11 Dinge, die ihr mit eurem Berlin-Besuch im Winter machen könnt

Berlin im Winter kann unbarmherzig sein. Während es in anderen Teilen Deutschlands schneit und zumindest den Winter ein bisschen hübscher macht, bekommen wir hier oft nur frostigen Wind aus dem Norden, der Gesichter und auch so manches Herz versteinert. Umso wichtiger ist es, sich deshalb aufzuwärmen – egal ob am Kamin, beim Tee, einem guten Mahl und bewegender Fotografie. Dem Besuch gilt es zu zeigen, dass Berlin auch im Winter toll sein kann und mehr zu bieten hat als nur Minusgrade.

© KaDeWe

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Sich durch die Feinkostabteilung im KaDeWe wühlen

Eine Tour durchs KaDeWe sollten wir alle in regelmäßigen Abständen unternehmen. Mit der Rolltreppe geht es schnurstracks hoch in die sechste Etage und schon seid ihr im Gourmet-Schlaraffenland. Tatsächlich ist es Europas größte Feinkostabteilung und die Auswahl einfach riesig. Die kleinen Petit Fours von Lenotré sehen fast zu schön aus, um reinzubeißen, an der Austernbar trifft sich die Schickeria des Westens und die Käsetheke ist ein gelbes Paradies. Perfekt für eine Stärkung nach einem Ku'damm-Bummel und ideal für leckere Mitbringsel.

© Katja Meyer

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Tolle Arbeiten zeitgenössischer Fotograf*innen im C/O Berlin betrachten

Ein absolutes Muss für jede*n Fotografieliebhaber*in ist die C/O Berlin im Amerikahaus am Zoo. Wechselnde zeitgenössische Fotograf*innen von Weltrang – von Sebastião Salgado bis Anton Corbijn – geben sich hier die Klinke in die Hand. Immer werden auch neue Talente mit ihren spannenden Projekten vorgestellt. Wer die reichhaltigen Ausstellungen auf zwei Stockwerken nicht in einem Rutsch schafft, kann zwischendurch bestens im Café des Hauses mit großer Fensterfront entspannen oder im prall gefüllten Museumsshop durch Fotobände stöbern. Hin da!

© Gantas Vaičiulėnas | Pexels

3
Schlittschuhfahren auf der Eisbahn Rübezahl am Müggelsee

Am Müggelsee gibt es gleich zwei Eislaufbahnen. Neben dem Eisstrand in Friedrichshagen könnt ihr auch der Rübezahl am Müggelsee im Ortsteil Köpenick einen Besuch abstatten. Die Bahn ist überdacht (also bei jedem Wetter geeignet) und außerdem gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ein Restaurant, ein Café sowie ein schöner Ausblick sorgen für die gewisse Portion Urlaubsfeeling – wenn auch nur für ein paar Stunden.

  • Eisbahn Rübezahl am Müggelsee Müggelheimer Damm 143, 12559 Berlin
  • Dienstag – Freitag: 13–15 Uhr, 15:30–18:30 Uhr, Samstag – Sonntag: 10–12:30 Uhr, 13–16:30 Uhr, 17–19:30 Uhr
  • Erwachsene: 7 Euro, Kinder bis 14 Jahre: 5,50 Euro
© Wiebke Jann

4
Granola Pancakes mit karamellisierte Bananen und Eggs Benedict im Le Bon

Von Donnerstag bis Sonntag brunchen klingt verdammt gut, oder? Dann ab nach Kreuzberg ins Le Bon und den halben Tag schlemmen. Hier kommen herzhafte Genießer*innen genauso auf ihre Kosten wie Süßmäuler. Wir sagen nur Granola Pancakes mit karamellisierten Bananen, Marmelade, Chili-Schoko-Mandelbutter, Ahornsirup und Vanillesahne. Dazu vielleicht noch einen Bloody Mary gegen den Kater und tadaaa, der perfekte Sonntagsbrunch steht.

© Björn Wisnewski

5
Schwitzen und schwimmen: Vom Saunafloß direkt in den Werbellinsee hüpfen

Am Werbellinsee gibt es ein Highlight, das unsere winterlich-verkühlten Herzen erobert hat: das Saunafloß. Das Floß besteht komplett aus Holz und wird sogar mit einem Holzofen beheizt, was sich beim Saunagang positiv auf das Aroma und die angenehme Hitze auswirkt. In der Sauna selbst haben sechs Personen Platz, aufs gesamte Floß dürfen sieben Personen. Als wäre so ein Saunafloß nicht schon genial genug, kann man von der Sauna durch zwei Fenster aufs Wasser schauen, während das Floß entweder mit Steuermann/-frau vor sich hintuckert oder vor Anker liegt. Drumherum gibt es richtig viele Dinge, die ihr ebenfalls buchen könnt: Ihr könnt ein Kajak ausleihen, euch ein Menü eines am See gelegenen Restaurants gönnen oder ein Sauna-Ritual mit frischen Birkenzweigen abhalten. As you wish – Wünsche werden hier wirklich viele erfüllt!

