11 Hörbücher auf Spotify, die euch gut durch den Frühling bringen

© Wesley Tingey | Unsplash

Hörbücher sind nicht nur die perfekte Alternative für alle, denen nach zwei Seiten lesen schon die kleinen, müden Augen zufallen oder einfach zu ungeduldig sind, um sich mal wirklich abends hinzusetzen, um zu lesen. Sie sind auch die perfekte Alternative für alle, die lange Auto- oder Zugfahrten vor sich haben, zu Hause die Wohnung putzen oder einfach so Lust haben, sich Geschichten erzählen zu lassen.

In den vergangenen Monaten sind wieder einige tolle Bücher auch als Hörbücher erschienen. Und während der eine Teil es vorzieht, die Hörversion seines*ihres Werks von anderen einlesen zu lassen, gibt es auch die Sorte Autor*innen, die lieber selbst lesen. In dieser Liste dürft ihr euch auf das selbst eingelesene Hörbuch von Sophie Passmanns "Komplett Gänsehaut" freuen, auf das von Linda Zervakis und Caren Miosga eingelesene gemeinsame Buch von Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre und viele weitere spannende Geschichten. Enjoy!

1. Martin Suter & Benjamin von Stuckrad-Barre: "Alle sind so ernst geworden"

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Wir müssen zugeben: Ein Buch, das eigentlich ein Podcast und eigentlich einfach sehr lustige und vor sprachlicher Raffinesse triefende Gespräche zwischen Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre sind, als Hörbuch herauszubringen und das wiederum von zwei ziemlich coolen und sehr bekannten Frauenstimmen einlesen zu lassen, ist genial. Und deswegen ist es auch fantastisch, wenn wir Caren Miosga und Linda Zervakis dabei zuhören können, wie sie sich über bunte Badehosen unterhalten. Über Glitzer. Über sehr teuren Fisch und Abendessen. Es geht um LSD, den Teufel und Madonna. Um Ibiza, das Verliebtsein und Wiedersehen – herrlich!

2. Sophie Passmann: "Komplett Gänsehaut"

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Sophie Passmann rechnet mal wieder ab. Diesmal aber nicht mit dem Typus "Alter, weißer Mann", sondern mit uns. Ja, ihr habt richtig gelesen. Mit uns jungen, hippen Menschen, die Platten von den Stones in ihrer schicken Altbauwohnung mit Stuckdecke haben, weil das noch "richtige" Musik war. Die sophisticated Pasta in ihrer stylischen Küche kochen und dazu edlen Rotwein trinken. Die als größtes Ziel sehen, nicht so zu sein, wie die anderen und damit eigentlich genau das sind. Ein bisschen anmaßend und gleichzeitig pausenlos sich selbst angreifend, könnt ihr im Hörbuch die Zwischenabrechnung mit dem bisherigen Leben lauschen. Mit ihrer knapp angebundenen Aussprache und den kurzen Sätzen fühlt man sich fast ein bisschen angemeckert, aber das Schöne bei Autor*innenlesungen ist ja: Genau so wollten sie es haben.

3. Shida Bayzar: "Drei Kameradinnen"

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Hani, Kasih und Saya kennen sich schon seit ihrer Kindheit, sie sind gemeinsam in derselben Siedlung aufgewachsen und waren immer füreinander da. Inzwischen ist Saya ziemlich erfolgreich und reist um die halbe Welt, um sich gegen Diskriminierung stark zu machen. Kasih hat gerade ihr Soziologiestudium abgeschlossen und verbringt ihre Tage damit, Bewerbungen, die abgelehnt werden, zu schreiben oder sich von der Dame im Jobcenter entmutigen zu lassen. Und Hani arbeitet als Chefsekretärin in einem coolen Start-up, das sich für den Tierschutz einsetzt. Als eine ihrer alten Freundinnen sie auf ihre Hochzeit einlädt, verbringen die drei wieder mehr Zeit miteinander. Es reißen alte Wunden auf, eingeübte Verhaltensmuster kommen zum Vorschein und die große Frage, was eine Freundschaft eigentlich alles aushalten kann. "Drei Kameradinnen" erzählt von der Frage nach Herkunft, Zugehörigkeit und von Alltagsrassismus. Was hilft? In dieser Geschichte ist es bedingungslose Liebe und Vertrauen zwischen Freundinnen.

