Durch Italiens Regionen essen im Lagalante in Schöneberg

© Daliah Hoffmann

Wer in Schöneberg essen gehen will, der klappert vor seinem inneren Auge erst einmal die Restaurants auf der Akazien-, Goltz- und der Potsdamer Straße ab. Dabei hat auch die Grunewaldstraße so manch einen Gaumenschmaus zu bieten. Seit kurzem ist sie um ein Restaurant reicher, das Lagalante, ein authentischer Italiener mit kleiner Karte und kreativer Küche. Ich freue mich besonders über diesen kulinarischen Zuwachs in meinem Kiez und musste natürlich kurz nach der Eröffnung im Dezember 2017 hin.

Restaurantinhaber und Chefkoch Antonio aus Apulien hat gemeinsam mit seiner Familie und seinem Team wochenlang umgebaut, aus- und wieder neu eingeräumt, gemalert und gehämmert. Heute erstrahlt das Lagalante in einem gemütlich-unaufgeregten Look: Alte Weinkisten als Wanddeko und Lampenaccessoire, Holzelemente an Decke und Wänden, ein kleines Separee mit tollem Lichtspiel.

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Kaum hat man sich gesetzt, kommt auch schon der erste Gruß aus der Küche. Bei uns waren es hausgemachte Grissini, eingelegtes Gemüse und ein Aperitif – wir sind ja schließlich in Italien. Es geht weiter mit Miesmuscheln, einer cremigen Burrata mit cremigem Frischkäse-Brokkolipesto, Brascjole al Sugo, Grana Padano gefüllten würzigen Rindfleischröllchen und Fave-cicorie e Companatico, einem Favebohnenpüree mit Löwenzahnblättern, geröstetem Brot und marinierten Zwiebeln. Bei Antonio kommen nur frische, regionale, saisonale und hochwertige Zutaten in die Küche. So gut wie alles ist hausgemacht: Die Soßen und Dips, die Pasta und die Nachtische – wir sagen nur Mille-feuille mit Zitronencreme. Was am Ende auf den Tellern landet sind Geschmackserlebnisse. "Unser Konzept ist es, die verschiedenen Regionen Italiens durch unserer Küche vorzustellen.", erklärt der Chefkoch. Den Anfang macht Apulien, seine Heimat.

Man sieht und schmeckt, dass Antonio und sein Sous-Chef mit viel Liebe, Kreativität und Hingabe kochen. Die beiden Italiener stehen alleine in der Küche und kreieren großartige Gerichte, die man in so einem kleinen, unauffälligen Restaurant in Schöneberg nicht erwarten würde. Antonio erzählt, dass sie im Lagalante nach einer Eingewöhnung- und Kennenlernphase gehobene italienische Küche kochen wollen. Unsere beiden Hauptspeisen, Paccherie gefüllt mir Burrata, wildem Brokkoli und Garnele und ein Türmchen aus Dorade, gebratener Kartoffel, Gemüse und Zwiebel, gingen schon in die Richtung Fine Dining. "Wir arbeiten nur mit hochwertigen Produkten und die Vor- und Zubereitung erfordert viel Zeit und Können", erzählt Antonio und fügt hinzu, dass sie eigentlich ein größeres Küchenteam benötigen.

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Zum Nachtisch gibt es noch hausgemachte Windbeutel mit Schokoladensoße und einen Espresso. Der wird hier, wenn mehrere einen wollen, im italienischen Espressokocher an den Tisch gebracht. Über zu wenig Koffein oder einen kalten Espresso kann man sich im Lagalante nicht beschweren und auch sonst gibt es hier nichts zu meckern. Kreative italienische Küche, netter Service und ein Koch, der noch viel mehr zu bieten hat. Kommt vorbei und probiert euch durch Italiens Küchen.

© Daliah Hoffmann

Unbedingt probieren: Die hausgemachte Pasta, das Mille-feuille (wenn's noch auf der Karte steht) und den Limoncello.

Veggie: Auf der Karte gibt es auch immer ein vegetarischen Gericht.

Besonderheit des Ladens: Chefkoch Antonio kommt oft selbst an den Tisch um die Gerichte zu erklären.

Mit wem gehst du hin: Mit Feinschmeckern und Italien-Fans.

Lärmfaktor: Ruhig.

Preise: Vorspeisen kosten um die 9 bis 10 Euro, Pasta zwischen 11 und 13 Euro, Hauptspeisen zwischen 13 und 20 Euro und Nachtisch 5 bis 6 Euro.

 

Lagalante | Grunewaldstraße 82, 10823 Berlin | Dienstag – Sonntag: 17.30–22:30 Uhr | Mehr Info 

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