11 Kunst- und Kulturausflüge rund um Berlin, die ihr mit dem Neun-Euro-Ticket machen könnt

Wisst ihr, was wir an den Wochenenden am liebsten machen? Ausflüge ins Berliner Umland. Während die einen ihre freie Zeit am liebsten in der Natur verbringen, sehnen sich die anderen nach Kunst, Kultur und ein bisschen mehr Trubel. Die gute Nachricht ist: Rund um Berlin könnt ihr alles haben. Wir empfehlen euch deshalb 11 abwechslungsreiche Kunst- und Kulturausflüge, die ihr ganz aktuell super easy, schnell und günstig mit dem Neun-Euro-Ticket ab Berlin unternehmen könnt. Zu unseren Tipps gehören Klassiker wie der Zwinger in Dresden oder das Museum Barberini in Potsdam, aber auch tolle Open-Air-Kunstausstellungen in Brandenburg, eine Kunsthalle im Havelland oder ein Trip in die Bauhaus-Stadt Dessau. Viel Spaß euch!

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Kunstverein Bahnitz

© Kunstverein Bahnitz Zeitgenössische Kunst anschauen in der Kunsthalle Bahnitz im Havelland

Von wegen auf dem Land ist nichts los. Eines Besseren belehrt uns die Kunsthalle Bahnitz mitten im Havelland, wo regelmäßig spannende Ausstellungen mit hochkarätiger Kunst stattfinden. Zu sehen waren hier sogar schon Werke von Ai Weiwei und Marina Abramović. Außerdem haben sich in dem kleinen Ort Bahnitz einige Künstler*innen zusammengetan, um hier gemeinsam zu leben und zu arbeiten. Noch bis Ende August läuft die Ausstellung "ausgespielt.", die Arbeiten von 13 Kreativen und einem Kollektiv aus Berlin und Brandenburg präsentiert. Um die Kunsthalle zu erreichen, nehmt ihr den RE4 von Berlin Hauptbahnhof, steigt in Rathenow um in den RB51 und steigt in Pritzerbe aus. Vom Bahnhof Pritzerbe fahrt ihr mit dem Rad noch knapp fünf Kilometer bis zur Kunsthalle. Der Trip ist der perfekte Tagesausflug aufs Land.

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© Art Biesenthal Archive Kunst gucken und gut essen auf der Art Biesenthal

Eine ehemalige Wehrmühle aus dem 14. Jahrhundert hat sich über die vergangenen Jahre in einen Ort für Kunst entwickelt. Neben einem Wohn- und Ausstellungsraum samt Gästehaus findet in und rund um die Wehmühle jedes Jahr die Art Biesenthal statt. Gezeigt werden Werke internationaler Künstler*innen sowie der eingeladenen Artists in Residence, in diesem Jahr ist es das Berliner Designstudio Aiken Cura. Mit dem Fahrrad sind es von Berlin rund 40 Kilometer bis zum Ziel – die perfekte Entfernung für eine schöne Radtour. Wer abends zu müde ist, kann mit der Bahn zurückfahren. Die Finnissage ist am 27. August. Hin da!

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Dessau, Bauhaus

© Tegula | Pixabay In weniger als zwei Stunden in die Baushausstadt Dessau

Dessau ist vor allem für das Bauhaus bekannt, einer 1919 von Walter Gropius gegründeten Kunstschule, die sich im Wesentlichen mit der Verschmelzung von Kunst und Handwerk beschäftigte. In Dessau befinden sich bis heute die Meisterhäuser, ein Kunstschulgebäude aus der damaligen Zeit und ein Bauhaus-Museum, dessen Besuch wir euch sehr ans Herz legen. Darüber hinaus gibt es hier auch noch ein Technikmuseum namens "Hugo Junkers" sowie eine Gemäldegalerie. Wenn ihr euch lieber draußen aufhaltet, könnt ihr durch das schöne Gartenreich Dessau-Wörlitz, ein riesiger Landschaftspark nach englischem Vorbild, spazieren oder den Tierpark besuchen. Da Dessau von Berlin aus super easy und fix mit dem Nahverkehr zu erreichen ist, könnt ihr morgens hin und abends zurückfahren. Wir haben mal nachgeschaut: Die beste Verbindung liegt derzeit 1:39 Stunden und es ist kein Umstieg nötig.

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Kunstort Lehnin, Skulpturenpark Lehnin

© Lehniner Institut für Kunst und Kultur Den Kunstort Lehnin am Klostersee entdecken

Wart ihr schon mal in Lehnin? Vielen ist der kleine Ort in der Region Potsdam-Mittelmark ein Begriff, weil sich hier das bekannte Kloster Lehnin befindet. Neben den vielen schönen Seen, die es hier ebenso zu entdecken gibt, solltet ihr aber unbedingt einmal den Kunstort Lehnin besuchen – ein echter Geheimtipp. Direkt am Klostersee befindet sich das Areal des Lehniner Instituts für Kunst und Kultur. Es gibt einen Skulpturengarten, eine Kunsthalle und eine Galerie, mehrere Ateliers und Werkstätten sowie ein Ufercafé. Über aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen könnt ihr euch hier laufend informieren. Mit dem RE1 geht's von Berlin aus bis nach Beelitz. Dort steigt ihr aufs Fahrrad um und radelt ungefähr noch 20 Kilometer bis zum Ziel.

