11 Serien aus den ARD- und ZDF-Mediatheken, die wirklich sehenswert sind

© obs/ARD Das Erste

Während viele vermutlich bei der Frage, was sie abends schauen wollen, zu Netflix, Amazon oder – ganz klassisch – zur Fernbedienung greifen, tauche ich am liebsten in die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen ab. Das Design und die Benutzer*innenoberfläche sind zwar immer noch bei ca. 2010 stehengeblieben, es lohnt sich aber, über den angestaubten Onlineauftritt hinwegzusehen und ein bisschen zu stöbern, denn: Hier verstecken sich wirklich gut produzierte und spannende Serien. Von Krimiserien über Comedy- bis hin zu wirklich guten Talkshow-Formaten mit Gastgebern wie Daniel Donskoy oder Kurt Krömer ist hier für jeden Geschmack etwas dabei.

Damit ihr gleich wisst, was sich wirklich lohnt, haben wir für euch 11 Highlights aus den ZDF- und ARD-Mediatheken zusammengestellt, die absolut sehenswert sind. Und wenn ihr all diese Sendungen geschaut habt oder regelmäßig einschaltet, wisst ihr wenigstens mal wieder, wofür ihr eigentlich den Rundfunkbeitrag bezahlt. Gern geschehen!

1. Chez Krömer

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"Chez Krömer" gehört für mich zu den besten und ehrlichsten Serien, die in den letzten Jahren Sendezeit bekommen haben. Kurt Krömer trifft sich mittlerweile in der vierten Staffel mit Politiker*innen, Schauspieler*innen, Comedians und anderen Menschen des öffentlichen Lebens in seinem Verhörraum und unterhält sich mit ihnen. Bewaffnet mit dicken Akten über seine Gäste wird das für den ein oder anderen Gast vielleicht zum unangenehmsten Interview ever. Denn Krömer trifft sich hier nicht nur mit Menschen, die von der breiten Masse gut gefunden werden, sondern lädt auch mal Philipp Amthor oder Frauke Petry ein. War das Credo der Sendung eigentlich, sich, O-Ton Krömer, "Arschlöcher" einzuladen, hat er mit Torsten Sträter in der vierten Staffel eines der schönsten und aufrichtigsten Gespräche über Depressionen geführt und in der vergangenen Staffel ein intensives mit Teddy Teclebrhan. Es klingt fast so, als wolle Krömer seine unangenehmen Verhörmethoden in den Ruhestand schicken. Bis es soweit ist, könnt ihr euch die vier bisher veröffentlichten Staffeln in der ARD-Mediathek ansehen.

2. Fett und Fett

Schon nach den ersten fünf Minuten, die man von "Fett und Fett" gesehen hat, möchte man den Protagonist Jaksch am liebsten in den Arm nehmen und ganz fest drücken. Der endzwanzigjährige Süßbär wandert die gesamte Serie von Party, zu Bar, zu Frauen und zu seiner Therapeutin – immer auf der Suche nach Liebe und aus der Angst heraus, etwas zu verpassen. Wir sind ehrlich: Der Plot klingt wie die Serie gewordene Version der Mit-Vergnügen-Leser*innenschaft. Mit "Fett und Fett" haben endlich auch unsere Münchner Kolleg*innen eine wirklich gute Serie, die in ihrer Stadt spielt –  auch wenn Jakschs coole Freundin natürlich irgendwann in das coole Berlin zieht, upsi.

3. Die Toten von Marnow

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Es ist Hochsommer, ganz Schwerin schwitzt, als die Kommissar*innen Lona Mendt und Frank Elling in einem Fall ermitteln, bei dem ein Mann kopfüber mit durchgeschnittener Kehle im Bad aufgehängt wurde. Doch er bleibt nicht das einzige Mordopfer, denn kurz darauf wird einem Mann im Rollstuhl in einer Altersresidenz ebenfalls die Kehle durchgeschnitten. Während zu Beginn der Ermittlungen zwischen den Fällen kein Zusammenhang zu bestehen, fügt sich nach und nach alles zusammen, denn eine Spur führt die Ermittler*innen auf einen Campingplatz, auf dem Kollegin Lona Mendt auch direkt mit ihrem Camper eine Weile stehen bleibt und dort wohnt. Wie es sich für deutsche Krimis gehört, bekommen die Kommissar*innen aber natürlich auch eine eigene Geschichte: Ellings vermeintlich glückliche Ehe wird durch eine Affäre auf die Probe gestellt, Lona Mendt lebt lieber alleine in einem Camper als in ihrem eigenen Haus und der dritte im Bunde, Sören Jasper, ist eigentlich frisch verlobt, kann seiner Chefin im Hochsommer dann aber doch nur schwer widerstehen. Am Ende ist bei "Die Toten von Marnow" von allem irgendwie zu viel los, aber genau deswegen möchte man es unbedingt zu Ende schauen.

