Kulinarischer Jahresrückblick: Das sind unsere 11 besten Neueröffnungen 2021

Die Berliner Foodszene ist so bunt und breit gefächert, dass wirklich für jeden erdenklichen Geschmack etwas dabei ist. Vegane Ente süß-sauer? Kein Problem. Neapolitanisches Streetfood? Haben wir natürlich. Handgezogene chinesische Nudeln in Chili-Öl? Selbstredend gibt es auch dafür gleich mehrere leckere Adressen. Und wenn man dann irgendwann kurz den Gedanken hat, dass die Berliner Gastro jetzt alles abdeckt, kommt schon wieder ein neues kulinarisches Konzept um die Ecke, das es so (lecker) vorher noch nicht gab. Auch im immer noch von Corona gebeutelten Jahr 2021 haben viele, mutige Gastronom*innen ihre Pforten geöffnet und uns mit Köstlichkeiten – egal ob zum Mitnehmen oder vor Ort – verwöhnt.

Wir haben uns das gesamte Jahr über durch die Stadt gefuttert und verraten euch in unserem kulinarischen Jahresrückblick, welche Läden uns am meisten begeistert haben. Diese Neueröffnungen sollten definitiv auf eure Must-Eat-Liste wandern:

1

© Wiebke Jann Japanisch und buddhistisch inspirierte, vegane Küche im Restaurant Oukan

Das Oukan Tea, das im Januar 2022 wieder öffnen soll, hat im Hinterhof eine feine, große Schwester bekommen, denn: Betreiber Huy Thong Tran Mai (er steckt auch hinter dem Ryong und Con Th) hat im November gemeinsam mit Geschäftsführer Trung Le, Culinary Director Martin Müller sowie Unternehmer Dr. Erik Spickschen das Oukan Restaurant eröffnet. Serviert werden Speisen, die buddhistisch und japanisch inspiriert sind – und alle von Mönchen approved werden. Auf den Teller kommen Gerichte, die so aufregend und schön zusammenspielen, dass wir uns hier definitiv auf Fine-Dining-Niveau bewegen. Unsere Favoriten: Kartoffel & Trüffel und Cheesecake Quitte. Aber nicht nur auf das Essen wird großen Wert gelegt, sondern auch auf die Wein- und Tee-Begleitung. Ihr könnt hier entweder à la carte futtern oder euch für 79 Euro ein 7-Gänge-Menü gönnen. Wir empfehlen euch, eure*n Liebste*n ins Oukan zu entführen. Das Essen, die schöne Location – mitten im Laden steht ein riesiger Bonsai – und die intime Atmosphäre schreien geradezu nach einer fancy Date Night!

2

© Marina Beuerle Bistro-Feeling von morgens bis abends im Café Frieda

Das Café Frieda am Helmholtzplatz könnte genauso gut an einer Ecke in Paris zu finden sein: entspannte Musik, Schränke voller Platten, viele Pflanzen und entspannte Leute, die hier an kleinen runden Tischen den ganzen Tag Naturwein trinken und dem wuseligen Geschehen in der offenen Küche zusehen. Dort werden frisches Brot, Croissants und feine Patisserie gebacken und die direkt bezogenen Lebensmittel zu ausgefeilten Lunch- und Dinnergerichten verarbeitet. Viel Fisch, guter Käse, leckerer Kaffee und ein Softeis, das als heimlicher Star gehandelt wird, machen das Frieda zu einem perfekten all-day Hangout-Spot.

3

© Wiebke Jann Handgezogene, chinesische Nudeln in Chili-Öl schlürfen bei Wen Cheng

Im Juni hat auf der Schönhauser Allee ein neuer Nudeldealer eröffnet. Das Besondere: Es ist der erste Laden Berlins, in dem es handgezogene, chinesische Nudeln gibt! Bei Wen Cheng – dahinter stecken übrigens die Boys & Girls des Han West – bekommst du breite, handgezogene Nudeln (du kannst sogar dabei zusehen, wie sie gemacht werden) in einer scharfen Brühe aus Chili, Szechuan-Pfeffer und Knoblauch, die wahlweise mit Beef, Lamm oder vegan mit Tofu & Shiitake sowie Koriander getoppt werden. Die Nudeln sind richtig schön chunky, die Brühe angenehm scharf und nicht zu ölig, das Beef ist langsam gegart und sehr zart und der Tofu schön würzig. Angeboten werden zum Essen nur Softdrinks, wer was Alkoholisches möchte, darf eigene Getränke mitbringen, sagt die Bedienung – ziemlich sympathisch.

