Kopfhörer auf und los: So könnt ihr jetzt die Musikgeschichte Berlins entdecken

© Nils Blossey

Die Berliner Musikgeschichte hat viele verschiedene Facetten. Während die einen direkt ans Berghain denken, ist für die anderen Hip Hop der Sound der Hauptstadt, und auch die Musikszene der 80er hat die Stadt geprägt. Wenn ihr gerne mehr über die Musikgeschichte Berlins erfahren wollt, ist alles, was ihr dafür braucht, ein Fahrrad, Kopfhörer und euer Smartphone mit der Deezer App. Mit den Deezer Music Tours könnt ihr jetzt nämlich auf eigene Faust durch die Straßen radeln und in die Musikgeschichte der Stadt eintauchen.

Taucht ein in die Berliner Techno-Kultur, die Welt des Hip Hop oder die bunte Musikszene der 80er

Die integrierten Karten auf deezermusictours.de führen euch bei jeder der drei Touren zu verschiedenen Orten, die in der musikalischen Geschichte und Gegenwart des jeweiligen Genres eine wichtige Rolle spielen. Darunter sind berühmte Clubs wie der Tresor oder das E-Werk, David Bowies Wohnung oder der legendäre Dschungel, wo man in den 80ern Prince oder Mick Jagger antraf.

Was hier heute ein Hotel ist, war in den frühen 80er Jahren DER Nachtclub Berlins. Quasi das Studio 54 Europas, mit allem drum und dran: Stars, schönen Menschen, Drogen, Hedonismus pur.
Bela B über den Dschungel

Die dazugehörige Playlist versorgt euch dabei wie ein Audioguide an jedem Stop mit interessantem Hintergrundwissen und sogar mit persönlichen Anekdoten: Bei der Hip Hop Tour führt euch nämlich Marcus Staiger, ehemaliger Chef des Berliner Labels Royal Bunker, in Kreuzberg durch die Berliner Rapgeschichte, auf den Spuren von Aggro Berlin und Co. Westbam nimmt euch mit auf die Techno-Tour, und auf eurer Reise in das wilde Berlin der 80er begleitet euch Ärzte-Mitglied Bela B. Dazwischen gibt es natürlich auch eine Auswahl von Tracks zu hören, die das jeweilige Genre in Berlin geprägt haben.

© Nils Blossey

Die Techno-Tour startet mit einem kurzen, netten Intro von Westbam, “so'n Berliner DJ", wie er sich selbst vorstellt. Er weist als allererstes darauf hin, die Tour bitte nicht direkt während der Fahrt zu hören: "Auch wenn wir heute ein bisschen verträumt an verpeilte Zeiten zurückdenken, bitte konzentriere dich während des Fahrens voll auf den Verkehr und höre die Tour nicht direkt während des Fahrens!" Okay! Also los geradelt. Der erste Stopp befindet sich am Brandenburger Tor. Vorher gibt's aber erstmal noch Altes Kamuffel von Paul Kalkbrenner auf die Ohren.

Die Millionengrenze wurde geknackt und da dachten wir schon, jetzt bricht bald der Weltfrieden aus, weil die gesamte Menschheit halbnackt und gutgelaunt um die Siegessäule herumtanzt
Westbam über die Anfänge der Love Parade

Station 1 ist die Straße des 17. Juni und es geht hier – natürlich – um die Love Parade. Westbam, der von 1989 bis 2008 auf jeder einzelnen Love Parade auflegte, hat über die Anfangszeit des Raves viel zu erzählen: "Man kann sich wahrscheinlich heute nicht mehr so ganz vorstellen, was hier eigentlich abging, wenn man nicht selbst dabei war".

Hier tanzten früher Hunderttausende auf der Love Parade. © Marit Blossey

Weiter geht's zum Tresor – beziehungsweise zum Standort des ehemaligen Tresor in der Leipziger Straße, von dem hier leider nichts mehr zu sehen ist. Interessant sind Westbams Anekdoten dazu trotzdem allemal. Als nächstes ist das ehemalige E-Werk dran, wo Westbam von seiner dortigen Residency in den Jahren 1996-97 erzählt. Auch Dr. Motte, Ellen Allien oder Paul van Dyk legten damals dort auf. Die drei dürfen natürlich auch im musikalischen Teil der Playlist nicht fehlen.

