11 Orte in Kreuzberg, die du kennen solltest

Kaum ein anderer Stadtteil wird von Touristen so zielstrebig als "Szenekiez" angesteuert. Dabei ist Kreuzberg eigentlich viel normaler als sein Image – teilweise sogar richtig schön. Diese 11 Orte sind für eine Einsteiger-Erkundungstour bestens geeignet.

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© Wiebke Jann Super günstiges Obst und Gemüse auf dem Türkischen Markt

Der Wochenmarkt am Maybachufer (aka "Türkenmarkt") in Neukölln ist schon fast so etwas wie eine Institution. Zweimal die Woche tummeln sich hier türkische Familien, Studenten und vereinzelte Touristen. Ein bisschen geht es hier zu wie auf einem orientalischen Basar: Es gibt alles von Börek, Kräutern und Oliven bis hin zu Reißverschlüssen – alles gern in großen Ladungen und sehr günstig. Super für Familien-, Party- und WG-Einkäufe.

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© Daliah Hoffmann Frische Pasta und Fleisch auf dem Wochenmarkt in der Markthalle Neun

Dass es in der Markthalle Neun nicht nur Streetfood gibt, vergisst man manchmal gern. Dabei könnt ihr hier ganz wunderbar Produkte für den täglichen Bedarf und Spezialitäten aus aller Welt kaufen, etwa frische Kräuter, Pasta oder Fleisch bei Kumpel & Keule. Gerade an Regentagen und im Winter ist der Wochenmarkt ein guter Tipp!

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© Kerstin Musl Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien Kunst ansehen

Wer Kunst und schöne, alte Gebäude liebt, wird auch den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien mögen. Im 1847 erbauten ehemaligen Diakonissen-Krankenhaus am Mariannenplatz finden sich heute Gruppen- und Themenausstellungen zu sozialen und kulturellen Gegenwartsprozessen in Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Künsten. Hier könnt ihr jeden Tag kostenlos vorbeischauen. Im Sommer ist hier übrigens auch Open-Air-Kino.

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Das ORA in Kreuzberg

© ORA Lunch, Dinner und Drinks mit Apothekenflair im ORA

Wir sind verliebt ins ORA. 150 Jahre lang residierte in den Räumen des Cafés eine Apotheke, in der sogar der König selbst seine Medizin bestellte. 2013 schloss der Laden und stand seitdem leer – bis im Jahr 2016 das ORA und damit das wohl schönste Café in Berlin eröffnete. 2019 machte das ORA zu und ist seit Juni 2020 unter der neuen Leitung von Küchenchef Alan Micks (Michelberger Restaurant) und Weinexpertin Emily Harman wieder da! Die Einrichtung der alten Apotheke wurde natürlich beibehalten, so kann man auch weiterhin im historischen Ambiente lunchen, zu Abend essen und sich durch die lange Weinkarte probieren. Das Menü wechselt täglich, gekocht wird saisonal. Abends hat man die Wahl zwischen zwei, drei oder vier Gängen (35–49 Euro). Mittags gibt's für 19 Euro ein Hauptgericht inkl. einem Glas Wein.

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© Ritter Butzke Konfetti werfen im Ritter Butzke

Man weiß, dass man in der Butzke war, wenn man am nächsten Morgen Konfetti in jeder Körperritze findet und Ohrensausen hat. Die Butzke dreht immer ordentlich auf. Unser Lieblingsort ist die Holzhütte im Hof, manchmal steht da auch eine Rakete, die Schnaps ausschenkt.

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© Cindy Dessau Kinderbauernhof im Görlitzer Park

Ein echter Bauernhof gegen das sterile Großstadtleben. Hier gibt es große Pfützen, viel Dreck, einen kleinen Wasserspielplatz, Platz zum Klettern und viele, verschiedene Tiere zum Streicheln und Anschauen. Ältere Kinder können sich auf dem Bauernhof richtig engagieren und einbringen, das Gelände ist für jeden kostenfrei zugänglich. Es gibt verschiedene AGs und Workshops und täglich, neben der Tier- und Gartenpflege, auch Hausaufgabenhilfe.

