11 Tipps für einen schönen Ausflug rund um Strausberg

Strausberg kennen die meisten vermutlich nur als ominöse Endhaltestelle der S-Bahn, wenn man Richtung Osten der Stadt fährt. Und auch wenn wir jetzt nicht pauschal mit jeder S-Bahn bis zur Endhaltestelle fahren, können wir euch im Falle von Strausberg versichern, dass es sich lohnt. Mitten im Märkisch-Oderland in direkter Nähe zu Berlin und der Märkischen Schweiz hat der kleine Ort nämlich einiges zu bieten. Einen hübschen Altstadtkern mit Bio-Laden und gemütlichem Café, in dem es sogar vegane Kuchen gibt. Bunte, kleine Häuser im Fischerkiez. Schöne Badestrände am Straussee, auf dem man auch eine schöne Bootsfahrt machen kann. Und wem Strausberg nicht genug ist, der*die kann in der Natur spazieren oder radeln, durch kleine Ortschaften bummeln oder sogar eine alte Bunkeranlage der DDR besichtigen.

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© Wiebke Jann Rund um den Straussee spazieren und im Sommer baden gehen

Wer einen ausgedehnten Spaziergang machen möchte, kann dies im Sommer wie im Winter rund um den Straussee perfekt tun. Starten könnt ihr vom Stadtkern aus, von wo euch dann ein kleiner Spaziergang durch den Fischerkiez mit seinen hübschen, bunten Häusern zügig an den Aussichtspunkt bringt. Von hier aus habt ihr einen herrlichen Blick über den See und den Sonnenuntergang. Ganz in der Nähe befindet sich übrigens auch ein wirklich niedlicher Kinderspielplatz mit Holzboot, Klettergerüst und Rutsche. Entlang des Ufers findet ihr außerdem nette Badestellen, für den Fall, dass ihr euch dann doch mal abkühlen wollt.

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© Daliah Hoffmann In der Goldenen Kartoffel saisonale deutsche Küche genießen und Brot kaufen

Wer normalerweise seine Foodspots auf Instagram sucht, wird auf die Goldene Kartoffel wohl nicht stoßen. In Prötzel ticken die Uhren anders, denn hier gibt man statt eines Insta Handles noch die Faxnummer an. Das ändert aber nichts daran, dass ihr hier fabelhafte deutsche Küche genießen könnt, die sich sehr um Regionalität und Saisonalität bemüht. Saftige Schnitzel mit knuspriger Panade, Gulasch oder Steak vom Blumenthaler Wild, Lachs mit Kürbis und Wintergemüse und für Vegetarier*innen gibt es Bauernbrot mit Büffelmozzarella oder gefüllte Gnocchi mit Kürbis, Tomaten und Mozzarella. Im Winter könnt ihr im gemütlichen, mit viel Holz gestalteten, Innenraum sitzen und im Sommer zieht es die meisten Gäste in den Biergarten oder auf die Terrasse. Uns zieht es samstags in die Backstube, wo ihr frisches Sauerteigbrot, leckere Zimtschnecken, allerlei Kuchen und Brötchen bekommt.

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© Wiebke Jann Im Bio-Laden in Strausberg regionales Obst und Gemüse einkaufen

Egal ob Äpfel, Erdbeeren, Kartoffeln, Kürbis, Möhren oder Spargel: Was in Brandenburg wächst und Saison hat, bekommt ihr im niedlichen, kleinen Bio-Laden von Thomas Luther in Strausberg. Abgesehen von Produkten für den täglichen Bedarf sowie Obst und Gemüse, gibt es aber auch Kunsthandwerk, Kosmetik und Spielzeug zu kaufen. Neben lokalen Produkten schaffen es auch jene aus Entwicklungsprojekten in beispielsweise Indien, Peru, Guatemala oder Mexico in die Regale, die sich aktiv für fairere Arbeitsbedingungen einsetzen. Aber Obacht, hier auf dem Dorf machen die meisten Läden samstags schon früh zu, so auch der Bio-Laden, der bereits um 13 Uhr schließt.