4. Doris Dörrie: "Leben, schreiben, atmen – Eine Einladung zum Schreiben"

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Doris Dörrie ist einfach cool. Sie glaubt fest daran, dass jede*r von uns schreiben kann. Und deswegen wird sie auch nicht müde, uns nach ihrem Buch "Leben, schreiben, atmen" auch weiterhin Tipps und Ratschläge an die Hand zu geben, wie wir besser schreiben lernen. Dieses Mal ermutigt sie ihre Leser*innen dazu, in die eigenen Geschichten einzutauchen, das eigene Leben und seine Widersprüche zu hinterfragen, anzunehmen und darüber zu schreiben. Wie schreibt man über Schicksalsschläge, Verletzungen, Verlust? Wie über Banales wie unser Bett, Brillen, Wanderungen oder Löwenzahn? Dörrie schafft es, uns all das in ihrem Schreibjournal näherzubringen.

5. Mai Thi Nguyen-Kim: "Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit"

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Dr. Mai Thi Nguyen-Kim gehört zu den bekanntesten Wirtschaftsjournalist*innen unserer Zeit. Für Nguyen-Kim ist es schon qua Beruf völlig ausgeschlossen, sich auf ein Gefühl oder Befindlichkeiten zu verlassen. Was sie interessiert und womit sie sich auseinandersetzt sind Fakten. Deswegen räumt sie in ihrem Buch "Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit" mit Fake News und anderen urban Myths auf und liefert stattdessen faktenbasiertes Wissen. Sie thematisiert die Legalisierung von Drogen, Videospiele, Gewalt, Gender Pay Gap, systemrelevante Berufe und Lohngerechtigkeit, aber auch Impfpflicht, die Erblichkeit von Intelligenz, Corona und den Klimawandel. Dieses Hörbuch ist zwar nichts zum stundenlangen Hören – dafür gibt es einfach viel zu viele Informationen –, aber eignet sich perfekt, um die jeweiligen Themengebiete separat zu hören.

6. Max Czollek: "Gegenwartsbewältigung"

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Wer sich mit jüdischer Geschichte und dem Jüdischsein in der heutigen Zeit auseinandersetzt, kommt an Max Czollek eigentlich nicht mehr vorbei. Er ist Anfang 30, jüdisch und wütend. Nicht Steine-werfend-wütend, sondern wütend darauf, was in Deutschland für ein Integrationstheater gespielt wird. In seinem Buch spiegelt sich zwar auch seine Wut wider, es ist aber keine reine Anklageschrift, sondern auch eine Suche nach Lösungen. In "Gegenwartsbewältigung" schreibt er ein Manifest für eine plurale Gesellschaft, reflektiert die heutige Gesellschaft und zeigt ihre Probleme und mögliche Lösungen auf. Wie muss eine Gesellschaft sein, damit sie in der heutigen Zeit solidarisch sein kann? Welche Überzeugungen müssen wir dafür aufgeben und welche neuen finden wir dadurch? Max Czollek hat mit "Gegenwartsbewältigung" eines der wichtigsten Bücher des vergangenen Jahres geschrieben.

7. Hengameh Yaghoobifarah: "Ministerium der Träume"

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Vor dieser Situation hatten wir – vielleicht auch unbewusst – alle schon einmal Angst. Die Polizei klingelt an der Tür und beginnt diesen einen Satz: "Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen...". Das erlebt die Protagonistin Nas in Hengameh Yaghoobifarahs Debütroman "Ministerium der Träume". Ihr wird mitgeteilt, dass ihre Schwester Nush bei einem Autounfall gestorben ist. Gemeinsam haben sie die Flucht nach Deutschland durchlebt, die Anfälle ihrer Mutter weggesteckt, Anfeindungen von Nazis überstanden. Nach Nushs Tod übernimmt Nas nicht nur die Verantwortung für Nas' Tochter, sondern auch für Nas' Geschichte: Sie will herausfinden, was ihre Schwester gefühlt und erlebt hat, ob ihr Tod ein Unfall oder doch ein Suizid war und natürlich will sie wissen, wieso ihre Schwester sie einfach mit allem "im Stich" gelassen hat. Yaghoobifarah erzählt von dem unzerstörbaren Band zwischen Geschwistern. Von einer Flucht nach Deutschland – und den Opfern, die jede*r einzelne dafür bringen muss. Von den dunklen Seiten Deutschlands und einer von Angst und Hass geprägten Kindheit. Von Familien, in die man geboren wird und Freund*innen, die zur neuen Familie werden. Sie beschreibt Situationen so minutiös und detaillreich, dass ich mir genau vorstellen kann, wie die Wohnungen der Protagonist*innen aussehen und wie Nas auf dem Elternabend ihrer Nichte sitzt. Sollte es eine Verfilmung geben, hätte ich jetzt schon eine genaue Vorstellung davon, wie alles aussehen sollte.

