Das Naturkundemuseum öffnet an den "Tagen der offenen Baustelle" seine geheimen Säle

© Carola Radlke | Museum für Naturkunde

Als gebürtiger Berliner gehöre ich zum erlesenen Kreis von Menschen, die sich schon in Kindheitstagen glücklich schätzen konnten, ohne großen Aufwand ins Berliner Naturkundemuseum gehen zu können. Ich kann mich erinnern, als wäre es gestern gewesen, dass ich zum ersten Mal mit aufgerissenen Augen vor dem über 13 Meter hohen Brachiosaurus-Skelett stand, das bis heute Generationen von Besuchern nachhaltig fasziniert.

Neben dem weltgrößten Brachiosaurus-Skelett ist es seit einigen Jahren der T-Rex Tristan, der die Massen – egal ob Familien, Studenten oder Senioren – anlockt. Daneben gibt es aber natürlich auch viele weitere interessante und sehenswerte Objekte im Museum für Naturkunde zu entdecken, wozu Fossilien, Präparate, Insekten, Berliner Kult-Zootiere und auch Mineralien zählen.

© Carola Radlke | Museum für Naturkunde

Was die meisten Besucher nicht ahnen: Das Naturkundemuseum besitzt nicht nur zahlreiche spannende Exponate, sondern eine riesige Forschungssammlung mit mehr als 30 Millionen naturkundlichen Forschungsobjekten, die bislang fast ausschließlich Wissenschaftlern aus aller Welt zugänglich sind. Für die Besucher sind die meisten Objekte unsichtbar.

© Carola Radlke | Museum für Naturkunde

Das soll sich ändern. Seit einigen Jahren arbeitet das Naturkundemuseum daran, durch bauliche Anpassungen weitere Säle für die Öffentlichkeit freizugeben und seine umfangreiche Sammlung zugleich angemessen zu konservieren. Wie das Ergebnis aussieht, könnt ihr schon heute am Beispiel der Nass-Sammlung sehen, die rund eine Million Objekte in insgesamt 80 Tonnen Alkohol umfasst.

© Carola Radlke | Museum für Naturkunde
© Carola Radlke | Museum für Naturkunde

Welche Forschungsobjekte in den bislang unzugänglichen Räumen künftig ausgestellt werden und wie die Aufbereitung von Forschungsobjekten funktioniert, könnt ihr bei den "Tagen der offenen Baustelle" erfahren. Hier werden auch all die Räume der Öffentlichkeit vorgestellt, die im dritten Bauabschnitt renoviert wurden und bald für jedermann zugänglich sind.

Am Freitag und Sonnabend ist hierbei der Eintritt für das gesamte Museum frei. An beiden Tagen hält jeweils um 15 Uhr ein Mitglied der Museumsdirektion einen Einführungsvortrag zum Thema "Willkommen auf der Baustelle". Für Kinder gibt es zahlreiche Mitmach-Aktionen. Zudem könnt ihr das experimentelle Planungslabor erkunden, in dem die Ausstellungen von morgen konzipiert werden und sogar eure eigenen Ideen einbringen.

Museum für Naturkunde | Invalidenstraße 43, Mitte | Dienstag – Freitag: 09.30–18 Uhr | Tage der offenen Baustelle: 01. & 02.06.2018, an diesen Tagen ist der Eintritt frei

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Museum für Naturkunde.

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