11 Skigebiete in Europa, die sich für einen Wochenendtrip lohnen

Als Österreicherin in Berlin vermisst man ja besonders im Winter die Berge und das Skifahren. Den rauhn, eisigen Fahrtwind, der die Bäckchen trotz Schal rosig färbt und die gefrorenen Hände, die erst wieder beim Après-Ski-Glühwein auftauen. Also was tun, wenn man nicht viel Zeit hat, aber trotzdem Wintersport machen möchte? Ich hab mich auf die Suche nach Wintersportorten gemacht, die besonders gut von Berlin aus zu erreichen sind – mit dem Auto, Zug oder Flugzeug. Die Suche brachte mich zu deutschen Luftkurorten, österreichischen Ski-Mekkas, in die Schweizer Berge und zu norwegischen Fabelwelten.

Die gesamte Liste, geordnet nach aufsteigender Kilometerdistanz zu Berlin findet ihr hier:

Deutschland

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© Felix Meyer | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Im Luftkurort Oberwiesenthal die Skier schwingen

Rein kilometertechnisch ist das Erzgebirge die erste Skiadresse von Berlin aus. An der Grenze zu Tschechien gelegen, ist das Oberwiesenthal mit 914 Metern die höchstgelegene Stadt Deutschlands und gilt als Luftkurort. Die höchste Erhebung im Ort ist der Fichtelberg mit 1215 Höhenmetern, welcher mit zehn Pistenabfahrten jeglicher Schwierigkeitsstufen und guten Funparks auf Wintersportbegeisterte wartet. Da dieses Gebiet verständlicherweise sehr beliebt ist, auch wegen der Verbindung zum Skigebiet Keilberg (Klínovec), ist auf den Pisten manchmal sehr viel los. Ausweichprogramm könnten dann aber die Langlaufloipen, unzählige Wanderwege und die Rodelabfahrt sein.

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© Felix Meyer | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Langlaufen und Snowtubing in Oberhof im Thüringer Wald

Im direkten Vergleich mit dem Erzgebirge kann der Thüringer Wald wenig mithalten. Und trotzdem ist er ein beliebtes Winterziel, wo sogar die Spitzensportler trainieren. Die zwei alpinen Abfahrten sind für fortgeschrittene Skiläufer schnell langweilig, aber für Anfänger und nicht so Geübte genau richtig. Es gibt einen Snowpark für Anfänger und Fortgeschrittene und zudem lockt das Skigebiet mit Rodelbahn und Snowtubing. Wer sowieso lieber Langlauf fährt, ist hier im Paradies gelandet und kann sich bei den verschiedenen Routen, wo die längste 50 Kilometer umfasst ordentlich auspowern.

3

© Tourismusregion | FlickrCC BY-SA 2.0 Nachts die Pisten unsicher machen am Winterberg im Sauerland

Das größte Skigebiet im Sauerland ist das Skiliftkarussell Winterberg – 28 Kilometer Pistenabfahrt im leichten bis mittelschweren Bereich warten darauf befahren zu werden. Ein Drittel davon sogar jeden Dienstag und Freitag ab 18.30 bei Flutlicht. Internationale Bekanntheit erreichte Winterberg auch als Austragungsort von Weltcuprennen des Bob- und Rennrodelsports. Die Nähe zum Winterberger Bahnhof macht dieses Skigebiet gerade für Autolose sehr interessant.

4

© sonic.knight | FlickrCC BY-SA 2.0 Schivergnügen bis Ostern in Oberstdorf im Allgäu

Die kleine Marktgemeinde in Süden Bayerns hat ein ausgesprochen vielfältiges Wintersportangebot und das zugehörige Schigebiet reicht bis in das Kleinwalsertal in Vorarlberg. Neben dem Schigebiet Fellhorn-Kanzelwand, mit seinen 34 Pistenkilometern, lockt vor allem das 2.224 Meter hohe Nebelhorn, welches bis Ende April Schivergnügen verspricht. Die Pisten sind im allgemeinen eher leicht bis mittelschwer, also auch etwas für die nicht so geübten unter uns.

Österreich

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© Jakob Owens | Unsplash Im Funpark vom Skigebiet Steinplatte Tricks trainieren

Das Skigebiet Steinplatte befindet sich im Dreiländereck Tirol-Salzburg-Bayern und ist von österreichsicher Seite sowie von der deutschen Seite mit Liften zu erreichen. Die Nähe zum Salzburger Flughafen, 50 Minuten mit dem Auto, ist sehr verlockend. Die Steinplatte zählt zu einer der schneereichsten Regionen Tirols und ist 42 Pistenkilometer mit meist leichten bis mittelschweren Abfahrten überschaubar. Ein Geheimtipp ist der Showpark mit seiner Triassic Funline. Der Park gehört zu den größten und längsten Funparks in ganz Österreich und es ist nicht selten, dass internationale Freestyler hier trainieren oder Workshops geben.