8. Timon Karl Kaleyta: "Die Geschichte eines einfachen Mannes"

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Musiker, Kolumnist in der FAS, Drehbuchautor bei jerks. und jetzt auch noch Buchautor: Timon Karl Kayeta veröffentlicht seinen Debütroman "Die Geschichte eines einfachen Mannes" und erzählt damit halb-autobiographisch die Geschichte eines jungen Mannes, dem alles zuzufliegen scheint – zumindest denkt er das. Er wird als Musiker fast berühmt. Er findet fast die große Liebe. Es hätte beinahe für eine akademische Karriere gereicht. Leben auf der Überholspur, aber leider nur im Konjunktiv. Sein Buch ist mindestens genauso aufdringlich, unverschämt, laut, unangenehm und irgendwie gut wie die Musik seiner Band Susanne Blech. Samira El Ouassil schreibt: "Eine anmutige Frechheit über unsere Klassengesellschaft" – da können wir uns nur anschließen.

9. Melodie Michelberger: "Body Politics"

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In "Body Politics" fragt Michelberger, ob wir eigentlich verlernt haben, unsere Körper zu akzeptieren und dankbar für das zu sein, was sie täglich leisten? Und sie fragt berechtigterweise, wem es eigentlich nützt, wenn wir Frauen uns nicht hübsch und attraktiv genug fühlen? Das Buch ist eine leidenschaftliche Aufforderung, Feminismus endlich zu leben und gegen traditionelle und längst überkommene Schönheitsideale zu rebellieren. Es wird nämlich höchste Zeit, dass Schönheit diverser wird und dass wir jeden Körper, egal welche Form er hat, akzeptieren.

10. Don DeLillo: "Die Stille"

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Kurz bevor das Coronavirus die gesamte Welt zum Stillstand brachte, hat Autor Don DeLillo seinen neusten Roman beendet, der erstaunlich viele Parallelen zur aktuellen Situation aufweist. Wir begleiten fünf Freund*innen, die sich eigentlich gemeinsam ein Großevent im Fernsehen ansehen wollten. Doch während ein Teil der Gruppe schon wartet, befinden sich die übrigen noch auf dem Rückflug von Paris – und plötzlich brechen alle digitalen Verbindungen ab. Alles ist schwarz. Doch was ist passiert? Nach kurzer Stille, beginnen die Freund*innen, darüber zu sprechen. Über die Verwunderung, ihre Erschütterungen, über Mutmaßungen und über Erklärungsversuche. Sie bewegen sich zwischen Existentialismus und Kausalität und versuchen, das Wesen der Zeit zu ergründen.

11. Benedict Wells: "Die Wahrheit über das Lügen"

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Benedict Wells gehört zweifelsfrei zu unseren liebsten Autor*innen, denn unser Leseherz hat er bereits mit seinem ersten Roman "Becks letzter Sommer" erobert. In seinem Buch "Die Wahrheit über das Lügen" erzählt er in zehn Kurzgeschichten von einem erfolglosen Drehbuchautor, der in die Vergangenheit reist und im Hollywood der 70er Jahre die Chance hat, George Lucas die Idee für "Star Wars" zu stehlen. Eine andere Geschichte erzählt von zwei Männern, die um ihr Leben Tischtennis spielen und eine wieder andere erzählt von einer Schriftstellerin mit Schreibblockade, die sich zwischen Kunst und Liebe entscheiden muss, als sich ihre Blockade endlich löst.

 

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Seht diese Liste deswegen als gutes Alternativprogramm zum abendlichen Bingewatchen der neuen Netflix-Serie oder dem morgendlichen Rumscrollen bei Instagram, denn natürlich erscheinen mindestens genauso viele geniale Bücher wie Serien. Und der Vorteil am Lesen: Wenn der Frühling richtig losgeht, könnt ihr das auch im Park tun.
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