Im Gegensatz zum Tresor hat das E-Werk nach seiner Schließung keine neue Location bezogen. Auch das Cookies, um das es beim nächsten Stopp an der Friedrichstraße geht, hat nach vielfachen Umzügen 2014 endgültig seine Türen geschlossen. In der gleichen Location hat der Betreiber "Cookie" inzwischen sein Restaurant, das Crackers, eröffnet.

Hier war bis 2014 der letzte Standort des legendären Cookies Club. © Marit Blossey

Nun erzählt Westbam vom Walfisch, der 1991 quasi der "erste offizielle Afterhour-Schuppen der Techno-Ära" war. Von dort aus geht es mit dem Fahrrad Richtung Spree, nämlich zum ehemaligen Maria/Magdalena-Gelände. Ein guter Zeitpunkt, um eine kleine Verschnaufpause einzulegen. Ich setze mich ans Wasser und höre ein bisschen Musik aus der Playlist: Ben Klock, Dirty Doering, Joey Beltram.

Mit neuer Energie wird wieder in die Pedale getreten: Als nächstes ist die Bar 25 an der Reihe. "Einer der Orte, wo die 00er Jahre erfunden wurden", erinnert sich Westbam.

© Matze Hielscher

Nach der Reise zu all den verschwundenen Partytempeln der Vergangenheit endet die Techno-Tour mit zwei der bekanntesten Clubs, die das Berliner Nachtleben aktuell zu bieten hat. Der vorletzte Stopp ist das Berghain, bevor die Route am Watergate an der Oberbaumbrücke ihr Ende findet. Wer hier noch nicht genug hat – und einen bequemen Fahrradsattel – kann also direkt in Kreuzberg mit der Hip Hop Tour weitermachen.

Nach dem Intro von Marcus Staiger startet die Hip Hop Tour standesgemäß mit Mein Block von Sido. Das passt, denn als erstes geht's um Aggro Berlin. Dann führt die Route zum ersten Royal Bunker, über den Hermannplatz und die Sonnenallee bis hin zum Kotti. "8 Uhr am Kotti, ick ficke dein Leben", zitiert Marcus Staiger hier K.I.Z zur Begrüßung. Die dürfen in der Playlist übrigens natürlich auch nicht fehlen: Hurra, die Welt geht unter höre ich, während ich ein paar Stopps später über den Heinrichplatz laufe. Hier berichtet Staiger uns vom 1. Mai in den 80ern, der Hip Hop Bühne am Marianneneck und dem SO36 um die Ecke.

Hier trafen sich tatsächlich alle möglichen Leute, die später mal zu richtigen Starts mutieren sollten: Savas, Sido, B-Tight, Taktlos und Frauenarzt von den Atzen.
Marcus Staiger über den ersten Royal Bunker

Weiter geht's über den Görli ("Heißgeliebt und ebenso heiß diskutiert"), dann machen wir Halt am U-Bahnhof Schlesisches Tor, wo sich früher das Kato befand, das heute das Bi Nuu ist. Marcus Staiger erzählt hier davon, wie er sich im Kato mal mit dem Tontechniker geprügelt hat und daraufhin aus dem Laden geflogen ist: "Und auch sonst ging es hier immer hoch her".

Der vorletzte Track der Playlist ist auch ein echter Klassiker, nämlich Schwarz zu Blau von Peter Fox – das muss einfach sein, denn hier gegenüber des Bi Nuu befand sich "Bagdads Backwaren", die türkische Bäckerei, auf die Peter Fox in Schwarz zu Blau dringlichen Bock hat. Der Laden heißt zwar inzwischen Salut, ist aber im Grunde immer noch derselbe, erklärt Marcus Staiger – "die besungene Backwarenverkäuferin Fatima ist allerdings leider wirklich nicht mehr da".

© Marit Blossey

Wenn ihr kein eigenes Rad habt, könnt ihr euch natürlich auch eines der praktischen Deezer nextbikes für eure Tour schnappen. Dafür müsst ihr nur euer Deezer Premium Konto mit eurem nextbike Konto verknüpfen. Als Deezer Premium Kunde fahrt ihr dann sogar die ersten 30 Minuten gratis – bei jeder Ausleihe.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit Deezer entstanden.

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