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© Wiebke Jann Im Alten Backhaus Haselberg entspannen, saunieren und Kuchen wie bei Oma futtern

Das Alte Backhaus ist wie gemacht für ausgelaugte Großstädter*innen, die Ruhe und Erholung in der Natur suchen. Das liegt nicht nur daran, dass das wunderschöne Haus direkt an den Wald angrenzt und wahnsinnig gemütlich ist, sondern auch daran, dass Stefan und seine Familie, denen das Haus gehört, selbst auch in Berlin wohnen und genau wissen, was wir für einen Aufenthalt im Grünen brauchen. Die vier verschiedenen Wohnungen, die Gerda, Anton, Hans und Lotta heißen, sind wunderschön stilvoll eingerichtet, in der Küche gibt es eigentlich alles (sogar Backformen und eine Saftpresse) und im restaurierten Gewölbekeller befindet sich sogar eine neue Sauna zum Entspannen. Das Dorf ist wunderschön im Grünen gelegen, um die Ecke gibt es das Hofcafé, wo der Kuchen genauso lecker wie bei Oma schmeckt, und unweit ist auch das schnuckelige Schloss Reichenow, dessen Schlosspark zum Spazieren einlädt.

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© Wiebke Jann (Vegane) Cupcakes, Cake Pops und Torten futtern im Café Tortenduft

Nach einem ausgedehnten Spaziergang oder Ausflug ist das Einkehren immer ein großes Highlight – das Menschen, die sich vegan ernähren, häufig verwehrt bleibt. Normalerweise lassen sie ihren Blick wehmütig über die Kuchenauslage schweifen, weil in ländlicheren Regionen beim Backen noch sehr viel Wert auf Butter, Eier und Milch gelegt wird. In Strausberg im Café Tortenduft ist das allerdings anders, denn hier gesellen sich zu fantastischen Sahnetorten und Cake Pops, die alle hausgemacht sind, auch vegane Cupcakes, die sogar mit veganer Buttercreme daherkommen. Zu eurem süßen Stück Kuchen könnt ihr euch in nettem Ambiente und mit zauberhaften Bedienungen übrigens auch einen Hafer-Cappuccino gönnen – Hipster Heaven in Brandenburg.

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bunker

© Pawel Czerwinski | Unsplash An einer Führung durch den Atomschutzbunker Harnekop teilnehmen

So gruselig Bunkeranlagen auch sind, so beeindruckend und reizvoll sind sie – zumindest aus historischer Sicht – meistens. Der Atomschutzbunker Harnekop wurde von 1971 bis 1976 auf technischem Höchststand erbaut und diente als Hauptführungsstelle bei Kriegsgefahr des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR. Heute steht das dreistöckige Schutzbauwerk, das mit einer Nutzfläche von 7.000 Quadratmetern zu den größten der DDR zählte, unter Denkmalschutz und kann, da er glücklicherweise nie als eigentlicher Luftschutzbunker genutzt werden musste, nun in Form von Führungen besichtigt werden. Insgesamt wurden 40.000 Kubikmeter Beton verarbeitet. Auch wenn nach 30 Jahren natürlich nicht mehr alles originalgetreu erhalten ist, gibt es noch zahlreiche Einrichtungsgegenstände, die aus der damaligen Zeit stammen und so ein Stück Geschichte lebendig und erfahrbar machen.

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© Wiebke Jann In Bad Freienwalde um den Baa-See spazieren und in der Waldschenke einkehren

Rund um Bad Freienwalde könnt ihr herrliche Spaziergänge durch den dichten Wald – an einigen Punkten sieht man schon fast keinen Himmel mehr – machen. Es gibt zwar verschiedene Wanderrouten, wir empfehlen euch allerdings die blaue, denn die führt zum wunderschön verwunschenen Baa-See, über dem abends tiefe Nebelschwaden hängen und an dessen Ufer sich einer der verrücktesten Orte Brandenburgs befindet: die Waldschenke am Baa-See. Getäfelt von signierten "Wir waren hier"-Holzscheiben, gesäumt von Skiern und allerhand Nippes, könnt ihr euch hier am offenen Feuer wärmen, kühles Bier, frischen Kuchen und hausgemachtes Wildschweingulasch futtern. Außerdem gibt es Wanderschnaps-Runden, gemeinsame Gesangseinlagen und der Wirt erzählt Schauergeschichten über das Gelände. Ein wahnsinnig wunderbar unwirklicher Ort. Und vielleicht der einzige, an dem diese "Wir waren hier"-Holzscheiben Sinn ergeben.

