11 Zitate von Lars Eidinger, die dein Leben bereichern

© Matze Hielscher

Er eroberte unsere Herzen als Sexgott mit Umhängekeyboard bei der Love Hotel Band mit Yung Hurn und an den Turntables mit seinen Grillz und dem Miley Cirus-Pullover. Er hat uns mit seiner Rolle im Tatort dazu gebracht, unserer Zahnbürste zu misstrauen, dieses Jahr kommt er als Bertolt Brecht auf die Kinoleinwand und schon seit 1999 können wir ihn regelmäßig in der Schaubühne erleben. Lars Eidinger ist unser heimlicher Büro-Crush, Lieblings-DJ und ein begnadeter Schauspieler. Und diese 11 Zitate von ihm sind auch ziemlicher super.

Über Serien

Ich glaube, das ist doch tatsächlich ein Wechsel, der weltweit stattfindet. Das Format Film hat sich überholt. Alle orientieren sich eher an Serien - das ist viel interessanter, über einen längeren Zeitraum zu erzählen.
im SZ Magazin

Über Geld

Also ich hab schon sehr viel Geld und das ist auch ungerecht.
im Interview mit dem WDR

Über Haarausfall

Jeder andere würde da kurz mit Photoshop drüber gehen und das zumachen. Dass man in der Hochglanzästhetik so offensiv damit umgeht und das auch zeigt: Das ist auch ein Kommentar zur Popkultur. So etwas kommt eigentlich in der Popkultur nicht vor: Leute, denen die Haare ausfallen. Das ist erblich bedingt. Mein Vater hatte in meinem Alter gar keine Haare mehr. Ich glaube, das ist für keinen Mann einfach. Es ist aber interessant, wie einfach es sich die Leute machen, sich darüber zu erheben.
im Interview mit der Berliner Zeitung

Über Kindheitsträume

Als Schauspieler habe ich naturgemäß einen gewissen Geltungsdrang, deshalb bin ich’s ja geworden. Ich habe immer davon geträumt, auf einem Bravo-Poster zu landen. Das hat leider nicht geklappt.
im Interview mit der Berliner Zeitung

Über sich und seine Musik

Natürlich gefiel man sich damals auch in einer Melancholie. Aber ich würde mich bis heute eher als traurigen Menschen bezeichnen. Ich bemühe mich, dem nicht nachzugeben, auch aus Angst, mich darin zu verlieren. Aber diese Musik hat auf jeden Fall meine Stimmung abgebildet.
im Interview mit dem Tagesspiegel

Über seine Wohnzimmerdekoration

Also am Anfang gab’s eine Diskussion. Darüber, was das so zu bedeuten hat, wenn man sich selber da in Unterhose im Wohnzimmer hängen hat. Und was, wenn Freundinnen meiner Tochter zu Besuch sind? Wollen wir, dass unsere Tochter eine Freundin besucht, und der Vater hängt da in Unterhose? Aber letztlich denke ich mir, das bin ja nicht ich. Das ist ja eine Stilisierung, mit der umgedrehten Krone, dem Schmutz, das ist mehr Hamlet als Lars Eidinger. Irgendein selbstverliebtes Schauspielerporträt, wo man da mit einem Arm aufgestützt in die Kamera blickt, fände ich fast aufdringlicher.
im Interview mit der Berliner Zeitung

Über private Freizügigkeit

Am FKK-Strand bin ich der Einzige, der eine Badehose anhat.
in der Morgenpost

Über seine Jugend

Das war in den neunziger Jahren, und ich war ganz offensichtlich vom Kapitalismus und von Popkultur gezeichnet. Jeden Morgen bin ich aus Tempelhof mit meinem roten Heinkel-Roller hierhergekommen. Ich sah Hip-Hop-mäßig aus, aber nicht wie die Jungs heute, mehr wie ein Skater. Mit Dickies-Hosen, die in den Kniekehlen hingen. Die anderen Leute an der Schule sahen mehr nach Schauspielstudenten aus.
im Interview mit der Zeit

Über den Reiz von Nacktszenen

Dasselbe, was mich daran reizt, beim Sex nackt zu sein. Wenn ich mich auf der Bühne ausziehe, erregt mich das auch. Mein Beruf ist wie Sex. Es ist eigentlich dasselbe. Also für mich. Bei beidem kommuniziert man sehr sensibel mit seinem Gegenüber. Ich habe das aber früher öfter gemacht als heute und vielleicht auch, um Aufmerksamkeit zu erregen. Inzwischen langweilt mich das Thema.
im Interview mit dem Zeit Magazin

Über die Interaktion mit dem Publikum im Theater

Es ärgert mich, dass manche Zuschauer nicht verstehen, dass Theater ein Austausch zwischen Spielern und Publikum ist. Ich nehme auf der Bühne alles wahr, was um mich herum passiert. Es würde mich einschränken, nicht darauf reagieren zu dürfen. Zum Beispiel wenn jemand mit seinem Handy spielt. Ich sehe dann angeleuchtete Gesichter im Zuschauerraum, das macht mich ganz irre. Oder wenn jemand rausgeht. Es wäre paradox, mich auf der einen Seite dem Publikum zu öffnen und auf der anderen Seite so zu tun, als würde ich von ihm nichts mitbekommen. Wenn jemand rausgeht, ist das ungefähr so, als würde sich meine Partnerin beim Geschlechtsakt heimlich davonstehlen. Da werde ich doch fragen dürfen, wo sie hinwill.
im Interview mit dem Zeit Magazin

Über Schubladendenken

Ich tue natürlich einen Teufel, bei meinen Figuren zu sagen: 'Das ist jetzt so einer. Ich spiele jetzt mal einen Arsch!' Ich bin manchmal ein Arsch und manchmal bin ich kein Arsch. Ich bin manchmal eine Rampensau und manchmal ein braver Familienvater. Aber ich bin noch ganz viel anderes.
im Interview mit Planet Interview
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