Köttbullar-Liebe in Kreuzberg: Bei Möllers Köttbullar wartet der schwedische Klassiker auf euch

© Wiebke Jann

Wer Schweden sagt, muss auch, genau, Köttbullar sagen. Das hat uns der gelb-blaue Riese inzwischen allen beigebracht. Dass die runden Fleischbällchen aber nicht nur zur Tradition einschlägiger Einrichtungshäuser gehören, sondern fest in der schwedischen Kultur verankert sind, kann schon mal unter den Tisch fallen, denn wenn wir ehrlich sind, haben wir sie außerhalb Schwedens tatsächlich fast nur bei IKEA gegessen.

Dank Henrik Möller und Michael Hubert haben wir seit Juli dieses Jahres aber endlich eine weitere und wirklich um Längen leckerere Alternative. Was ursprünglich als Foodtruck auf Festivals begann – einige von euch erinnern sich, damals, als man noch mit Zehntausenden Menschen gemeinsam campen und raven durfte und die größte Angst der drohende Kater war, wenn man mal wieder nüchtern wird, und keine weltweite Pandemie – hat inzwischen ein hübsches, kleines Zuhause in Kreuzberg direkt am Schlesischen Tor gefunden. Möllers Köttbullar heißt die neue Köttbullar-Quelle, die nebenbei die erste ihrer Art in Deutschland ist. Und da wir Superlative lieben, mussten wir dem kleinen Laden natürlich direkt einen Besuch abstatten.

© Wiebke Jann

Bereits von Weitem erkennt man den frisch gestrichenen, weiß-blau gefleckten Laden, das Leuchtschild tut sein Übriges und die hübsch gestrichenen Bänke, die sich auf dem breiten Bordstein verteilen, lassen einem quasi keine andere Wahl, als sich auf ein kleines Köttbullar-Date einzulassen. Ähnlich wie bei einem Imbiss wird drin am Tresen bestellt und direkt bezahlt, wenn euer Essen fertig ist, wird die Nummer auf eurem Bon aufgerufen und ihr könnt euch das Essen abholen. Betritt man den Laden, leuchtet einen von rechts direkt das Mantra des Ladens entgegen: We love meatballs! Und es leuchtet einem auch gleich noch etwas entgegen: wahnsinnig freundliche Gesichter, denn hier im Laden sind alle sehr nett und herzlich. Wie sehr die Boys und Girls Fleischbällchen wirklich lieben, zeigt sich in der Karte, denn genau genommen gibt es tatsächlich nur ein Gericht auf der Karte: Köttbullar.

Der Clou: Ihr könnt euer Essen individuell gestalten. Ihr könnt zwischen Fleischbällchen, also traditionellen Köttbullar, und Vegibullar, einer veganen Alternative aus Sonnenblumenproteinen, Champignons und Erbsenproteinen, wählen. Dazu gibt's wahlweise Kartoffelbrei – vegan mit Alsan und Sojamilch oder mit Butter und Biomilch – oder Pommes, Rahmsoße – auch hier gibt es eine vegane und eine nicht-vegane –, Gurkensalat sowie Preiselbeeren. Das Ganze gibt es dann in drei verschiedenen Größen. Die Kinderportion – wir würden es ja eher Nachschlagportion nennen –, eine normale Portion, von der wir locker satt werden, und eine große Portion für alle, die entweder sehr große Augen oder sehr großen Hunger haben.

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Ich persönlich mag Restaurants, die einen Signature Dish haben. Dann kann man sich sicher sein, dass man das bestellt, was der*die Köch*in bzw. der*die Besitzer*in wirklich am allerbesten findet – und wohl auch am allerbesten zubereiten kann. Gut, und man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man bei jedem Besuch das Gleiche bestellt.

Anyhow: Ich habe mich bei unserem ersten Besuch für die vegane Variante entschieden und habe mich schockverliebt. Die Vegibullar, die in Kooperation mit dem Restaurant Maria vegan comfort food entwickelt wurden, sind schön würzig, außen kross und innen trotzdem weich und schmecken ganz fantastisch mit der cremigen Soße. Der vegane Kartoffelbrei ist nicht ganz so cremig wie der mit Butter und Milch, darin verstecken sich aber kleine Kartoffelstückchen, was ihm eine ganz tolle Konsistenz gibt. Die Preiselbeeren sowie der Gurkensalat verleihen dem Gericht eine tolle Frische und Fruchtigkeit. Auch die Original-Variante, die aus Rind besteht, ist schön saftig und würzig und harmoniert genauso gut mit den übrigen Komponenten. Der Laden eignet sich nicht nur perfekt, wenn man in der Gegend schnell lunchen möchte, sondern definitiv auch perfekt als Kateressen. Wir sind uns sicher, dass das nicht unser letzter Besuch sein wird, auch wenn uns Besitzer Henrik verraten hat, dass sie gerade an einem Lieferkonzept arbeiten – vielleicht würden wir das beim nächsten Kater dann mal in Anspruch nehmen, hihi.

© Wiebke Jann
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Unbedingt probieren: Verstehe die Frage nicht, die Köttbullar natürlich!

Veggie: Selbst vegan ist kein Problem, da es veganen Kartoffelbrei, vegane Köttbullar und sogar vegane Rahmsoße gibt.

Besonderheit des Ladens: Der Besitzer Henrik ist unfassbar nett und es ist das erste Köttbullar-Restaurant Deutschlands.

Mit wem gehst du hin: Mit Arbeitskolleg*innen zum schnellen Lunch oder mit Freund*innen zum Kateressen.

Für Fans vom: Burgermeister.

Preise: Es gibt drei Größen bei den Köttbullar: Die Kinderportion gibt es für 4,90 Euro, die normale für 7,50 Euro und für den großen Hunger gibt es eine große Portion für 9,50 Euro.

Möllers Köttbullar | Köpenicker Straße 190, 10997 Berlin | Montag – Freitag: 12–20 Uhr, Samstag: 13–21 Uhr | Mehr Info

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