Kreuzberg bei Regen: 11 Tipps bei schlechtem Wetter in Kreuzberg

Wir leben in irren Zeiten und natürlich versuchen wir, die Öffnungszeiten etc. aktuell zu halten. Bevor ihr euch auf den Weg macht, solltet ihr aber trotzdem am besten noch mal bei den Restaurants und Cafés direkt nachsehen.

Auch wenn der Kalender uns versichert, dass wir uns mitten im Sommer befinden, sagt der Blick aus dem Fenster eher: Joa, packt mal die Regenjacke aus und noch einen Pulli zur Sicherheit mit ein. Der Berliner Sommer scheint nämlich noch in den Sommerferien zu sein.

Weil ewiges Drinnenbleiben einfach nicht schön ist, haben wir hier 11 Tipps für euch, die in Kreuzberg auch bei Regen Spaß machen: Egal, ob ihr euch mit Schirm bewaffnet nach draußen traut, im Buchladen eures Vertrauens nach neuem Lesestoff suchen möchtet oder den Frust über das schlechte Wetter mit Pommes und leckerer neapolitanischer Pizza besänftigen wollt.

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© Ebert und Weber Bei Ebert und Weber eure neuen Lieblingsbücher finden

Wenn wir im Wrangelkiez sind, kommen wir um einen Besuch bei Ebert und Weber normalerweise nicht drum herum, denn in der kleinen Buchhandlung findet ihr von Popliteratur bis hin zu feministischen Schriften alles, was Literaturliebhaber*innen brauchen. Außerdem hat die Buchhandlung ein Herz für kleine, unabhängige Verlage und feministische Denkerinnen wie Laurie Penny, die sich mit den großen Fragen der Zeit auseinandersetzen. Das einzige, was an diesem Laden schade ist, ist dass es nicht unser privates Bücherregal ist – aber hey, dafür können wir regelmäßig neue Schmöker kaufen und sukzessiv daran arbeiten.

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© Daliah Hoffmann Österreichisches Comfy Food in modernem Ambiente bei Felix Austria

Direkt gegenüber der Marheineke Markthalle geht es kulinarisch weiter und zwar in Richtung Österreich. Im Austria Felix könnt ihr nicht nur österreichische Feinkost shoppen, sondern die absoluten Klassiker auch vor Ort essen. Linzer Leberkäs mit Erdäpfelsalat, Käsespätzle, Frittatensuppe und Marillenknödel, who's in?

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Bettina Pousttchi in der Berlinischen Galerie

Skulpturen von Bettina Pousttchi in der Berlinischen Galerie | © Insa Grüning Kunst gucken in der Berlinischen Galerie

Auch wenn die Berlinische Galerie kein Geheimtipp mehr ist, sind hier regelmäßig wirklich tolle Ausstellungen von zeitgenössischen Künstler*innen und Fotograf*innen zu sehen. Und weil die Öffnungszeiten unter der Woche für die arbeitende Bevölkerung doch nicht so geil sind, kann man zumindest am Wochenende einen schönen Ausstellungsausflug machen.

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© Wiebke Jann Bei Pony Hütchen kramen wie bei Oma auf dem Dachboden

Das Pony Hütchen ist vollgestopft mit alten Omasesseln, Stofflampen, Holztruhen und weiterem Schnickschnack – da bekommt jede*r Vintageliebhaber*in Herzchen in die Augen. Unbedingt mal vorbeischauen.

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© Zebraclub Berlin | Facebook Coole Labels bei Zebraclub Kreuzberg shoppen

Wer auf coole Labels wie Wood Wood, Nike, Minimum, New Balance oder Samsoe & Samsoe steht, der ist in der Kreuzberger Filiale des Onlineshops genau richtig. Hier werdet ihr mit schicken Sneakern und cleanen Klamotten den Laden verlassen. Einen Wermutstropfen gibt es leider, denn eure Taschen werden zwar voller cooler Klamotten, eure Geldbeutel dafür aber ziemlich leer sein. Aktuell könnt ihr euch online einen Termin zum Vor-Ort-Shopping buchen.

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© WorldWide | Shutterstock Die neue Dauerausstellung des Jüdischen Museums besuchen

Seit 2001 steht in Berlin eine der herausragendsten Institutionen über die jüdische Geschichte und Kultur: das Jüdische Museum Berlin. Gebaut wurde es nach den Plänen des Star-Architekten Daniel Libeskind. Auf über 3.500 Quadratmetern könnt ihr euch die Geschichte der Jüd*innen in Deutschland multimedial erarbeiten. "Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland" heißt die neue Dauerausstellung, in der statt angestaubtem Geschichtsunterricht, neue zeitgemäße Schwerpunkte gesetzt wurden, wie etwa die Geschichte nach 1945 sowie die Kultur und Gemeinden in der heutigen Zeit. Wie ist die Beziehung von Jüd*innen zu ihrer nicht-jüdischen Umwelt? Wie ging man mit der Zäsur des Holocaust um? Was zeichnet die jüdische Gemeinschaft heute aus? Welche Perspektiven hat sie auf politische, gesellschaftliche und kulturelle Phänomene ihrer Zeit?

