11 Tipps, um den Elternbesuch von Berlin zu überzeugen

Das Kind in der Großstadt und dann auch noch Berlin! Für manche Eltern kann das zu kleinen Panikattacken führen – besonders, wenn man selbst nicht gerne in der Stadt wohnt. Trotzdem haben sie jetzt plötzlich ihren Besuch angekündigt, um mal nach dem Rechten zu sehen und um sich davon zu überzeugen, wie das (gar nicht mehr so kleine) Kind jetzt in der neuen Stadt lebt. Also alle Pfandflaschen wegbringen, Partykleidung verstauen und sich ein Programm überlegen, nach dem man nicht ins Auto gepackt und mit nach Hause genommen wird. Für alle, die gerade frisch in die Hauptstadt gezogen sind und deren Eltern nur vom "schlimmen Görli" und "diesem Berghain" gehört haben: Keep it cool — mit unseren Tipps überzeugt ihr sie davon, in Berlin gut aufgehoben zu sein.

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© Daliah Hoffmann Bayrische Küche im Prater Biergarten & Gaststätte

Im Prater, ganzjährige Gaststätte und im Sommer auch großer Biergarten, wird Berliner Küche serviert, dazu bayrische Klassiker wie Weißwürschte, Schnitzel, lecker Spargel und zur Weihnachtszeit 'ne dicke, fette Gans. Ganz oben auf der "Solltet-ihr-unbedingt-essen"-Liste stehen auch die Senfeier mit Quetschkartoffeln – das ist eine kulinarische Reise zurück in die Vergangenheit. Im Speiseraum sorgen viel Holz und indirektes Licht für eine warme Atmosphäre. Trotz der Einfachheit und Weitläufigkeit des Raumes wirkt dieser nicht kalt. An warmen Sommerabenden, wenn man draußen im Biergarten oder auf der Terrasse sitzt, tauchen die Lichterketten und Laternen den Hof in ein angenehmes Licht.

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© Wiebke Jann Pfaue und UNESCO Weltkulturerbe auf der Pfaueninsel bestaunen

Mit der Fähre von der Anlegestelle am Düppeler Forst (zu erreichen mit dem Bus 218 ab S-Bahnhof Wannsee) dauert die Überfahrt zur märchenhaften Pfaueninsel nur wenige Minuten. Der Landschaftspark gehört zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg und zum UNSECO Weltkulturerbe. Auf dem 67 Hektar großen Areal leben freilaufende Pfaue, die der Insel ihren Namen geben. Zu bestaunen gibt es, neben dem wunderschönen Parkanlagen, noch ein Schloss und verschiedene andere Gebäude aus der Zeit der preußischen Herrschaft. Tipp: Die ersten Fähren fahren bereits um 09 Uhr los und dann ist die Insel auch noch richtig schön leer. Es lohnt sich also, früh aufzustehen, mit dem Rad durch den Grunewald zur Anlegestelle zu fahren und dann fast alleine auf der Insel zu schlendern.

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© Wiebke Jann Schlendern und Flanieren auf dem Wochenmarkt am Kollwitzplatz

Samstags findet am Kollwitzplatz der Wochenmarkt statt, dann verwandelt sich die Kollwitzstraße in eine kleine Meile des Genusses für Leib und Seele. An den Ständen gibt es Bio-Obst und -Gemüse aus dem Berliner Umland, leckeres Streetfood, Handgestricktes, Geschmeide, Blumen und vieles mehr. Wir empfehlen mit Einkaufskorb und Appetit über den Wochenmarkt zu lustwandeln, dann macht's am meisten Spaß.

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© Berliner Unterwelten Ungewöhnliche Führungen durch die Berliner Unterwelten

Menschen, die keine klaustrophobischen Anflüge kennen, sollten über die Teilnahme an einer Berliner Unterwelten-Führung nachdenken. Unterirdische Bauten wie Bunkeranlagen, Brauerei-Relikte, unvollendete U-Bahnhöfe oder Fluchttunnelsysteme werden im Rahmen der Touren besichtigt. Spätestens beim Anblick der eng aneinander gestellten Vierstockbetten in einem Atomschutzbunker bekommt man dann aber doch Beklemmungen. Aber immerhin: Den oberirdischen Trubel der Stadt könnt ihr hinter euch lassen und euch voll auf das Abenteuer konzentrieren!

