11 Ausflüge, bei denen du deinem Besuch das Berliner Umland zeigen kannst

Gerade im Sommer kündigt sich ja immer viel Berlinbesuch an. Und auch wenn es vielleicht niemand erwartet, als Gastgeber*in will man seinen Freund*innen oder der Familie dann ja doch ein bisschen was bieten. Berlin ist sehenswert, keine Frage, aber das Brandenburger Tor kennen mittlerweile wirklich alle, Party ist im Moment ja eher nicht so angesagt und bei den sommerlichen Temperaturen will man auch nicht unbedingt im kühlen Museum verweilen. Also heißt es, raus aus der Stadt und zusammen mit eurem Besuch das wunderschöne Berliner Umland entdecken. Zum Beispiel auf einer Fahrradtour durchs Havelland, bei einem Floßabenteuer auf dem Templiner See oder während eines Ausflugs ins wirklich hübsche Buckow in der Märkischen Schweiz.

Kloster Chorin
© Cindy Dessau

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In die Vergangenheit abtauchen im Kloster Chorin

Es ist kaum zu glauben, dass heute keinerlei Zeugnisse mehr über die Ordensbrüder aufzufinden sind, die einst das Choriner Kloster bewirtschafteten. Allein die mittelalterlichen Gemäuer haben die Zeit überstanden und zeugen heute – renoviert und restauriert – vom Einfluss der Kirche in Brandenburg. Vor Ort könnt ihr allein oder im Rahmen einer Führung einen Eindruck bekommen, wie das Leben hinter den Klostermauern ausgesehen haben könnte. Zudem gibt es immer wieder Ausstellungen, Theaterstücke, Märkte und bunte Feste. Im Klostercafé könnt ihr euch vor eurer Weiterreise bei einem Stück Kuchen und frisch gebrühtem Kaffee stärken.

© Wiebke Jann

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Fahrradtour durchs Havelland

Das Havelland ist eine ziemlich unterschätzte Region. Wer hatte vorher schon Brandenburg an der Havel oder Premnitz auf dem Radar? Eine Fahrradtour von Brandenburg über Premnitz, Rathenow, Stölln bis Havelberg lohnt sich also nicht nur, um die schönen Altstädte der kleinen Orte zu entdecken, sondern auch, um einmal richtig durchzuatmen.

© Marina Beuerle

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Entspannt im Kahn oder aktiv im Kanu den Spreewald erkunden

Der Spreewald fühlt sich an den allerschönsten Tagen ein bisschen wie der deutsche Auenwald an. Kanufahren ist hier also ziemlich idyllisch; Entschleunigung par excellence. Leiht euch an einer der zahlreichen Leihstationen ein Boot aus und schippert den ganzen Tag vor euch hin. Wer es entspannter mag, kann sich auch auf einem der berüchtigten Spreekähne herumschippern lassen. So oder so: Die Gegend ist einfach traumhaft und am einfachsten vom Bahnhof Ostkreuz zu erreichen.

Baumkronenpfad, Beelitz
© Wiebke Jann

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Über die Baumwipfel schauen auf dem Beelitzer Baumkronenpfad

Ein 320 Meter langer Pfad in 23 Metern Höhe, der sich zwischen den Gebäuden der ehemaligen Heilstätten und den namensgebenden Baumkronen entlang schlängelt: Der Baumkronenpfad hat 2015 eröffnet und bietet von hoch oben eine tolle Aussicht auf Beelitz und die Umgebung. Im Anschluss solltet ihr auf jeden Fall an einer Führung durch die ehemaligen Räumlichkeiten wie Kranken- oder Operationszimmer in den Beelitz-Heilstätten teilnehmen – natürlich nur dann, wenn eure Kinder sich nicht fürchten!

© Marie Therese Freise

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Tiere gucken und spazieren in der Schorfheide

Du willst wirklich Stille und ganz weit raus? Dann fahr zu den seereichen Waldungen mit alten Kiefern, Eichen und Buchen, Binnendünen und Mooren, die heute Schorfheide heißen und eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands sind. Dieses Gebiet ist so riesig, dass es neben der Natur auch mehrere Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und Unternehmungsmöglichkeiten gibt. Außerdem kann man hier im Wildpark Schorfheide toll Tiere wie See- und Schreiadler, Störche, Kraniche, Biber und Fischotter beobachten.

