11 sportliche Outdoor-Aktivitäten zu zweit

Abgesehen vom kleinen Schneeschauer, der letzte Woche einen Spontanbesuch in Berlin gemacht hat, wird es langsam wärmer draußen. Perfekt also, um die verstaubten Sportschuhe aus dem Keller zu kramen, sich den*die Partner*in zu schnappen und sich an der frischen Luft auszupowern.

Möglichkeiten dafür gibt es viele, auch – mannch Zeitgenoss*in wird überrascht sein - viele, die nicht Joggen sind...Joggen. Wahnsinn! Stattdessen greifen wir zu Bällen, zu Schlägern, manchmal auch zu beidem und verbinden die sportliche Aktivität mit Spaß. Ein Wort, das selten im selben Satz wie besagtes Joggen vorkommt.

Anyway: Hier haben wir 11 sportliche Outdoor-Aktivitäten für euch, von denen einige euch in Kindheitserinnerungen versetzen werden.

1. Tischtennis

© Wiebke Jann

Beginnen wir mit einem absoluten Klassiker, den man an so ziemlich jeder Ecke und – gegebenenfalls warm eingepackt – zu wirklich jeder Jahreszeit spielen kann: Tischtennis. Schon richtig früh im Jahr zu einer Zeit, wenn die Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt liegen, sieht man die ersten Unerschrockenen an der Platte.

Kein Wunder, denn Tischtennis ist ein Sport für Jung und Alt: Wer groß genug ist, um einen Schläger gerade zu halten, kann mitspielen. Gerade bei steigenden Temperaturen kann es allerdings schwierig werden, eine freie Platte zu finden: Die Berliner*innen liefern sich dann schon morgens unerbittliche Duelle!

2. Spikeball bzw. Roundnet

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Weit weniger bekannt, aber sehr stark im Kommen ist Spikeball, auch fast schon selbsterklärend Roundnet genannt. Eigentlich auf zwei Teams mit jeweils zwei Spieler*innen ausgelegt, kann man sich auch zu zweit intensive Duelle liefern – man sollte sich aber auf jede Menge Bewegung einstellen.

Kaum zu glauben: Die Spielidee ist nicht neu, sondern Ende der 1980er entstanden. Wirklich bekannt und verbreitet ist es allerdings erst seit wenigen Jahren. Aber nicht nur das Spielprinzip, sondern auch die Anschaffungskosten sind einsteigerfreundlich: Sets mit dem kleinen Trampolin inklusive Bällen gibt es schon ab 20 Euro. Ausprobieren!

3. Boule

© Kerstin Musl

Kommen wir zu einem wichtigen, das Leben bestimmenden Thema: der Prokrastination. Der allgemeine, von Berliner*innen so gerne zelebrierte Müßiggang, manifestiert sich in der Ausübung einer ganz bestimmten Freizeitbeschäftigung: Boule!

Kaum ein anderes Spiel lädt so zum Chillen und Verköstigen kalter Getränke ein, wie der entspannte, geschichtsträchtige Kugelsport. Geschichtsträchtig? Ja genau: Schon knappe 500 Jahre nach Christus wurden nachweislich ähnliche Kugelwurfspiele durchgeführt, später sogar teilweise untersagt – so zum Beispiel im 17 Jahrhundert in Frankreich, um Federball zu pushen. Regeln und Anschaffung sind zudem äußerst einsteigerfreundlich: Sets gibt es schon ab knapp 25 Euro.

4. Wikingerschach

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Vor knapp 20 Jahren wurde der Autor dieser Zeilen in eine Freizeitaktivität eingeweiht, die neben dem sportlichen Aspekt auch die Trinkfestigkeit auf die Probe gestellt hat: Flunkyball! Zwei gleich große Teams, bei denen jeder mit einer Flasche Bier ausgestattet ist, dazu ein Wurfobjekt undefinierter Größe und eine halbvolle Wasserflasche – stundenlanger Spaß war vorprogrammiert.

Tja, und dann ist das Ganze irgendwann familienfreundlich geworden, bekam den Namen Klubb (wahrscheinlich eine Typbezeichnung a la 'Tempo') und eine Hintergrundgeschichte als Wikingerschach. Spaß macht es immer noch, auch und gerade zu zweit.

5. Disc Golf

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Ebenfalls ein Trend der letzten Jahre ist das Golfen mit Frisbeescheiben, auch 'Disc Golf' genannt. Die Regeln sind simpel: Mit eurem Frisbee müsst ihr in möglichst wenig Zügen ein vorher festgelegtes Ziel treffen. Was für ein Ziel das ist, entscheidet ihr. Außer ihr wollt gleich auf dem Expert*innen-Level einsteigen: Professionelle Zielkörbe sind online ab ca. 80 Euro aufwärts erhältich.