  • Brandenburger Saunafloss Michen, 16247 Joachimsthal
  • 210 Euro für 3 Stunden, jede weitere 70 Euro, Holz zum Nachlegen und Benzin im Preis enthalten, Saunahandtücher 4 Euro pro Handtuch
© Wiebke Jann

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Scharfe hausgemachte Nudeln bei Chungking Noodles

Es hat sich sicher schon rumgesprochen: Fans der beliebten chinesischen und vor allem scharfen Nudeln von Ash müssen nicht mehr aufs nächste Pop-up warten, um in den Genuss zu kommen. Wer mag, kann jetzt so viel er oder sie will in Kreuzberg Nudeln schlürfen. Zumindest dienstags bis samstags. Hier wird mit viel Leidenschaft gearbeitet und so sind die Nudeln, wie aber auch natürlich alles andere hausgemacht. Die Karte ist überschaubar klein und dennoch ist für jede*n was dabei. Das Summer Special mit kalten Nudeln sollte man sich nicht entgehen lassen. Wem das zu speziell ist, der*die kann ansonsten zwischen drei weiteren Varianten wählen. Besonders die vegane Version mit Shiitake und Tofu hat es uns angetan. Wer dann doch überraschenderweise mit der Schärfe zu kämpfen hat, löscht das Chilifeuer am besten mit einem Glas des ebenfalls hausgemachten Milchtees.

© BIKINI Berlin

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Ausgefallen shoppen im Bikini Berlin

Eines muss man dem BIKINI BERLIN direkt am Zoologischen Garten lassen: Langweilig wird es einem in dieser Concept Shopping Mall definitiv nicht. Im Gegensatz zu anderen Shopping-Centern wechseln die Shops in den Boxen im Erdgeschoss regelmäßig und bei jedem Besuch lässt sich etwas Neues dort entdecken. Es werden tolle lokale und internationale Jungdesigner*innen eingeladen, im Erdgeschoss werden aufstrebende Künstler*innen ausgestellt und vom großen Panoramafenster aus hat man einen tollen Blick auf das Affengehege des Zoos.

© The Forsberg

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Kunst gucken und Cocktails schlürfen im The Forsberg

Eine unserer liebsten Adressen im Wedding: das kleine The Forsberg in der Gerichtstraße. Man kann die Bar schon mal übersehen, die sich im Souterrain gegenüber des alten Stattbades versteckt. Betrieben wird sie von dem Künstler Charles Forsberg, dessen Arbeiten hier auch ausgestellt werden. Dass er Künstler ist, merkt man seinen Drinks durchaus an, denn für seine Eigenkreationen experimentiert er auch gern mal mit selbst hergestellten Sirupen und Säften.

© Wiebke Jann

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Einen Streifzug durch Rixdorf machen

Mitten im trubeligen Neukölln befindet sich die Keimzelle dieses Stadtteils, das versteckt liegende Rixdorf. Wie bei einer Zeitreise entdeckt der*die aufmerksame Beobachter*in das alte Dorf mit seinen Fachwerkhäusern, Kirche und alter Schmiede, die noch immer in Betrieb ist. Die Entdeckungstour lohnt sich ab dem Alfred-Scholtz-Platz über verschlungene Pfade bis zum Richardplatz. 

© Annik Walter

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Exotische Pflanzen im Botanischen Garten entdecken

Vielleicht seid ihr mit der S-Bahn ja schon häufiger an der Station "Botanischer Garten" vorbeigekommen, aber nie ausgestiegen. Jetzt wäre die richtige Zeit, das zu ändern. 43 Hektar Fläche und etwa 22.000 Pflanzenarten hat der über 100 Jahre alte Garten zu bieten und 15 Gewächshäuser, darunter das Victoriahaus, in dem Riesenseerosen zu Hause sind. Im Café gibt’s außerdem Kaffee und Kuchen.

© Insa Grüning

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60er-Jahre-Charme im Kino International

Im Kino International feierten seit den frühen 1960ern zahlreiche internationale Filme ihre DDR-Premiere. Zu Erstaufführungen von heimischen Filmproduktionen ließen sich auch Mitglieder des Politbüros blicken. Da es nur einen einzigen Kinosaal gibt, ist die Filmauswahl sehr begrenzt. Dafür lohnt sich ein Besuch allein schon, um bei einem Drink das 60er-Jahre-Flair des Foyers und die Aussicht durch die riesigen Panoramafenster zu genießen. Dank seiner Architektur wurde das Kino International auch schon selbst zum Drehort: In der erfolgreichen Netflix-Serie "The Queen's Gambit" diente die Panorama-Bar im oberen Stockwerk des Kinos als Restaurant in dem Hotel, in dem Protagonistin Beth bei ihrer Reise nach Moskau übernachtet.

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