11 Tipps für einen ausgedehnten Ausflug nach Trebbin

Wer einmal von Berlin Richtung Beelitz aufbricht, sollte sich nach dem Spargelkauf am besten noch mal für rund 15 Minuten ins Auto setzen und in Richtung Trebbin weiterfahren. Denn in der Umgebung des Landkreises Teltow-Fläming in Brandenburg gibt es jede Menge Ausflugsmöglichkeiten. Unsere liebsten 11 Ziele, die ihr in Trebbin besuchen solltet, haben wir hier einmal für euch zusammengetragen.

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© Hella Wittenberg Wandern im Naturpark Nuthe-Nieplitz

Erreicht man das Ortsschild Stangenhagen, sollte direkt das Auto stehengelassen und losgelaufen werden. Dort führt das Pfefferfließ entlang, ein Bach, in dem auch Biber entdeckt werden können. Wenn ihr dem Weg durch Wiesen, Felder und sumpfige Gebiete folgt, stoßt ihr unweigerlich auf den Aussichtsturm von Stangenhagen. Dieser bietet euch die Möglichkeit Fischadler und Störche zu beobachten. Immer dabei: Ein Soundgemisch aus Fröschen, Wasserrauschen und Vogelgezwitscher. Aber Achtung, hier herrscht auch überall Zeckengefahr.

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© Hella Wittenberg Romantisch werden am Herrenhaus Blankensee

Es kommt nicht selten vor, dass beim Betreten des umliegenden Sudermannparks bereits Geigen- oder Pianoklänge zu hören sind. Denn an diesem Ort lässt es sich ganz wunderbar heiraten. Hier sieht einfach jeder Steg, der über die Nieplitz führt, und jede opulent geschwungene Treppe wie aus einem herrlich kitschigen Märchen aus. Das Herrenhaus selbst entstand im Jahr 1701, wurde bis 1740 erweitert und ist nun beispielhaft für den Märkischen Barock. Mit Herman Sudermann beherbergte das Gebäude einen berühmten Schriftsteller, der die Grünflächen mit italienischen und deutschen Plastiken weiter ausschmückte und so auch letztlich zum Namensgeber avancierte.

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© Hella Wittenberg Frischen Fisch bei Brauße in Blankensee essen

Lecker Wels und Zander: Den besten Fisch der Gegend bekommt ihr bei dem Familienbetrieb Brauße. Dort wird in den selbst gemauerten Räucheröfen der ebenfalls selbst nachhaltig gezüchtete Fisch geräuchert. Was nicht aus der eigenen Anzucht kommt, entstammt der Nuthe-Neplitz-Region – und so reihen sich auch Forellen und Saiblinge in das große Angebot ein. Im Hofladen kann was das Herz begehrt geshoppt und im Mini-Restaurant ausgiebig Fischbulette oder –brötchen verputzt werden. Mit etwas mehr Zeit in petto ist es auch möglich Ferienwohnungen zu mieten, um sich so einen noch besseren Überblick von der Gegend und dem zu verschaffen, was da so im Wasser herumschwimmt.

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© Hella Wittenberg In der Friedensstadt Weißenberg wie an einem Filmset fühlen

Im Trebbiner Ortsteil Glau gibt es eine ab 1920 aufgebaute Miniatur-Stadt, die so surreal daherkommt, dass man glauben könnte, hier würde es sich eigentlich um ein Quentin-Tarantino-Set handeln. Wer hier einen kleinen Spaziergang einlegt, der kann vor jedem der vielen, teils verwaisten Gebäude mehr über die Historie lesen. Früher stellte die Siedlung das religiöse Zentrum von dem Sozialreformer Joseph Weißenberg dar, der es schaffte, innerhalb von 15 Jahren privat so viel Geld für seine Gemeinschaft zu sammeln, dass rund 40 Bauten für um die 400 Einwohner entstanden. Alles ganz autark: Von einer Schule im Bauhaus-Stil über Werkstätten bis hin zu Landwirtschaftsbetrieb und einem Altersheim. Es lohnt sich einen genauen Blick überall rein zu werfen. Im Gegensatz zu den Beelitzer Heilstätten, in denen inzwischen nur gegen Geld Führungen angeboten werden, kann man hier komplett kostenlos herumstreunen.