4

© Wiebke Jann Neapolitanisches Streetfood im Partenope #081

Die neapolitanische Küche ist nicht nur für die fantastische neapolitanische Pizza bekannt, sondern auch für wirklich gutes und ehrliches Streetfood. Allem voran stehen natürlich Arancinis, also frittierte Reisbällchen. Besitzer Francesco ist es bei seinem Restaurant Partenope #081 wichtig, dass die Karte aber nicht nur aus bekannten Gerichten besteht, sondern auch aus traditionell neapolitanischen Variationen, die es so in Berlin mitunter noch gar nicht gibt. Er serviert Kartoffeln-Gateau, Fisch-Cuoppo, Pasta e Patate und Salsiccia alla Napoletana, aber auch Parmigiana-Bällchen, gefüllte frittierte Zucchiniblüten und Algen-Zeppoline. Klingt fast so, als hätten wir in Friedrichshain jetzt ein Stück Neapel. Nice to know: 081 ist übrigens die Vorwahl von Neapel. Und die wird Besitzer Francesco Scognamiglio sicherlich regelmäßig wählen, denn fast alle Zutaten stammen direkt aus der Region.

5

© Marina Beuerle Tacos, Naturwein, Pizza und mehr in der Markthalle Pfefferberg

Direkt am Senefelder Platz, in den Gewölberäumen des Pfefferberg-Areals, ist mit der Markthalle Pfefferberg ein neuer Hotspot mit innovativen Gastro-Konzepten, netten Leuten und guter Musik entstanden. Euch erwartet keine typische Markthalle, sondern eine bunte, abwechslungsreiche Foodie-Erlebniswelt: Naturwein läuft bei Valla Vino aus dem Zapfhahn, beim Salami Social Club gibt es knusprige Pizza und die Taquería el Oso serviert Tacos vom Feinsten. Daneben findet ihr einen mexikanischen Shop, eine Bio-Metzgerei, Käse von Blomeyer, trendige Klamotten von The Dudes sowie Platz für wechselnde Restaurants, die uns hier verköstigen. Ein Traum? Haben wir ja gesagt!

6

© Wiebke Jann Kuchenvariationen, Sandwiches und andere Köstlichkeiten im Café TERZ snacken

Dort, wo früher das Selig fantastische Eggs Benedict verkauft hat, sind jetzt die Jungs des 21 Gramm eingezogen und zwar mit ihrem neuen Café TERZ. Der Laden ist schlicht und schön eingerichtet und an der Kuchenvitrine können wir eigentlich nie einfach vorbeigehen, denn: Es gibt hier den Kuchendeal, dass man drei kleine Stücke Kuchen für 4.50 Euro bekommt (eins kostet 2 Euro). Die Kuchen sind aber nicht die einzigen Vorzüge des Ladens, es gibt auch leckeren Cappuccino und Zimtschnecken und zum Lunch Stullen, die wahlweise auch vegetarisch oder vegan belegt werden. Tipp: Schnappt euch Kuchen und Kaffee und macht einen Spaziergang über das Tempelhofer Feld und kommt später zum Dinner wieder.

7
Berlin, Wedding, Bistro, Fine Dining

© Marina Beuerle Leckere Kreationen mit japanischem Touch in Bistro-Feeling bei Julius

Das gefeierte Fine-Dining-Restaurant Ernst hat einen kleinen Bruder bekommen, für das es sich einmal mehr lohnt in den Wedding zu kommen. Und zwar zu jeder Tageszeit. Morgens für ausgefallenes Gebäck und selbst gerösteten Kaffee, der handgefiltert wird. Zum Mittagessen für einen raffinierten Lunch. Abends für durchdachte "á la Carte"-Gerichte mit feinsten Zutaten aus Brandenburg, denen ein japanischer Touch verliehen wird. Egal wann ihr kommt: Probiert die feinen Weine und genießt das entspannte Bistro-Feeling. Wedding at its finest.

