11 Kultur-Highlights im Oktober 2026, die ihr nicht verpassen solltet
Die Tage werden kürzer, dafür wird der Berliner Kulturkalender im Oktober umso voller! Freut euch auf lange Nächte beim Tag der Clubkultur, großes Kino beim Female Filmmakers Festival Berlin, leuchtende Wahrzeichen beim Festival of Lights und neue Kunstausstellungen von Dschingis Khan bis Impressionismus. Und wer lieber mitsingt als still im Museum steht, kann sich auch auf tolle Konzerte in der Hauptstadt freuen. Vorhang auf für unsere Kultur-Highlights im Oktober:
1 Tag der Clubkultur in Berlin
Beim Tag der Clubkultur dreht sich vom 3. bis 11. Oktober gleich eine ganze Woche alles um die Berliner Clubszene. Unter dem Motto „STAY CORE“ zeigen Clubs, Kollektive und Initiativen aus der Hauptstadt bei mehr als 100 Veranstaltungen, wie vielfältig Feierkultur sein kann. Mit dabei sind unter anderem Renate, Gretchen, ÆDEN, ://about blank, SO36 und Klunkerkranich – und neben durchtanzten Clubnächten und Konzerten könnt ihr euch auch auf Performances, Ausstellungen, Screenings, Workshops, Panels und Stadtführungen freuen.
2 BRKN im Bi Nuu
BRKN kommt mit seinem neuen Album „Lösch meine Nummer“ nach Berlin – und Heimspiel kann er. Euch erwartet ein Abend zwischen Rap, Soul, R&B und Pop, bei dem der Kreuzberger nicht nur am Mic steht, sondern auch am Klavier sitzt und zeigt, warum seine Konzerte mehr können als klassische Rap-Shows. Mal geht’s um Herzschmerz und Dating, mal um gesellschaftliche und politische Themen – und mit neuen Songs wie „Es tut nicht mehr weh“, „Red Flags“ und „Juli“ ist dabei genauso viel zum Mitsingen dabei wie zum Nachdenken.
3 Female Filmmakers Festival in Berlin
Beim Female Filmmakers Festival Berlin gehört die Leinwand fünf Tage lang Frauen und nicht-binären Regisseur*innen und Schauspieler*innen aus aller Welt. Im Moviemento könnt ihr euch durch Spiel- und Kurzfilme, Dokus, Experimentalfilme, Musikvideos sowie Tanz- und Fashionfilme aus über 24 Ländern schauen. Inhaltlich geht’s von queer-feministischen Thrillern und weiblicher Identität bis zu Begehren, Migration und Klimaaktivismus – dazu gibt’s Panels und Q&As mit den Filmschaffenden.
4 LA46 Filmfest im Thalia Kino
Hollywood kann warten, beim LA46 Filmfest kommt der Berliner Südwesten auf die Leinwand! Im Thalia Kino seht ihr drei Tage lang Filme von Menschen aus dem Kiez oder Produktionen, die hier spielen – darunter die Fußball-Doku „Immer gemeinsam“ über das Frauenteam des FC Viktoria Berlin oder „Meine Hood“ mit Geschichten aus Lankwitz und Steglitz. Gezeigt werden Kurzfilme, Dokus, Musikvideos und mehr, am Ende vergeben eine Jury und das Publikum ihre Preise.
5 15 Jahre Berliner Kneipenchor im Festsaal Kreuzberg
Seit 2011 wird beim Berliner Kneipenchor gemeinsam gesungen und getrunken – jetzt feiert die Berliner Institution ihren 15. Geburtstag mit einer großen Jubiläumsshow im Festsaal Kreuzberg. Zum Repertoire gehören Songs von Peter Fox über Billie Eilish und Dua Lipa bis Münchener Freiheit – also es ist nicht nur zuhören, sondern auch mitsingen angesagt!
6 Gruppenausstellung „Next Door“ im Hamburger Bahnhof
Für die Ausstellung „Next Door“ kommen Tacita Dean, Thomas Demand, Olafur Eliasson, Henrik Håkansson und Tomás Saraceno im Hamburger Bahnhof wieder zusammen. In den frühen 2000ern arbeiteten die fünf Künstler*innen in Ateliers direkt neben dem heutigen Museum – mehr als 20 Jahre später kehren sie mit neuen und großformatigen Werken wie schwebenden Foto-Pavillons, Lichtinstallationen, Filmen und Klangkompositionen zurück.
7 Lovis Corinth in der Berlinischen Galerie
In der Berlinischen Galerie könnt ihr ab Oktober in das Berlin des Malers Lovis Corinth eintauchen, der zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Impressionismus zählt.. Die große Ausstellung „Dann kam Berlin!“ erzählt von seiner steilen Karriere nach seinem Umzug von München nach Berlin im Jahr 1900 und beleuchtet neben seinen Gemälden auch seine Malschule, in der vor allem Frauen lernten, sowie seine Arbeit fürs Berliner Theater.
8 Festival of Lights in Berlin
Im Oktober steht eines unserer liebsten Events in Berlin an: Beim "Festival of Lights" werden unter dem Motto „Colours of Love“ zehn Abende lang Berlins berühmteste Wahrzeichen und andere Gebäude mit Lichtkunst, Projektionen und 3D-Videomappings bespielt. Die meisten Illuminationen könnt ihr täglich zwischen 19 und 23 Uhr sehen.
9 Ben Howard, Woodkid und Co.: Beim PEOPLE Festival zählt das Zusammenspiel
Wer beim Festivalbesuch zuerst das Line-up studiert, muss beim PEOPLE Festival umdenken. Ben Howard, Woodkid, Zaho de Sagazan, Henning May, Patrick Watson, Bartees Strange und die Dessner-Brüder: Schon die Liste der Musiker*innen macht das PEOPLE Festival zum Pflichttermin für Musiknerds. Der Clou ist aber nicht das klassische Abhaken großer Namen. Hier stehen 180 Musiker*innen auf dem Programm – aber wer wann mit wem spielt, erfahrt ihr erst vor Ort. Gemeinsam entwickeln sie rund 200 Premieren, die auf zwölf Bühnen im Funkhaus Berlin erstmals zu hören sind. Statt von Headliner zu Headliner zu hetzen, könnt ihr euch einfach treiben lassen, Neues entdecken und dabei sein, wenn Musik wirklich im Moment entsteht. Genau das macht den Reiz aus.
10 „Die Holländerinnen“ im Deutschen Theater
Der im letzten Jahr mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnete Roman „Die Holländerinnen“ von Dorothee Elmiger kommt auf die Bühne des Deutschen Theaters. Darin reist eine Gruppe in den mittelamerikanischen Regenwald, um das mysteriöse Verschwinden zweier Touristinnen nachzuvollziehen und daraus ein Theaterstück zu entwickeln. Regisseur Jan Friedrich macht aus dem vielschichtigen Roman über Wahrheit, Wahn, Natur und Kultur einen spannenden Theaterabend.
11 Dschingis Khan und die Welt der Mongolen in der James-Simon-Galerie
In der James-Simon-Galerie könnt ihr ab dem 21. Oktober mehr über die Welt von Dschingis Khan und dem Mongolischen Reich erfahren. Anlässlich seines 800. Todesjahres 2027 zeigt die große Sonderausstellung bedeutende archäologische Funde aus der Mongolei und Europa – viele der mongolischen Objekte sind dabei zum ersten Mal außerhalb des Landes zu sehen. Die Ausstellung erzählt außerdem, wie das Mongolische Reich den Austausch von Waren, Wissen und Ideen zwischen Asien und Europa prägte.
Tinanya Mendy