11 Sachen, die ihr in Schöneweide immer machen könnt

Schöneweide hat viele unliebsame Spitznamen. Schweineöde, Ganzschönweidedraußen. Dabei müssen sich Ober- und Niederschöneweide gar nicht hinter Wortspielen verstecken, hier gibt’s einiges zu entdecken. Direkt an der Spree gelegen entwickelt sich das von der Industrie geprägte Gebiet immer mehr zu einem schönen Fleckchen.

Schon die Anreise ist schick (solange man den S-Bahnhof Schöneweide vermeidet). Mit der Tram 21 kommt ihr vom Frankfurter Tor ohne Umsteigen und über eine der hübschesten Tramstrecken Berlins hin. Auch zu empfehlen: Die Anreise mit dem Fahrrad und der Fähre F11 (Baumschulenweg – Oberschöneweide). Radelt ab der S-Bahn-Station Treptower Park vorbei am Sowjetischen Ehrenmal, durch den Plänterwald bis zur Anlegstelle der Fähre 11 und setzt schließlich mit den Rädern rüber. Los geht die Entdeckungstour in Schöneweide.

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© Unsplash Tour in die Vergangenheit von Schöneweide

Schöneweide war lange Zeit ein Industrie- und Arbeiterbezirk. Insbesondere zugezogene Berliner wissen darüber recht wenig. Genaueres bekommt ihr dazu bei den Führungen des Industriesalons erzählt (auch Fahrradtouren möglich), die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Geschichte des Ortsteils festzuhalten.

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© Café Schöneweile Päuschen zwischen alten Industriehallen

Viele Künstler haben in den alten Industriegebäuden entlang der Wilhelminenhofstraße, in den Rathenau-Hallen und Reinbeckhallen, ihre Ateliers. Die kann man, wie auch die Ateliers im Funkhaus Nalepastraße, unter anderem beim jährlichen Schöneweider Art Festival Kunst am Spreeknie (dieses Jahr 8. bis 17. Juli 2016) im Rahmen der offenen Ateliers besuchen. Aber auch sonst kann man hier mal entlang schlendern, wahlweise mit Zwischenstopp für Kaffee und Kuchen im Café Schöneweile oder Pause am Lecker Burger mit selbstgemachten Pommes und einem Fisch-Burger.

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© Unsplash Jazz hören in der Novilla

Lange stand das Gebäude in Niederschöneweide direkt an der Spree und am Kaisersteg leer, seit 2014 sind hier die “Moving Poets”, eine Künstlergemeinschaft, eingezogen. Im Sommer steht im Garten ein schönes Bauwagen-Café. In der Novilla gibt es regelmäßig Veranstaltungen rund um Kunst und Kreativität, unter anderem schöne regelmäßige Jazzabende.

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© BETT/Facebook Anstoßen beim Bettwoch

Immer mittwochs verwandelt sich der schönste Hinterhof in Schöneweide, der Hof des Coworking-Spaces BETT, in eine kleine coole Bar, manchmal sogar mit Hinterhof-Kino. Hier trifft man immer nette Leute. Je nach Wetter könnt ihr unter freiem Himmel oder im alten, wundervoll aufgemotzten Backsteinhaus bei Bier oder Cocktail die Mitte der Woche ausklingen lassen.

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© FEZ Michael Lindner Mit Kind und Kegel ins Freizeitzentrum

Das FEZ ist Europas größtes gemeinnütziges Kinder-, Jugend- und Familienzentrum und vor allem für alle, die mit Kindern unterwegs sind, eine super Adresse. Hier gibt es gefühlt alles: einen Streichelzoo mit freilaufenden Enten, Pfauen, alle Arten von Tauben und Hasen. Außerdem riesige Spielplätze, ein Schwimmbad sowie einen Kletterwald und Bobbycars zum Ausleihen. Ach ja, und eine Parkeisenbahn gibt es auch noch. Sie startet direkt am S-Bahnhof Wuhlheide.

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© Kranhaus Café | Facebook Im Kranhaus Café in Schöneweide Quiches und Kuchen futtern

Das Kranhaus Café heißt nicht einfach nur so, es befindet sich wirklich in einem Kran. Mitten an der Spree, nicht mitten in Berlin, sondern in Schöneweide. Ihr müsst also ein bisschen fahren, um mit Blick auf das geschäftige Spreetreiben guten Kaffee und hausgemachte Kuchen und Quiches zu essen. Lohnt sich aber!

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© Hanna Morgan | Unsplash Stöbern im stoebern de luxe

Wer ein bisschen Zeit hat, sollte auf jeden Fall mal im stoebern de luxe vorbeischauen. Hier gibt es hübsche Lifestyle-Artikel und Wohndekorationen, hauptsächlich von skandinavischen Marken wie Nordal, Bloomingville, Hübsch und Madam Stoltz sowie Flohmarktfundstücke. Vielleicht findet ihr ja sogar ein Souvenir, das ihr aus Schöneweide mit nach Hause nehmt?

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© mompl | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Führung durch das ehemalige DDR-Funkhaus

Das Funkhaus Nalepastraße ist eines der spannendsten Gebäude Schöneweides. Von 1956 bis 1990 hatte der Rundfunk der DDR hier seinen Sitz, heute sind darin immer noch Studios, aber auch Ateliers. Auf einer geführten Tour könnt ihr euch das alles selbst anschauen, zum Beispiel den großen Sendesaal, den Pillensaal und die Milchbar.

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© Kerstin Musl Feierabendbierchen an der Spree

Wer bis zum Abend in Schönweide bleibt, kann den Tag mit einem Bier vom Späti (ja, sowas gibt’s hier auch) auf dem Kaisersteg verabschieden, während Flöße, Schiffe und Boote vorbeischippern. Von der Fußgängerbrücke, die Nieder- mit Oberschöneweide verbindet, hat man einen tollen Blick auf die Spree und die alten Fabrikanlagen der KWO und HTW.

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© a2 d2 | FlickrCC BY-ND 2.0 Blick über Schöneweide

Schöneweide hat nicht gerade viele Aussichtspunkte zu bieten, das Turm Café im Peter-Behrens-Gebäude am Ende der Wilhelminenhofstraße ist aber eine gute Adresse. Etwas verwirrend: Das Café befindet sich nicht wirklich im Turm des Gebäudes, dafür aber im 5. Stock. Von dort hat man Aussicht auf die Wilhelminenhofstraße und das östliche Oberschöneweide. Das Café wird von den Stephanus Werkstätten betrieben, auf der Karte steht Hausmannskost wie Kartoffelsuppe, belegte Brötchen undBuletten. Super!

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© Modellpark Fahrradtour durch die Wuhlheide

Eigentlich fährt man nur Richtung Wuhlheide, wenn mal wieder ein großes Konzert auf der Kindl-Bühne ansteht. Dabei lässt es sich hier auch super mit dem Rad durchdüsen, Wald und Lichtung wechseln sich ab. Hier versteckt sich übrigens auch der Modellpark Berlin-Brandenburg, in dem Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:25 nachgebaut sind. Wer mag, fährt bis nach Köpenick weiter. Da ist es auch schön, guckt mal unsere Tipps an.

Die Tipps haben uns Meri und Leo vom noch ziemlich frischen Blog Megaschöneweide ins Ohr geflüstert. Dort schreiben die beiden über alles, was sie an Schöneweide lieben. Was leider immer noch fehlt: eine gute Bar.

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