischen Küche auf der Karte. Außerdem gibt es frische Sushi-Spezialitäten, die ihr euch nach Belieben zusammenstellen könnt, sowie leckere Bubble-Tea-Sorten. Im Sommer habt ihr die Möglichkeit, draußen Platz zu nehmen. Wenn das Wetter nicht mitspielt, solltet ihr euch unbedingt einen Tisch in dem gemütlichen Restaurant reservieren.

© Daliah Hoffmann

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Frisches Obst direkt vom Feld bei Selbstpflücke Elisenau

Direkt vor den nordöstlichen Toren Berlins könnt ihr auf den Feldern von Pomona Gartenbau nachhaltiges Obst frisch vom Feld pflücken. Neben fast jeder Beerensorte könnt ihr auch – je nach Saison – Birnen, Äpfel und Kirschen von den Bäumen und Sträuchern naschen. Wer zu faul zum Selbstpflücken ist, der kann sich den Fruchtspaß auch im angrenzenden Hofladen kaufen. So oder so, leckerer als die noch unreifen Supermarkt-Beeren sind die Früchte hier definitiv!

Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes
© Insa Grüning

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Auf dem Bauhaus Campus mehr über die Gewerkschaftsbewegung lernen

Die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau-Waldfrieden gehört seit 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Komplex umfasst verschiedene Lehr- und Verwaltungsgebäude, die zwischen 1928 und 1930 von Hannes Meyer, Hans Wittwer und Studierenden des Bauhauses entworfen wurden. Im Besucherzentrum könnt ihr heute in einer spannenden Dauerausstellung mehr über die bewegte und bewegende Bau- und Nutzungsgeschichte der Bundesschule und natürlich die Philosophie das Bauhaus' lernen oder an einer der Führungen auf dem Bauhaus Campus teilnehmen. Sehr empfehlenswert!

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