6

© Nick Botter | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Kräftig Après-Ski feiern in Saalbach-Hinterglemm

Der Skizirkus Saalbach zählt mit seinen 270 Abfahrtskilometern zu einem der größten Skigebiete in Österreich. Er verbindet die Wintersportorte Saalbach, Hinterglemm, Leogang und Fiberbronn miteinander und macht mit seinen alpinen Abfahrten vom Anfänger bis zum Spitzenathlet alle sehr glücklich. Die Liftanlagen sind so konzipiert, dass man in dem Gebiet Runden drehen kann und so mit keinem Lift doppelt fahren muss. Es gibt schön breit angelegte blaue Pisten, anspruchsvolle WM-Strecken, tolle Tiefschneehänge und eine Menge Funparks, die teilweise auch nachts beleuchtet werden. Fieberbronn hat sich mittlerweile auch zu einem Mekka der internationalen Freeride-Szene gemausert und trägt den Slogan "easy up – wild down“. Wer nach dem Sport auch gerne feiert, darf sich hier doppelt freuen, denn das Skigebiet zählt zur Après-Ski Hochburg.

7

© Hwan Hyeok Kim | FlickrCC BY 2.0 Weltkulturerbe bestaunen in Hallstatt in Oberösterreich

Wer nicht unbedingt das ganze Wochenende auf den Brettern stehen möchte, sondern auch noch etwas Kultur genießen will, der ist in Hallstatt, welches zu dem UNESCO Weltkulturerbe gehört, genau richtig. Man kann hier genüsslich auf dem schmalen Uferstreifen vom Hallstätter See zwischen den steil aufragenden Bergen und den wundervollen alten Häusern, die teilweise auf Wasserpfählen stehen, schlendern. Und wer dann doch noch Lust auf ein paar Stunden Skifahren hat, für den gibt es viele tolle Skigebiete direkt vor der Haustür.

8

© Roar Steen | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Wie in einem Wes-Anderson-Film fühlen in Bad Gastein

Mitten im Nationalpark Hohen Tauern, 1,5 Stunden südlich von Salzburg, liegt der Kurort Bad Gastein – wunderschön umringt von Gipfeln, die die dreitausender Grenze überschreiten. Neben seinen insgesamt 200 Pistenkilometern im Skigebiet Gastein locken aber auch die Wanderwege und die vielen Spas in dieses verwunschene Tal. Es gibt nichts Besseres, als nach einem kalten Wintertag in die heißen Quellen der Felsentherme einzutauchen und dabei klare Bergluft zu schnuppern. Dazu kommen noch die in den Steilhängen gebauten Hotels und Villen aus der Belle Époque und der imposante Gasteiner Wasserfall, welcher das leckere Gasteiner Thermalwasser liefert. Wer mit Kindern reist, sollte sich im Haus Hirt einquartieren, für kinderlose Großstädter empfehlen wir das Regina. Denn Bad Gastein ist die wohl modernste Stadt im Salzburger Land, gern auch mal als das “Berlin der Alpen” bezeichnet und definitiv unser liebstes Reiseziel.

9

© Ján Sokoly | FlickrCC BY-SA 2.0 Die WM-Abfahrt runterbrettern auf der Planai in Schladming

Die Urlaubsregion Schladming-Dachstein, bestehend aus sieben Tourismuszentren, liegt wunderbar zwischen den atemberaubenden Südwänden des Dachsteins und den schönen Schladminger Tauern. Es gehört zu den „Top 5 Schiregionen Österreichs“ und verbindet mit der Schladminger 4-Berge-Skischaukel die vier größten steirischen Skiberge – Hauser Kaibling, Planai, Hochwurzen und Reiteralm – miteinander. 123 Pistenkilometer warten darauf befahren zu werden, unteranderem die WM-Abfahrt auf dem Hausberg von Schladming, der Planai. Und wenn die Lifte geschlossen haben geht es weiter zum Après-Ski in der Tenne, denn Schladming ist sehr bekannt für seine Feierlaune und Ski-Opening-Events.

Schweiz

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© martin_vmorris | FlickrCC BY-SA 2.0 Die Bretter und den Gelbeutel schwingen am Flumserberg in der Schweiz

Wer ein bisschen Geld auf der hohen Kante hat und sich sowieso seine Skiausrüstung leihen wollte, fliegt am besten übers Wochenende in die Schweiz. Die Flüge nach Zürich sind meist preisgünstig und es gibt viele Skigebiete die man in weniger als neunzig Minuten mit der Bahn aus erreichen kann. Den Flumserberg als Beispiel erreicht man schon nach 58 Minuten und ist mit seinen 65 Pistenkilometern ein sehr beliebtes Wintersportgebiet für Anfänger sowie für Fortgeschrittene. Neben Skifahren kann man dort auch super Skitouren und Schneeschuhwanderungen unternehmen oder Schlittenbahn fahren.

Norwegen

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© SkiStar | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Skivergnügen in der norwegischen Wintermärchenwelt Trysil

Wer ein großer Skandinavien-Fan ist, Geld gespart und vielleicht mehr Zeit hat als bloß ein Wochenende, für den ist Trysil die perfekte Wahl. Knappe zweieinhalb Autostunden von Oslo liegt diese perfekt inszenierte Fabelwelt entfernt und bietet eine weihnachtskartentaugliche Kulisse. Es ist für alle etwas dabei, die 76 Pistenkilometer sind für Anfänger genauso wie für Profis und für die Kinder gibt es große Kinderbereiche mit Zauberteppichen. Sollte man mal keine Lust auf den eisigen Wind bei den Abfahrten haben, warten Hundeschlitten-Touren, Kanu- und Schlittenfahren und zahlreiche Erlebnisbäder auf einen.

Titelbild: © SkiStar | Flickr

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