So sieht Wahlkampf in Neukölln aus

Diese Bundestagswahl droht vielen ziemlich egal zu werden: Wir erleben einen Demobilisierungswahlkampf par excellence. Niedrige Wahlbeteiligung, Politikverdrossenheit und ein Erstarken der populistischen Rechten werden billigend in Kauf genommen.
Super an der Spree

Wir hoffen, dass wir keinem mehr sagen müssen, dass am 24. September Bundestagswahl ist und wir mit unserer Stimme nicht nur über die Politik der nächsten vier Jahre, sondern auch über die Gesellschaft, in der wir leben wollen, abstimmen. Wer nicht wählen geht, darf sich am Ende auch nicht über das Ergebnis beschweren – darauf macht die Last-Minute-Kampagne der Berliner Kreativagentur Super an der Spree aufmerksam.

Die sind nämlich vor Kurzem vom Kreuzberg nach Neukölln gezogen und wollen jetzt gute Nachbarn sein und zur Aufmerksamkeit für politische Teilhabe anstiften. "In der Sprache Neuköllns", wie sie sagen. Vielleicht habt ihr die auffälligen und smarten Plakate, die sich in ihrer Tonalität und Optik von allen anderen unterscheiden, schon gesehen.

Bei Super geht es um alles, vor allem in Neukölln, wo "Freitagsgebet mit rechtspopulistischer Zukunftsangst, aufstrebender Kreativwirtschaft und durchglobalisierten Expats" vermischen. "Allein auf dem üblichen Weg zum Späti begegnen dem Neuköllner alle denkbaren Fragen der sozialen Gerechtigkeit, der Digitalisierung, der Integrations- und Sicherheitspolitik und der Nachhaltigkeit mindestens einmal", sagen sie. Wie divers Neukölln bereits in der letzten Landtagswahl gewählt hat, könnt ihr nochmal hier nachschauen. Mit 63% Wahlbeteiligung liegt der Bezirk zwar im Berliner Durchschnitt. Aber: Da geht noch was!

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