  • Kinderbauernhof auf dem Görlitzer e.V.
  • Wiener Str. 59b, 10999 Berlin
  • Öffnungszeiten im Sommer: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 10.00–19.00 Uhr, Samstag und Sonntag: 11.00–18.00 Uhr, Mittwoch geschlossen; im Winter: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 10.00–18.00 Uhr, Samstag und Sonntag: 11.00–17.00 Uhr, Mittwoch geschlossen
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© Kantine Kreuzberg Gemütlich Mittag essen und über die Stadt gucken in der Kantine Kreuzberg

Das Rathaus Kreuzberg ist zwar nicht wirklich ansehnlich, aber die Kantine ist ziemlich cool. Altmodisch, aber gemütlich eingerichtet und im 10. Stock gelegen. Von hier aus könnt ihr gut über Kreuzberg und Umgebung gucken. Täglich gibt es fünf Hauptgerichte zur Auswahl (3–6 Euro), Mittwoch ist Waffeltag.

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© Nora Tabel Viktoriapark in Kreuzberg

Auf der höchsten natürlichen Erhebung Berlins, die dem umliegenden Bezirk mit seiner Kirchenspitze den Namen gab, auf schwindelerregenden 66m über dem Meeresspiegel, sieht man ganz Kreuzberg und den Potsdamer Platz. Wenn die Aussicht im Sommer allerdings etwas von den grünen Bäumen des Parks verstellt wird, liebäugeln wir jedoch immer schnell mit dem Gedanken, in den Wasserfall zu hüpfen, der kurz unter der Spitze beginnt.

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© Kerstin Musl Chillen und Sport machen im Park am Gleisdreieck

Ein Muss bei jeder Jahreszeit, am besten mit Sonne! Der Park ist eine gigantische Erholungsanlage mit sieben Spiel-, Fitness- und Sportbereichen. Haufenweise Wiese, Sand, Beton und Gummiböden sind zu erkunden. Es gibt einen Skatebereich mit BMX-Bowl zum Mitmachen oder Staunen, Streetball-Körbe, einen Fußballkäfig, Trampoline, Wasserspiele, jede Menge befahrbare Wege und sogar einen naturbelassenen Spielgarten, um auf Bäume zu klettern. Das Beste? Es ist nirgendwo zu voll, denn all das verteilt sich auf sagenhafte 31,5 Hektar, unterteilt in drei Parkteile.

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© Wiebke Jann Am Paul-Lincke-Ufer beim Boule zuschauen

An einem sonnigen Sonntagnachmittag am Paul-Lincke-Ufer zeigt sich der Kreuzberger Mikrokosmos von seiner besten Seite. Hier wächst zusammen, was auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammen gehört: übernächtigte Partygänger auf dem Weg zur nächsten Afterhour, junge Familien mit Buggy und Hund, aufgestylte Touristen, Flaschensammler und die alteingesessenen Boulespieler. Zuschauen wird hier nie langweilig.

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© Lerchen und Eulen Im Lerchen und Eulen tagsüber arbeiten und abends trinken

Das Lerchen und Eulen ist wie das Wohnzimmer eines guten Freundes: Wenn man sich einmal aufs gemütliche Sofa hat fallen lassen, möchte man einfach nicht mehr gehen. Bevor sich das Café abends in eine angesagte Bar verwandelt, hat man tagsüber seine Ruhe und kann guten, liebevoll gemachten Kaffee und frischen Minz-Ingwer-Tee genießen. Bei akutem Mittagshunger ist die Markthalle 9 nur einen Katzensprung entfernt. Wenn man abends das Freelancer-Leben mit ein paar Drinks begießen möchte, bleibt man einfach noch auf einen Gin Tonic oder Moscow Mule zu den ehrlichsten Preisen der Stadt – und Salzstangen gibt es auch noch umsonst dazu.

Kennt ihr schon alles? Dann fahrt doch mal nach Friedrichshain oder Neukölln.

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