© Inka Chall | Dumont Reiseverlag

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Das Auenland erkunden im Nationalpark Unteres Odertal

Dass es ganz in der Nähe Berlins einen Nationalpark gibt, ist den wenigsten bekannt, daher begegnet man im Unteren Odertal beim Wandern oder Fahrradfahren nicht sehr vielen Menschen. Am besten sucht man sich eine Basis und unternimmt von dieser aus Tagesausflüge. Das Untere Odertal ist mit seiner 60 Kilometer langen Ausdehnung recht übersichtlich. Noch mehr Infos zu diesem Tipp findet ihr im Buch "52 kleine & große Eskapaden" vom Dumont Reiseverlag.

© Reiseland Brandenburg

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Ein Holzfloß mieten und über den Templiner See fahren

Ihr wolltet euch schon immer mal wie Huckleberry Finn fühlen und nicht nur mit einem Holzfloß schippern, sondern auch – ganz nah an der Natur – darauf schlafen? Das könnt ihr in Potsdam zum Beispiel auf dem schönen Templiner See und der angrenzenden Seenlandschaft machen. Der Bootsverleih Huckleberrys Tour bietet Flöße nicht nur für Tagestouren, sondern auch für Ausflüge mit bis zu sieben Übernachtungen an. Dafür können eine Trockentoilette, Petroleumlampen, Gaskocher, Koch- und Essgeschirr für vier Personen, eine Campingheizung und eine LED-Fahrbeleuchtung zusätzlich gebucht werden.

© Max Müller

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Das Städtchen Angermünde entdecken

Im Herzen des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin liegt das pittoreske Städtchen Angermünde, das von einer Stadtmauer umgeben wird. Sobald ihr die Stadtmauer passiert, trefft ihr auf eine Vielzahl liebevoll restaurierter Fachwerkhäuser. Am besten erkundet ihr Angermünde mit einem Eis in der Hand, das ihr genüsslich schlecken könnt, während ihr an den alten Häuschen, Kirchen und Wehranlagen vorbeispaziert. Ans nördliche Stadtende grenzt der Mündesee, der über eine schöne Uferpromenade verfügt. Die frische Windbrise genießend lässt es sich leicht verstehen, warum Angermünde den Titel "staatlich anerkannter Erholungsort" trägt.

Elbsandsteingebirge, Bastei, Sächsische Schweiz
© Charlott Tornow

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Wandern im Elbsandsteingebirge

Nicht weit entfernt von Dresden liegt die Sächsische Schweiz. Die Hauptattraktion im Elbsandsteingebirge ist die Basteibrücke bei Rathen. Von der Bastei habt ihr eine tolle Aussicht über das Elbtal. Wer es weniger touristisch mag, fährt mit dem Auto einfach weiter nach Pfaffenstein, der "Sächsische Schweiz im Kleinen". Überall findet ihr schöne Wege, auf denen ihr kurze und lange Wandertouren unternehmen könnt. Auch wenn es oftmals steil zugeht – die Aussicht belohnt jeden Tropfen Schweiß.

© Marit Blossey

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Dem Städtchen Buckow in der Märkischen Schweiz einen Besuch abstatten

Das Zentrum der Märkischen Schweiz ist ein schönes Örtchen mit vielen alten Häusern, kleinen Parks und hübschen Cafés. Es liegt direkt am Scharmützelsee und die Stege sind schön für ein Picknick. Es gibt auch einen Supermarkt, in dem man Proviant einkaufen kann und eine sehr gute Tourist*inneninformation, die euch bei der Suche nach Unterkünften hilft.

© Milch & Moos

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In der Uckermark durch Kornblumen und Mohn spazieren

Besonders schön zu wandern ist diese rund 40 km lange 2-Tages-Tour durch die Uckermark im Juni, wenn die Felder mit Kornblumen und Mohn übersät sind. Wir beginnen in Altkünkendorf, am Rande des Gruminser Forsts (gehört zum UNESCO Weltnaturerbe). Dort steht auch Thomas Blätterleins Grumsiner Brennerei, in der neben dem bekannten Gin auch Obstbrände und Liköre produziert werden. Entlang des Wolletzsees geht es nach Angermünde und von dort am zweiten Tag dem Verlauf der Oder folgend vorbei am Stolper Turm nach Criewen. Wälder, Felder, Wiesen, Weiten, Seen, Flüsse. Diese Strecke bietet Wander*innen eine ganze Menge.

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