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© Milena Zwerenz Auf den Spuren der Geschichte von Bad Saarow wandeln

Maxim Gorki, Theodor Fontane, Max Schmeling, Architekt*innen, Musiker*innen und Künstler*innen haben bereits in Bad Saarow gelebt und den Kurort geliebt. Wer nicht nur an den teils sehr eindrucksvollen Häusern vorbeilaufen, sondern mehr über deren Geschichte erfahren möchte, kann sich immer sonntags zu den Stadtführungen auf dem Bahnhofsplatz einfinden. Eine Tour lohnt sich besonders für Kunst- und Architekturinteressierte. Bad Saarow erreicht ihr übrigens easy mit der Bahn von Berlin, in circa einer Stunde seid ihr schon in dem schönen Kurort und könnt euch verzaubern lassen.

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© TMB Wandern und über Kunst philosophieren auf dem Kunstwanderweg

Wandern alleine ist euch zu langweilig? Dann probiert mal den Kunstwanderweg Hoher Fläming aus. Das ist quasi eine riesige Outdoor-Galerie mit verschiedenen überdimensionierten Kunstobjekten. Hier ist also nicht nur die schöne Natur reizvoll. Es gibt übrigens jeweils eine Süd- und eine Nordroute von Bad Belzig bzw. Wiesenburg aus, die Wege sind sehr gut mit gelben Hinweisschildern ausgestattet. So geht auch kein*e Kunstinteressierte*r auf Wanderschaft verloren. In Bad Belzig seid ihr ab Berlin Hauptbahnhof in circa einer Stunde.

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© CC BY-SA 3.0 / Clemensfranz Kraftwerk und Kunstzentrum in einem: das E-Werk Luckenwalde

Eine alte Turbinenhalle sowie ein noch gut erhaltener Maschinenraum in Kombination mit Künstler*innenateliers und Kreativ- sowie Ausstellungsräumen: Das E-Werk ist wirklich etwas fürs Auge. Früher war das Gebäude ein mit Kohle betriebenes Kraftwerk, das ganz Luckenwalde mit Elektrizität versorgte, mittlerweile ist es ein historischer Ort mit Platz für die Kreativen der Gegend. Schaut euch vorab auf der Website des E-Werks um, um so zu erfahren, welche Ausstellung es aktuell zu sehen gibt und wie ihr euch am besten anmeldet. Luckenwalde erreicht ihr übrigens ab Berlin mit dem RE3 in weniger als einer Stunde.

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© Charlott Tornow Zentrum für Kunst besuchen im Schloss Biesdorf

Vor knapp 150 Jahren errichtete der königliche Baurat Heino Schmieden das Schloss Biesdorf als zweistöckige, klassizistische Turmvilla. Über die Zeit verfiel das Gebäude, wurde manchmal provisorisch repariert, aber erst im September 2016 mit restauriertem Obergeschoss als Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum wieder eröffnet. Heute könnt ihr euch hier Ausstellungen ansehen, Künstlergesprächen lauschen oder einfach ein bisschen die Atmosphäre genießen. Sehenswert! Mit der U5 ab Hauptbahnhof oder Alexanderplatz seid ihr aus Berlin in weniger als 40 Minuten vor Ort.

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Museum Barberini © Helge Mundt Im Museum Barberini Kunst gucken

Wir sind ja große Fans von Potsdam: Zwischen Villen und Speedbooten ist das Leben gleich eine gefühlte Tonne leichter. Seit Januar 2017 gibt es noch einen Grund mehr in den nächsten Regio zu springen, denn da eröffnete das Museum Barberini in dem im 18. Jahrhundert erbauten Palazzo Barberini (inspiriert vom gleichnamigen Palazzo in Rom). Den Anfang machte dort eine Ausstellung mit impressionistischen Werken von Claude Monet bis Gustave Caillebotte – und auch die immer wechselnden Ausstellungen arbeiten mit ähnlich großen Künstler*innen. Eltern von Babys bis zu einem Jahr sind hier gern gesehen. Das Museum bietet einmal die Woche extra Führungen für sie an.

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Museumsdorf Glashütte, Baruth, Fläming, Brandenburg

© Jan Sobotka Industriegeschichte erleben und Kunsthandwerk entdecken im Museumsdorf Baruther Glashütte

Im Landkreis Teltow-Fläming, inmitten des Baruther Urstromtals, liegt das Museumsdorf Baruther Glashütte – ein Ort, an dem mit viel Engagement die Historie des Glasmacherhandwerks nicht nur vermittelt, sondern auch wieder traditionell betrieben wird. Ob Glasmuseum, Glaswerkstatt, Galerien oder traditionelle Manufakturen – für die Besucher*innen heißt es hier überall entdecken, lernen und mitmachen. Neugierig geworden? We feel you! Mit dem Regio geht's nach Baruth Bahnhof (Mark), von dort aus mit dem Bus und zu Fuß weiter bis zur Glashütte.

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Dresdner Zwinger

© Charlott Tornow Taucht ein in Kunst und Kultur im Dresdner Zwinger

Es gibt vermutlich keinen touristischeren Ort in Dresden als den Zwinger. Der barocke Bau zählt neben der Frauenkirche wohl zu den bekanntesten Tourist*innenattraktionen der Stadt. Zu Recht, wenn ihr uns fragt, denn das Gebäudeensemble ist einfach ein absolutes Highlight und Must See für alle, die noch nie in Dresden waren. Aber auch jene, die das Gesamtkunstwerk mit seiner beeindruckenden Festungsmauer, den romantischen Säulengängen, üppigen Gärten, kleineren Pavillons und dem idyllischen Nymphenbad schon kennen, entdecken hier sicherlich immer wieder was Neues – und sei es nur eines der 700 Kunstwerke aus dem 15. bis 18. Jahrhundert in der Gemäldegalerie. In der Gemäldegalerie finden übrigens auch immer wieder wechselnde Ausstellungen statt. Mit der schnellsten Regionalverbindung bis nach Dresden seid ihr in etwa drei Stunden da.

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