11 Tipps für einen schönen Sonntag im Oktober

Wenn ich mich für eine Jahreszeit entscheiden müsste, dann wäre es vermutlich der Herbst. Denn der Herbst ist nicht nur die Zeit für Kürbis, Pilze sammeln und Tee trinken, sondern auch die Zeit, in der man endlich wieder ohne schlechtes Gewissen im Kinosessel fläzen, ins Hallenbad schwimmen gehen oder auch einfach zu Hause im Bett liegen und Netflix gucken kann. Man kann wieder hübsche Mäntel tragen, hat Lust auf deftiges Essen und romantische Herbstspaziergänge. Was uns an einem Sonntag im Oktober sonst noch vergnügt, seht ihr hier.

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© Daliah Hoffmann Nach Schätzen suchen auf dem Schoeneboerg Flowmarkt

Gute Nachrichten für alle Flohmarkt-Fans: Den schönen Flowmarkt gibt es seit dem Herbst 2020 auch in Schöneberg auf dem Marktplatz Crellestraße/ Ecke Großgörschenstraße. Hier könnt auch gebrauchte Kleidung, Haushaltsgegenstände und Kunsthandwerk günstig erstehen und das jeden zweiten Sonntag, immer im Wechsel mit dem Nowkoelln Flowmarkt am Maybachufer. Wenn ihr selbst Sachen auf dem Flohmarkt verkaufen wollt, findet ihr hier alle Infos zur Anmeldung, ein Stand für Privatleute kostet übrigens 43.50 Euro.

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© Katja Meyer Tolle Arbeiten zeitgenössischer Fotograf*innen im C/O Berlin betrachten

Ein absolutes Muss für jede*n Fotografieliebhaber*in ist die C/O Berlin im Amerikahaus am Zoo. Wechselnde zeitgenössische Fotograf*innen von Weltrang – von Sebastião Salgado bis Anton Corbijn – geben sich hier die Klinke in die Hand. Immer werden auch neue Talente mit ihren spannenden Projekten vorgestellt. Wer die reichhaltigen Ausstellungen auf zwei Stockwerken nicht in einem Rutsch schafft, kann zwischendurch bestens im Café des Hauses mit großer Fensterfront entspannen oder im prall gefüllten Museumsshop durch Fotobände stöbern. Hin da!

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© Daliah Hoffmann Frühstücken und Kaffee trinken bei Annelies in Kreuzberg

Direkt am Görlitzer Park befindet sich das hübsche Café Annelies, von dem aus ihr nicht nur im Frühling und Sommer einen wunderbaren Blick auf das rege Treiben rund um den Park habt. Im Herbst und Winter könnt ihr es euch drinnen neben dem Kamin gemütlich machen und von morgens bis in den späten Nachmittag schlemmen, denn: Hier gibt es Frühstück, Lunch, Kaffee und Wein für einen Aperitivo am frühen Abend. Auf der Karte finden sich fluffige Pancakes, Fried Chicken Sandwiches, Granola mit roter Beete und Blaubeeren und herzhafte Optionen – alles regional und saisonal.

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© Daliah Hoffmann Die Siegessäule erklimmen

Die Siegessäule, im Berliner Volksmund liebevoll Goldelse genannt, ist eines der Wahrzeichen Berlins, obwohl viele Berliner*innen das Denkmal selbst noch nie von innen gesehen haben. Dabei ist der Ausblick (gerade im Herbst) über Berlin von 67 Meter Höhe fantastisch und auch die Geschichte, die die Siegessäule erzählt, nämlich die drei Siege Preußens im Deutsch-Dänischen Krieg, im Krieg gegen Österreich sowie im Deutsch-Französischen Krieg sind mehr als spannend.

  • Siegessäule
  • Großer Stern, 10557 Berlin
  • April bis Oktober: Montag – Freitag: 9.30–18.30 Uhr, Samstag & Sonntag: 9.30–19 Uhr; November bis März: Montag – Freitag: 9.30–17.30 Uhr, Samstag & Sonntag: 9.30–17.30 Uhr; am 24. Dezember geschlossen
  • 3 Euro, ermäßigt 2,50 Euro
  • Mehr Info
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© Stadtbad Charlottenburg | Berliner Bäderbetriebe In der Alten Halle in Charlottenburg schwimmen

Das Stadtbad Charlottenburg ist nicht nur das älteste Hallenbad Berlins, sondern auch eines der schönsten. Mit einem Becken, das gerade mal 25 Meter lang ist, eignet es sich zwar nicht unbedingt für ambitionierte Schwimmer*innen, die ihre Bahnen ziehen wollen, für alle, die in einer schönen Atmosphäre aber einfach nur planschen wollen, ist es genau das Richtige.

