11 Erlebnisse, für die sich frühes Aufstehen wirklich lohnt

Let's be honest, das Aufregendste, was nachts derzeit passieren kann, ist, dass Netflix um Mitternacht eine neue Serie hochlädt oder die Nachbar*innen zu laut sind und wir entweder wehmütig-neidisch dem Treiben lauschen oder sauer darüber nachdenken, ob wir vielleicht doch mal beim Ordnungsamt anrufen. Dass die Nächte derzeit in Berlin nicht gerade aufregend sind, bedeutet aber nicht, dass ihr keine tollen Sachen erleben könnt. Im Gegenteil: Nutzt die Tatsache, dass ihr nicht bis hundert Uhr in Bars und Clubs abhängt und die Hälfte des Folgetages verschlaft und unternehmt frühmorgens etwas! Für diese 11 Erlebnisse lohnt es sich definitiv, ein bisschen früher aufzustehen.

 

1

© Charlott Tornow Zum Sonnenaufgang auf den Drachenberg steigen

Der Drachenberg und der dazugehörige Ausblick machen natürlich in quasi allen Situationen eine richtig gute Figur, dafür ist der Blick von so weit oben einfach zu unverbaut und perfekt. Dennoch gibt es eine Tageszeit, zu der uns der Drachenberg am allerbesten gefällt: zum Sonnenaufgang. Unser Tipp: Macht euch eine schöne Kanne Kaffee, packt euch eine Jause ein und geht ganz früh morgens los, sodass ihr kurz vor Sonnenaufgang oben seid. Dort seid ihr dann fast ungestört, allein mit der Sonne, den Krähen und dem wunderschönen Berlin, das vor euch liegt. Schrecklich schön und wirklich unendlich romantisch.

2

© Marit Blossey Mit dem Kanu über die Spree und entlang der Rummelsbucht fahren

Sonne, Wasser und Sport ist eine der besten Kombinationen, wenn es nach uns geht. Deswegen verbringen wir die Zeit zwischen Mai und September – oder wann auch immer Berlin beschließt frühlingshafte Temperaturen anzunehmen – am liebsten irgendwo in Wassernähe. Besonders angetan hat es uns dabei der Kajak- und Kanuverleih hinterm Funkhaus. Hier startet ihr am besten mit einer kleinen Fahrradtour entlang der Spree dort hin, um anschließend mit ausgeliehenem Kajak zwischen Rummelsbucht und Spree entlang zu paddeln. Im Sommer eignen sich die früheren Stunden, da ist das Wasser noch schön ruhig und ihr habt es fast für euch allein.

3

© Norbert Hüttermann Besteigung der Ahrensfelder Berge in Marzahn

Der Teufelsberg ist toll, aber auch brutaler Mainstream. Auf dem Ahrensfelder Berg ist man hingegen meist ganz für sich und einmal erklommen, kann man aus der Sicht des Ostens wunderbar die ganze Stadt überblicken. Der Berg, der durch Bauschutt von der Errichtung der nahen Plattenbauten in den 80er Jahren auf grandiose 114m angewachsen ist, wird bei Schnee auch zu einer der krassesten Rodelabfahrten Berlins. Abenteuer pur!

4

© Wiebke Jann Entlang des Berliner Mauerwegs radeln und bei den Wasserbüffeln in Rudow Halt machen

Der Berliner Mauerweg ist rund 160 Kilometer, umfasst 14 zwischen sechs und 21 Kilometer lange Etappen und ist heute ein ausgeschilderter Rad- und Wanderweg. Unsere liebste Route startet in Alt-Treptow, führt über den Südlichen Heidekampgraben und entlang des Teltowkanals zum Landschaftspark Rudow-Altglienicke, wo sich eine wahre Grünoase zwischen die Plattenbauten schmuggelt. Zwischen Wasserbüffeln, Kühen, Pferden und Wasservögeln, könnt ihr hier entspannen und ein kleines Picknick veranstalten, bevor ihr den Heimweg antretet. Unser Lieblingsteilabschnitt führt entlang des Teltowkanals: Ihr fahrt auf der ebensten Straße, die ihr in Berlin finden könnt, fast komplett ohne Ampeln und dauerhaft mit Blick auf das Wasser, herrlich!

5

© Insa Grüning Auf dem Gipfel des Kienbergs den Blick über die ganze Stadt schweifen lassen

Wir sind ehrlich: Wirklich oft sind wir so weit draußen nicht. Das Wolkenhain auf dem Kienberg bringt uns dann aber doch dazu, die knapp 15 Kilometer mit dem Rad nach Marzahn zu düsen, denn der Blick ist wirklich atemberaubend. Ursprünglich für die IGA 2017 erbaut, ist die rund 120 Meter über dem Meeresspiegel zu schweben scheinende Stahlkonstruktion nicht nur architektonisch ein absolutes Highlight zwischen den Marzahner Hochhäusern. Bei gutem Wetter könnt ihr bis zu 50 Kilometer in die Ferne blicken und zwischen Berlin und der brandenburgischen Landschaft samt Windparks abwechseln. Zwölf Kilometer reichen aber auch schon, um den schönen Fernsehturm und viele andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken – Markierungen auf dem Boden verraten euch, wo ihr nach ihnen Ausschau halten müsst.

