11 schöne Radtouren zu tollen Ausflugszielen rund um Berlin

Lust auf einen Ausflug in die Natur inklusive Kultur? Rund um Berlin gibt es so viel zu erleben, dass man oft gar nicht mehr weiß, was man als erstes erkunden soll. Mit komoot planst du die perfekten Radtouren raus in die Natur. Über herrliche Radwege, durch grüne Wiesen und dichte Wälder, am Wasser entlang abseits von Stadtverkehr und Schienen. Die Kollegen von komoot führen dich an ein paar ganz besondere Orte. Egal ob verlassene Schlösser, Kultur oder Wasserbüffel, in und um Berlin findest du alles, was dein Kultur- und Abenteurer-Herz begehrt.

© Paul Schulze, Humboldt-Universität zu Berlin | flickr CC BY 2.0

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Vom Alex zu den Wasserbüffeln

Genau dafür muss man Berlin einfach lieben. Du startest am Alex, radelst durch die City mit Kunst, Kultur und Sehenswürdigkeiten und endest an einem Areal für Wasserbüffel. Wer sagt eigentlich, dass man nicht alles haben kann? In einem Moment noch Metropole, im nächsten Moment "into the wild". Im Tegeler Fließ gibt's Natur pur. Auf jeden Fall etwas, dass man mal gesehen haben muss. Vor allem die Büffel. Direkt vom Alex in weniger als einer Stunde auf knapp 15 Kilometern gelangst du von der deutschen Metropole nach "Südostasien" (da kommen die Tiere nämlich ursprünglich her).

© Marina Beuerle

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Über die Brücken von Neu-Venedig radeln

Für ein bisschen Adria-Feeling müsst ihr euch lediglich auf euren Drahtesel schwingen und hinter den Müggelsee radeln. Ein guter Startpunkt ist Köpenick. Von dort könnt ihr über den Müggeldamm, vorbei am Strandbad Müggelsee bis zur Häusersiedlung von Neu-Venedig strampeln. Entlang des Rialtorings könnt ihr die vielen Kanäle von den Brücken aus beobachten. Wer sich Neu-Venedig vom Wasser aus anschauen will, kann aufs Kanu, ein Boot oder das SUP umsteigen. Für eine kleine Stärkung steuert die Müggelseefischerei an. Dort bekommt ihr geräucherten Fisch direkt am Wasser. Für den Rückweg könnt ihr die Triglawbrücke überqueren und dann auf dem Radwanderweg R1 durch den Müggelheimer Forst zurückfahren.

Schloss Dammsmühle
© Insa Grüning

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Auf dem Mauerweg entlang zum Schloss Dammsmühle radeln

Das verlassene Traumschloss Dammsmühle hat eine bewegte Geschichte und dient heute als Ausflugsort für Fotograf*innen, Abenteuer*innen oder Verliebte, denn im Mühlenteich baden oder auf der Wiese ein kleines Picknick veranstalten, während im Hintergrund ein rapunzelartiger Schlossturm empor ragt, ist kitschig schön. Immer wieder gibt es Pläne, den preußischen Stadtpalast "wiederzubeleben". Wild, romantisch und manchmal auch ein wenig gruselig in Anbetracht der Tatsache, dass hier auch schon Horrorfilme gedreht wurden. Also Picknick einpacken, Bikini nicht vergessen und los geht’s zum "verwunschenen" Schloss. Ab der S-Bahn-Station Schönholz folgt ihr dem Mauerradweg und Pfaden zwischen Seen und Wiesen über knapp 20 Kilometer und in etwa einer Stunde und 20 Minuten erreichst du auch schon das Traumschloss.

© Patryk Sobczak | Unsplash

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Auf perfekten Radwegen zur Ziegenkäserei Karolinenhof

Ziegen sind cool, Ziegenkäse lecker und eine Ziegenkäserei wie diese auf jeden Fall einen Ausflug wert. Es lebe Bio. Auf dem Hof, im Hofladen und im Wiesencafé. Allerlei Leckereien warten auf dich. Hier kannst du auch gleich deinen Samstagseinkauf erledigen, der dich sonst auf den Markt führen würde. Einkaufen wird da zum Erlebnis. Und wer von euch wollte nicht schon selber mal Hand anlegen und eine Ziege melken? Vom Bahnhof in Nauen aus geht es in knapp 20 Kilometern und etwa einer Stunde zwischen weiten Feldern zum Biohof.

© momp | flickr CC BY-NC-ND 2.0

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Am Vosskanal zur Marina Alter Hafen

Wenn du mal ein Wochenende abschalten möchtest, dann bietet sich Naturcamping an. Am besten noch am Wasser und irgendwo, wo es viel zu erleben gibt. Hier bietet sich Marina Alter Hafen an. Nicht nur für Naturliebhaber, Wasserratten und angehende Kapitäne gibt es hier viel zu erleben. Direkt nebenan ist der Ziegeleipark Mildenberg, der dir auch alles Mögliche an Industrie-Kultur bietet. Von Liebenwalde weg rollst du immer dem Kanal folgend über rund 22 Kilometer bis zu deinem Ziel, das du nach etwa 1,5 Stunden radeln erreichst.

© Paul Schulze | flickr CC BY-NC 2.0

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Nach Süden zur Bücher- & Bunkerstadt Wünsdorf

Entdecker, Geschichtsfans, Literaturinteressierte finden in der Buch- und Bunkerstadt Wünsdorf alle ihr Glück. Militärgeschichte über das Anwesen, wo über lange Zeit die Reichswehr, die Wehrmacht und die sowjetischen Streitkräfte den Standort südlich von Berlin zum wichtigsten militärischen Standort der Region machten, gibt es zu Hauf’. Heute finden sich Antiquitätenläden und Shops zum Stöbern. Museen gibt's, leckeres Essen findet sich ebenso und es werden spannende Führungen angeboten, auf denen du dir die Bunkeranlagen anschauen kannst. Von Blankenfelde aus führen dich gemütliche Radwege zwischen Wiesen und Wäldern in unter zwei Stunden auf etwa 23 Kilometer zum Geschichtsabenteuer.