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© Hannah Bahl Markthalle Neun: Berlins Hub fürs Lebensmittelhandwerk

Wenn sich ein Ort in Berlin das Lebensmittelhandwerk auf die Brust geschrieben hat, dann ist es die Markthalle Neun. Unter ihrem Dach haben mittlerweile Manufakturen aller Art ein Zuhause gefunden, von den Tofu Tussis bis zu Kumpel & Keule. Egal ob Nudeln von Mani in Pasta oder Sironi-Brot, Kaffee oder Bier, hier bekommt jede*r Lebensmittelliebhaber*in sein handgefertigtes Produkt direkt von den Produzent*innen in die Finger. Besonders lohnt sich ein Besuch beim inzwischen schon legendären Street Food Thursday.

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Gärten der Welt, Renaissancegarten

© Wiebke Jann Schlendern in den Gärten der Welt

Die “Gärten der Welt” in Marzahn-Hellersdorf sind wohl das schönste DDR-Überbleibsel Berlins, das nach dem Fall der Mauer nochmals verschönert wurde. So viel Grün! Vom Japanischen über den Orientalischen bis hin zum Koreanischen “Seouler Garten”: Verschiedenste ferne Gartenwelten könnt ihr hier durchlaufen und dabei wunderbar den Großstadtmuff ausblenden. Highlight: das chinesische Teehaus.

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Philharmonie Foyer - (c) M. Liebscher

© M. Liebscher Lunch-Konzerten in der Philharmonie lauschen

Die Berliner Philharmonie ist eines der schönsten Gebäude Berlins. Falls ihr mal wieder einen Hotspot für euer Lunch-Date sucht: Jeden Dienstag spielen Mitglieder der Berliner Philharmoniker, begleitet von weiteren Musiker*innen, im Foyer der Philharmonie Kammermusik – freier Eintritt, gutes Essen. Das klingt fast zu schick, um wahr zu sein.

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© Borke Berlin Für gute Aussichten, Musik und Drinks hinauf zum Klunkerkranich

Hat man es mit dem wohl langsamsten Aufzug von ganz Berlin bis aufs Parkdeck Numero 6 der Neukölln Arkaden geschafft, freut man sich immer wieder über die eigene kleine Welt aus Gärten und Holz, die hier erschaffen wurde. Egal ob zu Konzerten oder einfach nur zum Kaffeetrinken: Der zu Recht sehr beliebte Klunkerkranich bietet zudem immer eine wunderschöne Panoramaaussicht über Neukölln und Kreuzberg bis zum Roten Rathaus und bei gutem Wetter noch weiter, während einem die Bienen des Gartens im Ohr summen.

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© Daliah Hoffmann Im Garten des Café Einstein Stammhaus sitzen

Um die imposante Villa ranken sich allerhand Legenden. Heute beherbergt der Bau ein Caféhaus im Wiener Stil, wo es sich in edler Atmosphäre vorzüglich frühstücken lässt. Euch erwartet eine kreative, internationale Speisekarte mit österreichischem Flair und ein zauberhafter, lauschiger Garten. Was ihr nicht verpassen solltet: den hausgemachten Apfelstrudel mit Vanillesoße.

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Stage Theater des Westens

© Xenia Beitz Spannende Stücke im Stage Theater des Westens ansehen

Das Stage Theater des Westens gehört wohl zu den schönsten und renommiertesten Theaterhäusern Deutschlands. Das prunkvolle Foyer, ausgekleidet mit rotem Teppich und ausladenden Kronleuchtern, die von den hohen Decken hängen, verleiht dem Haus besonderen Glamour. Nicht umsonst genießt das Theater den Ruf als "Bühne der Weltstars". Größen wie Marlene Dietrich, Enrico Caruso oder Hildegard Knef waren schon zu sehen. Bekannt ist das Theaterhaus besonders für diverse Musicalaufführungen. Gezeigt werden neben Klassikern wie "Tanz der Vampire" auch Neulinge wie"Ku'damm 56".

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© Daliah Hoffmann Italienische Küche und die leckersten Weine im MINE / WINE

Wer in Berlin auf der Suche nach einem wirklich guten und zugleich schönen Italiener ist, hat es nicht leicht. Seit 2017 gibt es aber zu unser aller Glück ein Restaurant, in dem wir unser Italienfernweh in Rotwein, Pasta, Trüffelbutter und Tiramisu ertränken können – das Mine Wine. Küchenchef und Restaurantbesitzer Mikhail Mnatsakanov bringt hier italienische Klassiker und leckere Eigeninterpretationen auf hübsche Teller. Unsere Favoriten: Die Tortelli mit Burrata und Trüffel, das Vitello Tonnato und der hauseigene Prosecco.

Besuch in Berlin

Frühstück mit den Eltern
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