6

© Wiebke Jann Einen Morning Run entlang der Museumsinsel einlegen

Die Museumsinsel zählt, wenn nicht gerade 20 Busse voller Touris darauf abgestellt wurden, zu den schönsten Orten in Berlin. Ganz früh morgens, wenn die Museen auf der Museumsinsel (noch) geschlossen sind, könnt ihr euch hier quasi alleine bewegen und das dürfte alle Läufer*innen unter euch freuen, wenn hier könnt ihr wunderschön am Wasser eine Runde joggen gehen ohne Slalom um Menschen zu laufen. Besonders schön ist die Strecke entlang des Spreeufers durch den Monbijoupark, über die Weidendammer Brücke auf die andere Seite, am Kupfergraben vorbei und durch den Lustgarten.

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© Marit Blossey Mit Kaffee, Croissant und Boccia in den Tag starten

Der Bouleplatz am Landwehrkanal ist kein Geheimnis mehr, we know. Was aber noch nicht durch alle Gassen geschrieen wird (hiermit dann ja schon, upsi), ist, dass es hier morgens noch angenehm ruhig ist. Dann sind Profis und Hobbyspieler*innen noch am Schlummi machen und die Plätze liegen ganz ruhig da. Deswegen unser Tipp: Trefft euch früh morgens, noch vor der Arbeit, beim La Maison (das eröffnet schon um 07 Uhr) vorbei, holt euch ein ofenwarmes Croissant und einen Cappuccino, macht euch mit eurem Frühstück auf den Weg zum Bouleplatz und spielt ein bis zwei kleine Partien.

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Tegeler Fließ, Berlin, Spaziergänge, spazieren gehen, Ausflug, Natur

© Insa Grüning Durchs Moor und Sumpflandschaften im Tegeler Fließ wandern

Der Tegeler Fließ schlängelt sich durch ein wunderschönes, mooriges Landschaft- und Naturschutzgebiet in Reinickendorf, das Lebensraum für viele gefährdete Tierarten geworden ist. Auf einem Spaziergang könnt ihr mit etwas Glück zum Beispiel Biber, Fischotter, Eisvögel, Rohrweiher oder zahlreiche Kröten und Frösche entdecken. Gerade mit euren Kids ist ein Ausflug zum Tegeler Fließ ein tolles Wochenendprogramm, weil man die Stadt für einen Moment völlig vergisst. Besonders eindrucksvoll ist das Areal, wenn es frisch geregnet hat, denn dann sind große Teile der Wiesen überschwemmt. Klasse auch, wenn ihr Lust habt, tolle Fotos zu schießen. Ach ja, und Wasserbüffel gibt es hier übrigens auch. Etwas östlicher gelegen gibt es einen Steg, der direkt durch den Bach führt und von dem aus ihr euch die Sumpflandschaft aus nächster Nähe anschauen könnt.

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© Milena Zwerenz Pfaue und UNESCO Weltkulturerbe auf der Pfaueninsel bestaunen

Mit der Fähre von der Anlegestelle am Düppeler Forst (zu erreichen mit dem Bus 218 ab S-Bahnhof Wannsee) dauert die Überfahrt zur märchenhaften Pfaueninsel nur wenige Minuten. Der Landschaftspark gehört zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg und zum UNSECO Weltkulturerbe. Auf dem 67 Hektar großen Areal leben freilaufende Pfaue, die der Insel ihren Namen geben. Zu bestaunen gibt es, neben dem wunderschönen Parkanlagen, noch ein Schloss und verschiedene andere Gebäude aus der Zeit der preußischen Herrschaft. Tipp: Die ersten Fähren fahren bereits um 09 Uhr los und dann ist die Insel auch noch richtig schön leer. Es lohnt sich also, früh aufzustehen, mit dem Rad durch den Grunewald zur Anlegestelle zu fahren und dann fast alleine auf der Insel zu schlendern.

  • Pfaueninsel
  • Pfaueninsel, Berlin
  • Fähre April & September: 9–19 Uhr, Mai – August: 9–20 Uhr, März & Oktober: 9–18 Uhr, November – Februar: 10–16 Uhr
  • Mehr Info
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© Kerstin Musl Durch den Fischerkietz und entlang der Dahme flanieren

Einer der kleinsten und – auch wenn es anders aussieht – vielleicht einer der jüngsten Kieze Berlins, ist der Fischerkietz in Köpenick. Der galt bis zum 19. Jahrhundert nämlich als autarkes Fischerdorf. Inzwischen gehört die zauberhafte Gegend mit den kleinen Fischerhütten und gepflasterten Gassen zu Berlin, den eigentümlichen Charme hat sich die Siedlung entlang der Dahme aber bewahrt. Für Hungrige finden sich einige nette Restaurants und Cafés in der Umgebung, bei denen ihr einen Snack to go bekommt.

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© Wiebke jann Mit dem Hot Tub auf der Spree schwimmen

Wer sich mal wieder richtig etwas gönnen und über die üblichen Verhältnisse leben möchte, dem empfehlen wir eine Tour mit dem Badedampfer. Der Badedampfer ist ein schnuckliges Boot, das statt eines Decks einfach einen Hot Tub hat. Und mit dem könnt ihr dann über die Spree schippern, während ihr euch im beheizten Pool räkelt. Zusätzlich könnt ihr euch vor Ort auch Drinks kaufen – Champagner, was sonst? – und so entweder zu zweit oder mit bis zu sechs Personen eine unvergessliche Zeit haben. Wahlweise gibt es übrigens auch Saunadampfer, auf dem ihr, ihr ahnt es, während der Fahrt saunieren könnt.

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