11 Dinge, die ihr im Berliner Umland umsonst und drinnen machen könnt

Ein Ausflug ins Berliner Umland ist immer eine gute Idee. Weite Wälder, grüne Wiesen, saubere Seen ... Moment mal: Es ist Winter! Da hilft die Brandenburger Natur natürlich herzlich wenig. Aber auch indoor lässt sich in Potsdam und Co. so einiges erleben. Und das Beste: Vieles davon ist sogar kostenlos. Wir haben 11 Tipps, was ihr im Winter im Berliner Umland umsonst und drinnen machen könnt.

Filmmuseum Potsdam
© PMSG Andre Stiebitz

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Die Foyerausstellung im Filmmuseum Potsdam besuchen

Das Filmmuseum Potsdam ist die beste Adresse für alle Kino-Nerds unter euch. Und es gibt hier sogar einen dauerhaft kostenlos zugänglichen Bereich – und zwar die Foyerausstellung. Hier könnt ihr euer Wissen in Sachen historischer Filmtechnik auffrischen und euch Neuzugänge in den Sammlungen anschauen. Die Foyer-Ausstellung wechselt mehrmals im Jahr, sodass sich ein Besuch immer wieder lohnt.

  • Filmmuseum Potsdam Breite Str. 1 A, 14467 Potsdam
  • Ausstellungen: Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr | Kino: Dienstag – Sonntag: 19 Uhr
  • Dauerausstellung: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Foyerausstellung kostenlos
© Unsplash

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Design und Handwerk im tablino Neuruppin anschauen

Babelsberg
© Uschi Baese-Gerdes

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Kostenlose Filmkunst im S-Bahnhof Babelsberg

Wenn ihr demnächst einen Ausflug nach Babelsberg plant, rechnet ein bisschen mehr Zeit ein. Denn die Eingangshalle des S-Bahnhof Babelsberg hat sich in eine kleine (kostenlose!) Galerie verwandelt. Es gibt 17 kunstvolle Art-Déco-Filmplakate des Künstlers Josef Fenneker zu bestaunen. Fenneker war in den 1920er-Jahren als Gestalter der Filmplakate für das Mamorhaus auch über die Grenzen von Babelsberg hinaus bekannt geworden. Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. Dezember 2022.

Naturkundemuseum Potsdam
© Naturkundemuseum Potsdam, Foto: D. Marschalsky

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Zum kostenlosen Freitag ins Naturkundemuseum Potsdam

Das Naturkundemuseum Potsdam vermittelt kleinen und großen Besucher*innen Wissen über die Tier- und Naturwelten Brandenburgs. In wechselnden Sonderausstellungen werden darüber hinaus überregionale Themen aufgegriffen. Und das Beste: Das Naturkundemuseum Potsdam beteiligt sich zusammen mit dem Filmmuseum, dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und dem Potsdam Museum an der Aktion "Vier kostenlose Freitage". Das bedeutet: An jedem vierten Freitag im letzten Monat eines Quartals ist hier der komplette Eintritt frei. Die nächsten Termine sind also am Freitag, dem 23. Dezember 2022 sowie am Freitag, den 24. März 2023. An diesen Tagen haben alle vier Museen von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

  • Naturkundemuseum Potsdam Breite Str. 13, 14467 Potsdam
  • Täglich außer montags: 09–17 Uhr
  • 4 Euro, ermäßigt 3 Euro | Am vierten Freitag im letzten Monat eines Quartals: Eintritt frei
Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
© Bernd Kröger

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Kostenlose Ausstellungen in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam

Die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam ist nicht nur dann einen Besuch wert, wenn ihr euch Bücher ausleihen wollt. Immer wieder finden im Foyer der Bibliothek sowie in den verschiedenen Zweigbibliotheken kostenlose Ausstellungen statt. Zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes wurden hier beispielsweise Aquarelle und Collagen von Christian Heinze gezeigt. Macht euch einfach vorher auf der Seite der Stadt- und Landesbibliothek schlau, ob derzeit eine Ausstellung läuft.