4. Freitagnacht Jews

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Talkshow mal anders: Unser Freund Daniel Donskoy, bekannt aus Funk und Fernsehen und natürlich der Abstimmung zu den schönsten Männern Berlins, hat seit April seine eigene Late-Night-Show. In "Freitagnacht Jews" trifft er sich regelmäßig mit jungen, coolen Menschen, die alle eine Sache gemeinsam haben: Sie sind jüdisch. Donskoy kocht für seine Gäste Gerichte von seiner Mama und isst gemeinsam mit ihnen zu Abend, trinkt mit ihnen und unterhält sich darüber, wie das Leben der jüdischen Community in Deutschland in der mittlerweile dritten Generation seit der Shoah eigentlich ist. Und dann sitzt er am großen Tisch mit Max Czollek, löffelt Rote-Beete-Suppe und wechselt thematisch zwischen Trinksprüchen, dem Holocaust und der Schulzeit – die beiden sind auf dieselbe Schule in Berlin gegangen – hin und her. Oder er trifft auf Mirna Funk und Susan Sideropoulos, futtert mit ihnen Latkes und spricht über (jüdische) Traditionen und das Heiraten.

5. Merz gegen Merz

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Eigentlich dachten wir, Christoph Maria Herbst wäre für immer Stromberg. Nun ja, er ist ja auch für immer Stromberg. In der ZDF-Comedyserie "Merz gegen Merz" ist er aber auch ein spitzenmäßiger nerviger Ehemann und zwar von Annette Frier. Anne und Erik sind im Grunde ein ziemlich durchschnittliches Ehepaar, das sich nach 20 Jahren Ehe und jeder Menge größerer und kleinerer Krisen auf der Couch bei der Paartherapie wiederfindet. Sollen sie an ihrer Ehe arbeiten? Oder alles wegschmeißen? Wann darf ich eigentlich endlich sagen, dass ich meine Schwiegereltern wahnsinnig nervig finde? Und was machen wir eigentlich mit unserem pubertierenden Sohn? Beim Suchen und vielleicht Finden der Probleme und möglicher Lösungen könnt ihr dem Ehepaar Merz zwei Staffeln lang zusehen. Klassischer Frier- und Herbst-Humor inklusive.

6. Das Geheimnis des Totenwaldes

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Im linearen Fernsehen ist "Das Geheimnis des Totenwaldes" als Dreiteiler gelaufen – so wie ungefähr alle Miniserien der öffentlich-rechtlichen Sender. In der Mediathek wird diese wahnsinnig gute Produktion der ARD allerdings als sechsteilige Serie angelegt, in der jede Folge etwa 45 Minuten dauert. Die Story beruht auf wahren Begebenheiten, nämlich einem knapp 30 Jahre ungelösten Vermisstenfall sowie den sogenannten Göhrde-Morden. Im Sommer 1989 werden kurz hintereinander zwei ermordete Liebespaare im Wald in Niedersachsen aufgefunden. Das Absurde: Während die Polizei wegen des ersten Doppelmords den Wald absucht, geschieht der zweite Doppelmord unmittelbar vor ihren Augen und bleibt dennoch erstmal unbemerkt. Parallel verschwindet plötzlich die Schwester eines hochrangigen Hamburger Polizisten. Ob die beiden Fälle miteinander zu tun haben, wie zermürbend 30 Jahre erfolglose Polizeiarbeit sein kann – sowohl für die Angehörigen als auch die ermittelnden Polizist*innen – und wie Angehörige mit diesem Leid umgehen, davon erzählt "Das Geheimnis des Totenwaldes". Wir sind hier ganz ehrlich: Wir waren so angefixt von der Serie, dass wir bis tief in die Nacht alle Episoden hintereinander geschaut haben.

7. Ku'damm

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Die "Ku'damm"-Reihe gehört zu den spannendsten und schönsten Serien, die das ZDF seit Langem produziert hat: Seit 2018 begleiten wir – mittlerweile in der dritten Staffel – die Familie Schöllack, bestehend aus Mutter Caterina (Claudia Michelsen) und ihren Töchtern Helga (Maria Ehrich), Eva (Emilia Schüle) und Monika (Sonja Gerhardt), wie sie sich durch das Berlin der 1950er und 1960er Jahren schlagen. Der Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Familientanzschule Galant, die natürlich direkt auf dem Ku'damm liegt. Während Helga mit ihrem homosexuellen Mann Wolfgang (August Wittgenstein) unglücklich verheiratet ist und dennoch versucht, die perfekte Ehefrau zu spielen, heiratet Evi den sehr viel älteren Professor Fassbender (Heino Ferch) und ist damit nicht weniger unglücklich als ihre Schwester. Und Monika tanzt mal mehr und mal weniger glücklich zwischen wilder Ehe, unehelichem Kind, viel Romantik, großen Erfolgen und erschütternden Tiefschlägen. Wer wissen will, wie sich die Gesellschaft Berlins in dieser Zeit verhielt – oder eben auch nicht verhielt – und dabei glänzend unterhalten werden will, sollte die inzwischen neunteilige Serie unbedingt sehen.