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© Hella Wittenberg Mit den Kindern zur Freiluftausstellung Glauer Felder

Die Kids haben keine Lust einfach nur so im Naturpark Nutz-Nieplitz herumzuwandern? Dann sind sie hier genau richtig. Denn diese Ausstellung zeigt auf spielerische Art und Weise, wie ein Biotop so funktioniert. Neben den unterschiedlichsten Mini-Landschaften erlauben der Kletter-, Sand- und Wasserspielplatz ausgelassenes Herumtoben. Und wem das nicht reicht, der kann ja zur Entspannung noch ein paar Schafe oder Ziegen streicheln, die dort herumstromern.

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© Andreas P I Unsplash Tiere beobachten im Wildgehege Glauer Tal

Holt die Ferngläser raus, es gibt was zu gucken! Was früher mal als Truppenübungsplatz genutzt wurde, bietet nun auf 160 Hektar Platz für Rothirsche, Damwild und Mufflons. Diesen könnt ihr jetzt völlig ungestört bei dem zuschauen, was sie den ganzen Tag lang treiben. Echt besonders: Diese Tiere mit den massiven Geweihen klingen ziemlich lustig, wenn sie so unvermittelt und langanhaltend losgrölen. Dazu gibt es auf den vorgesehenen Wanderwegen auch immer wieder Informationspunkte, die mehr zu den Tieren und dem Biotop verraten.

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© Hella Wittenberg Zeit vergessen am Bohlensteg in Blankensee

Rund um den See lohnen sich ausgedehnte Fahrrad- und Lauftouren. Dazwischen solltet ihr aber unbedingt auch an diesem Steg Halt machen und die Beine für eine Weile hochlegen. Wenn das Wetter mitspielt, hat man einen top Blick auf die Umgebung – und speziell auf die Vielfalt der dort ansässigen Vogelwelt. Freunde des Gefiederten können hier auch geführte Vogelbeobachtungstouren buchen.

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© Aaron Burden I Unsplash Einen Rundflug vom Flugplatz Schönhagen machen

Höhe ist kein Problem für euch? Dann schnell hin zu diesem Dreh- und Angelpunkt für alle möglichen Arten von Schnupperflügen. Ihr könnt mit dem Ballon, dem Hubschrauber oder auch einem Segelflugzeug für eine Runde über die Brandenburger Landschaft abheben. Wem es weniger zusagt, den Boden unter den Füßen zu verlieren, der sollte die Zeit zum Ausblick genießen und Durchfuttern im Tower-Restaurant nutzen.

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© Hella Wittenberg Beim Imker den Süßigkeitenvorrat auffrischen

Bei der Imkerei Brauße in Blankensee kriegt ihr alles, was euch beim Thema Honig, Wachs und Bienen so einfällt. Zum einen kann im Shop nach Lust und Laune gestöbert, zum anderen aber auch gleich draußen am Automaten das Lieblingsprodukt gezapft werden.

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© Hella Wittenberg Im Bauernmuseum in die Vergangenheit reisen

In diesem Mix aus Scheune und Stall erfahrt ihr alles über den Ortsteil Blankensee, aber auch sonst einiges über die Umgebung, die Jobs, die Bräuche und das frühere Leben an dem Ort, der erstmalig 1307 urkundlich Erwähnung fand. Im Gartenstück des Museums könnt ihr nach der geballten Ladung Wissen noch ein bisschen verschnaufen.

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© Hella Wittenberg Bauch vollschlagen bei der Landbäckerei Röhrig

Steht man vor der Bäckerei, die sich mitten in Blankensee befindet, ist da eigentlich immer viel los. Viele Rad- und Motorradfahrer halten genau hier an, um sich für den nächsten Abschnitt ihrer Tour zu stärken. Das Kuchenangebot ist umfangreich und wird beständig gewechselt. Und wem das alles nichts ist, der kriegt hier auch seine frische Club Mate.

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