Sommer-Bucket-List: 11 Dinge, die ihr im Sommer in Berlin unbedingt mal gemacht haben solltet

@Marina Beuerle

Der Sommer in Berlin ist magisch. Wenn sich die Temperaturen zwischen 25 und (ehrlicherweise für uns schon zu heißen) 35 Grad einpendeln, zieht es gefühlt ganz Berlin auf die Straßen, in die Parks, auf die Terrassen der Stadt und natürlich auch in die Schlauchboote auf dem Landwehrkanal. Wer mutig ist und dem wilden Stadttrubel entfliehen möchte, schwingt sich aufs Rad und bewegt sich Richtung (ruhige) Wasserstelle – jede*r macht einfach, wonach ihm*ihr ist.

Aber auch wenn in Berlin viele Individualist*innen unterwegs sind, gibt es ein paar Dinge, auf die sich alle einigen können. Dinge, die zum Berliner Sommer dazugehören wie die EarPods zu Mitte und die Raver*innen ins Berghain: Hier kommt unsere ultimative Sommer-Bucket-List mit Dingen, die ihr diesen Sommer unbedingt in Berlin erleben solltet.

1. Im Prinzenbad die obligatorischen Freibad-Pommes futtern – und dafür auch mal langes Anstehen in Kauf nehmen.

© Franzi Simon

Freibad-Pommes gehören zum Sommer genauso wie nach Chlor riechendes Haar, der Duft von Sonnencreme und kühle Gewässer zum Planschen. Das ist schon seit unserer Kindheit so – und wir hoffen ganz fest, dass sich dieses Gefühl, wenn man das Pommessalz der ersten Freibad-Pommes des Jahres von den Chlor-Fingerchen leckt, für immer so magisch bleibt. Pro-Tipp für Veganer*innen: Nehmt euch ein kleines Glas vegane Majo mit ins Freibad und habt doppelt Spaß.

2. Mit dem Rad zur Art Biesenthal fahren, Kunst gucken und lecker essen.

© Art Biesenthal Archive

Das Konzept des Kulturorts Wehrmühle Biesenthal ist durch und durch grandios: In einer ehemaligen Wehrmühle aus dem 14. Jahrhundert befindet sich seit einigen Jahren ein Wohn- und Ausstellungsraum samt Gästehaus, das jedes Jahr zur Art Biesenthal lädt. Gezeigt werden Werke internationaler Künstler*innen. Mit dem Fahrrad sind es rund 40 Kilometer aus Berlin – die perfekte Entfernung für eine schöne Radtour. Wer abends zu müde ist, kann dann natürlich mit der Bahn zurückfahren. Die Finissage der aktuellen Ausstellung ist am 29. Juli.

3. Spaghettieis im Süßfein futtern und durch den wundervollen Kollwitzkiez flanieren.

© Wiebke Jann | © Daliah Hoffmann

Italiener*innen werden zwar die Köpfe schütteln, das hindert uns aber nicht daran, die wohl leckerste eingedeutschte Eisspeise immer wieder zu bestellen. Die Rede ist natürlich vom Spaghettieis, das 1969 Dario Fontanella in Mannheim erfunden haben will. Wir lieben die Mischung aus gefrorener Sahne, Spaghetti aus Vanilleeis und Erdbeersoße. Besorgt euch das Schätzchen bei Süßfein im Prenzlauer Berg und feiert mit der leckersten eiskalten Pasta den Sommer.

4. Bei Gazzo Pizza zum Mitnehmen holen und im Schlauchboot auf dem Landwehrkanal essen.

© Luca Schliefer | © Wiebke Jann

Die Pizza von Gazzo ist ziemlich beliebt, da erzählen wir euch nichts Neues. Was aber die wenigsten wissen: Ihr könnt die Pizza online bestellen und sie dann mit dem Schlauchboot abholen. Schlaue Köpfe packen natürlich ein bisschen Musik, einen leckeren Wein und die Liebsten mit ins Boot – und schon ist das Italo-Gondel-Date perfekt.

5. Beim Mit-Vergnügen-Picknick tollen Musiker*innen lauschen und die Atmosphäre genießen.

© Wiebke Jann

Auch dieses Jahr veranstalten wir traditionell wieder ein vergnügtes Picknick und zwar am 20. August 2023 – alles Genauere verraten wir euch schon bald. Wir können es jedenfalls kaum erwarten, endlich wieder gemeinsam mit euch abzuhängen und eine gute Zeit im Sommer zu erleben.