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© Daliah Hoffmann Pommes mit Peking Ente und Sauerkraut im Goldies in Kreuzberg

Mit einer Pommes-Bude hat das Goldies auf der Oranienstraße nichts gemein. Vladi und Kajo haben beide in Sterneküchen gearbeitet und machen jetzt leckere Pommes mit tollen Toppings. Auf der Karte stehen Pommes mit Peking Ente, Eisbein, Chili-Cheese, Roastbeef oder sizilianischer Caponata. Vom Ketchup bis zum fermentierten Sauerkraut, das bei der Berliner Eisbein-Variante mit raufkommt, ist bei Goldies alles hausgemacht. Klar, es werden nur die besten Produkte verwendet – so kennt man das aus der Sterneküche.

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© Hannah Bahl Markthalle Neun: Berlins Hub fürs Lebensmittelhandwerk

Wenn sich ein Ort in Berlin das Lebensmittelhandwerk auf die Brust geschrieben hat, dann ist es die Markthalle Neun. Unter ihrem Dach haben mittlerweile Manufakturen aller Art ein Zuhause gefunden, von den Tofu Tussis bis zu Kumpel & Keule. Egal ob Nudeln von Mani in Pasta oder Sironi-Brot, Kaffee oder Bier, hier bekommt jeder Lebensmittelliebhaber sein handgefertigtes Produkt direkt vom Produzenten in die Finger.

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© Marit Blossey Von Natur bis Philosophie: Spezielle Bücher und Magazine finden bei Zabriskie

Zabriskie in der Reichenberger Straße in Kreuzberg ist die Buchhandlung eures Vertrauens, wenn ihr euch für Sachbücher zu Themen von Natur über Wissenschaft bis hin zu Philosophie interessiert. Zabriskie hat nämlich ein ziemlich spezielles Sortiment: Hier findet ihr deutsch- und englischsprachige Bücher und Magazine aus den Bereichen Natur, Ökologie und Nachhaltigkeit, Essays zu gesellschaftlichen Themen, Künstler*innenpublikationen und viele andere ungewöhnliche, spannende Texte. Da Buchhandlungen in Berlin nach wie vor zu den Anlaufstellen der Grundversorgung zählen, braucht ihr beim Betreten kein negatives Testergebnis vorzuzeigen und könnt einfach vorbeischauen.

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© Kris Atomic | unsplash Einkaufen bei Modulor

Erweckt eure Kreativität aus dem Winterschlaf und malt, zeichnet oder klebt mal wieder. Ghostbastlers haben ein paar gute Ideen. Im Modulor am Moritzplatz findet ihr alles, was ihr für die Umsetzung eurer Ideen braucht. Holz, Kork, Bänder, Stifte… dann ab damit nach Hause, Tee aufsetzen, Hörbuch an und loslegen. Aktuell könnt ihr leider (noch) nicht wieder wie gewohnt jederzeit im Laden stöbern – jeden Samstag zwischen 10 und 18 Uhr gibt es aber Termine zum Click & Meet, für die ihr euch online anmelden und dann vor Ort entspannt vor Ort einkaufen könnt.

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© Wiebke Jann Echte neapolitanische Pizza bei Parma

Mitten im Wrangelkiez, in einem ziemlich unscheinbaren, kleinen Laden versteckt sich ein kleines Stück Italien und zwar in Form eines Steinofens. Im Parma wird traditionelle, neapolitanische Pizza zubereitet, mit krossem Boden und dickem, fluffigen Rand, fruchtiger Tomatensoße und feinen Zutaten, die meisten in Bio-Qualität. Das alles gibt es zu einem ziemlich fairen Preis ab 5 Euro für die Marinara, 6 Euro für die Margherita und die meisten anderen Pizzen liegen bei um die 8 Euro, wenn ihr sie vor Ort abholt. Ihr könnt aber auch über Lieferando.de liefern lassen.

11 Tipps bei schlechtem Wetter in Friedrichshain
Wenn der Berliner Sommer beschließt, in die Sommerferien zu fahren, hilft nur eins: die vielen tollen Cafés und Restaurants entdecken, Bücher durchstöbern und sich mit den schönen Dingen des Lebens ablenken.
Regen-Fun in Friedrichshain
11 Tipps bei schlechtem Wetter in Berlin-Mitte
Kein Grund zu verzagen, denn Berlin hat auch bei schlechtem Wetter einiges zu bieten. Gerade in Mitte gibt es zig tolle Restaurants, Museen oder Shops, die zum Verweilen und Zeittotschlagen einladen.
Spaß trotz Regen