Koreanische Klassiker essen im Coréen im Mitte

© Daliah Hoffmann

Wen es mit knurrendem Magen über die Torstraße treibt, der muss nicht lange suchen. Hier gibt es an jeder Ecke ein Restaurant und die meisten sind sogar richtig gut. Seit Kurzem ist die Liste von leckeren Adressen auf der Torstraße um ein Restaurant länger geworden: das Coréen. An der Ecke zur Gartenstraße, zwischen Gärtnerei und Salamat hat im Januar 2019 das koreanische Restaurant eröffnet. Dahinter stecken keine Unbekannten, sondern die Inhaber vom Hanok, einer Berliner Institution am Ku'damm – und einem unserer 11 Lieblingskoreaner.

Obwohl noch sehr jung, scheint das Coréen in Mitte schon bekannt zu sein. Wir kommen pünktlich um 13 Uhr und der Laden ist bereits fast voll. Wir nutzen die paar Minuten Wartezeit, um uns die Einrichtung genauer anzuschauen. Cremefarbene Wände mit schlichten goldenen Laternenlampen, weiß-schwarze Lampions in verschiedenen Formen, die von der Decke hängen, große Zimmerpflanze in schönen grünen Töpfen von Marsano, samtige rote Sitzbänke, Bistrostühle und ein weißer gekachelter Tresen. An der Wand gegenüber der Tür leuchtet ein grünes Neonschild, "Annyeonghaseyo" steht da, was auf Deutsch "Guten Tag" heißt. Wir fühlen uns in jedem Fall willkommen und wohl. Für das Design ist das Berliner Studio Gizzem Cinar verantwortlich.

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Wir bestellen uns zwei Lunch-Bowls und zwei Starter von der regulären Karte. Kaum sind die erfrischenden Limos am Tisch, folgen auch schon die Vorspeisen – eine Portion Kimchi und hausgemachte vegetarische Mandus. Als große Dumplings-Fans schmecken uns die koreanischen Maultaschen natürlich sehr gut. Die Miso Salmon Bowl überzeugt durch ihre Schlichtheit: Reis, Lachs, Ingwer und Salat. Wenn die Zutaten stimmen, dann braucht ein Gericht auch nicht viel mehr drumherum. Beim Vegi Bibimbap gibt's die Chillipaste inklusive des Hinweis', dass man alles gut vermischen und dann mit dem Löffel essen soll. "So machen wir das zuhause auch", sagt Inhaberin Min-Jong, die ihre Gäste mit einem Lächeln empfängt und im Service aushilft.

Nicht nur die Einrichtung im Coréen ist schlicht, sondern auch die Küche. Die Gerichte sind unkompliziert, frisch und ehrlich – koreanische Wohlfühlküche in zurückhaltendem, stylischem Ambiente. Das Bibimbap wird, abgesehen von der Lunch Bowl, in der heißen Steinschale serviert und brutzelt am Tisch noch vor sich hin. Bei meinem nächsten Besuch will ich unbedingt die Bulgogi Ramyun probieren. Die habe ich auf einigen Nachbartischen gesehen und direkt Futterneid bekommen.

© Daliah Hoffmann
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Unbedingt probieren: die hausgemachten Mandus und die Bulgogi Ramyun.

Veggie: Es gibt vegetarische und vegane Vorspeisen, Mandus und Vegi Bibimbap.

Mit wem gehst du hin: Dem liebsten Edamame-Partner.

Besonderheit des Ladens: Kurze Wartezeit und unkomplizierte Küche.

Für Fans vom: Hanok und YamYam.

Preise: Vorspeisen zwischen 4 und 8 Euro, Hauptspeisen 10,50 und 16,50 Euro und Nachtisch zwischen 3,50 und 7 Euro. Mittagsangebot (Miso Suppe + Lunch Bowl) zwischen 7,50 und 9 Euro

Coréen | Torstraße 179, 10115 Berlin | Montag − Samstag: 12−23 Uhr, Sonntag: 17–22 Uhr | Mehr Info

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