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Der Hobrechtswald bei Berlin

© Owls1867, CC0, Pixabay Über ehemalige Rieselfelder durch den Hobrechtswald spazieren

Wer von euch war schon mal im Hobrechtswald? Wir müssen zugeben, bis vor Kurzem kannten wir diesen wunderschönen Ort noch nicht. Haben wir dann aber schleunigst nachgeholt. Der Hobrechtswald ist nicht nur Naherholungsgebiet, sondern hat auch eine spannende Geschichte. Ende des 19. Jahrhunderts mussten hier nämlich Kiefernwälder sogenannten Rieselfeldern weichen, auf denen dann viele Jahre die Berliner Abwasser versickerten. Klar, das klingt erstmal nicht so schön und die Landschaft wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen, aber nach der Stilllegung der Rieselfelder ist auf dem Areal mittlerweile eines der größten Waldweide-Projekte in Deutschland entstanden, das noch immer sehr wassergeprägt ist und auf dem heute wieder viele Tiere leben. Unbedingt mal anschauen! Kleiner Tipp: Am besten könnt ihr die Gegend mit dem Rad erkunden.

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© Kerstin Musl Bei Hako Ramen leckere japanische Suppen essen

Seit Herbst 2017 gibt's einen neuen Stern am Ramenhimmel: das Hako in Friedrichshain. Zwar macht der Laden von außen nicht unbedingt auf sich aufmerksam, die leckeren Ramen, die euch darin zubereitet werden, allerdings umso mehr. Ihr könnt zwischen veganer Brühe, Schweine- und Hühnerbrühe wählen, on top gibt's natürlich Nudeln, Gemüse, ein halbes Ei und Schweine-Chashu. Wer's lieber vegan oder vegetarisch möchte, der*die sollt unbedingt die Vegi Tantan mit veganer Brühe auf Miso- und Sesam-Basis, Gemüse und Soja-Fleisch (scharf) mit oder ohne halbes Ei bestellen. Die ist wunderbar cremig, scharf und von innen wärmend.

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Pilze sammeln, Herbst, Berlin, Biesenthal

© Insa Grüning Auf Pilzexkursion gehen und anschließend kochen

Mit dem Pilzesammeln ist es wie mit dem Wandern: Früher "musste" man es mit den Eltern tun, irgendwann hatte man keinen Bock mehr und jetzt, einige Jahre später, sucht man für jeden Urlaub ein paar coole Wanderrouten raus. Oder geht in den Wald und sammelt Pilze. Weil das aber mitunter übel ausgehen kann, empfehlen wir euch ein Pilzseminar. Das klingt zugegebenermaßen nicht gerade sexy, ist aber wirklich ziemlich cool. Treffpunkt sind verschiedene Wälder in der Nähe Berlins, die genauen Termine findet ihr hier, die Gruppengröße beträgt maximal 20 Personen, sodass euch der*die Expert*in jede Frage beantworten kann, während ihr jeden einzelnen Fund besprecht und bestimmt. Außerdem verrät er*sie euch, wann und wo es sich lohnt auf Pilzsuche zu gehen. Und so steht dem leckeren Pilz-Menü nichts mehr im Wege.

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© Unsplash | Jeremy Yap Großes Kino im Cineplex Titania in Steglitz erleben

Das Cineplex Titania in Steglitz-Zehlendorf in direkter Nähe der Schloßstraße gehört zu den traditionsreichsten Theaterpalästen Berlins und war bis in die 1960er Jahre weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Bis heute befindet sich in dem denkmalgeschützten Gebäude des Titania-Palasts neben vielen Geschäften ein Kino mit mehreren Sälen, ein bisschen modernisiert natürlich, in dem ihr von Blockbustern bis hin zu Programmfilmen alles sehen könnt. Wer in Steglitz ist, sollte hier seinen Abend mit Popcorn und guter Unterhaltung genießen.

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© Marina Beuerle Moderne sri-lankische Küche im Sathutu genießen

In Prenzlauer Berg hat mit dem Sathutu ein Restaurant eröffnet, das den Berliner*innen die moderne sri-lankische Küche näherbringt. Auf der Speisekarte findet ihr beispielsweise Colombo Fried Chicken mit Kräutern und Zitrone, Lamm-Curry mit Baby-Fenchel und brauner Butter, Sathutu Pizza mit pochierten Eiern und Kartoffel-Kokos-Schaum oder mit Burrata und Aubergine und Pancakes mit Rhabarber. Die Macher*innen arbeiten dabei eng mit Landwirt*innen aus dem Berliner Umland zusammen, dementsprechend wird die Karte saisonal wechseln. Und damit ihr bei eurem Besuch nicht auf dem Trockenen sitzt, werden Bio-Weine von Viniculture und Edel & Faul ausgeschenkt.

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© Ash Edmonds | Unsplash Cocktails und Snacks im Würgeengel

Im Würgeengel fängt der frühe Vogel den Wurm. Am besten kurz nach Öffnung der Bar hingehen, einen Platz an der Theke sichern und den Barkeeper*innen bei ihrem Handwerk zuschauen. Super schön sitzt man auch an einem der Tische am Fenster, da hat man die Bar im Blick und kann gut „Leute gucken“. Das Publikum ist sehr durchmischt, was wir besonders an dieser Bar lieben: Hier findet ihr normales Kreuzberger Sneaker-Volk, man kann aber auch richtig aufgebrezelt auftauchen. Für den nächtlichen Hunger kann man kleine Snacks aus der Küche des benachbarten Gorgonzola Clubs bestellen. Die scharfen Albondigas in Tomatensoße sollte man sich nicht entgehen lassen…

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