8. Liebe. Jetzt!

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Wer mal wieder etwas wholesome-mäßiges braucht, dem legen wir "Liebe. Jetzt!" in der ZDF-Mediathek ans Herz. Begleitet werden in den ca. 30-minütigen Episoden verschiedene Paare während Corona. Schon klar, Corona, äh Bummer, aber es geht hier nicht unbedingt um großes Leid und darum, wie scheiße alles ist, sondern viel mehr darum, wie man einander Mut machen kann, einander Unterstützung und Kraft geben kann. In der einen Episode lernen wir einen alleinerziehenden Vater kennen, der sich mit seiner Tochter und dem motzigen Großvater zu arrangieren lernt. In einer anderen treffen wir auf zwei junge Studierende, die sich während der Pandemie am Telefon ineinander verlieben und in einer wieder anderen lernen sich zwei völlig unterschiedliche Menschen in einer Schrebergartensiedlung kennen und werden – nach anfänglichen Schwierigkeiten – wirklich gute Freund*innen. Bisher gibt es zwei Staffeln dieser neooriginal-Serie. Mindblowing ist sie nicht, aber wirklich schön anzusehen.

9. Schuld – nach Ferdinand von Schirach

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Wir lieben die Bücher von Ferdinand von Schirach. Und da sind wir offensichtlich nicht die einzigen, denn gefühlt jedes Buch und jede Geschichte, die von Schirach veröffentlicht, wird früher oder später verfilmt. Seine Bücher "Schuld" und "Verbrechen" bestehen aus verschiedenen kleinen Fällen, die vom ZDF allesamt verfilmt wurden. In die Rolle des Strafverteidigers Friedrich Kronberg schlüpft dabei Moritz Bleibtreu und auch der übrige Cast ist u.a. mit Lars Eidinger, Josefine Preuß und Louis Hoffmann mehr als hochkarätig. Wichtig: Die Geschichten sind wirklich manchmal nur schwer zu ertragen (vor allem die Folge "Volksfest"), schaut die Serie also lieber, wenn ihr gerade ein gutes Mindset habt, sonst kann einen das schon auch ziemlich runterziehen.

10. Blockbustaz

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Wir hätten auch nicht gedacht, dass wir mal eine Serie gut finden, in der Eko Fresh, Joyce Ilg und Sascha Reimann (ihr kennt ihn sicher als Ferris MC) die Hauptrollen spielen. Aber wenn es darum geht, das Block-Life etwas zu drüber darzustellen, sind die drei einfach goldrichtig besetzt. Wenn sich dann noch Kida Ramadan und Ex-Tatortkommissar Andreas Hoppe dazugesellen, ist der Cast perfekt. Der Plot von "Blockbustaz" ist schnell erzählt: Sol (Eko Fresh) und Jessica (Joyce Ilg) leben in einem Kölner Block und sind ein ziemlich chaotisches Paar. Während sie sich von Job zu Job hangelt und versucht, ihre verrückte Familie im Griff zu haben, arbeitet Sol lieber gar nicht, sondern handelt sich ständig Ärger ein. Hardy (Sascha Reimann) ist indes sein bester Freund und besitzt den Stammladen der drei, eine Pizzeria, in der es nicht selten auch Ärger gibt.

11. Letzte Spur Berlin

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Wem der Tatort manchmal ein bisschen zu lang ist, der*die wird "Letzte Spur Berlin" lieben. Denn eigentlich ist die Handlung genau dieselbe, nur etwas komprimierter als beim Tatort. In den 45-minütigen Episoden begleiten wir das Team Vermisstenstelle vom Berliner LKA um Kriminalhauptkommissar Oliver Radek auf der Suche nach – Überraschung – als vermisst gemeldeten Personen. Seit den letzten beiden Staffeln gibt es aber nicht nur Vermisstenfälle, sondern auch Todesfälle, was zwar nicht mehr unbedingt zur eigentlichen Aufgabe des Ermittlungsteams gehört, die Folgen aber gleich noch ein bisschen spannender macht. Natürlich gibt es auch ein bisschen Liebes-Action innerhalb des Team und jede Menge schöne Berlinbilder. Das Gute: Jeden Freitag läuft eine neue Folge im Fernsehen, online könnt ihr sie meistens schon früher vorab schauen.

11 deutsche Komödien, die wirklich sehenswert sind
Für alle, die dem leichten Humor von Schweiger und Co. nichts (mehr) abgewinnen können, haben wir hier 11 deutsche Komödien, die ganz sicher ohne den nackten Hintern von Schweighöfer und Honig im Kopf auskommen. Enjoy!
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11 deutsche Coming-of-Age-Filme, die wirklich sehenswert sind
Coming-of-Age-Filme erzählen von ersten Malen. Von der ersten Liebe. Den ersten Partys. Dem ersten Liebeskummer. Von den Träumen, was alles werden kann – und den teils niederschmetternden Tatsachen, was wirklich geworden ist. Manche davon sind charmant-komisch, andere tiefgründig-melancholisch, sehenswert sind sie alle.
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