6. Den Sonnenaufgang auf der Tanzfläche des Sisyphos erleben.

© Kerstin Musl

Erinnert ihr euch an das Gefühl, wenn ihr wieder das erste Mal draußen getanzt habt? Wenn euch nicht die stickige Luft und die 1.000 anderen schwitzenden Körper die Schweißperlen auf die Stirn zaubern, sondern die ersten heißen Sonnenstrahlen des Tages? Das könnt ihr euch besonders gut auf der Open-Air-Tanzfläche des Sisyphos einfangen – und wenn ihr zu beschwipst wart, um euch an das Gefühl zu erinnern, geht einfach immer wieder hin, lohnt sich.

7. Im Strandbad Wannsee die Füße ins Wasser halten.

Strandbad Wannsee-Unorthodox Drehorte
© Daliah Hoffmann

Das Strandbad Wannsee wurde 1907 als Familienbad eröffnet und nach wie vor das größte Binnenseebad Europas – und mit diesem Superlativ startend, passt es natürlich hervorragend zum Berliner Sommer. Auf 1.275 Metern Strand könnt ihr euch hier niederlassen, Eis am Stiel und Pommes snacken, im schönen Wannsee planschen und den Sommer in malerischer und historischer Kulisse genießen. Nice to know: Das Bad diente übrigens bereits für einige Serien wie "Unorthodox" oder "Babylon Berlin" als Filmkulisse.

8. Auf einem der zahlreichen Open Airs in Berlin und Umgebung dancen.

Zurück zu den Wurzeln, Festival
© Zurück zu den Wurzeln Festival

Im Sommer wird natürlich draußen getanzt und das geht nicht nur in offiziellen Clubs, sondern vor allem auf den zahlreichen Raves, die von tollen Menschen mit Liebe zum Detail weit über die Stadtgrenzen hinaus – und gerne an Seen gelegen – veranstaltet werden. Hin da!

9. Viel zu viele Drinks auf dem Holzmarkt schlürfen – und anschließend im Kater tanzen gehen.

© Kerstin Musl

Die Sonne scheint, auf dem Holzmarkt tummeln sich unzählige Menschen und das Gute: Sowohl Schatten- als auch Sonnenplätze gibt es eigentlich für alle. Mit einigen Bars, fantastischem Essen und ein bisschen Musik kann man hier wirklich die Zeit vergessen. Und das solltet ihr auch, denn wer lang genug beschwipst auf dem Gelände rumturnt, kann anschließend noch ein bisschen im Kater abzappeln oder im Sälchen einem Konzert lauschen – der perfekte Ort für ungeplante (wilde) Nächte.

10. Im arte-Sommerkino am Kulturforum einen Film schauen.

arte Sommerkino im Kulturforum
© Yorck Kinogruppe

Wenn wir sagen, dass wir im Sommer am liebsten alles draußen machen, dann meinen wir damit natürlich auch das Kinoerlebnis. Jedes Jahr verwandelt die Yorck-Gruppe das Kulturforum in ein Sommerkino mit Panoramablick und zeigt täglich eine bunte Auswahl von Highlights der Saison, Klassiker sowie beliebte Filmreihen. Eine große Tüte Popcorn, ein Kaltgetränk und ein toller Film (im Juli laufen u.a. "Thelma & Louise", "Triangle of Sadness" und "Sonne und Beton") – viel mehr Sommergefühl geht eigentlich nicht.

11. In Deutschlands ersten Sternenpark Westhavelland fahren und Sternschnuppen beobachten.

© Wiebke Jann

It's getting romantic over here: Wir alle wissen, dass es die Luftverschmutzung fast unmöglich macht, in Berlin wirklich den Sternenhimmel zu sehen. Anders sieht das in Brandenburg aus, wo in Gülpe Deutschlands erster Sternenpark liegt. Hier ist es so dunkel, dass ihr mit etwas Glück nicht nur verschiedene Sternbilder und -schnuppen sehen könnt, sondern auch die Milchstraße. Dieses Jahr könnt ihr Perseiden besonders gut zwischen  dem 17. Juli und 24. August sehen, die alljährliche Perseidennacht, in der besonders viele Sternschnuppen zu sehen sind, findet am 12. August statt.

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