Hausgemachte Bio-Pasta und raffinierte italienische Küche im Bruderherz

© Daliah Hoffmann-Konieczka

Es gibt viele Gründe, warum wir den Stutti und die umliegenden Straßen lieben. Das italienische Restaurant Bruderherz von Tomek Sokolowski ist einer davon. Wer jetzt denkt: "Moment Mal, Sokolowski klingt aber nicht sehr italienisch", der*die hat Recht. Tomek ist gebürtiger Pole und ausgebildeter Koch mit einer großen Liebe und Leidenschaft für die "cucina italiana". Im Bruderherz beweist er seit 2017, dass man kein*e Italiener*in sein muss, um richtig gute italienische Küche zu kochen. Das Restaurant hat sich schnell als beliebter Kiezitaliener etabliert und auch bei unserem Besuch merken wir, dass Tomek viele der Gäste und Nachbar*innen persönlich kennt.

Die sommerlichen Temperaturen verlangen nach etwas Frischem und Leichten zur Vorspeise, deshalb entscheiden wir uns für das Kabeljau-Ceviche. Auf dem tiefen Teller tummeln sich neben dem rohen weißen Fisch auch Avocadostückchen, fruchtig-saure Limettensorbet-Tupfer, frischer Koriander, dünne Radieschenscheiben und eingelegte rote Zwiebeln. Alles zusammen auf einer Gabel ergibt eine kleine Geschmacksexplosion. So schmeckt der Sommer.

© Daliah Hoffmann-Konieczka
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Der eigentliche Grund, warum wir im Bruderherz sind, ist aber die hausgemachte Pasta. Nicht nur Spaghetti und Ravioli werden hier jeden Tag in der eigenen Manufaktur mit Bio-Hartweizengrieß selbst zubereitet, auch die Pasta-Blätter für die Lasagne und Cannelloni sind selbstgemacht. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber sobald ich auf der Speisekarte "Trüffel und Parmesan" lese, ist meine Entscheidung gefallen. Wir bestellen also die hausgemachten und hauchdünnen Tagliolini mit schwarzem Trüffel und Parmesan und die Bio-Ricotta-Ravioli mit Pfifferlingen und Salbeibutter. Man sieht und schmeckt, dass die Pasta hand- und hausgemacht ist und man schmeckt auch, dass hier durchweg mit den besten Zutaten gekocht wird. Die Ravioli sind samtig-weich und die Salbeibutter macht das Ganze noch aromatischer. Die Tagliolini sind – obwohl sie sehr dünn sind – schön al dente und das Gericht ist trotz Butter und Käse nicht schwer. Gabel für Gabel drehe ich mir die Nudeln auf und genieße.

Neben Vorspeisen, Pasta und Risotto gibt es auch immer ein Fisch- und ein Fleischgericht im Bruderherz, zum Beispiel Entrecôte mit Trüffel-Kartoffelpüree, Waldpilzen und rotem Pesto oder Doradenfilet auf Couscous mit Babyspinat und schwarzem Aioli. Für eine Hauptspeise reicht unser Hunger heute nicht, dafür aber für einen – ok, ok, für zwei – Dolci aka "Naschtische", wie sie auf der Speisekarte angekündigt werden. Unsere Wahl fällt auf das Tiramisu (ohne Ei), ein Klassiker der italienischen Küche, und das Passionsfrucht-Mousse mit Crumble und Himbeeren. In das Tiramisu würde ich mich am liebsten reinlegen und auch das fruchtige Mousse schmeckt himmlisch. Egal ob italienische Hausmannskost, moderne Interpretationen italienischer Gerichte oder Dessert-Klassiker: Tomek kann alles und kredenzt euch Monat für Monat etwas Neues in seinem Bruderherz.

© Daliah Hoffmann-Konieczka
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Alle Infos zum Bruderherz auf einen Blick:

Unbedingt probieren: Die hausgemachten Tagliolini mit Trüffel und Parmesancreme und das Tiramisu.

Veggie: Viele der Vorspeisen und Pasta-Gerichte sind vegetarisch. Wenn es vegan sein muss, am besten mal Chefkoch Tomek fragen.

Besonderheit des Ladens: Die Pasta aus Bio-Hartweizengrieß wird täglich frisch in der eigenen Manufaktur hergestellt.

Mit wem gehst du hin: Italien- und Pasta-Liebhaber*innen.

Für Fans vom: Lagalante, Mine Wine und Mani in Pasta.

Preise: Vorspeisen zwischen 12–18 Euro, Pasta & Risotto zwischen 18–27 Euro, Fisch & Fleisch für 34–38 Euro und Nachtisch für 9–10 Euro.

Restaurant Bruderherz | Leonhardtstraße 6, 14057 Berlin | Dienstag – Donnerstag: 17–24 Uhr, Freitag – Sonntag: 12–24 Uhr | Mehr Info

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