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© Wiebke Jann In Reichenow um Seen schlendern und im Schloss einkehren

Rund eine Stunde entfernt, befindet sich östlich von Berlin die hübsche Gegend um Reichenow, dessen Mittelpunkt das gleichnamige Romantikhotel ausmacht. Von dort aus könnt ihr fabelhaft um die vielen kleine Seen spazieren, die kühle Luft und die angenehme – für Großstädter*innen fast schon beängstigende – Stille genießen. Im Sommer kann man hier im Langen See fabelhaft planschen oder einfach nur auf einer der ufernahen Holzbänke entspannen, im Winter lohnt es sich auf jeden Fall im Schloss Reichenow einzukehren, das Restaurant wurde nämlich wiederholt von "Gault & Millau" ausgezeichnet.

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© Nora Tabel Im Naturpark Märkische Schweiz wandern und fündig werden

Die Schönheit der Schweiz ist zum Greifen nah. Nordöstlich von Berlin findet man Landschaftselemente wie Sölle, Seen, Quellen, Fließe, Fischteiche, Buchenwälder, Kiefernforste, Schluchten, "Berge", Moore, Wiesen und selbst eine Binnendüne, die zum Staunen und Verweilen einlädt. Hier könnt ihr im Herbst hervorragend Pilze sammeln und euch ganzjährig auf die Suche nach Wildkräutern der Saison begeben. Ihr werdet sicherlich fündig. Ein besonderes Highlight ist das Moorheilbad und das Fledermausmuseum im Julianenhof.

  • Märkische Schweiz um Buckow
  • Buckow
  • Anfahrt: RB 26  Berlin (Lichtenberg) – Küstrin (Kietz)  
  • Mehr Info
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© Ferienwohnung Rehfelde In der modernen Ferienwohnung "Charlotte" zur Ruhe kommen und erholen

Nur 40 Kilometer von Berlin entfernt befindet sich dieses kleine, hübsche Paradies. Die Ferienwohnung "Charlotte", die von Besitzerin Antje Mundt liebevoll und im schlichten skandinavischen Design eingerichtet wurde, verfügt über ein lichtdurchflutetes Wohnzimmer samt offener Küche mit Blick auf Fichten und Eichen sowie ein Schlafzimmer, das ebenfalls angenehm hell ist. Wer richtig vom Großstadttrubel entfliehen und zur Ruhe kommen will, ist hier also genau richtig. Nicht nur, weil ihr hier mitten in der Natur seid, sondern weil Gastgeberin Antje auch Stress- und Burnout-Beraterin und damit vom Fach ist. Und wenn ihr dann genug davon habt, gemütliche Kochabende mit eurem*r Liebsten zu verbringen oder in der gemütlichen Sitzecke zu lesen, bietet das Umland jede Menge Möglichkeiten, um der Natur noch etwas näherzukommen, denn die Lage eignet sich hervorragend, um Radtouren – vor Ort stehen zwei Räder kostenlos zur Verfügung – oder kleine Wanderungen zu unternehmen.

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© Milena Magerl Im Kletterwald Strausberg austoben und die Baumwipfel erklimmen

Berliner*innen sind auf die Kletterwand gekommen. Egal ob in Hallen in der Stadt zum Bouldern oder draußen in der Natur im Kletterwald, wer ein bisschen auf Adrenalin steht, der*die hangelt sich heutzutage von A nach B. Wenn ihr kleine Naturmäuse seid, können wir euch den Kletterwald Strausberg wärmstens empfehlen, der sogar bequem mit der S-Bahn zu erreichen ist. Auf einer Fläsche von 35.000 Quadratmetern erwarten euch zwölf verschiedene Kletterparcours. Für jeden Parcours – es gibt natürlich verschiedene Schwierigkeitsstufen – benötigt ihr etwa 2,5 Stunden. 2,5 Stunden, in denen ihr euch hängend, schwingend, balancierend und sogar fliegend – wenn ihr euch traut, wie Tarzan zu springen – von Baum zu Baum bewegt. Wenn euch Höhe nichts anhaben kann, werdet ihr hier jede Menge Spaß und Action haben – und am nächsten Tag ziemlich sicher auch jede Menge Muskelkater.

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