8

© Wiebke Jann Vegane chinesische Köstlichkeiten bei The Butterfly Lovers futtern

Auf der Karte des Ende Juli eröffneten Ladens stehen zur Vorspeise Köstlichkeiten wie Wasserspinat, geräucherter Tofu in Erdnusssoße, Wantans oder Dumplings. Der Wasserspinat schmeckt mit Glasnudeln in einem feinen Knoblauchöl wirklich lecker. Bei den Hauptgerichten empfehlen wir euch besonders den Mapo-Tofu mit Sichuanpfeffer, Chili und Schwarzbohnenpaste oder – und das ist eine kleine, vegane Sensation – die vegane Ente süß-sauer! Der absolute Klassiker, wenn man an die chinesische Küche denkt, kommt hier nämlich ganz vegan und ziemlich lecker daher. Sie ist außen kross, innen sehr saftig und ziemlich perfekt. Wenn ihr zum Lunch kommt, bekommt ihr übrigens Vorspeise und Hauptgericht schon ab 9.50 Euro.

9

© Marina Beuerle Moderne sri-lankische Küche im Sathutu genießen

In Prenzlauer Berg hat mit dem Sathutu ein Restaurant eröffnet, das den Berliner*innen die moderne sri-lankische Küche näherbringt. Auf der Speisekarte findet ihr beispielsweise Colombo Fried Chicken mit Kräutern und Zitrone, Lamm-Curry mit Baby-Fenchel und brauner Butter, Sathutu Pizza mit pochierten Eiern und Kartoffel-Kokos-Schaum oder mit Burrata und Aubergine und Pancakes mit Rhabarber. Die Macher*innen arbeiten dabei eng mit Landwirt*innen aus dem Berliner Umland zusammen, dementsprechend wird die Karte saisonal wechseln. Und damit ihr bei eurem Besuch nicht auf dem Trockenen sitzt, werden Bio-Weine von Viniculture und Edel & Faul ausgeschenkt.

10
Gorilla Bäckerei, Neukölln

© Marit Blossey Frische Croissants, Brot und Sauerteigbrötchen aus der Gorilla Bäckerei

Auf die Croissants, fertig, los! Im November vergangenen Jahres hat auf der Hermannstraße in Neukölln die Gorilla Bäckerei eröffnet und versorgt seitdem den Kiez mit frischem Brot, leckeren Sauerteigbrötchen und fantastischen Croissants. Alle, die akutes Fernweh nach Frankreich haben, sind hier goldrichtig. Die Croissants gibt's Plain, mit Rosinen und Mandeln – oder gefüllt mit Schokolade. Mehr ist in diesem Fall mehr. Ach und übrigens könnt ihr hier auch live beim Backen zuschauen.

11

© Marina Beuerle Im Cumberland, dem vermutlich schönsten Restaurant der Stadt, edel speisen

Die heiligen Hallen des ehemaligen Grosz bekommen mit dem neuen Restaurant Cumberland wieder Leben eingehaucht. Fast schon ehrfürchtig schreitet man durch das große Eingangsportal und betritt einen Innenraum mit Stuck, Marmor, Kronleuchtern und Deckengewölben. Auf den Tellern geht es dann ähnlich fein und lecker weiter, schließlich haben die Betreiber Benjamin Becker und Dennis Melzer zuvor gemeinsam im Sternerestaurant Vendôme gearbeitet. Die Speisekarte ist französisch angehaucht: Marinierte Gänseleber, lackiertes Kalbsbries und Reh Stronganoff, aber auch vegane Optionen aus Seidentofu, Sellerie und Tomate oder Risotto mit Trüffel findet man hier. In der dazugehörigen Weinbar mit über 30 offenen Weinen, bekommt man Entrecôte mit Kartoffelsoufflée, Bohnen und Sauce Cumberland, Austern und Kaviar sowie verschiedene Kleinigkeiten im Glas, Tartes und Käseplatten.

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