Für den Anfang reicht aber auch wie gesagt ein einzelnes Frisbee und möglichst viel Freiraum, z.B. im Park, um nicht anderen Menschen in die Quere zu kommen. Die Vorteile des Spieles sind klar: Neben dem Fakt der ständigen Bewegung können hier quasi unendlich viele Mitspieler*innen dabei sein. Am meisten Spaß macht es jedoch zu zweit.

6. Klettball

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Hier kramen wir mal ganz weit in der Vergangenheit und denken zurück, im Speziellen an die Strandurlaube mit Mutti und Vati. Schon damals gab es Klettball, ein Spiel, dessen Name für sich spricht und keine größere Erklärung benötigt.

Stattdessen eine Frage: Wann habt ihr zum letzten Mal Klettball gespielt? In der Schulzeit, so wie wir? Dann wird es langsam wieder mal Zeit! Das einfache Spielprinzip und die günstigen Anschaffungskosten machen den Einstieg auch mit Kindern wirklich super einfach.

7. Badminton

© Pixabay

Ihr merkt schon: Ohne die Klassiker kommt diese Liste nicht aus. Weshalb auch, denn viele Sportarten, die man zu zweit draußen spielen kann, sind absolut zeitlos und wurden auch schon von unseren Eltern gespielt.

Dazu gehört mit Sicherheit auch Badminton oder die etwas einfachere Variante Federball. Wirklich jede*r hat schon einmal auf den federleichten Ball gedrischt. Inzwischen gibt es auch zahllose Weiterentwicklungen wie zum Beispiel Speedminton: Eine Variante mit kleineren Schlägern und festeren Bällen, die sich teilweise über 50 bis 80 Meter spielen lässt. Sehr cool!

8. Inlineskaten oder Rollschuhfahren

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Okay, zugegeben: Gerade auf dem Anfänger*innenlevel bewegt man sich auf Rollen mehr wie ein sterbender Schwan, grazil ist anders. Zudem sind Inliner oder auch Rollschuhe nicht gerade günstig, entsprechende Modelle beginnen erst ab einem Preis von ca. 80 Euro.

Weshalb es dann in dieser Liste ist? Ganz einfach: Kaum eine andere sportliche Aktivität zu zweit macht so viel Spaß! Vor allem, weil man schneller noch als beim Schlittschuhlaufen eigene Fortschritte und auch die der rollenden Begleitung erkennen kann. Zudem bewegt man schon bei einer kleinen Runde durch den Park so viele bislang unbekannte Muskeln, dass man abends genau weiß, was man an dem Tag geleistet hat.

9. Bouldern

© 2015 BertaBlock Boulderhalle GmbH

Alleine an der Anzahl der Boulderhallen in Berlin wird jeder merken: Hier haben wir es mit einem Trendsport zu tun. Einem, bei dem man eigentlich auf sich alleine gestellt ist. Aber hier kommt der kommunikative Charakter des Sports zum Tragen, wenn man nacheinander eine Route ausprobiert und sich danach darüber berät, wie man diese am besten meistert.

Zudem ist Bouldern gerade auch outdoors möglich: Im Volkspark Friedrichshain zum Beispiel steht ein relativ großer Kletterfelsen zur freien Benutzung. Mit der Vielzahl an Strecken in einer Boulderhalle kann dieser zwar nur schwer mithalten, dafür ist man allerdings an der frischen Luft.

10. Scoop Ball

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Und wieder schweift unser Blick in die Vergangenheit: Beim Anblick von Scoop Ball werden absolut Kindheitserinnerungen wach. Kein Wunder, denn genau wie die, äh, 'klettige Alternative' Klettball gehört auch Scoop absolut in die Kategorie der generationsübergreifenden Strandsportarten.

Und wie viele Freizeitaktivitäten ist auch besagtes Scoop Ball wesentlich älter: Unter dem euch vielleicht bekannten Namen 'Pelote' wird im Baskenland schon seit über 100 Jahren zu Schläger und Ball gegriffen, der – ähnlich einem Squashball – allerdings immer abwechselnd gegen eine Häuserwand geschlagen wird. Scoop macht es einem da einfacher: Hier werft ihr euch möglichst artistisch den Ball mit dem Schläger hin und her.

11. Backgammon & Co.

Last but not least: Gedankensport! Wem körperliche Betätigung einfach zu anstrengend ist, greift stattdessen zum Spielbrett: Mühle, Schach, Backgammon & Co. haben einen enormen Suchtfaktor und können immer und überall gespielt werden: Klappbare Spielbretter zum Mitnehmen gibt es schon für etwa 10 Euro.

Magnetisierte Bretter bringen zudem den Vorteil, dass man das Spiel unterbrechen und an selber Stelle wieder vorsetzen kann – die Figuren bleiben schließlich an ihrem Platz. Ein Nachteil ist allerdings, dass sich hier Erfahrung deutlich bemerkbar macht: Gute Schachspieler*innen sind für Anfänger*innen schwer zu bezwingen, was für Frustmomente sorgen kann. Also doch lieber eine Partie Uno? Obwohl, Frustmomente sind hier auch nicht gerade selten...

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