  • Montag: 15–19 Uhr, Dienstag – Freitag: 10–19 Uhr, Samstag: 10–16 Uhr
© CC BY-SA 3.0 / Clemensfranz

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Kraftwerk und Kunstzentrum in einem: das E-Werk Luckenwalde

Eine alte Turbinenhalle sowie ein noch gut erhaltener Maschinenraum in Kombination mit Künstler*innenateliers und Kreativ- sowie Ausstellungsräumen: Das E-Werk ist wirklich etwas fürs Auge. Früher war das Gebäude ein mit Kohle betriebenes Kraftwerk, das ganz Luckenwalde mit Elektrizität versorgte, mittlerweile ist es ein historischer Ort mit Platz für die Kreativen der Gegend. Schaut euch vorab auf der Website des E-Werks um, um so zu erfahren, welche Ausstellung es aktuell zu sehen gibt und wie ihr euch am besten anmeldet. Luckenwalde erreicht ihr übrigens ab Berlin mit dem RE3 in weniger als einer Stunde.

© HL Böhme/Hans Otto Theater

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Kulturprogramm im Hans Otto Theater erleben

Das Hans Otto Theater sieht aus wie die Oper in Sydney in ganz, ganz klein. Die Stücke hier erstrecken sich von Klassikern von Shakespeare und Goethe bis hin zu modernen Produktionen. Die Besonderheit hier ist: Studierende der Filmuniversität Babelsberg und der FH Potsdam dürfen hier dank der Theaterflatrate völlig kostenlos ins Theater. Aber auch für Studierende anderer Hochschulen gibt es einen Rabatt von 30 Prozent pro Ticket.

Rose
© Pixabay | Pexels

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Gemeinsam erinnern in der Gedenk‑ und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Wenn ihr in Potsdam unterwegs seid und eure Zeit für etwas Sinnvolles nutzen wollt, dann schaut in der Gedenk‑ und Begegnungsstätte Leistikowstraße vorbei. Das Gebäude des ehemaligen Untersuchungsgefängnisses der sowjetischen Spionageabwehr ist selbst das Hauptexponat seiner umfassenden Dauerausstellung: Die gut erhaltenen, kargen Kellerzellen vermitteln einen bedrückenden Eindruck der Haftbedingungen in den 1940er Jahren. Besonders eindrücklich sind die Inschriften an den Wänden der Zellen, die die verzweifelte Situation der Insass*innen spiegeln. Neben der Dauerausstellung finden hier auch Wechselausstellungen und verschiedene Veranstaltungen statt.

  • Gedenk‑ und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam
  • November – März, Dienstag – Sonntag: 13–17 Uhr | April – Oktober, Dienstag – Sonntag: 14–18 Uhr
  • Eintritt frei, Führungen ab 3 Euro
Im Güldenen Arm
© H. Schwarz

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Historische Keramik im Museumshaus "Im Güldenen Arm" Potsdam

Brandenburg-Preußen Museum
© Brandenburg-Preußen Museum

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Museumssonntag im Brandenburg-Preußen Museum

Das Brandenburg-Preußen Museum beschäftigt sich – wie der Name schon vermuten lässt – mit der Geschichte Brandenburgs. Hier erfahrt ihr alles Wissenswerte über die großen Brandenburgischen Kurfürsten, preußische Könige und Deutsche Kaiser. Vom Hochmittelalter bis zum Ende der Hohenzollernmonarchie 1918 wird die Geschichte Brandenburgs erzählt. Besonders spannend: Ein Raum ist weiblichen Figuren der preußischen Geschichte gewidmet. Wusstet ihr, dass die erste promovierte Ärztin der Welt aus Preußen stammte? Nein? Dann ab ins Museum! Jeden ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei. Aber seid besser schnell; ab dem 12. Dezember 2022 geht das Museum in die Winterpause und öffnet erst wieder am 21. März 2023 wieder.
  • Brandenburg-Preußen Museum Eichenallee 7a, 16818 Wustrau
  • Täglich außer montags: 10–16 Uhr
  • 5 Euro, ermäßigt 2 Euro | Jeden ersten Sonntag im Monat, Eintritt frei
© Hella Wittenberg

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Astro-Kenntisse in der Sternwarte Beelitz auffrischen

Nutzt ihr den Zug bis Beelitz Stadt, müsst ihr nur noch rund fünf Minuten zu Fuß zurücklegen und schon steht ihr vor dem Beelitzer Wasserturm, in dem ganz oben eine Sternwartenkuppel integriert ist. Schülergruppen sind hier genauso willkommen wie Einzelpersonen – der Eintritt ist generell kostenlos und überlaufen ist es eigentlich nie. Perfekt, wenn es draußen eh zu heiß für alles ist!

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