Kloster Chorin
© Cindy Dessau

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Durch die Heide zum Kloster Chorin

Egal ob du Naturliebhaber oder Architektur-Kenner bist, das Kloster in der Schorfheide bietet eine wundervolle Seenlandschaft und vor allem eine faszinierende Reliquie einer gotischen Vergangenheit. Du kannst eine Führung durch das Kloster machen, um alles über seine Geschichte zu erfahren. Vom Ziegel über die Architektur bis hin zum Leben der Mönche wird in verschiedenen Ausstellungen auf dem Klostergelände alles mögliche gezeigt und erklärt. Und auch sonst bietet das Kloster zahlreiche Veranstaltungen, die immer wieder einen guten Grund bieten dorthin zu kommen. Egal ob es sich um Neujahrskonzerte, das große Osterfest mit Markt, Ausstellungen, Theater, Konzerte, das Sommer-Opernfest, das Kräuter- und das Keramikfestival im Oktober oder gemütliche Sonntagnachmittage vor Weihnachten handelt, für Groß und Klein gibt es hier immer etwas zu erleben. Seit 2010 kannst du auch zeitgenössische Kunst von lokalen Künstlern im ehemaligen Krankenhaus und Abteihaus betrachten. Von Eberswalde aus nach Osten dem Oder-Havel-Kanal folgend und dann nach Norden durchs Naturschutzgebiet gelangst du in etwa 1,5 Stunden über rund 22 Kilometer zum Kloster.

Schloss Rheinsberg
© Pixabay

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Durch den Wald zum Schloss Rheinsberg wandern

Das Schloss Rheinsberg war ursprünglich ein mittelalterliches Wasserschloss. Von 1734 an wurde es für Kronprinz Friedrich (der zukünftige Friedrich der Große) umgebaut. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurden der Schlosspark, das Kavalierhaus und das Schlosstheater geschaffen. Heute ist hier die Musikakademie untergebracht. Weil Rheinsberg eine wunderbare Kulisse für klassische Konzerte darstellt, findet hier jährlich das "Festival für klassische Musik" zu Ostern statt sowie die "Rheinsberg Musical Days" zu Pfingsten und von Juni bis August die "Rheinsberger Kammeroper". Um die Burg herum wandert ihr unter uralten Kastanienbäumen und könnt auch zur Schiffsanlegestelle wandern, um per Kanutour die Rheinsberger Seenlandschaft zu erkunden. Von Lindow aus folgt ihr etwa zwei Stunden lang immer den Wäldern um den Rheinsberger Rhin nach Norden. Nach fast 30 Kilometern erreicht ihr dann euer Ziel.

Biwakplatz Gülpe © Unterm Sternenhimmel

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Ins Havelland zum Sterne gucken

Wusstest du schon, dass es sowas wie einen Sternenpark gibt? Nein? Tja, im Havelland wurde der erste in Deutschland eröffnet. Ein Gebiet, frei von "Lichtverschmutzung", sodass die Sterne klar und deutlich zu erkennen sind. Im Naturpark Westhavelland leben kaum Menschen, es gibt keine Industrie und so ist es nachts zappenduster. Tipp: Der kleine Biwakplatz Grütz liegt genau an dieser Zone und ist weniger als einer Stunde von Rathenow aus erreichbar. Du kannst dir dort auch Teleskope ausleihen und wer nicht über hobby-astronomische Skills verfügt, lädt sich am besten auch gleich eine App, um zu wissen, was er*sie da gerade betrachtet. Danach kannst du noch weiter ins Havelland hinein, um deinen perfekten Platz zum Sternegucken zu finden.

baumwipfelpfad, beelitz
© Milena Zwerenz

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Über Potsdam zum Baumkronenpfad radeln

Verlassene Gebäude aus der Vogelperspektive beobachten klingt gut? Der Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten ist ein Baumwipfel-Pfad, der sich auf einer Länge von etwa 320 Meter über, zwischen und um die Gebäude hinweg im verlassenen Sanatorium außerhalb Berlins windet. Wie viele der von der Roten Armee kontrollierten Gebäude in Ostdeutschland ist das Sanatorium in Beelitz seit dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Deutschland im Jahr 1994 leer geblieben. Aber jetzt wurde das Areal in ein schönes Ausflugsziel umgewandelt, dass einen etwas anderen Flair bietet. Von Potsdam aus radelst du rund 23 Kilometer in etwa 1,5 Stunden am Wasser entlang durch herrliche Wälder bis nach Beelitz.

© Milena Zwerenz

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Durch den Grunewald zur Pfaueninsel

Die Pfaueninsel heißt nicht einfach nur so, nein, dort laufen auch waschechte Pfaue frei herum. Abgesehen davon hat das schöne Eiland mit dem Status UNESCO Weltkulturerbe einiges mehr zu bieten. Hier breiten sich Natur, Jagdschloss, Meierei, Rosengarten, Luisen-Tempel und Co. vor euch aus. Langweilig wird es also nicht und dennoch kommen Ruhe und Entspannung mitten in der Havel nicht zu kurz. Ein schöner Wochenendausflug, selbst im Winter. Nur trocken sollte es sein, damit ihr es auch bleibt.

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